Man sagt, Liebe kennt keine Grenzen und wenn das wahr ist, kann Liebe niemals verboten sein. Aber ist in der Liebe wirklich alles erlaubt? Was ist mit „Verbotener Liebe“? Was passiert, wenn ich jemanden liebe, wohlwissend, dass ich es nicht sollte?

Je älter ich werde, je mehr Vergangenheit hinter mir liegt, auf desto mehr eigenartige „Love Stories“ kann ich zurückblicken. Manchmal habe ich sie selbst erlebt, manchmal habe ich sie in meinem Umfeld mitbekommen und mitgefühlt. Eines kann ich heute definitiv feststellen:

In Herzensangelegenheiten läuft es selten rund. „Es ist kompliziert“, wie Facebook es so treffend formuliert. 😉

The course of true love never did run smooth – William Shakespeare

Mir fallen sofort hunderte, bittere und süße Liebesgeschichten ein, Lehren, die ich aus Ihnen ziehen konnte. Im Blog werdet Ihr nach und nach von ihnen erfahren. Es wird für mich besonders spannend sein, auch Eure eigenen Stories und Meinungen zu erfahren. Ich freue mich auf einige hitzige Diskussionen.

Heute wage ich mich in eine verbotene Zone. Es geht um das Fremdgehen, im Speziellen um den „Job“ der Geliebten!

Der „Job“ der Geliebten

Auf den Punkt gebracht, ist es der Job der Geliebten, dem Mann stets zu gefallen. Sie strengt sich an besser, schlauer, witziger und vor allem sexier zu sein, als die Andere. Sie will dem Mann klarmachen, dass nur sie die Richtige für ihn ist, das sie reicht, was unheimlich anstrengend ist und auf Dauer den Selbstwert zerstört, denn sie stellt immer wieder fest, dass sie es nicht tut – sie reicht nicht.

In Filmen ist der Job, bzw. die Rolle der Geliebten oft ganz klar: Sie ist bösartig, gemein und hat kein Gewissen. Sie stiehlt der lieben, netten Ehefrau den Mann und wird dafür verachtet. Im Film „The Women“ z.B. spielt Eva Mendes die typische Film-Geliebte. Sie, ein männermordender Teufel, die Ehefrau Meg Ryan hingegen, der arme, betrogene Engel. Alle hassen die Geliebte, inklusive der Zuschauer.

Hollywood mag auf die Art mehr Kinokarten verkaufen – mindestens ein Bösewicht muss ja vorhanden sein – mit der Realität hat das aber wenig zu tun. Es mag solche „Monster-Frauen“ geben, das kann ich nicht ausschließen, in der Regel sind Geliebte weder Teufel, noch sind Ehefrauen Engel. Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen.

Ich verstehe aber, dass betrogene Frauen die Geliebte ihres Mannes als Hassobjekt sehen wollen, bzw. nicht anders können, als wütend zu sein. Das ist Teil des Verarbeitungsprozesses und wahrscheinlich für einen Menschen, der hintergangen wird, gar nicht anders zu ertragen. Ich würde es genauso machen.

In Wahrheit ist es die Geliebte selbst, die sich am allermeisten hasst!

Sie hat sich in einen Mann verliebt, der nicht frei ist – und ob er ihr das von Anfang an erzählt hat oder auch nicht – es ist ihr einfach passiert. Liebe passiert. Gefühle passieren. Wir können sie weder steuern, noch stoppen! Die Geliebte ist sich darüber im Klaren, dass es nicht sein dürfte, aber es ist! Es ist da und es geht nicht weg. Darunter leidet sie weitaus mehr, als dass sie es genießen kann – und das kann ich sehr gut beurteilen, da ich aus eigener, bitterer Erfahrung spreche.

Abwärtsspirale Affäre

Was tun Menschen, die sich verlieben!? Sie werden schwach und unvernünftig. Kopf kaputt, Herz regiert. In dem Fall lassen sie sich auf jemanden ein, der vergeben ist und sind sich zwar vollkommen darüber im Klaren, dass sie eine andere Person sehr damit verletzen, nur so richtig hingucken!? Lieber erstmal nicht. Der Mensch hat die wundersame Gabe, für gewisse Momente oder über einen gewissen Zeitraum, alles Negative auszublenden. Die Anwendung von Heuristiken helfen ihm hierbei. Im Gehirn werden dabei nur die Informationen zugelassen, bzw. in Betracht gezogen, die, in einer Art Eilverfahren, zur gewünschten „Lösung“ des Problems führen. Durch Vereinfachung seiner Gedanken und Vernachlässigung, also dem Ignorieren von Information, entlastest sich der Mensch und trifft auf Basis einer eigens verzerrten Realität seine Entscheidung. Heuristiken sind menschlich – aber fehleranfällig.

Meist wird die Entscheidung eine Affäre fortzuführen auch dadurch unterstützt, dass der vergebene Part der Affäre die vorhandene Ehe oder Beziehung als bereits „gescheitert“ bezeichnet. Zusätzlich wird die Frau oder Freundin als kompliziert, „gestört“ oder anderweitig unzulänglich dargestellt. Die Geliebte bekommt anfangs den Eindruck, er stünde ohnehin unmittelbar vor der Trennung und es sei nur eine Frage der Zeit und des passenden Moments.

Wer schon mal in der Haut einer Geliebten gesteckt hat, weiß, dass „Ich trenne mich“, gefolgt von „Ich brauche noch Zeit“, die zwei Aussagen sind, die zum einen die Affäre am Leben erhalten, zum anderen aber einen Schmerz verursachen, unter dem man fast erstickt!

Nach einer Phase des gemeinsamen „Glücks“ (Verdrängung), folgt eine wache Phase, in der nicht selten der Versuch unternommen wird, untereinander ein klärendes Gespräch zu führen (Konfrontation). Es kommt schlussendlich nicht zur Klärung, da es aus Sicht des Mannes „zurzeit keine Lösung“ gibt. Es folgt ein kläglicher Versuch, sich von nun an aus dem Weg zu gehen (Trennung). Es bleibt nur bei dem Versuch, weil es beide nicht ohneeinander aushalten. Am Ende fallen sich beide wieder in die Arme (Versöhnung).

Von da an geht das Ganze wieder von vorne los. Es ist ein anstrengender und schmerzhafter Kreislauf! Mit jeder „Runde“ geht es seelisch steil bergab. Es ist wie eine Sucht. Es tut nicht gut, aber man kann nicht damit aufhören, nicht aufhören zu hoffen, dass alles sich doch noch zum Guten wendet. In 9 von 10 Fällen wird es nicht gut ausgehen! Das ging es übrigens auch bei mir nicht.

Geliebte vs. Ehefrau

In Zeiten der Verdrängung wird die Ehefrau komplett ausgeblendet, am liebsten wäre der Geliebten, die Nebenbuhlerin würde nicht existieren und so verhält man sich auch.  Wenn sich doch ein Gedanke an sie verirrt, ist da Abneigung und Verachtung. „Sie kann doch nur böse sein. Irgendwie müssen doch die eigenen Handlungen gerechtfertigt werden. Und überhaupt, er und sie, das passt doch nicht, das sagt er doch immer. Sie wäre ohne ihn viel besser dran. Irgendwann wird sie es verstehen.“

In Zeiten des Aufwachens dreht sich die Gedankenwelt komplett. Es tauchen Gefühle des Mitleids auf und auch eine Art Zusammengehörigkeitsempfinden. „Sie ist genauso eine Frau, wie ich es bin, sie ist vielleicht ein ganz lieber, toller Mensch. Was tue ich hier? Wie kann ich ihr das antun? Und wie kann er ihr das antun? Wir sind solche miesen Schweine!“ Die Selbstverachtung wird im Laufe der Zeit immer stärker.

Ich liebe Dich, aber ich hasse Dich!

Je mehr Versöhnungs- und Trennungsrunden gedreht sind, desto zwiegespaltener wird das Verhältnis zwischen ihm und der Geliebten. Mit jeder Runde verliert die Geliebte mehr und mehr den Glauben und das Vertrauen in den Mann.

Am Anfang der „Beziehung“ glaubt sie noch zu 100% an ihn. „Klar wird sich er sich trennen, er braucht nur etwas Zeit. Bei uns ist es anders, als bei „normalen“ Affären, wir lieben uns aufrichtig und er wird gar nicht anders können. Auch seiner Frau wird es irgendwann klar sein und auf lange Sicht wir es ihr damit sogar bessergehen. Die Ehe ist doch sowieso keine Ehe mehr.“

…und dann passiert nichts! Niemals wollte die Geliebte eine Geliebte sein, doch nun ist es zu spät!

Der Mann schafft die Trennung von der Frau in den allermeisten Fällen nicht, er kann und oder will sich nicht entscheiden. Angeblich tut sie ihm so leid und sie würde es ohne ihn nicht überleben. Die Geliebte allerdings bekommt den Eindruck, er findet es schlichtweg toll, wenn alles so bleibt, wie es ist. Eine Frau zu Hause, die für ihn kocht und ihm die Unterhosen faltet und eine Frau, die ihn in sexy Unterwäsche begrüßt und ihm seine sexuellen Phantasien erfüllt.

Anstelle des Glaubens tritt bald die Hoffnung. „Ich hoffe, der Tag wird kommen, an dem er sich entscheidet und endlich die nötigen Konsequenzen zieht.“ Die Geliebte setzt sich Deadlines, wie lange sie selbst das Spiel noch mitmacht und verschiebt diese jedes Mal nach hinten. „Noch eine Chance.“ „Noch kurz warten“.

…. abgesehen von unzähligen Weinkrämpfen, gepaart mit ganz viel Einsamkeit, passiert weiterhin nichts.

Eine Enttäuschung reiht sich an die nächste. Irgendwann schwindet selbst die Hoffnung. Inzwischen sind alle Karten ausgespielt. Die Geliebte hat ihm ihr Herz, ihr Bestes gegeben und es scheint ihm nicht zu reichen. Hass schleicht sich ein. „Wie kann er so egoistisch sein? Er ist nicht gut zu mir, aber ich komme nicht weg von ihm!“ Die Geliebte hasst ihn, aber sie liebt ihn. Ein Phänomen, dass mich bis heute beschäftigt. Wenn ich einen Mann doch so verachte, seine Handlungen und ins Besondere seine Nicht-Handlungen so sehr verteufele, kann es denn dann überhaupt Liebe sein? Ich habe es bis heute nicht verstanden. Verstehst Du es?

Was es in jedem Fall ist: Ganz gefährliches Fahrwasser. Sie legt ihren eigenen Stolz ab, ihr eigenes Wertesystem ad acta und lässt sich Verletzungen zufügen, die nie mehr ganz heilen. Wer einmal seinen Selbstwert so sehr runtergeschraubt hat, erfährt einen Tiefpunkt, der noch Jahre später schmerzt und der Schock darüber geht nie ganz weg. Genau wie die Wut gegen sich selbst, darüber, dass es nicht möglich war, einfach zu gehen.

Der Mann mag das alles nicht böse meinen, aber feige zu sein und zu resignieren, wenn andere Personen direkt involviert sind, macht den Menschen zu einem, Entschuldigung, Arschloch. Ob er das sein will oder nicht.

Ich möchte dennoch den Mann nicht komplett verteufeln, denn auch er befindet sich in einer Ausnahmesituation, ist schwach und überfordert. Zumindest möchte ich aber diejenigen vergebenen Männer, die sich in einer Affäre befinden, bitten, sich und vor allem alle anderen Beteiligten, nicht unnötig zu quälen, denn nichts Anderes ist es: eine Qual! Wenn in einer Affäre Liebe mitschwingt, ist daran auf Dauer nichts mehr Schönes zu finden.

Es hat etwas mit Verantwortung übernehmen zu tun und ja, auch etwas mit Mut. Ich entscheide mich, sie gehen zu lassen, obwohl ich glaube, sie zu lieben.

Das tut mir weh, aber ich rette nicht mich, sondern die anderen.

Wenn Du sie wirklich liebst, egal ob deine Frau oder Deine „Gespielin“, wirst Du sie schützen und Dich entscheiden.  Alles andere ist Liebe zu Dir selbst und hat mit Liebe zu anderen reichlich wenig zu tun.

Wie komme ich da wieder raus?

Wenn Du erstmal in einer Affäre steckst – und ich weiß es ganz genau – wird es sehr schwer wieder raus zu kommen. Niemand von außen wird Dich mit Vernunftargumenten davon überzeugen können, das Drama zu beenden. Es gibt nur DEINEN Weg. Ich versuche Dir aber zumindest einige Denkanstöße zu geben. Auch denjenigen, die so etwas vielleicht noch nie erlebt haben, kann es vielleicht helfen, meine Gedanken zu lesen, um sich gar nicht erst auf so etwas einzulassen.

Hier kommt mein erster und letztlich auch einziger Rat: Lass’ es sein! Lauf’ so schnell Du kannst! Ersticke die Verbindung im Keim! Wenn er sich nicht unmittelbar trennt, wird er es niemals tun! Nicht wegen Dir, nicht für Dich!  Er wird sie quälen, er wird Dich quälen, er wird sich selbst quälen, ihr werdet Euch alle gegenseitig quälen!

Ich nehme meine Erfahrung als Geliebte gerne als abschreckendes Beispiel:

Nach anfänglichen Glücksgefühlen, endlich einen Seelenverwandten gefunden zu haben und der Gewissheit, dass wir einfach zusammengehören – und er das auch weiß, weil er es ja auch so sagte – kam die Ernüchterung. Er würde keine Trennung vollziehen. Nicht gleich, nicht hier, nicht heute, vielleicht irgendwann. Über zwei Jahre war ich ab dieser Ernüchterung nicht im Stande jemand anderen in mein Leben zu lassen, ich wartete auf seine Erleuchtung, fast egal in welche Richtung diese gehen würde. Über zwei Jahre meines Lebens habe ich verschenkt. Ich weiß, dass andere noch viel, viel länger feststecken, teilweise über Jahrzehnte, obwohl sie so viel Besseres verdienen. Bitte, bitte, tut es Euch nicht an!

Ich habe noch nie so viel geweint, mich einsam, hilflos und ohnmächtig gefühlt. Ein ständiges Hin und Her. „Ich liebe Dich sehr, aber ich kann mich nicht trennen, noch nicht! Ich weiß nicht. Ich kann nicht“ Er war zu schwach eine endgültige Entscheidung zu treffen und selbst wenn er zwischenzeitlich versucht hatte, sich komplett von mir zu trennen, wusste ich, dass er es so eigentlich nicht wollte. Dann habe ich es nicht hingenommen und weiter gebohrt. Wir sind gegenseitig immer wieder eingebrochen und haben uns verbal ganz böse Dinge angetan. Seiner Frau muss es auch schlimm gegangen sein. Er wurde genauso depressiv wie ich. Es war das schlimmste Martyrium, das ich je erlebt habe.

Zeitweise war ich wie gelähmt und nicht mehr ich selbst. Die Rollläden in meiner Wohnung gingen manchmal tagelang nicht hoch. Ich hatte sehr dunkle Phasen. Vor Selbsthass und weil ich nicht wusste wohin mit dem Schmerz, habe ich mir ein paar Mal selber die Arme und Hände aufgekratzt, habe ihm Fotos von den Wunden geschickt, damit er weiß, wie sehr ich leide, in der Hoffnung, dass er meine Schmerzen endlich beenden kann. Das war wohl der absolute Tiefpunkt.

Wo anfangs noch die Glücksmomente waren, war am Ende nur noch Hass, Verzweiflung und Schmerz. Wenn ich an diese Zeit denke, kommen mir noch heute die Tränen und ich zittere am ganzen Körper.

Bis zum heutigen Tag, weiß ich gar nicht recht, wie ich es raus geschafft habe, wie ich es geschafft habe, mich zu lösen, mein Herz zu befreien. Ich denke beide Seiten waren irgendwann des Kämpfens so müde. Der Kontakt wurde immer weniger. Was anfangs kaum zu ertragen war, wurde ganz langsam, in kleinen Minischritten wieder leichter. Die Zeit hat es geregelt. Die Zeit ist wohl der beste und wohl auch einzige Helfer in solchen ausweglosen Lebenssituationen. Darüber habe ich übrigens später den Song „Time is on my side“ geschrieben. Viele meiner Songs sind aus dieser Zeit heraus entstanden und einige werden da bestimmt noch kommen. Wenn zwei sich geliebt haben und nicht zueinander finden konnten, ist das etwas, dass man niemals ganz vergisst oder gar verkraftet.

Wenn Du Dir vor Augen führst, wie sich so eine vermeintlich „kleine“ Affäre entwickeln kann, überlegst Du vielleicht zwei Mal, ob Du Dich da rein begibst oder weiter darin verweilst. Ich hoffe Du entscheidest Dich gegen sie, ich wünsche es Dir!

Es mag Affären geben, die nur Affären sind und es mag funktionieren, wenn denn beide nur das wollen. Wenn es um mehr geht, kann es nicht funktionieren. So einfach ist das. Niemand will „verboten“ lieben. Wir wollen lieben. Wir wollen alle geliebt werden. Wir wollen nicht teilen und schon gar nicht wollen wir jemand anderem weh tun.

Natürlich darfst Du „verboten“ lieben, wenn es passiert, wirst Du es nicht verhindern können. Lieber wäre es mir aber, Du würdest Dich selbst zu sehr lieben, um diesen Kampf überhaupt erst zu beginnen. Denn nichts Anderes ist es, ein erbitterter Kampf, den Du sehr wahrscheinlich nicht gewinnen kannst. Liebe mag sich nicht verbieten lassen, sie mag nicht verboten sein – aber sie kann verboten gefährlich sein!

Ich wünsche Dir ein gesundes, vor Glück hüpfendes Herz, das unendlich viel Liebe gibt und genauso viel davon empfängt!

Deine

Viola

 

PS: Ich habe diesen Artikel aus Sicht einer Frau geschrieben, natürlich kann es genauso auch andersrum sein.

Ein Buchtipp zum Thema:

https://www.amazon.de/Heimliche-Liebe-heimliche-verstehen-%C3%BCberleben/dp/1548785407/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1519715681&sr=8-2&keywords=geliebte

 

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452 Kommentare

  1. Mmmm …. das hat aus meiner Sicht auch sehr viel mit dem Selbstwert zu tun, wie man sich in dieser Rolle sieht. Der Kampf nach Anerkennung, besser sein als die andere, nicht alleine sein können und wollen … machen das Ganze kompliziert. Im Prinzip sind es nicht erfüllte oder übersteigerte Bedürfnisse wie Nähe/Distanz etc. Ist man unabhängig, in der Selbstakzeptanz und Eigenverantwortung … wo ist dann das Problem?

    • Ich glaube, in einer Situation zu verweilen, die einem nicht gut tut, sagt viel über den Selbstwert aus. Mir war das damals auch vollkommen klar, aber ich kam nicht da raus. Ich wußte sehr viel; warum ich mich verhalte, wie ich mich verhalte, dass vieles davon nicht sonderlich schlau, unabhängig und selbstakzeptierend war 😉 Es zu wisssen, ist die eine Sache, es zu fühlen, sich entsprechend „locker“ zu machen, war mir nicht möglich. Wie man sich in dieser Rolle sieht, hat auch etwas damit zu tun, was anfangs besprochen und versprochen wird, Erwartungen, die daraus entstehen und Enttäuschungen, die dann schwer zu verarbeiten sind. Es kann viel schief gehen und ooohja, dann gibt’s Probleme! 🙂

      • Welch Antwort, sie beschreibt ihre Sicht/ ihr Gefühl.. Und wer es erlebt hat, findet sich in den Worten wieder. Sobald tiefe Gefühle und unerfüllte Sehnsüchte bleiben , tut es weh.. Liebe nicht leben zu dürfen, zerfrisst einem..

        • Hallo Viola,

          Es ist genau so wie du es beschrieben hast, bei mir auch. Wirklich 1:1. Unglaublich.
          Ich bin noch nicht da raus. Leider. Es tut einfach nur weh und ist so anstrengend.

          Nina 40J.

          • Liebe Nina, es tut unerträglich weh! Und man fragt sich: Was tue ich hier? Und wer hat meinen Selbstwert geklaut? Hol‘ ihn Dir wieder! Es wird passieren, es kommt der Tag an dem Du ihn Dir wieder holst. Ich sende Dir ganz viel Stärke und eine große Portion „Liebe zu Dir selbst“! Viola

          • Ich bin seit über 2 Jahren Geliebte und süchtig nach ihm….bin nur noch ein Schatten meiner selbst…komme nicht los..es hat mein Leben kaputt gemacht.

          • Dann hol‘ Dir Dein Leben zurück! Wenn Du es nicht alleine da raus schaffst, hol‘ Dir Hilfe, wenn nötig auch professionell! Das ist wie eine Sucht und Du musst so schnell wie es geht auf kalten Entzug! Nochmal: Bitte, HOL‘ DIR DEIN LEBEN ZURÜCK!!! Ich drücke Dich und wünsche Dir ALLES GUTE auf Deinem Weg RAUS! Viola

          • Ich erkenne mich und ihn 1:1 wieder. Er hat den Kontakt abgebrochen, weil seine Frau es mitbekommen hat. Die Begründung, das Übliche. Das Haus, der Kredit, was denken die Kinder. Ich bin nur am weinen, kann seine schönen und unschönen Worte einfach nicht vergessen. Ich weiß, es ist gemein und falsch, aber ich hoffe, seine Frau trennt sich von ihm, weil sie die Affäre nicht verkra
            ftet. Sie weiß, das er Fremdgegangen ist, aber nicht wie lange. Er hat ihr nicht die ganze Wahrheit erzählt. Dazu kommt noch, ich bin auch verheiratet, Haus, 2 Kinder. Ich stehe total neben mir, bin nicht mehr ich.

          • Ich (m 48) schliesse mich an, es war sehr ähnlich wie es Viola beschrieben hat mit dem Unterschied das ich der gehörnte Mann bin und nach zwei Sextreffen es herausgefunden habe plus hundert Seiten (Sex-)chat schön zum nachlesen. Zugegeben hat meine Partnerin nichts und ohne den Chatverlauf wüsste ich noch heute nicht was gelaufen ist. Haben 3 Kinder, über 10 Jahre zusammen, Sexleben war und ist top wenn die Stimmung gut passte usw. aber für mich war es pure seelische Grausamkeit den Betrug heraus zu finden das kannst Du mir glauben. Mein Vertrauen in die Menschheit ist an einem absoluten Tiefpunkt. Wir sind weiterhin zusammen und versuchen es besser zu machen. Sogar eine Therapie angefangen wobei mich genervt hat das die Therapeutin fand ich hätte die Privatsphäre meiner Partnerin verletzt als ich den Chat gelesen habe… Ich meinte das die Privatsphäre wohl dazu da ist den anderen zu bescheissen oder habe ich da was falsch verstanden? Der andere Mann (verheiratet mit Kinder und 15 Jahre jüngerer Frau) meldet sich nicht mehr – ich habe damals sofort angerufen und gefragt was da läuft und was wohl seine Frau dazu sagen würde – dann war sofort Ruhe von seiner Seite her. Meine Partnerin war dann böse auf mich das ich die Affäre abgeklemmt habe und musste zwei drei Monate von ihren „high“ wieder runter kommen und normaliseren… was für eine konfliktreiche und beschissene Zeit aber es geht nun wieder in Richtung Harmonie so hoffe ich zumindest. Beschäftigen tut es mich aber fast täglich. Sie hat sich halt auf der Stelle in den verliebt bei einem Anlass bzw. er hat ihr schöne Augen gemacht und geschmeichelt. Meine Partnerin hatte viele Beziehungen und sexuelle Erfahrung und es hat mich erstaunt das sie sich dem so angeboten hat. Sie war halt 14 Jahre treu und dachte es wäre wohl an der Zeit für eine Affäre 🙁
            Sie (47) ist hübsch und hat Sexappeal, das ist mir natürlich schon bewusste und gefällt mir auch… ich bin auch gutaussehend aber das Fremde lockt halt (obwohl der Typ mit Sicherheit nicht besser ausgesehen hat 🙂
            Für mich wäre das Leid viel erträglicher gewesen wenn Sie mir DIE GANZE GESCHICHTE erzählt hätte von ANFANG AN. Die Lügerei ist viel schlimmer als die Sexerei wobei noch schlimmer ist das von ihrer Seite Gefühle für ihn da waren, von seiner Seite ging es primär um Sex – was sie eigentlich gewusst aber irgendwie ignoriert hat.

          • Soviel ist klar: Beschissen werden ist verdammt beschissen! Ich finde es mutig von Dir, es trotzdem weiter mit ihr zu versuchen. Das Vertrauen ist ja jetzt erstmal weg – hoffentlich könnt Ihr das wieder aufbauen. Ich denke auch immer: Warum nicht VORHER ehrlich über Unzufriedenheit in der Beziehung sprechen und offen über die Begegnung reden, BEVOR man die „Begegnung“ an sich ran lässt. Ihr fehlte da wohl der Mut und naja, sie ging natürlich davon aus, Du würdest es niemals rauskriegen. „Was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß.“ Das ging wohl ziemlich schief 😉 Liebe Grüße, Viola

          • Hallo zusammen,

            auch ich, obwohl aus Sicht eines Mannes, kann die Erfahrung nachvollziehen. Es ist mittlerweile fast zwei Monate her, dass meine Geliebte und ich unsere etwa 5-monatige Affäre beendet haben. Auch nur deswegen, weil wir aufgeflogen sind…zum zweiten Mal. Beim ersten Mal war Ihr Mann so fair und hat uns die Chance gegeben, alles zu beenden und hat auch meiner Frau nichts davon erzählt. Bei uns ist das alles weitaus komplizierter, weil wir Nachbarn sind und uns jeden Tag sehen. Vor Jahren fanden wir uns schon gegenseitig toll, ohne etwas dem anderen davon mitzuteilen. Wir wollten auch mit der Affäre aufhören, aber wie Viola es bereits geschrieben hatte, konnten wir nicht mehr ohneeinander auskommen. Es war wirklich wie eine Sucht, sodass wir nach dem ersten Auffliegen wieder mit der Affäre weitergemacht hatten. Anfangs wollte ich nur den Sex, aber da sie sich schon von Anfang an in mich verliebt hatte und im Laufe der Zeit auch ich mich in sie verliebt hatte, kamen dann auch bei uns Pläne für eine gemeinsame Zukunft auf. Sie wollte mit mir ein neues Leben beginnen, was ich auch gerne wollte. Aber ich konnte ihr nicht sagen, dass ich das nicht kann, dass ich meine Frau und Kinder nicht einfach so verlassen kann. Dennoch machte ich ihr ständig Hoffnungen, wohlwissend, dass ich es nicht kann. Und das machte mich so traurig, weil ich es ihr nicht sagen konnte, sie aber voller Hoffnung war. Ich war so ein Mistkerl. Als wir das letzte Mal aufgeflogen waren, wollte Sie mir noch immer helfen, meine Entscheidung zu finden. Nur hatte mir dann im Laufe von zwei Wochen meine Frau eine regelrechte Gehirnwäsche verpasst, sodass ich nicht mehr wusste, was ich glauben soll. Im letzten Telefonat mit meiner Affäre fragte sie mich, ob ich mich jetzt wirklich in die Sklaverei begeben möchte. Ich wollte nein sagen, dennoch bejahte ich ihre Frage. Es war viel Angst dabei…war sie schon immer. Weil ich Angst hatte (auch aus finazieller Sicht), meine Familie zu verlassen, um ein neues Leben zu beginnen mit der Frau, die ich lieben gelernt hatte und mit der alles viel besser war als was ich zu hause bekommen hatte. Ich hatte mit meiner Geliebten innerhalb von etwa 4 Monaten weitaus mehr Sex, als mit meiner eigenen Frau die letzen 3 bis 4 Jahre. Ich hätte wirklich sehr gerne den Sex mit meiner Frau gehabt, aber sie ist diesem Thema seit unsere Kinder vor 12 bzw. 9 Jahren da sind so abweisend gegenüber eingestellt. Ich weiß, dass sich das alles nun egoistisch anhört, aber ich bin halt ein sehr emotionaler Mensch, der körperliche Berührungen mag. Un dazu gehört auch der Sex. Wir werden schnell alt und dann macht der Körper nicht mehr mit. Als so lange ich noch jung und beweglich bin möchte ich gerne noch Spaß haben mit einer Partnerin, die ebenso empfindet, wie ich. Und genau so empfand meine Geliebte. Wir hatten so gut zusammen gepasst. Das sagte sie auch. Ich hatte also mein Glück in meinen Händen und hätte sie nur festhalten brauchen. Stattdessen habe ich sie vor lauter Angst fallen lassen! Und das tut mir so leid, was ich ihr damit angetan habe. Ich habe sie zutiefst enttäuscht. Aber so wie es aussieht scheint es zwischen ihr und ihrem Mann wieder zu klappen und anscheinend besser als zuvor. Ich habe das Gefühl, dass ich ihr mit meinem Verhalten klar gemacht habe, dass sie bei ihrem Mann besser aufgehoben ist, als bei mir. Bei meiner Frau und mir hingegen ist alles beim Alten geblieben, wenn nicht sogar ist es jetzt noch schlimmer als vorher. Auch wenn ich meine Geliebte gerne wieder hätte und damit auch wieder meine Familie riskieren würde, so weiß ich, dass meine Geliebte nichts mehr mit mir zu tun haben möchte. Daher wünschte ich mir, wir hätten diesen Schritt nie begangen. Trotzdem hatten wir beide sehr viel Spaß in der kurzen Zeit, die wir zusammen erleben durften.

          • Die Angst ist kein guter Berater, soviel ist klar. Die Angst gaukelt Dir vor, Du dürfest Deine Komfortzone nicht verlassen, nichts Neues wagen. Meistens lügt die Angst! Ich glaube, für wahre Liebe gibt es immer einen Weg, auch wenn er steinig ist. Ihr hätten ihn „nur“ gehen müssen.
            Wenn es jetzt mit ihr zu spät ist, heißt das nicht, dass Du nichts verändern kannst. Wieso sich seinem Schicksal ergeben? Wie Du schon sagst, wir sind nicht für immer jung. Dein Leben verdient es, erfüllt zu sein. Ich wünsche Dir Alles LIEBE!

  2. erstmal hallo.

    finde immer wieder spannend + langweilig, das nur frauen über dieses thema schreiben.
    frauen leiden über diese situation und schreiben über ihre problematik.
    männer…? ich weiß nicht wie es meinen artgenossen geht. stillschweigen, dummsaufen ?

    immerhin gibt es eine menge an frauen, die aus ihren selbstgewählten zustand,
    von hausfrau, mama, oma ausbrechen wollen. und manchmal spielt der zufall eine rolle.

    und dann, frau hat sich — ihre große liebe — erwählt, erwartet. ewige verbundenheit und einen beschützer,
    versorger der mit ihr die zukunft gestaltet und sie wahrnimmt. einen ersatz-papa.

    und leider, leider sind meine herrn kollegen auch von müttern erzogen worden mit einer bestimmten haltung
    zur familie und frau, meist sehr liebenswert, aber leider mamabubis, die sich orientieren und auch das leben
    nachspielen, was sie zuhause bei den eltern gelernt haben.
    warum sollte ein mann ? dann weggehen von seiner ersatzmama. ( seiner frau )

    thema umgedreht……. wenn die frau, nach jahrelanger erziehung von kinder dann wiedermal, zufall oder nicht,
    etwas anderes wahr nimmt, als ihr mama, oma, hausfrauen dasein, und sich in eine affäre begibt.
    wird sie genauso wenig kraft aufbringen um ihr mama-papa dasein zuhause zu verlassen.

    gewohnheit, trägheit, feigheit, lügen sind kein garant für die liebe.

    in der liebe gibt es kein aufrechnen, nur geben und nehmen, in freude, du bist, ich bin, wir sind.

    • Na klar, andersrum geht das genauso. Ersatzmamas wie auch Ersatzpapas können es einer neuen Verliebtheit, Liebe, sehr schwer machen sich durchzusetzen. Meistens geht das komplett schief und tut dann höllisch weh, für alle Parteien. Lieber lassen! Oder mit dem Feuer spielen, wohlwissend dass es wahrscheinlich zu Verbrennungen führen wird!

      • Der Artikel ist sehr gelungen 👍 danke dafür!
        Ich war fast 3 Jahre Geliebte, aus heutiger Sicht habe ich viel zu spät die Reissleine gezogen. Unsere beste Zeit war unsere Anfangszeit wo ich noch viel Verständnis hatte und er noch Zeit hatte sich zu entscheiden. Je mehr Zeit verging und eine Entscheidung notwendig wurde, da es Leid auf allen Seiten gab, umso mehr wurden „Dinge“ vorgeschoben und Ausreden gesucht, warum eine Entscheidung „jetzt nicht“ möglich sei… Es verletzte mich unglaublich und gleichzeitig konnte ich diesen Wunsch nach einer offiziellen Beziehung mit ihm nicht aufgeben. Urlaube, Weihnachten, Silvester, Geburtstage, Wochenenden… waren die schlimmsten Tage im Jahr. Noch schlimmer wurde es, wenn ich sagte wie es mir damit ging und doch alles immer beim Alten blieb.
        Aber durch diese Tatsache, dass man seiner Familie die Wahrheit nicht zumuten konnte sondern die Fassade bleiben musste, entstand eine Kraft in mir, denn wie konnte davon ausgegangen werden, dass man mir diese Tage immer wieder zumuten konnte? Und warum ließ ich das zu?
        Ich würde spätestens nach einem halben Jahr eine klare Entscheidung einfordern und sonst gehen.
        Es wurde mir klar, wer solange alles im Dunkeln lässt, ist niemand der zu einem steht und auch zu sich selbst.
        Liebe will leben, sich entfalten, sich zeigen, sich weiter entwickeln und sich sicher nicht verstecken!

        • Immerhin hast Du die Reissleine gezogen und darauf kannst Du sehr stolz sein! Du hast es da raus geschafft und ich hoffe es geht Dir gut damit! Alles Liebe, Viola

          • Ja, es geht mir gut damit. Es war ein Befreiungsschlag f mich… danach merkte ich wieviel Zeit ich eigentlich vorher mit „seinen Sorgen um Kind und Haus usw“ beschäftigt war… Er sah sich selbst als Opfer und das fing an meine Gefühle zu verändern. Nur er haette f klare Verhältnisse sorgen und zwar rechtzeitig.
            Ich denke man sollte gerade in so einer Situation nicht die Realität ausblenden. Er sicherte mir zwar eine Klärung von Anfang an zu, aber wir hatten beide verschiedene Vorstellungen davon wie das von statten gehen sollte…

            Wer nicht selbst entscheidet, für den wird entschieden.

          • Ja, es geht mir gut damit. Es war ein Befreiungsschlag f mich… danach merkte ich wieviel Zeit ich eigentlich vorher mit „seinen Sorgen um Kind und Haus usw“ beschäftigt war… Er sah sich selbst als Opfer und das fing an meine Gefühle zu verändern. Nur er haette f klare Verhältnisse sorgen und zwar rechtzeitig.
            Ich denke man sollte gerade in so einer Situation nicht die Realität ausblenden. Er sicherte mir zwar eine Klärung von Anfang an zu, aber wir hatten beide verschiedene Vorstellungen davon wie das von statten gehen sollte…

            Wer nicht selbst entscheidet, für den wird entschieden.

          • Hallo Viola, vielen Dank für Deinen Artikel.
            Ich habe mich vor 2 Monaten von meiner Affäre getrennt und leide gerade sehr, irgendwie wird es sogar schlimmer gerade. Ich habe es die ganze Zeit vermieden, seine stories auf Instagram anzuschauen, gestern wurde ich schwach und habe ihn lustig, locker flockig grinsend mit Frau und Kumpels gesehen. Das wirft mich komplett zurück.
            Ich habe ihn gebeten, mich NICHT zu kontaktieren, jetzt heule ich, weil er es nicht tut… Total bescheuert. Ich bin Single, die Einsamkeit macht die Sehnsucht schlimmer.
            Ich weiß, es war die richtige Entscheidung, aber ich bin gerade nur noch ein fetter Haufen Elend.
            Ich hoffe, ich finde bald wieder zu mir zurück.
            Euch allen viel Kraft und alles Liebe von einer anderen Viola 😉❤️

          • Du findest zu Dir zurück, garantiert! Je weniger man von ihm sieht, desto schneller geht es. Leicht gesagt, ich weiß…. ich war damals die ultimative „Online-Stalkerin“ – und selbst ich habe mich wiederbekommen. Hab‘ Vertrauen! Alles Liebe zurück von Viola A an Viola B. 😉

    • Ich würde dann gerne mal meine Story erzählen, da ich das Problem habe, dass ich gerne drüber reden würde, es aber nicht kann. Hoffe es ist ok, anonym zu bleiben.

      Ich bin seit 3 Jahren in einer Beziehung und verlobt. Für meine Verlobte bin ich alles. Und auch wenn bei mir nie das große „Verliebtheitsgefühl“ da war, war ich mir immer sicher, dass sie die richtige ist. Sie ist einfach der beste Mensch den ich kenne. Würde alles für mich tun. Sie gibt mir ständig nach, macht immer was ich möchte – wie ihr euch vorstellen könnt, geht einem das genauso auf die Nerven, wie das Umgekehrte. Ich würde gerne mal etwas machen, was sie gerne macht. Aber sie sagt schon gar nichts, was ich evtl. nicht möchte. Streit geht sie komplett aus dem Weg. Ich finde Streitgespräche extrem wichtig, damit man sich über die Gefühle des anderen auch klar wird. Fazit: Ich hab dieses dauernde „Nett-Sein“ nicht mehr ertragen und musste da einfach raus.
      Genau da habe ich ein Mädchen kennengelernt. Wirklich ein Mädchen. 17 Jahre alt (Ich bin 34). Die hat mich angebaggert ohne Ende. Ich hab das erst komplett abgelehnt, irgendwann hab ich mich aber doch hinreißen lassen und mich Kopfüber in eine Affäre gestürzt. Ich muss dazu sagen, dass auch sie vergeben ist und wir der Meinung waren, dass das erst einmal auch so bleiben soll. Öffentlich könnten wir die Beziehung sowieso nicht machen, ohne dass ich von Vater und Freund eine über die Rübe bekommen würde.

      Fazit ist, dass wir uns immer mehr ineinander verliebt haben. Es ist für mich unerträglich, wenn ich weiß, dass sie jetzt bei ihrem Freund ist, und sie vermutlich gerade Sex haben. Für sie umgekehrt genauso. Mir ist auch klar, dass ich eigentlich mit einer 17 jährigen keine Beziehung führen kann, die langfristig erfolgreich ist. Ich bin jetzt schon eher ein introvertierter Mensch, und wenn ich dann mal 54 bin… naja, ihr wisst vermutlich was ich meine. Außerdem schafft sie es ohne mit der Wimper zu zucken, ihrem Freund ins Gesicht zu lügen und ihm zu vermitteln, wie sehr sie ihn liebt. Ich könnte mir nicht sicher sein, dass ich mal an seiner Stelle bin. Mir fällt das alles viel schwerer. Ich hab ein sehr schlechtes Gewissen, und meine Verlobte tut mir total leid.

      Allerdings hat mich die ganze Situation ihr wieder deutlich näher gebracht und ich merke, dass Langeweile und Routine vielleicht gar nicht so schlecht sind. Trotzdem befürchte ich, dass es mir irgendwann wieder so gehen könnte. Ich weiß überhaupt nicht, was ich machen soll. Ich will beides nicht beenden und fühle mich einfach schlecht.

      Ich kann von daher von Affären nur abraten – nur leider denkt man meist erst nach, wenn es bereits geschehen ist

      • Diese Zerissenheit kennen hier alle. Am Ende bleibt einem nur übrig auf sein Herz zu hören. So richtig mit dem Herzen scheinst Du bei Deiner Verlobten nicht dabei zu sein. So richtig nach Liebe klingt das nicht, sie ist bequem und einfach für Dich, aber Du wärst ja nicht geflüchtet, wenn alles ok wäre. Vielleicht solltest Du über Deine Beziehung grundsätzlich nachdenken, mal ganz abgesehen von der Affäre. Ist nur ein Denkanstoß. Die Affäre wird wohl den Affärenstatus nicht überschreiten. Sie scheint sich nicht trennen zu wollen und so richtig ins reale Alltagsleben würdet Ihr es wahrscheinlich nicht schaffen. Ich wünsche Dir in jedem Fall, dass Du es schaffst aufzuräumen und das für Dich Richtige tust. Liebe Grüße, Viola

        • Danke Viola. Das ist halt die Frage. Ich hab ja damit angefangen, dass ich mich nicht trennen will, hab ihr das als allererstes klar gemacht. Mittlerweile sehe ich das anders. Ob es im Alltagsleben klappen würde, weiß ich nicht. Ich bin mir sicher von meinem Bekanntenkreis und meiner Familie würde sie akzeptiert werden. Ihre Eltern würden vermutlich erstmal ausflippen. Wird aber eh sehr schwierig gerade… Ich bin jemand, der relativ schnell verzweifelt. Hab aber aus vergangenen Beziehungen gelernt, dass das nicht sonderlich weiterhilft, unsexy ist, und man eher als Waschlappen angesehen wird. Und bemühen muss sich Frau dann erst recht nicht mehr.
          Meine Affäre hat zuletzt gemeint, ihr Freund ahnt etwas und wir sollen daher besser ne Zeit lang etwas Abstand halten. Ich habe das verstanden, jedoch hat mich der Zeitpunkt etwas stutzig gemacht. Ich hab ihr dann gesagt, wenn das so ist, dann ist es OK, wenn sie aber Abstand reinbekommen will, um das dann auslaufen zu lassen, soll sie es mir lieber gleich sagen. Danach kam ein Anruf, wie sehr sie mich liebt, dass sie auf jeden Fall noch jeden zweiten Tag telefonieren will, aber das Schreiben halt schlecht ist, weil ihr immer mehr in ihr Handy schaut.

          Am nächsten Tag hat sie wieder angerufen. Dann hat sie danach noch geschrieben, ihr Freund sei am Freitag da, da ist es schlecht. Ich hab ihr ebenfalls gesagt, dass bei mir der Samstag nicht geht, ob wir dann am Sonntag telefonieren. Ich hab sogar zweimal gefragt, da keine Antwort kam, aber das hat sie ignoriert.

          Und das schlimme ist, dass mich solche Kleinigkeiten bei ihr zur Verzweiflung bringen. Als hätte ich überhaupt keine Selbstachtung mehr. Das kenne ich eigentlich nur aus meiner allerersten Beziehung. Ich hab mir dann gedacht, bevor ich noch irgend eine Dummheit veranstalte und schreibe wenn ihr Freund da ist, geh ich lieber joggen. Das hat mir dann geholfen etwas runter zu kommen.
          Fazit: ich esse seit drei Tagen so gut wie nichts. Mir geht’s mies, aber ich hab durchgehalten und nicht geschrieben. Werde das jetzt auch versuchen so fortzufahren. Nicht verzweifelt zu wirken. Warten bis sie sich meldet.

          Ansonsten hab ich ihr im Anruf, bei dem sie ihre Liebe bekundet hat, noch gemeint, dass ich meine Freundin für sie verlassen würde. Hab das einfach Mal in den Raum geworfen um zu sehen, ob sie sich bedrängt fühlt. Aber das Gegenteil war der Fall. Sie hat sich gefreut, und mir danach nochmal extra ne Sprachnachricht geschickt, dass sie des sehr freut, und das das für sie in Zukunft eine Option wäre. Momentan sind aber einfach ihre Eltern das Problem. Und das kann noch länger dauern. Ich werde jetzt versuchen das ganze noch eine zeitlang fortzuführen, hoffe es pendelt sich etwas ein, so dass wir vielleicht bald wieder mehr Kontakt halten. Aber eines weiß ich ganz sicher. Ich werde sie früher oder später, wenn ich das gefühl habe, gerade läuft es super, vor die Wahl stellen. Ich oder er. Und ihre Entscheidung werde ich akzeptieren. Auch wenn’s meiner Freundin gegenüber nicht fair ist, verlassen werde ich sie erstmal nicht. Auch wenn ich es mir gerade anders wünsche. Ich gehe davon aus, dass meine Affäre mich schwer enttäuschen wird, und ich dann erst merke, was ich an meiner Freundin eigentlich habe. Und was ich mir definitiv vornehme: was auch immer ich noch in meinem Leben mache – nie wieder eine Affäre. Meiner Meinung nach ist vorprogrammiert, dass Menschen die so emotional und aufgewühlt sind wie ich, im totalen Gefühlschaos versinken.

  3. Wow! Der Artikel hat mich gefangen.
    Er bestätigt so viel von dem was ich denke. Die Zwiegespaltenheit der Gefühle und die wahnsinnige Hoffnung die ein Mensch bereit ist aufzubauen, während man liebt und der Verzweiflung so nahe ist. Man kommt an den Rande des Verstands mit dem Verständnis welches man für den fremdgehenden Mann aufbringt. Auch für die Geliebte… und das Vertändnis für sich selbst verliert an Kraft.
    Ja, für sich selbst – denn ich bin die Ehefrau! Die über die Affäre des Mannes informiert ist – seit 7 Monaten. Es ist unglaublich was Liebe aushalten kann.
    Und auch ich als Ehefrau bin durch die gleichen Gefühle gegangen, die Du für eine Geliebte beschreibst. Ich kann mich nicht auf der Statistik ausruhen, dass 9 von 10 Männern bei Ihrer Familie bleiben. Ich habe den Anspruch das der Mann MICH will, MICH liebt…… und dafür kämpfe ich. Suche nach meinen Fehlern und verändere…… um MEINE – nach 22 Jahren – immer noch währende Liebe zu zeigen.
    Mir ist bewußt, dass ich gegen das grünere, frischere, blühendere Gras kämpfe. Mir ist auch bewußt, dass die Geliebte ebenso für IHRE Liebe kämpft.
    Und der Mann? Der kämpft um sein Wissen wer er eigentlich ist….. und zerbricht wenn er keine Entscheidung treffen kann.
    Eine Dreiecksbeziehung ist unbeschreiblich facettenreich und tiefgründig und schwer und ist mit einer Entscheidung für eine der Beiden Löwinnen noch lange nicht vorbei. Die Arbeit an einer Beziehung geht nie zu Ende!

    • Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Dir die Statistik nicht reicht. Auch möchtest Du ja nicht, dass er nur bleibt, weil er nicht den Mut hat zu gehen, sondern weil ihm klar wird, dass er Dich noch liebt. Wenn ich heute als Aussenstehende, ehemals Betroffene auf die Situation blicke, ist natürlich das erste, was mir als Rat einfallen würde, „Geh‘ erstmal“, trenne Dich, beweise ihm und vor allem DIR, dass Du ihn nicht zwingend brauchst, nicht um jeden Preis, dass Du selbst auch noch wer bist! Aus einer Trennung heraus kann sich dann wieder angenähert werden – oder eben auch nicht – aber das entscheidest dann Du mit und nicht mehr nur er. Ich kann mir allerdings auch vorstellen, wie schwer es ist und wieviel Mut es kostet, den Mann, den man liebt, zu verlassen, auf die Gefahr hin, dass er nicht kämpft, sondern hinnimmt. Ja, es gibt für manches im Leben keine Standardlösung. Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut und Stärke!

    • habe meine letzten 12 Monate als Mann hierin so exakt beschrieben gesehen, dass ich es immer noch nicht fassen kann, dass frau (luna) dies so klar beschreiben konnte.
      habe als vater von 5 buben und ehemann einer wunderbaren fleissigen und intelligenten und auf ihre Art schönen Frau meine seelenverwandte im Rahmen eines Medizinerkongresses gefunden.
      Ich kann dies nur bestätigen:
      ich hatte mir fest vorgenommen, den Abstand zu wahren – aus Respekt vor allen: Der Geliebten Seelenverwandten, der geliebten Ehefrau und der fünf Kinder und zuletzt auch vor mir selbst. Mir ist es eigentlich bis heute nicht gelungen. Ich liebe beide Frauen auf Ihre Art. Dabei haben wir uns nur einmal nach dem Kongress -4 Wochen später- bei einem wunderschönen Essen trotz ihrer Dienstverpflichtung in der Klinik wiedergesehen. Ich habe ein Jahr lang wunderbare Briefe schreiben können, von denen ich selbst nicht geahnt habe, sie in solcher Form jemals abfassen zu dürfen. Sie hat meine Familie bis zum heutigen Tag geschützt! Wir haben unsere Gene bislang nicht getauscht. Dies geht nun aber seit 2 Monaten nicht mehr! Meine Seelenverwandte hat mir den weiteren Kontakt -auch den kollegialen- wo auch immer untersagt, da es ihr und auch ihren Eltern mit meinem Angebot komplett die Seiten zu wechseln nicht gut geht. Da ich diese Frau liebe, ist mir Ihr Wunsch Gesetz!
      Auch wenn dies die härteste Entscheidung meines Lebens darstellt. Leider habe in meiner diesen Verlust nicht wahrhabenden Trauer eine zweite uns beiden Bekannte Mitkongressteilnehmerin kontaktiert. Dieser habe ich mitgeteilt, dass es mir nicht gut ginge und ein jeder Baum im Stadtwald den Namen der Geliebten kenne (ich rufe diesen immer beim exorbitant gesteigerten Joggen und Radfahren aus!!! um mich abzulenken und bei mir zu sein).
      Als Ergebnis habe ich es schriftlich per Whats app im vermeintlichen Auftrage der Geliebten -durch die Mitkongressteilnehmerin abgefasst- erhalten, dass ich zu weit ginge, und im Falle von Zuwiderhandlung meine Liebesbriefe an meine Frau geschickt werden. Dies ist schon nicht schön, wäre mir aber eigentlich egal, da ich mich der Geliebten ja eh komplett angeboten habe. Die andere Drohung die Polizei einzuschalten zeugt entweder von größter Verzweiflung und oder tiefster Verachtung mir dem männlichen Gegenüber. Man hat mich somit zum Wolf gemacht und hat unserer Liebe für den Wert eines Telefonates verkauft. Ich möchte so gern wissen, ob sie es selbst so gemeint hat oder ob die Bekannte , die ebenfalls ab sofort auf meinen Kontakt verzichten möchte, mich einfach eigenmächtig abgefertigt hat.
      Auf jeden Fall stehe ich damit nun komplett allein dar und traue mich nicht mehr meine Geliebte hierüber zu kontaktieren:
      A: aus Sorge, dass es hier wirklich noch schlechter geht damit und
      B: aus Angst mich des Stalkings bezichtigt zu sehen.

      Ich glaube hiermit nun allein und mit Eurer Hilfe und v.a. mit ZEIT fertig werden zu müssen. Es trösten mich Sinnsprüche, wie diese, die ich im Internet gefunden habe: Die Wege zweier sich liebender Menschen lässt das Schicksal oder der liebe Gott so lange kreuzen bis beide verstanden haben, dass sie füreinander bestimmt sind.

      Und wenn es im nächsten Leben ist!

      Letztlich bin ich bereit gewesen und bin es immer noch, mein bisheriges Leben aufzugeben. Leider ist die Geliebte schon einmal in eine vorhergehende Beziehung ihres vormaligen langjährigen Freundes getreten, da sich daraufhin zehn Jahre zu Ihr in Beziehung gegeben hatte und nach einem Arbeitsplatzwechsel in eine andere Stadt, sie selbst mit einer neuen Frau betrogen hat.

      Somit wird mir selbst zwischenzeitlich immer wieder klar:
      Ich demontierte mit meinem Wunsch der Geliebte meiner Geliebten sein zu dürfen in Ihren Augen mein eigenes Image vom fürsorglichen fünffachen Familienvater und mache meine Geliebte gleichzeitig zur Wölfin, die das Lebensglück von fünf wunderbar geratenen Jungen und das einer ihr zum Vorbild gereichenden Ehefrau zurstört.

      Trotzdem wird das Feuer dieser Frau ewiglich in mir brennen. Das wusste ich leider oder auch Gott sei Dank schon am ersten Tag, an dem ich sie kennen lernen durfte!

      Romeo und Julia habe ich nie besser verstanden als heute

      • Ich denke, Du machst es richtig, ihre Entscheidung zu respektieren. So zu entscheiden ist ihr sicher nicht leicht gefallen, es scheint aber für Sie das Richtige zu sein. Liebe heisst ja auch, dass man das Glück des Anderen an erste Stelle stellt. Wenn es Ihr so besser geht, dann soll es so sein. Ich konnte irgendwann die gemeinsame Zeit, die tiefen Gespräche, die vorher nie da gewesenenen Gefühle als Geschenk sehen. Es sollte in der Realität nicht sein, es war mehr wie ein verrückter Traum, aus dem ich schnell erwachen musste. Vielleicht gelingt es Dir auch in einer Weile, Eure Liebe als temporäres Geschenk zu betrachten. Ich drücke die Daumen!

      • Wieso machst Du mit Deiner Ehefrau nicht Schluss. Nur um „die Kinder zu schützen“? Wie schützt Du, bzw. Ihr (Deine Ehefrau und Du) Eure Kinder denn? Indem Ihr ihnen eine heile Ehe, Familienwelt vorgaukelt? Wie wäre es, wenn Du mit Deiner Frau reden würdest? Oder wenigstens mal schauen, was Dir an Deiner Ehefrau „fehlt“? Vielleicht ist es Offenheit, Reden? Offensichtlich weisst Du gar nicht, wie Deine Ehefrau überhaupt tickt? Oder weisst Du, wie sie reagieren würde auf Deine Gespräche? Ist sie die Richtige? Ist sie es nicht? Kann man nur mit offener Interaktion rausfinden..

  4. Hallo allerseits,
    ich befinde mich gerade in einer Affäre mit einem vergebenen Mann, seit ca 2,5 Monaten zwar erst, aber es ist, was es ist…
    Noch vor unserem ersten Treffen haben wir in einem einschlägigem Internetforum viel geschrieben … ich wollte mich anfangs nicht auf einen vergebenen Mann einlassen und bezog klare Stellung für seine Frau. Ich unterbreitete ihm viele Vorschläge und Tipps, wie er sein Liebesleben mit ihr wieder auf Vordermann hätte bringen könnten. Er versicherte mir glaubhaft, dass all seine Bemühungen, mehr körperliche Leidenschaft mit ihr zu haben, vergeblich seien. Ich glaubte ihm das – und so hatten wir uns tatsächlich getroffen. Da ich es schaffe, es zu sehen wie es ist – und zwar immer wieder Treffen, um unsere körperlichen/sensuellen Bedürfnisse auszuleben, und ich es schaffe, mich nicht in ihn zu verlieben, komme ich sehr gut mit der Situation zurecht. Es beflügelt mich teilweise sogar, so dass ich mehr Kraft daraus tanke und ich dadurch in meinem restlichen Leben auch dadurch profitiere. Ihm geht es gut, da er sich begehrt fühlt, was ihm seine Frau wohl nicht geben kann. Irgendwo hier im Internet habe ich gelesen, dass eine Geliebte sogar dafür sorgt, dass die eigentliche Beziehung zwischen dem offiziellen Ursprungspaar noch stabiler werden kann, da der Mann in der Position ja zufriedener ist und es somit in seiner Ausgangsbeziehung besser aushält.
    Es ist sehr schwer, wenn wir Menschen alle unsere Bedürfnisse quasi von unserem Partner erfüllt haben wollen: da laden wir eine riesige Last auf den anderen ab. In unserem Fall wird das Kuschel- und Begehrtwerden-Bedürfnis des Mannes halt von mir befriedigt. Somit könnte es sogar sein, dass seine Frau und er nun harmonischer zusammen leben, weil ihr diese Last genommen wurde. In unserem Fall gibt es halt den Vorteil, dass sich keiner von uns beiden wirklich verliebt hat. Falls das der Fall sein sollte, würde die Sache natürlich komplizierter werden.
    Ich hoffe, es ist zu verstehen, was ich vermitteln wollte.

    • Ich verstehe gut, was Du vermitteln wolltest. Ohne Liebe mit im Spiel ist alles sehr viel leichter. Möge es bei Euch so bleiben.

      Oft entwickelt sich aus einer Ehe eher eine Freundschaft, man ist ein eingespieltes Team, aber sexuell nicht mehr aktiv. Wer weiß, vielleicht weiß die Frau ja insgeheim von Dir, ahnt es zumindest, hält es für tolerierbar oder sogar entlastend.

      Klar ist auch, dass es von ihm – so wie er das derzeit handhabt – nicht in Ordnung ist. Er müsste die Karten faiererweise auf den Tisch legen, mit seiner Frau offen sprechen. Dass ihm in der Ehe etwas fehlt ist vollkommen ok. Dass er seine Frau hintergeht ist es nicht.

  5. Ich fand Ihren Artikel sehr interessant.. denn ich schreibe hier als die Person in der Mitte, die sich nicht entscheiden kann.
    In einer sehr schwierigen Zeit, als ich mich intensiv mit einer Trennung befasste, kam dieser Mann in mein Leben. Er war umwerfend! Ich wehrte mich so lange gegen dieses Gefühl, das da entstand. Er ließ nicht locker. Und irgendwann ergab ich mich.

    Das ganze lief mit einer Unterbrechnung knapp 1,5 Jahre. Die ganz große Liebe von meiner Seite. Die Kinder, das gemeinsame Haus auf der anderen. Ich tat mich schwer damit ihm zu vertrauen, dass er sich wirklich dauerhaft für mich – der Frau mit den großen finanziellen Lasten und den Kindern – entscheiden wolle.

    Er hat nie geklagt, alles akzeptiert, mir nie Ultimaten gestellt (die ich heute gerne gehabt hätte). Er war einfach nur für mich da, hat mir seinen Rückhalt versichert. Ihm ginge es gut – sagte er mir immer. Besser so als gar nicht. So sagte er.
    So kam es Anfang des Jahres dass er sich plötzlich so massiv zurück zog. und mich letztendlich mit einer SMS an die Luft setzte. Aber nie mit klaren Worten. Ich bekam keine Antworten auf meine Fragen. Das quält mich bis heute. Er lässt keinen Kontakt mehr zu.
    Als ich diesen Text aus der Perspektive der Geliebten gelesen habe, habe ich endlich etwas verstanden. Dass es doch nicht so unkompliziert für ihn gewesen sein könnte. Dass er doch weitaus mehr darunter gelitten hat als er jemals zugegeben hat.

    Dass er wohl aus Vernunft so gehandelt hat. Und es einfach nicht mehr ertragen konnte.
    Für mich.. und ich dachte auch für ihn, war unsere Verbindung etwas so besonderes. Das ist sie für mich bis heute. Man mag es als Ausrede werten, aber meinen Kindern konnte und wollte ich das nicht antun.
    Mit dem Wissen heute, würde ich anders handeln. Ich liebe ihn nach wie vor, mich quält dieser Kontaktabbruch unglaublich. Hoffe, dass wir irgendwann eine gemeinsame Chance habe. Er wollte/konnte mir nie sagen, dass er mich nicht mehr liebt. Und dass ich ihn in Ruhe lassen soll. Er entzog sich jedem Gespräch.
    Ich glaube, jetzt verstehe ich es besser… Vielen Dank dafür

    • Es freut mich total, dass Du „die andere Seite“ nun besser verstehst und es Dir ein wenig bei der Verarbeitung hilft. Trotzdem wünsche ich Dir natürlich, dass ein klärendes Gespräch noch stattfinden wird. Gar nicht reden und gar nichts wissen, ist sicher hart. Ich drücke Dir alle vorhandenen Daumen!

    • Hallo im Sommer 2014 lerne ich die liebe meines Lebens kennen .er war mein Arbeitskollege und für mich ab dem ersten Tag in dieser Firma eine Gefahr für meine Beziehung. Es lief am Anfang vermutlich wie bei allen man traff sich redete über Gott und die Welt und dann kam der Satz. Ich bin vergeben. Zack da steht man da .ja ich bin auch vergeben.alles geklärt. Dachten wir .wir schrieben jede freie Minute miteinander. Und auch nach der Arbeit verbrachten wir viel zeit miteinander. (Montage/Schichten) also war genügend Zeit. Irgendwann auf einer Firmen Feier küssten wir uns. Und es fühlte sich so an als würde ich fliegen.ab diesem Tag konnten wir die Finger nicht voneinander lassen. Ich hatte mich schon vor dem ersten Kuss ihn ihn verliebt. Und ihm ging es nicht anders .wir wahren seelenverwant.und uns war immer klar das wir das beenden müssen. Hatten Gespräche hin und her. Ja nein vielleicht. Nichts hat geholfen .6monate später sind wir vor die Entscheidung gestellt worden uns zu entscheiden. Denn die Sache kam raus (mehr oder weniger) nun was soll ich euch sagen wir haben uns gegeneinander entschieden. Jeder ist bei seinem Partner geblieben. Bis 2018 haben wir uns immer wieder mal geschrieben aber nicht gesehen.vergessen konnten wir uns nicht.Mitte letzten Jahres haben wir uns getroffen. Wir haben uns umarmt geküsst als wäre nie was dazwischen gewesen. Und alles was man gedacht hat weg gewesen zu sein war wieder da.es war nie weg! Wir haben uns an diesem Tag gesagt das wir dies als letzten Kuss abtun.da wir beide mittlerweile Familie hatten.hätte ich damals gewusst das dies der letzte Kuss gewesen war, hätte ich nie aufgehört ihn zu küssen.Ende letzten Jahres rief er mich aufgelöst an .seine Frau hätte einen anderen er will sie nicht verlieren und darum kämpfen. Ich riet ihm zu, machte ihm Mut. Was soll ich euch sagen? Er hat mit seinem Leben bezahlt. Er hat sich Anfang diesen Jahres das Leben genommen weil er alles verloren hat seine Frau sein Kind und mich .da ich ihm sagte das ich mich um meine Familie kümmern muss und wir keinen Kontakt mehr haben können.darum möchte ich euch eins sagen .wenn es Hoffnung gibt kämpft darum !ihr habt nur das eine leben! Nur das eine ! Und glaubt mir ich hätte einiges anders gemacht wenn ich nochmal die Gelegenheit bekommen würde.

      • Eine sehr bewegende Geschichte! Es tut mir sehr leid, was passiert ist! Es lohnt sich Mut zu haben im Leben!!! Ich wünsche Dir viel Kraft und gute Gedanken! Liebe Grüße, Viola

  6. Liebe Viola, danke für diesen tollen Artikel❤️. Ich fand darin so vieler meiner Gedanken und auch seiner Worte wieder. Nach 9 Monaten heimlicher, aber intensivster Affäre (im Bekanntenkreis 😳) mussten wir uns nach zufälligen Auffliegen entscheiden. Wir waren beide in einer Beziehung und alles schien zu zerbrechen. Er beschwor einerseits seine Gefühle für mich, aber andererseits hing er so sehr an seinen Kindern) . Er konnte/ wollte sich nicht entscheiden und ließ letztendlich seine Frau entscheiden, die ihn „zurücknahm“. All seine Beteuerungen, dass wir zwei zusammen so toll wären, waren mit einmal vergessen. Kompletter Kontaktabbruch, obwohl wir in der selben Stadt wohnen. Man sieht sich immer wieder und darf nicht miteinander reden😟.
    Auch heute nach 1,5 Jahren kann ich nicht behaupten dass ich diese Geschichte komplett verarbeitet habe. Dieser Mann hat mein Leben verändert. Ich bin nicht mehr die selbe Frau, die ich vor dieser Liebe war.
    Man kann sich so täuschen in einem Menschen, wenn man Gefühle für jemanden hat.
    Mädels, ich rate euch: überlegt genau bevor ihr euch auf eine Affäre einlasst!!!
    Und an all die betrogenen Frauen: auch wir haben Gefühle 😕. Seid nicht so naiv- zu einer Affäre gehören immer noch 2.

    • Zu akzeptieren, dass zwei Menschen sich lieben und trotzdem nicht zusammen sein können, ist etwas, das sehr weh tut und schwer zu akzeptieren ist. Du wirst Deine Zeit brauchen, nimm‘ Sie Dir, hab‘ Geduld. Auch wenn man es manchmal kaum glauben mag, der Schmerz wird weniger und irgendwann ist er vorbei. Es wird eines Tages nicht mehr weh tun! Dennoch bleibt es eine prägende Erfahrung. Und es bleibt ein Mensch, den man nie vergisst.

  7. Lass die Finger von einem verheirateten Mann!! Wenn ich all diese Kommentare hier lese und versuche, mich in die Lage der Geliebten zu versetzen, so kann ich nur sagen: Lass die Finger von einem verheirateten Mann! Ist es ehrlich Liebe, dann sag ihm, dass du da bist, wenn er sich von seiner Frau getrennt hat. Und keine Sekunde eher! Ist es Liebe für ihn, so wird er das Risiko eingehen, sich trennen und zu der Geliebten kommen. Dann ist es deine freie Entscheidung, ihn willkommen zu heißen oder nicht. Alles andere ist Qual für alle Beteiligten.

    • Ist wie mit der Herdplatte. Wenn man sich ein Mal verbrannt hat, wird man es nicht nochmal zulassen. So wünsche ich es mir zumindest für alle Betroffenen. Wenn man aber das erste Mal in so etwas reinrutscht, ist es ab einem gewissen Punkt nahezu unmöglich einfach wieder auszusteigen. Dazu kann ich dann nur sagen: Leichter gesagt, als getan!

      • Ein nettes hallo erstmal ,

        Wie mein Artgenosse bereits geschrieben hat ist das kein reines Frauen Problem. Ich habe mich auch echt sehr schwer getan über mein Problem öffentlich zu diskutieren,weil die Antwort darauf ganz einfach ist und doch nicht umsetzbar (Trennung) an dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an Viola weil mir durch deinen Text klar geworden ist das ich nicht alleine einen Drang zur selbst Zerstörung habe. Im Sinne von wir versuchen es nochmal und nochmal und noch ein letztes Mal und wir ziehen einen Schluss strich und probieren es noch einmal und mit jedem Mal werden die Diskussionen über eigentlich völlig banale Dinge immer größer und der gegenseitige Respekt immer weniger.
        Am Anfang war es Perfect ihr Lebensgefährte mit dem ja angeblich sowieso alles doof ist und ständig nur Stress und sex sowieso schon ewig nicht er interessiert sich nicht mehr es findet kaum noch Kommunikation statt …kurz genau das was „Mann“ hören will.Durch das wie ich es damals empfand Glück das er Montags bis Freitags nicht daheim ist Arbeitsbedingt verbrachten wir sehr viel Zeit zusammen und in der Zeit wo wir nicht zusammen waren freuten sich T.Mobile und O2 über ich weiß garnicht wieviele tausende sms und Mails und WhatsApp.Sie ist optisch meine absolute Göttin auch wenn sie das nicht hören will und sexuell passt es mehr als Perfect. Wir schmiedeten Pläne für die Zukunft für immer sollte es sein bis plötzlich die normalsten Sachen begangen riesige Probleme darzustellen so kam es dann dazu das wir uns vielleicht noch 2x pro Woche sehen konnten weil sie gerade viel um die Ohren hatte im Job dafür telefonierten wir viel und es schien mir alles normal irgendwann sah man sich dann 1 ganze Woche nicht, 1 Woche ist unendlich viel Zeit in der man Fehler an sich selber suchen kann habe ich was falsch gemacht ? Warum ist sie plötzlich so kalt ? Ist da vielleicht jemand anderes ? Die Tage an denen wir uns nicht sagen waren physisch und psychisch der absolute Horror und führten ständig zu Streit weil ich sie sehen wollte. Irgendwann lag sie in meinem Arm und ich sagte das böse L Wort was vorher kein Problem war wir haben uns sehr oft gesagt das wir uns lieben dich an dem Abend füllte leere den Raum es kam einfach keine Reaktion weil der Abend bis dahin so schön war bin ich nicht weiter darauf eingegangen und auch kurz darauf gefahren. Unterwegs kopfkino was war das jetzt hat sie es vielleicht nicht mit bekommen ? Daheim angekommen schrieb ich ihr das ich gut angekommen bin und ihr eine gute Nacht wünsche. Darauf sie ja ok dir auch eine gute Nacht und sorry wegen vorhin.. hmmm… wie jetzt sorry was meinst du ? Darauf sie es tut mir leid aber ich kann es nicht sagen … ähhm was sagen ?? Sie dann na das L Wort es tut mir leid aber es geht nicht sie sei im Moment so gestresst das sie selbst nicht weiß wo ihr der Kopf steht und ich soll ihr bitte etwas Zeit geben was natürlich kein Thema war , wie soll Ich mir dieses zeit Ding vorstellen ? Ist das nur ein Zeit Ding oder willst du vielleicht garnicht mehr ? Nein natürlich will sie noch und sie will mich nicht verlieren und ich bin ihr so wichtig aber sie kann das L Wort einfach nicht sagen. Positiv denken naja es ist nur ein Wort und das Gefühl findet ja im Herzen statthabet sie wurde immer kälter und distanzierter in den folgenden Tagen ich habe echt gekämpft wie ein Löwe aber nach 3 Wochen fand ich es sei mal an der Zeit für ein klärendes Gespräch hätte ich mir das doch nur verkniffen! Das Resultat daraus war wir machen eine Pause von 6 Wochen um fest zu stellen ob das ganze überhaupt noch Sinn macht weil sie sich unter druck gesetzt fühlt und nicht nur nach meinem Belieben abrufbar ist sie habe auch noch andere Verpflichtungen.in den kommenden Wochen fand Kommunikation via WhatsApp statt 5 oder 6 Nachrichten täglich, aber in jeder Nachricht schreibt sie das sie mich vermisst und wie gern sie jetzt mit mir irgendwo weit weg von dem ganzen Stress hier wäre. Klar hat mich das aufgebaut ich mein hallo liegt ja auf der Hand das kann nur gut ausgehen. Nach 6 Wochen wollte ich sie dann sehen aber das ging nicht weil ihr Partner Urlaub hatte und nicht auf Montage war was früher kein Thema war weil wir uns dann einfach bei mir trafen aber das war plötzlich nicht mehr möglich weil lohnt sich ja nicht für 2 std und dann ist sie am nächsten Tag auf der Arbeit so müde und ob das jetzt echt ein Drama ist wenn wir uns 1 Woche nicht sehen. Naja egal ob jetzt 6 oder 7 Wochen dachte ich Hauptsache alles wir wieder gut. In der darauf folgenden Woche quasi letzte Woche trafen wir uns dann endlich und es dauerte auch nicht wirklich lange bis wir wie Tiere übereinander hergefallen sind!! Danach weinte sie und meinte sie müsse mir etwas sagen aber habe Angst das ich sie dann verlasse nach etlichen bitte sag bitte bitte los wird schon nicht so schlimm sein meinte sie in 4 Wochen heirate sie ihren Partner aber das würde ja nichts an den Gefühlen zu mir ändern. Ich bin dann einfach aufgestanden und gegangen ohne das zu kommentieren mein handy lieg in den folgenden Stunden fast heiß soviel Nachrichten hingen ein aber ich konnte nicht mal lesen weil es mir so scheisse ging am nächsten Tag redeten wir über die ganze Situation und mein Kopf sagt ganz klar alter was machst du hier geh einfach vergiss sie Renn aber schnell und ich kann es nicht der Gedanke daran ohne sie sein zu müssen zerreißt mich ich bin ständig am heulen ( natürlich nur wenn ich alleine bin) starkes Geschlecht und so und weiß ehrlich gesagt nicht was heute in 3wochen in mir alles kaputt gehen wird aber ich weiß auch das ich sie trotzdem weiter lieben werde und sie nicht verlassen kann/will weil sie einfach mein ein und alles ist

        • Wer Deine Geschichte liest, weiß sofort, was zu tun wäre; und Du weisst es auch: Das sinkende Schiff verlassen und Dich selber retten, das ist ganz deutlich! Ich verstehe aber diese Sucht nach Ihr, ich verstehe, dass Du es (noch) nicht kannst. Dann bist Du eben noch nicht soweit. Das ist, wie es ist. Dann braucht Dein Herz noch ein paar Schläge, um sich lösen zu können. Hab‘ Geduld mit Dir. Es kommt der Tag, an dem es auch Dir genug sein wird und Du einen Schlussstrich ziehen kannst!

          • Liebe Viola,
            ich habe diesen Beitrag und auch einige andere von dir gelesen und es spricht mich sehr an was und wie du schreibst. Ich bin zur Zeit auch in einer sehr schwierigen Lage und das nicht erst seit kurzem. Ich habe vor ca. 1,5 Jahren heraus gefunden, dass mein Mann eine andere Frau hat. Er ist ausgezogen (weil ich ihn darum gebeten habe) und hat mich nach über dreißig Jahren Ehe verlassen wollen. Jetzt ist es so, dass er mir schon seit einigen Monaten erklärt, dass er zu mir zurück will, allerdings nicht von dieser Frau loskommt. Er leidet selber sehr darunter, genau wie ich. Sie ist eine alte Jugendliebe, die er ausfindig gemacht hatte, in einer Zeit, in der er mit sich und seinem Leben sehr unzufrieden war. Ich denke, dass diese Frau dazu diente, sein Selbstwertgefühl zu heben, welches bei ihm zu diesem Zeitpunkt weit im Keller war. So hat er sich auch äußerlich sehr verändert und ihrem Bild angepasst. Er weiß inzwischen, dass das ganze keine Zukunft hat. Zum Glück hat er sich auch Hilfe von außen gesucht durch einen Therapeuten.
            Ich habe im Gegensatz zu vielen anderen Frauen versucht, beide Seiten zu sehen und bin inzwischen durch diese gesamte Situation sehr viel reifer geworden, sehr gewachsen und habe mich auch positiv weiter entwickelt. Dennoch wünsche ich mir nichts sehnlicher, als dass wir beide diese Krise überwinden und es für unsere Beziehung doch noch mal eine Chance gibt. Ich verstehe eben nur nicht, warum er im Moment nicht die Kraft hat, sich von dieser Frau zu lösen. Ich kann mir nicht erklären woran das liegen könnte und darunter leide ich sehr. Trotzdem versuche ich mich auf mein Leben zu konzentrieren und denke die Zeit wird entscheiden was mit uns passiert. Ich weiß, dass die meisten meine Entscheidung nicht verstehen, da bekomme ich dann gut gemeinte Ratschläge, die mir allerdings nicht weiter helfen. Denn niemand der selbst schon mal in so einer Situation gesteckt hat, kann sich darüber ein Urteil erlauben. Ich hoffe sehr, dass mein Mann sich selber wiederfindet, mit sich ins Reine kommt und erkennt wo sein zu Hause ist. LG

          • Zunächst einmal freut es mich, dass Dir mein Blog gefällt! Danke für die Blumen 🙂

            Menschen sind immer sehr schnell am Urteilen. Es gibt ein Richtig, ein Falsch, ein Weiß, ein Schwarz und leider nichts dazwischen. Letztendlich kannst nur Du für Dich entscheiden, wie Du diese, zweifelsohne, schwierige Situatuion handelst, denn nur Du und auch Dein Mann kennen die Feinheiten, die vielen kleinen Graustufen Euer Beziehung zueinander. Wenn Du glaubst, das Warten lohnt sich, wenn Du glaubst, er verdient es eine Chance zu bekommen, dann ist das ok so. Ich finde, Du kannst dazu stehen ….na, und wenn Du auf die Nase fällst, kannst Du Dir zumindest nichts vorwerfen, denn Du hast für etwas gekämpft, das Dir wichtig war! Alles Gute für Dich und liebe Grüße, Viola

  8. Liebe Viola,
    ich habe diesen Beitrag und auch einige andere von dir gelesen und es spricht mich sehr an was und wie du schreibst. Ich bin zur Zeit auch in einer sehr schwierigen Lage und das nicht erst seit kurzem. Ich habe vor ca. 1,5 Jahren heraus gefunden, dass mein Mann eine andere Frau hat. Er ist ausgezogen (weil ich ihn darum gebeten habe) und hat mich nach über dreißig Jahren Ehe verlassen wollen. Jetzt ist es so, dass er mir schon seit einigen Monaten erklärt, dass er zu mir zurück will, allerdings nicht von dieser Frau loskommt. Er leidet selber sehr darunter, genau wie ich. Sie ist eine alte Jugendliebe, die er ausfindig gemacht hatte, in einer Zeit, in der er mit sich und seinem Leben sehr unzufrieden war. Ich denke, dass diese Frau dazu diente, sein Selbstwertgefühl zu heben, welches bei ihm zu diesem Zeitpunkt weit im Keller war. So hat er sich auch äußerlich sehr verändert und ihrem Bild angepasst. Er weiß inzwischen, dass das ganze keine Zukunft hat. Zum Glück hat er sich auch Hilfe von außen gesucht durch einen Therapeuten.
    Ich habe im Gegensatz zu vielen anderen Frauen versucht, beide Seiten zu sehen und bin inzwischen durch diese gesamte Situation sehr viel reifer geworden, sehr gewachsen und habe mich auch positiv weiter entwickelt. Dennoch wünsche ich mir nichts sehnlicher, als dass wir beide diese Krise überwinden und es für unsere Beziehung doch noch mal eine Chance gibt. Ich verstehe eben nur nicht, warum er im Moment nicht die Kraft hat, sich von dieser Frau zu lösen. Ich kann mir nicht erklären woran das liegen könnte und darunter leide ich sehr. Trotzdem versuche ich mich auf mein Leben zu konzentrieren und denke die Zeit wird entscheiden was mit uns passiert. Ich weiß, dass die meisten meine Entscheidung nicht verstehen, da bekomme ich dann gut gemeinte Ratschläge, die mir allerdings nicht weiter helfen. Denn niemand der selbst schon mal in so einer Situation gesteckt hat, kann sich darüber ein Urteil erlauben. Ich hoffe sehr, dass mein Mann sich selber wiederfindet, mit sich ins Reine kommt und erkennt wo sein zu Hause ist. LG

  9. Hallo Viola,
    Für mich war ein verheiratet Mann immer tabu und ich hätte mir nie vorstellen können, das selbst so etwas eimal anfange. Meinen ersten Mann habe ich mit 18 Jahren kennen gelernt, er war zehn Jahre älter als ich. Er war mein Traummann und was ich damals noch nicht wußte, es wurde ein Alptraum. Mein erster Mann hatte null Selbstwertgefühl, was ich aber erst viel später erkannte. Er hat immer Bestätigung bei anderen Frauen gesucht. Eine Affäre folgte der nächsten und mich verfolgte er mit seiner krankhaften Eifersucht. Dies ging fast 12 Jahre lang so. Ich war mit meinen Nerven am Ende. Seine letzte Freundin habe ich angerufen und ihr gesagt sie soll sich meinen Mann abholen. Auch diesmal wurde alles wieder abgestritten. Er ist danach ausgezogen. Ich habe damals sehr gelitten, stand vor einer großen Mauer, konnte nicht rüber und es gab auch keine Tür, so habe ich dies empfunden. Aber so wollte ich nicht mehr weiter leben. Meinen zweiten Mann habe ich ein halbes Jahr später kennen gelernt. Wir haben sieben Jahre zusammen gelebt und dann geheiratet. Was ich damals nicht wußte und auch nicht bemerkte, war das er Alkoholiker war. Auch hier gab ich nicht auf, aber er wurde iimmer wieder rückfällig. Nach 15 Jahren Ehe ist er ganz plötzlich verstorben hatte mir einen Trümmerhaufen hinterlassen für den ich zwei Jahre braucht ihn zu bewältigen. Nach sieben Jahren habe ich dann einen verheirateten Mann kennen gelernt, den ich sehr liebe, er will aber sein gemütliches Zuhause behalten und auch mich. Die ganze Situation gefällt mir nicht. Warte doch mal ab sagt er immer. Er macht mir in keiner weise Vorschriften und findet es toll wie ich mein Leben gemeistert habe und auch weiterhin meistere. Habe viele Freunde mit denen ich mich Regelmäßig treffe die er teilweise durch mich auch kennt ,sowie ich auch Freunde von ihm kenne. Er versteckt mich nicht und wiil mir auch keine Vorschriften machen wie er sagt. Weiß nicht mehr wie ich damit umgehen soll, denn bei mir dreht sich fast alles nur um ihn.

    • Ich schätze, Du steckst gerade in der Phase, in der die Situation noch nicht schmerzhaft genug ist, um sie zu beenden, aber gut tut es Dir auch nicht. Streckenweise kann man die Ralität ausblenden und die Zeit gemeinsam genießen, im Grunde ist es aber für Dich eine belastende „Beziehung“. Du willst mehr, Du willst klare Fronten, willst ehrliche und faire Verhältnisse, er hingegen möchte es sich möglichst einfach machen; bloß keine Komplikationen. Das ist von ihm sehr egoistisch, ich hoffe, das hast Du ihm schon mal klar gemacht. Und auch, dass es so für Dich nicht ewig weitergeht. Du hast bereits viel erlebt und verdienst einen Mann, dessen Herz nur für Dich schlägt. Momentan steckst Du in der Falle. Ich wünsche Dir den Tag herbei, an dem Du es schaffst Dich zu lösen. Erst wenn Du Dich löst, merkt er, was er verliert. Das kann gut gehen, aber natürlich auch schief. Entweder er kämpft oder er läßt Dich gehen. Dann aber hast Du die Möglichkeit jemanden kennenzulernen, der er mit Dir ernst meint. Alles Gute wünsche ich Dir!

      • Hallo Viola,
        Danke für deine Antwort, du hast recht es ist für mich eine sehr belastende Beziehung. Mein Bauchgefühl sagt mir lass es, nur mein Herz spielt nicht ganz mit. Vor längerer Zeit hat er mal geäußert, er hätte sich überlegt, was er seiner Frau zahlen müsse wenn er sie verläßt. Er weiß genau das ich klare Verhältnisse möchte. Nur ist im Moment kein Thema mehr, denn sie hat keinen Job mehr und außerdem lebt seine Pflegebedürfttige Mutter bei ihm und er stemmt dies alles alleine. Zusammen weg gehen wäre auch keine Lösung, denn eins ist ganz sicher und dies habe ich ihm auch gesagt. Ich werde mich nie mehr von einem Mann abhängig machen. Ich habe Platz genug er könnte ja zu mir ziehen, oder wenigsten seiner Frau klaren Wein einschenken. Aber dazu ist er zu feige, wie er selbst sagt. Inzwischen ist dies alles kein Thema meh, darüber will er nicht reden. Ich glaube er ist sich inzwischen meiner zu sicher. Er ist zwar für mich da wenn ich ihn brauche, aber die Sonn und Feiertage verbringt er mit seiner Familie, Kindern und Enkelkindern. Ich habe zwar auch Kinder und Enkelkinder, aber dies ist nicht mein ganzes Leben, da sie ja auch ihre eigene Familie haben. Meine Kinder kennt er, ich seine nicht. Er ist genau wie ich ein sehr geselliger Mensch und wir sind auch viel miteinander unterwegs , was er auch genießt. SeineFrau beschwert sich zwar er wäre nur unterwegs, aber sie will ja nicht weg und wenn will sie gleich wieder nach hause. Habe ihn eimal gefragt was machst du wenn sie dahinter kommt? „Weiß ich nicht war seine Antwort“, denn er versteckt mich ja nicht gerade. Wir sind beide in einem Alter wo es nicht mehr so leicht ist neu anzufangen und ich möchte auch nicht seine Mutter mit pflegen. Würde er auch nicht von mir verlangen. Meine Mutter war ein Jahr ein Pflegefall, dies war für mich so depremierend und hat mir so weh getan. Leben ist das, was passiert, wenn du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen. Mache im Moment keine mehr, laß es auf mich zukommen.

        • Dieser Kampf zwischen dem, was man weiß und dem, was man fühlt, ist einer der härtesten. Es ist, wie es ist und Du bist noch nicht so weit ihn gehen zu lassen. Ich finde es gut, dass Du alles auf Dich zukommen läßt. Was soll man gegen sich selber ankämpfen, das bringt ohnehin nichts. Es wird der Tag kommen, an dem es Dir reicht. Davon bin ich persönlich überzeugt 🙂 Liebe Grüße, Viola

  10. Liebe Viola….
    Deinen Text kann ich 1:1 unterschreiben, genauso ist es , du schreibst mir aus der Seele und zig anderen „Leidensgenossinnen“ auch!
    Auch ich habe mich in einen zwar nicht verheirateten (keine Kinder) Mann verliebt, er hat mir zwar von Anfang an reinen Wein eingeschenkt, das er eine Freundin hat und sich bald trennen will, auch ich bin darauf reingefallen und es geschehen lassen…. Ich bildetet mir ein das er mein Traummann ist, musste bald feststellen das Traummänner besser auch Träume bleiben sollten, denn die Realität holt einen schneller ein als es einem lieb ist. Als ich gemerkt habe das es mir von Tag zu Tag schlechter ging und ich nur noch auf mein Handy schaute, habe ich die Affäre beendet, leider nicht von grossem Erfolg gekrönt schon bald landeten wir wieder im Bett! Weil die Hoffnung das er sich doch für mich entscheidet nicht ganz erloschen war! Mit dem Resultat das ich es wieder beendet habe, aus genau denselben Gründen….Mittlerweile habe ich nur noch Mitleid mit solchen Verbindungen, die nur noch zusammen bleiben, weil es eben so vertraut und eingefahren ist, ohne Höhepunkte in jeglicher Hinsicht! Jeder macht sein Ding, findet seine Befriedigung im Job oder bei seinen Hobbys, aber auf keinen Fall mehr bei seinem Partner! Wie du schon richtig geschrieben hast 9 von 10 M/F bleiben in dieser „heilen Welt“ hocken und ertragen es! Mir wird es immer ein Rätsel bleiben warum so wenige den Mut aufbringen entweder mit dem Partner ein klärendes Gespräch zu führen was einen stört, oder sich für einen Neuanfang mit der Affäre einlassen? Lieber den Kopf in den Sand stecken, Mund halten und durch… schreckliche Vorstellung!
    Was mir speziell sehr geholfen hat in dieser schwierigen Phase in meinem Leben,war das ich festgestellt habe das eine gehörige Portion Selbstliebe mich nicht zerstört hat, ich würde lügen wenn ich behaupte das ich nicht gelitten habe vor Sehnsucht und seelischem Schmerz….das gehört wohl dazu! Ich habe die Erkenntnis erlangt das ich mich doch am meisten liebe und mich nicht zerstören lasse, ja mich sogar hasse, weil dieser Typ sich nicht für mich entschieden hat! Er gehört also auch zu diesen 9 Menschen die in der….und täglich grüßt das Murmeltierdauerschleife“…. gefangen sind und wollen da auch bleiben…. dann soll es so sein!

    • Zu Deinem Text fällt mir einer meiner Lieblingssprüche ein:
      LIEBE IST NICHTS FÜR FEIGLINGE!

      ….dass er nicht konnte, hatte nichts mit Dir zu tun, das hatte nur etwas mit ihm zu tun – siehe Spruch oben 😉
      Super, dass Du es geschafft hast Dich zu trennen!

      • Die Sache ist doch die, dass der Geliebten oft nur vorgemacht wird, in der Ehe/Beziehung würde irgendetwas nicht stimmen, um sein Verhalten zu „erklären“. Insofern bleibt der Mann oft keineswegs deshalb in seiner Ursprungsbeziehung, weil er zu feige oder zu bequem für eine Trennung ist, sondern weil er sich darin wirklich wohl fühlt. Die Geliebte ist nettes Beiwerk, er fühlt sich geschmeichelt, er dünkt seinen Marktwert erhöht, und, ja, er darf Brüste anfassen, die ganz anders aussehen als die der Partnerin etc.

  11. Liebe Viola,

    ich bin auf deinen Artikel gestoßen, weil ich mich frage ob ich ihn nochmal konfrontieren soll mit all dem oder es einfach lasse. Vor knapp einem Jahr hab ich es geschafft (und es hat mich sehr viel Zeit, Mut und Kraft gekostet) mich von meinem langjährigen Freund und Vater meiner zweiten Tochter zu trennen. Kurze Zeit später, wirklich nur ein paar Wochen offenbarte mir der Mann meiner Stiefschwester, dass er seit langem Gefühle für mich hat. Nur nebenbei, die beiden waren davor genauso lange ein Paar wie ich und mein Ex (gute 7 Jahre) und hatte drei Monate vor dieser Offenbarung geheiratet. Ich war völlig perplex. Es war das traurigste und zu gleich schönste was ich je gehört hatte. Wir waren beide schon betrunken zu diesem Zeitpunkt und schütteten uns unsere Herzen aus – als er mit der Tür ins Haus fiel. Das Ende von diesem Abend war, dass wir uns küssten – und zwar so wie ich noch nie vorher jemand geküsst hatte. Klingt nach drama und schmalz, aber es war einfach so. Ich war noch nie in meinem Leben oder zumindest seit langem nicht mehr so ehrlich zu einer anderen Person wie an diesem Abend. Wir tanzten, hielten uns fest und küssten uns. Du musst wissen seit einigen Jahren schon verband uns mehr als nur Sympathie und Freundschaft – wir hatten die gleichen Wertvorstellungen und Ziele und Träume und wir waren bereit sie in die Tat umzusetzen. Es war als hätte mir das Schicksal den passenden Partner direkt vor die Nase gesetzt und das schon seit Jahren. Allerdings habe ich davor, nie nicht mal im Traum an so etwas gedacht. Er wohl schon und zwar (wenn ich das glauben kann, seit 2 Jahren). Ich hab ihn gefragt weshalb er seine Frau dann geheiratet hat, weshalb der Antrag…tausend Fragen. Er meinte sie hätte ihn sonst gefragt…trotzdem keine schöne, aber auch nicht im Ansatz befriedigende Antwort. Ich habe danach versucht mich dagegen zu wehren. Es kam Weihnachten und außerdem hatten wir einen ernsthaften Krankheitsfall in der Familie – mein Stiefvater. Wir wussten nicht wie das ausgehen würde. Das alles machte die Situation, die eh unmöglich war noch schlimmer. Er ließ nicht locker. Ich versuchte stark zu sein. Hatte ich doch selbst gerade erst eine Trennung hinter mir, was ja auch nicht leicht war. Mein Ex war derjenige der verlassen wurde und natürlich wollte er das nicht akzeptieren. Dann waren da auch noch die Kinder. Kurz nach Silvester waren wir dann bei meiner Stiefschwester und ihm und er hatte mir einen Brief geschrieben – ein wunderschöner Brief. Darin stand, dass ich das einzige bin was er will und das er das jetzt wüsste. Dass ich ihm noch so oft sagen kann, das es nicht geht. Und das es eine geheime Welt seiner Gedanken und Träume gibt und ich ihm sagen muss ob ich in dieser Welt bei ihm bin oder nicht. Fuck, ich hab geheult wie ein Schlosshund. Ich bin eingeknickt. Ich wollte ihn ja und wir wollten so viel ähnliches im Leben. Es war fast perfekt. Aber halt nur fast. Tja und ab da… wir trafen uns heimlich, gingen spazieren, küssten uns, hielten uns. oft nur für wenige Minuten, aber es musste sein. wir brauchten uns. Ein paar Wochen später fuhren wir weg – er hatte das organisiert und es war wunderschön. Wir redeten, hörten Musik und wir liebten uns. Kurz vorm Morgengrauen sagte er plötzlich „Ich liebe dich!“. Ich dachte mich trifft der Schlag. Wir waren wie zwei Seelen, die sich gefunden hatten. Über Monate trafen wir uns heimlich. Er kam zu mir, blieb über Nacht – aber im Grunde ging es nicht um Sex. Es fing nicht mit Sex an – und es hatte auch nie einen hohen Stellenwert. Manchmal küssten wir uns einfach nur stundenlang und redeten. Immer wieder waren diese Phasen gekreuzt von angst, es würde raus kommen. Immer wieder waren wir aber auch an dem Punkt an dem es uns egal war. Es war schlimm und wunderschön in einem. Wir waren einfach wir selbst wenn wir zusammen waren. Wir mussten nicht mal reden um uns zu verstehen. Ein paar Monate später flogen wir weg – hatte also mal mehr als ein paar Stunden gemeinsam in einer fremden Stadt, wo niemand uns kannte. Es war magisch. Wir vergaßen, wer wir waren und was da alles hinten dran hing. Tausendfach hätte das ganze schon rauskommen müssen, vor allem weil mein Ex es irgendwann wusste. Er hat geschworen es allen zu sagen – und er hat es auch bereits getan, aber irgendwie konnten wir dennoch bis heute verhindern, dass es rauskam. Wir versuchten sehr oft uns zu „trennen“ – taten das auch. Es klappte mal ein paar Tage, dann mal Wochen. Aber immer wieder knickte einer von uns ein. Immer wieder führte das Leben, Zeichen, der Alltag alles uns zum anderen. Vor einigen Tagen waren wir das letzte mal zusammen – für ein Wochenende. Danach so sagte er wollte er das nicht mehr tun. Lügen. Er sagte immer sie würde das nicht verkraften, seine Großeltern würden es nicht verkraften, wir würden alles verlieren – unsere Familie, er seine Freunde (die ihre waren). Ich sagte ihm so oft, es ist mir egal. Ich liebe dich, ich bin bereit dafür geradezustehen. Wir hatten Träume. Wir wollten mit einem Bus durch Europa fahren, dann weiter – bis wir irgendwo ankamen wo es uns gefiel. Wir wollten dort eine Base aufschlagen und einfach leben. Er kaufte sogar einen Bus, machte Pläne wie er ihn ausbauen würde für uns alle vier. Einen Hund wollten wir auch. Als wir uns verabschiedeten vor gut zwei Wochen, da sagte er es hätte nichts mit dem was er fühlt zu tun. ich solle nicht denken, dass er nicht fühlt. es ginge ihm genauso schlimm wie mir. Aber er wäre einfach nicht in der Lage nach seinen Gefühlen zu handeln. Er hätte nicht den Mut und die Kraft dazu und das es ihm leid tut. Er will mit mir zusammen sein, aber er kann nicht. Das ist seine Aussage. Ich bin am Ende. Mein Ex hat mir schon seit langem gedroht den Kindern davon z erzählen was für eine verlogene Mutter sie haben. Und das hat er auch getan. Er hat meiner ältesten Tochter davon erzählt. Sie ist 10 Jahre alt. Meiner jüngeren Tochter sagt er immer sie solle mich fragen, weshalb er so wütend auf mich ist. Ich war sehr oft kurz davor mich vor meine Familie zu stellen und dem Ganzen verlogenen scheiß ein Ende zu bereiten. Aber ich hatte noch nicht den Mut bzw. er hat mich gebeten es nicht zu tun. er sagt wir würden damit die anderen zerstören und reicht doch, dass wir uns zerstört hätten. vor zwei tagen hat er mir erzählt, dass sie (seine Frau) ihn betrogen hat. er hat es rausgefunden. mit jemand aus ihrem Freundeskreis und es war wohl „nur“ weil sie nähe brauchte. er ist ihr nicht böse. er hat ihr natürlich nichts von dem erzählt was er seit einem Jahr so getan hat. sie versuchen jetzt offener zu sein miteinander und dem was sie wollen meinte er. weil sie wollen komplett andere dinge im leben. sie ein haus, kinder und ein normales leben und er die welt entdecken, auf keinen fall ein baby mit ihr was ihn an das hier bindet und er sagte mir auch, dass sie beide sich einig waren: würden sie sich heute treffen, würden sie sich nicht mehr ineinander verlieben. Er meinte jetzt schauen sie mal ob es klappt und wenn nicht dann nicht. Was um alles in der Welt ist das? Ich habe den Glauben verloren. An die Liebe, an alles eigentlich. Ich bin so weit unten wie nie zu vor in meinem Leben und ich war schon weit unten. Ich frage mich auch dem Sinn. Was wollte mir das Leben, das Schicksal damit sagen? Warum schaffe ich es mich zu lösen aus einer Beziehung die mich nur noch krank gemacht hat um dann etwas zu erhalten was wie ein Geschenk des Himmels aussah. man hätte einen harten weg gehen müssen und sich viel hass und Unverständnis eingefangen, weil es die Familie anging – aber ich war und bin bereit diesen weg zu gehen, weil ich der Meinung bin, dass man so etwas nicht einfach ignoriert. Ich habe so etwas noch nie erlebt, weißt du. So eine Verbundenheit, ohne Worte – oft ohne dass wir überhaupt in der Nähe des anderen waren. wie in so schmalzigen Liebesfilmen. Ich dachte eigentlich bis dahin das gibt es nicht wirklich. Und jetzt sitze ich hier. Am Boden zerstört. Frage ich ihn nochmal wie er das machen kann? wie kann er einfach so tun, als sei alles cool mit ihm und ihr? wie kann er überhaupt neben ihr liegen. mich macht das krank. wir sind Familie, ich muss ihn sehen. sie beide zusammen. ich weiß nicht wie ich das schaffen soll. ich komme mir benutzt vor. benutzt und fallen gelassen. das problem, dass ich dadurch mit meinem Ex hab – ist mein problem. es ist weitreichend. aber eben meines. er hat ja noch alles was er vor dem ganzen auch hatte. und dazu eben ein schönes Jahr mit wundervollen Erinnerungen. das ist es also? wie um alles in der welt, soll ich damit klar kommen? Ich kann mit niemandem reden, meine Freundin, der ich das anvertraut habe, denkt die Sache wäre seit Monaten vorbei. Denkst du sie ist vorbei? oder wird er wieder kommen? oder vergisst er ich einfach? vor seiner Haustür steht ein bus. wir haben den Namen ausgewählt, er sieht ihn jeden tag… ich verstehe gar nichts mehr. Und es gibt Phasen in denen ist es auszuhalten. ich lebe einfach, aber ich schaffe es nicht mich um meine träume zu kümmern, einer der Hauptgründe weshalb ich meine Beziehung vor einem Jahr beendet habe. hat wirklich alles seinen sinn im leben und oft erkennen wir es erst Jahre später? ich will das glauben, es gibt sonst nichts woran ich glauben kann. aber wie soll ich weiterhin teil dieser Familie sein? danke fürs zuhören!

    • Danke für Deine Geschichte und Deine Offenheit! Vieles Gelesene hat mich an mich selber erinnert. Ich kann Dir leider nicht sagen, wie es für Euch beide weitergehen wird. Es ist möglich, dass er einknickt, es ist möglich, dass er wirklich nicht mehr kann und Eure Liebe nun zu Ende ist. Eines kann ich Dir aber sagen: Du wirst da durch kommen, egal, was es ist.
      Ich habe bis heute nicht verstanden, was damals bei ihm und mir schief lief, ich kann mir auch bis heute nicht erklären, warum ein Mensch so eine Seelenfreundschaft wegwerfen kann, was ich aber kann – und das ist sehr viel wert- ich kann ihn akzeptieren, seine Entscheidung, wie sehr sie mir auch weh getan hat, wie wenig ich sie auch verstehe. Akzeptanz ist das, was auch Dir irgendwann sehr helfen wird. Du hättest es anders gemacht, er kann es aber leider nur so. Es ist, wie es ist – es ist nicht zu ändern! Dein Leben wird so oder so weitergehen und Du wirst auch wieder Glück empfinden. Ich gebe Dir mein Versprechen. Gib‘ Dir Zeit zu heilen!

  12. ….Ach und nochwas, an alle die ,die bereit waren diesen Schritt zu wagen, egal ob ihr eure öde, langweilige Ehe/Partnerschaft hinter euch gelassen habt um in ein neues Leben zubeginnen, oder die Affären F/M die es geschafft haben, sich von den mutlosen,trägen, feigen Menschen zu lösen, die eine gewisse Zeit unser Leben bestimmten! Lasst euch gesagt sein uns gehört die Welt, nicht wir sind die „Bösen“, haben nichts unrechtes getan….außer aufrichtig und von ganzem Herzen zu lieben….

  13. Liebe Viola,
    was für ein wundervoller Artikel, ich kann mich in vielem was du beschrieben hast vollkommen wiederfinden. Ich verkrafte momentan auch eine Liebe die nie wirklich gelebt werden konnte aus einer Affäre. Das ganze ging ein Jahr mit vielen ups and downs und hat mich fast in eine Depression getrieben. Dazu muss man sagen, dass wir beide verheiratet sind und es mir darum ging unsere Ehepartner zu verlassen. Nur ich bin mit meinem Mann offen umgegangen und habe ihm gesagt, dass ich aktuell dieses Verlangen nach dem anderen habe, er wiederum hat seiner Frau nichts so richtig gesagt. Dadurch war der Kontakt von Beginn an durchgängig von ihm bestimmt. Zunächst klappte das alles gut, dann aber wurde der Kontakt immer weniger, weil er Angst hatte, seine Frau würde etwas mitbekommen. Mich hat dieser Aufmerksamkeitsentzug so mitgenommen, dass ich immer häufiger wirklich wütend und verzweifelt war, weil ich ihn so vermisst habe. In Phasen wo es mir besser ging habe ich ihn mehrfach gefragt, ob wir überhaupt noch Kontakt haben sollten und da kam von ihm aber jedes Mal wieder doch, er möchte das auf jeden Fall, er will nicht ohne mich sein und er will ganz viel Kontakt…..aber genau das passierte nie. Er war super unzuverlässig in Telefonverabredungen und auch bei echten Verabredungen. Klar, er musste ständig wegen seiner Frau aufpassen im Gegensatz zu mir. Das hat mich wirklich in den Wahnsinn getrieben, diese immer gleichen Versprechungen die doch nie umgesetzt wurden. Irgendwann habe ich angefangen mich mit dem ganzen Thema Affäre und Liebessucht auseinander zu setzen und habe festgestellt, dass ich eine totale emotionale Abhängigkeit zu ihm entwickelt habe. Ich habe mich total in seine Macht begeben und das alles lag vor allem an einem niedrigen Selbstbewusstsein und einer generellen Unzufriedenheit mit meinem beruflichen Leben zu dem Zeitpunkt. Ich habe versucht diese Unzufriedenheit mit ihm zu kompensieren. Ich habe in ihm genau die Eigenschaften gesehen, die mir „fehlen“ und die in meinem Ehemann vielleicht auch nicht so stark ausgeprägt sind (nicht falsch verstehen, ich bin nicht unzufrieden mit meiner Ehe gewesen, sondern mit anderen Bereichen in meinem Leben). Inzwischen hat sich bei mir beruflich viel verändert und ich merke wie ich ihn plötzlich auch nicht mehr so vermisse und brauche. Deswegen, wenn man nicht gleichwertig behandelt wird in einer Beziehung, dann sollte man sich fragen was diese Person diese Anziehung auf einen haben lässt, dass man trotzdem bleibt! Allen Frauen und Männern die in solchen Beziehungen jeglicher Konstellation leiden sende ich ganz viel Kraft. Konzentriert euch auf euer Leben und zwar nur darauf! Grüße Anna-Lena

    • Wenn jemand „zu sehr liebt“, es also schon krankhafte, suchthafte Züge annimmt, ist es selten Liebe! Liebessucht trifft es, da gebe ich Dir vollkommen recht. Auslöser kann es viele geben – mangelnder Selbstwert ist vielleicht so ein Überbegriff. Man will unbedingt von diesem einen Menschen geliebt werden, tut er es nicht (ausreichend), schmälert es vermeintlich den eigenen Wert. Der eigene Wert sollte unumstößlich und nicht von einer anderen Person abhängig sein. Gut, dass wir immer dazu lernen und an solchen Sachen arbeiten können 🙂
      Inzwischen sehe ich wahrhafte Liebe als etwas an, das einfach ist und klar, weniger nervenaufreibend und kompliziert. Liebe an dem Schmerz zu bemessen, die sie einem bereitet, ist schlichtweg nicht richtig. Liebe, solange sie beidseitig ist, tut nicht weh, sie tut gut. In diesem Sinne… Alles LIEBE für Dich, Viola

  14. Vielen Dank für diesen Artikel! Ich finde mich darin absolut wieder. Ich bin seit zwei Jahren die Geliebte eines verheirateten Mannes. Allerdings bin auch ich in einer Ehe mit Kindern genauso wie er.

    Wir haben schon mehrmals versucht uns zu trennen und sind immer wieder gescheitert. Ich befinde mich genau in der Abwärtsspirale die du beschreibst mit allen Verletzungen die man sich gegenseitig zufügt.

    Ich habe immer darauf gewartet dass er den Schritt tut denn ich nicht wage. Ich hätte mich für ihn getrennt… er hat wohl den Mut dazu auch nicht. Er lässt mich auch nicht los und ich komme nicht von ihm los. Es war bereits ein Thema zwischen uns ob wir unsere Partner verlassen doch dann hatte sie Verdacht geschöpft und er ist in eine Paartherapie eingestiegen. Hat dann mit ihr gemeinsam ein neues Auto gekauft und auch weiterhin von seinen Urlaubspläne in mit ihr erzählt. Ich hätte schon 100 mal aufwachen müssen und dennoch komme ich nicht los von ihm. Wenn wir zusammen sind ist es einfach wunderschön und vertraut.

    Es ist so schwer den Absprung zu schaffen obwohl man genau weiß was der richtige Weg wäre und auch meiner Familie und meinen Kindern gegenüber weiß ich dass ich hier auf dem richtigen Weg sein sollte . Weshalb mir das passiert ist ist sicher die Situation mit meinem Mann in dem Haus der Schwiegereltern in der ich seit langem nicht mehr glücklich bin wo sich leider auch nichts nach vorne bewegt. Wahrscheinlich war so viel Frust in mir dass der andere Mann es leicht hätte mich einzufangen…

    Die Sicht der Geliebten ist auch eine Frau mit Gefühlen die sich einfach nur hoffnungslos verliebt hat.

    • Liebe Carolin, hast Du denn schon mal daran gedacht, den Absprung aus Deiner Ehe zu wagen, unabhängig davon, was Dein Affären-Mann macht!? Du sagst, Du seist schon lange nicht mehr glücklich in Deiner Ehe. Ich als Scheidungskind kann Dir nur raten, eine Scheidung dem „sich weiter quälen“ vorzuziehen. Meine Mutter blühte damals nach der Scheidung von meinem Vater erst richtig auf und wurde immer stärker, unabhängiger. Mein Bruder und ich waren auch viel glücklicher nach der Scheidung. Kinder sind ja nicht blöd, sie spüren, wenn es der Mama schlecht geht. Außerdem verdienst Du es glücklich zu sein!
      Ich denke auch, die Affäre bleibt am Leben, weil Du Dich wenigstens dort – in den guten Momenten – lebendig fühlst. Abgesehen davon funktionierst Du ja nur noch, weil Du glaubst es zu müssen. Das musst Du nicht! Ich wünsche Dir alle Kraft & den Mut zur Befreiung! Liebe Grüße, Viola

  15. Der Artikel hat mich wirklich angesprochen – auch ich wollte nie die Geliebte sein und bin es geworden, obwohl ich klare Grenzen gesetzt habe. Zumindest habe ich es geschafft nach 4 Monaten den Absprung zu schaffen, aber meine Ehrlichkeit und Moral nehmen mich selbst immer noch hart ins Gericht.
    Ich hatte mich gerade erst aus meiner kurzen Ehe gekämpft, die leider in eine völlige Sackgasse geraten war. Mein Selbstwertgefühl war endlich auf dem Weg der Besserung durch neue Hobbies und viel Sport. Da habe ich Ihn kennengelernt in meinem neuen Verein und verliebt. Er hat mir die Hand gereicht, mir was von der grossen Liebe erzählt, das beste was ihm im Leben passiert ist, seine Beziehung ist am Ende, er immer für mich da ist, mich so gut versteht und wir in der selben Lebenssituationen sind usw. Ich habe mich sehr lange dagegen gewehrt, gesagt ich möchte keine Zweitfrau sein und er sich entscheiden muss, ich bin weg gelaufen, habe dem Kontakt abgebrochen usw.. Er nicht aufgegeben und hat mich dann um ein Wochenende gebeten, um sich danach zu Trennen, weil ich die Liebe für Ihn bin. Seine Aufmerksamkeit über 2 Monate haben mir geschmeichelt, ich wollte ihm glauben, letztendlich bin ich schwach geworden und habe ihm das Wochenende gegeben nachdem er mich gefragt hat. Naja, was soll ich sagen, danach fing die „ich brauche noch Zeit-Phase an“. Das habe ich mir noch weitere 2 Monate angeschaut und dann einen Schlussstrich gezogen. Ein klärendes Gespräch blieb aus – er war einfach nur feige und egoistisch. Eigentlich hat er sich sogar wie ein richtiges Arschloch verhalten zumindest im letzten Momat und nebenbei habe ich durch Zufall erfahren, dass er mit noch einer weiteren Frau ein Wochenende parallel verbracht hat (war natürlich nur eine freundin 😉 – wer es glaubt wird selig). Ich möchte diesen Mann geschenkt nicht mehr haben, aber finde es schon krass das er einfach so weiter macht in seiner Beziehung und fleißig weiter betrügt. Ich hatte nie böse Gedanken was seine Freundin anging, sondern immer nur Mitleid – auch jetzt noch. Ich weiss zumindest was er für ein Arsch ist und konnte eine bewusste Entscheidung treffen, aber das kann Sie nicht soweit ich das beurteilen kann. Im Verein gehe ich den beiden aus dem Weg bzw. meide Veranstaltungen, da ich mit der Situation nicht wirklich umgehen kann leider, aber das ist meine eigene Schuld. Habe mal mit dem Gedanken gespielt Ihr reinen Wein einzuschenken, aber ich denke Sie muss selbst herausfinden was Ihr langjähriger Freund für ein typ ist und wer weiss, vielleicht weiss Sie das ja auch. Jeder Mann der mir die Story von „Meine Beziehung ist kurz vor dem Aus ist“ kann sich auf jeden Fall auf was gefasst machen, da habe ich kein Verständnis mehr…

    • Du kannst sehr stolz auf Dich sein, dass Du es so schnell raus geschafft hast! Das ist wirklich nicht selbstverständlich! An Dir sieht man auch, wie wichtig es ist sich selbst etwas wert zu sein! Diesen Selbstwert hattest Du Dir schon VOR Deinem „Geliebte sein“ erkämpft und somit bist Du nicht so stark an ihm „kleben“ geblieben, wie so viele andere Frauen. Super! Aber auch in Deinem Leben bleibt es wahrscheinlich ein höchstprägendes Ereignis! Das Gute sind die Lehren, die wir ziehen konnten – und das waren so einige 😉 Alles Gute für Dich, Viola

  16. Sehr einseitig geschrieben!
    Ich habe eine Affäre und die betroffene Frau ist selbst Verheiratet. Sie wusste es von Anfang an, dass ich verheiratet bin und hat auch gezielt einen verheirateten Mann gesucht weil sie selbst „nur“ eine Affäre wollte! Es war praktisch von Anfang so gewollt, dass beide in einer festen Ehe sind und es der gegenseitig Erfüllung von Bedürfnissen dienen sollte.
    Sie hat sich dann verliebt und auch ich habe mich verliebt in sie, genau wie hier beschrieben! Dennoch halte ich es nicht korrekt nun dem Mann hier eine Schuldrolle geben zu wollen, wenn er sich nun nicht wirklich trennen will von seiner Frau. Sie und ich hatten die gleichen Startbedingungen und ihre Ehe geht nun kaputt daran währen es meine nicht tut, wer ist nun Schuld an was ?
    Warum muss der Mann es nun beenden, warum ist der Mann immer Schuld ?

    • Na selbstverständlich EINseitig. Es ist ein subjektiver Artikel, der meine persönlichen Erfahrungen beschreibt; und ich bin nun mal eine Frau! Allerdings erwähne ich sehr wohl, dass so eine Geschichte genauso gut anders herum vorkommt. Das ist immer eine Frage der Perspektive!
      Die Schuldfrage stellt sich doch gar nicht. Es tut in Eurem Fall nichts zur Sache, wer Schuld an was hat. Es kommt darauf an, wie Ihr mit Euren Verletzungen, mit der aktuellen Situation umgeht. Und da sage ich, dass der, der emotional weniger involviert ist, derjenige, der nicht bereit ist sich zu trennen, den Mut und die Vernunft besitzen sollte, den Schlussstrich zu ziehen – ganz gleich, ob diese Person ein Mann oder eine Frau ist! Die Person, die mehr leidet, die schwächer ist, muss beschützt werden, weil sie es alleine nicht oder nur sehr schwer schaffen wird, sich aus der Affäre zu befreien – obwohl sie es wahrscheinlich längst zu schaffen hofft! Ich wünsche Euch beiden von Herzen, dass Ihr Eure Affäre möglichst unbeschadet übersteht! Viele Grüße & Frohe (Rest-)Weihnachten, Viola

  17. Hallo zusammen, ich bin sehr bewegt über Eure traurigen Geschichten und danke von Herzen für Eure Offenheit. Ich bin selbst ratlos und ziemlich geschlaucht von den Ereignissen der letzten Jahre. Ich frage mich permanent was richtig ist und fühle mich meist schlecht und schuldig. Ich war fünf Jahre lang betrügende Ehefrau, beendete aus einem tiefen Verantwortungsgefühl allen Beteiligten gegenüber meine Ehe, wurde daraufhin direkt auch vom Geliebten verlassen, was mich fast umbrachte, wurde dann mit einem neuen Mann zur Geliebten gemacht, zum Verhältnis ohne es zu wissen… :'(
    Aber zum Verständnis, der Reihenfolge nach.
    Vor anderthalb Jahren trennte ich mich mit zwei erwachsenen Kindern nach 23jähriger Ehe von meinem Mann. Als letzte, ehrliche Konsequenz einer fast fünfjährigen Affäre mit einem ehemaligen Jugendfreund, der leider unter psychopathischen Zügen nach eigener Trennung, sowie Alkoholismus litt. Ich ignorierte jahrelang alles, genoss zunächst schamlos die Zeit mit ihm, was sich alsbald änderte. Wir fanden meist einmal die Woche Zeit uns zu sehen und es entwickelte sich eine unsagbar leidenschaftliche Liebe, sich gar gefährlich anfühlende, fast obsessive Abhängigkeit. Beiderseits. Wir glichen aus was jedem fehlte und beteuerten uns immer „nur“ Freundschaft – „Plus“. Ich hatte immer den sicheren Heimweg, er genügend Zeit und Raum sich zu verwirklichen. Komplett ausgehölt von den schwierigen Umständen, gebeutelt von den langen Zeiten in denen wir uns oft nicht sehen konnten und um endlich wieder Frieden zu finden, entschloss ich mich schwersten Herzens meinen Mann zu verlassen, meine Familie aufzugeben und ganz zu meinem Geliebten zu stehen. Als ich es endlich schaffte alles zu dagen, mir, meinem Mann, meinen Kindern und Freunden – auch meiner irrsinnig geliebten Affäre offen und in aller Konsequenz gegenüberzustehen, endlich frei, mein Mann mittlerweile ausgezogen, brach der Geliebte jeden Kontakt zu mir ab.
    Er hatte eine Andere und genoss es, mir zu zeigen wie gut es ihm jetzt gehe. Als ob er sich rächen wollte für all die Entbehrungen, die er mir so nie sagte. Lange Zeit dachte ich, es ist in Ordnung für ihn. War es nicht. Ich habe mich vollends aufgegeben, konnte kaum mehr arbeiten, mein Leben lag in völligen Scherben vor mir. Ich stand weinend, zitternd und flehend wie ein kleines Kind Nachts an seiner Türe hinter der er mit einer Anderen war. Er schickte mich mit kalten Worten weg. Wollte mich nicht mehr. Er wolle keine Frau die einen Mann über Jahre hinweg betrügt!
    Vollkommen verzweifelt und unendlich einsam rang ich jede Stunde um Luft und wollte mein Selbstwertgefühl wiederbekommen.
    Nach einigen schwer depressiven Monaten versuchte ich nach Vorne zu blicken. Immernoch erstarrt im Schmerz, jedoch befreit von allen Lügen und Abhängigkeiten lernte ich einen Mann kennen der mich genauso nahm wie ich war. Endlich konnte ich reden. Er hörte zu, nahm mich fest in die Arme, verurteilte mich für nichts und ich durfte ich sein. Wieder lachen, frei sein und ich verliebte mich in ihn. Es folgten wunderschöne gemeinsame Ausflüge, er war fürsorglich, wir redeten über Gott und die Welt, fühlten uns so wohl miteinander. Er schien alles zu vereinigen was ich mir von einem Mann je erhoffte. All mein Leiden, meine Sehnsucht, die katastrophalen Verluste aus der Vergangenheit schienen sich in Luft aufzulösen. Das Blatt wendete sich. Ich, eine frei Frau, durfte sich in einen großartigen freien Mann verlieben. Ich fing an zu hoffen, wieder Pläne für die Zukunft zu schmiden, war unbeschwert glücklich. Bis er ab und zu keine Zeit hatte. Manchmal ganze Wochenenden nicht…
    Genaugenommen hatte er meist nur Dienstags, Freitags und vielleicht Sonntags für mich Zeit.
    Ich begriff schnell warum. ICH war die Affäre! Seine 15jahre andauernde Beziehung mit seiner „Ex“Lebensgefährtin schien nicht beendet zu sein. Als ich ihn darauf ansprach, gab er es offen zu und wollte uns beide, bzw. frei sein.
    Mir schwand der Boden unter den Füßen. Nach völlig verzweifelten Nächten entschloss ich mich um ihn zu kämpfen. Ich war so unsagbar einsam. Ich konnte nicht mehr anders als dieses kranke Spiel mitzuspielen. Wollte ihn nicht auch noch verlieren. Ich konnte mich selbst nicht mehr ertragen. War es meine Strafe? Musste ich jetzt büßen?
    Eine katastrophale Zeit brach an. Ich hielt an ihm fest wie eine Ertrinkende. Wollte ihn unbedingt. Setzte alle Hoffnung in diese Liebe. Musste ihn teilen. Er schaffte es mir zu zeigen dass er mich in gewisser Weise will, aber eben nicht ganz. Auf charmante Weise wusste er sowohl die Abhängigkeit seiner langjährigen Lebensgefährtin die ebenfalls hart um ihn kämpfte, als auch meinen überaus schwachen und vielleicht auch traumatisierten Zustand, letztlich, nennen wirs, „für sich“ zu nutzen.
    Nach Monaten eines völlig wahnsinnigen Katz-und Maus Spiels, sogar eines nächtlichen hysterischen Auftritts seiner „Ex“ die mich und ihn aufs übelste beschimpfte, dabei noch einige für mich unerträgliche Wahrheiten über ihn und sie ans Licht brachte und doch bei ihm blieb, hatte ich eines Tages nach weiteren ungezählten schlaflosen Nächten einen Nervenzusammenbruch. In Verbindung mit Unmengen Alkohol rief ich weinend meinen Ex-Ehemann an und bat um ein Gespräch, nein, ich bat völlig aufgelöst um Hilfe. Er hörte mich an. Er hielt alles aus. Es folgten ungezählte Stunden Gespräche und es entwickelte sich daraus ein Versuch es nochmal miteinander zu probieren. Wir machten einen Neuanfang.
    Einerseits froh und dankbar, andererseits auch zaghaft mit gewisser Zurückhaltung und Vorsicht sind wir nun seit einigen Wochen wieder zusammen und uns sehr verbunden. Froh, einander wiedergefunden zu haben, dankbar, dass alles was wir in vielen entbehrungsreichen Jahren zusammen aufgebaut haben noch da ist, unsere zwar bereits erwachsenen, aber immernoch unser beider Kinder wieder ein Elternhaus haben, begannen wir nun wieder gemeinsam zu gehen in der Hoffnung, noch viele schöne, entspannte und sorglose Jahre miteinander zu erleben.
    Umgehend sagte ich dies auch meinem „Freund“, ging davon aus dass es ihn sowieso nicht weiter tangiert, zog mich von ihm zurück und stellte klar, dass die „Affäre“ zu der er mich unwissentlich machte jetzt definitiv zuende ist und ich mit meinem eigenen Mann einen Neuanfang mache.
    Als ob ich mich in einem miserablen second hand Film befinde, beginnt er sich plötzlich aufopfernd um mich zu bemühen. Was ich mir noch vor Kurzem sehnlichst gewünscht hätte, wofür ich kämpfte, geschieht jetzt von selbst.
    Er meldet sich per Whatsapp mehrfach täglich, ist extremst aufmerksam, läuft mir regelrecht nach, will sich stets treffen, macht keinerlei Anstalten mehr sich mit der Ex zu treffen, macht mir Geschenke, will mit mir Essen gehen, wegfahren, ruft mich an und ignoriert vollkommen, dass ich (wie x-fach angekündigt wenn er sich nicht entscheidet) „so“ nicht mehr zur Verfügung stehe.
    Nachdem er mich mit Whatsapp Nachrichten bombardierte während ich mit meinem Mann eine Woche im Urlaub war, mir anschließend Urlaubsangebote für Ostern schickte, heute sogar dreimal anrief, (ich dabei eine Mischung aus Freude, und in gewisser Weise Genugtuung empfinde – Schande über mich) ich nett und freundlich alles abwiegelte frage ich mich nun tatsächlich, ob ich ihn so rigoros, genauso katastrophal wie es mir selbst mit dem Geliebten geschah, aus meinem Leben werfen soll? Schaff ich das? Kann ich jemandem das antun was mir selbst widerfuhr? Muss ich ihn wirklich ganz verlieren? Ist das nicht alles nur albern mit über Fünfzig?

    Im Übrigen frage ich mich, was ich nach all diesen schmerzenden Erfahrungen an oder in mir ändern muss, um den Frieden bewahren zu können? Gibt es ihn?

    Vielleicht, ist das Verbotene eine entsetzliche Droge…und jeder der es je inhalierte bleibt gefährdet und damit meine ich uns alle 🙁

    Glücklich, über meinen wiedergefundenen Ehemann, zutiefst dankbar für das unerreichte Gefühl beim vertrautesten aller Menschen geborgen zu sein, meine verloren geglaubte Vergangenheit und damit eine verlorengeglaubte Zukunft wieder bekommen zu haben, bin ich doch ratlos und im Herzen traurig.
    Wieder gibt es Verletzte. Ich schäme mich für all mein Handeln und das Leid, das ich verursachte. Schuldig oder nicht.
    Jedenfalls beteiligt.
    Vielleicht mag jemand antworten.
    Danke, dass ich es schaffte mich heute hier zu offenbaren.

    • Den Frieden machst Du mit Dir, niemand wird ihn Dir bringen! Aber das ist gleichzeitig auch Deine großartige Chance! DU kannst ihn Dir holen! Mal kurz innehalten und an Dich denken – daran, was und wer Dir in Deinem Leben gut tut, wer dort Platz hat und wer nicht. Du musst es niemandem recht machen, vor allem nicht denen, die Dich wie Dreck behandelt haben! Räum‘ doch mal auf – in Dir und um dich herum! Ich mag folgenden Spruch sehr gerne: DU BIST DAS PROBLEM – UND DU BIST DIE LÖSUNG! Die Frage ist doch: Wie konnte es zu alledem kommen und wie schaffst Du es, dass so etwas nicht noch öfter passiert? Warum hast Du das alles mitgemacht? Wenn Du deinen Selbstwert nicht alleine herbeiholen kann, dann kann ich Dir von Herzen eine Therapie empfehlen. Mich hat das gerettet! Alles erdenklich Gute für Dich, Viola

  18. Na, da bin ich in dieser Runde mit 6 Jahren mit einem verheirateten Mann die Rekordhalterin… Viola, Deine eindringlichen Worte haben mich wesentlich mehr berührt als all die Ratgeber, die es sonst zu diesem Thema gibt und auch als alle Geschichten, die ich selbst von Frauen (Geliebten und Betrogenen) gehört habe. Je länger es dauert – und ja, auch mir hat er zu vielen Zeitpunkten eine viel frühere Trennung von seiner Frau versprochen – desto mehr komme auch ich an der Idee nicht vorbei, dass es unsere gemeinsame Zukunft nicht geben könnte. Also eine Zeit, die ganz einfach so ist wie bei anderen „offiziellen“ Paaren auch. Meine Sehnsucht nach einem ganz normalen Leben ist überwältigend groß. Aber auch meine Einsicht, dass ich mir vielleicht genau diese Konstellation gewählt habe, denn die klassische Frauenrolle habe ich immer abgelehnt (bin Mitte 50), habe wohl darum auch keine Kinder und bin zweimal geschieden. Da ist die Rolle als Geliebte scheinbar attraktiver – ich muss nicht für den Mann putzen und waschen, ich muss ihn nie riechen, wenn er morgens aufgestanden ist… Ich habe SEHR viel Zeit und Ruhe für mich, selbst wenn ich einfach nur den ganzen Sonntag auf dem Sofa rumhängen will. Nur, so wie Ihr alle es sagt: Das ist nicht das Leben, das ich führen wollte. Mein Traum war immer eine Liebe auf Augenhöhe, gegenseitiger Respekt, dass man Dinge zusammen und andere allein macht und sich nachher davon erzählt. Warum ich das schon so lange mache? Wir teilen seit genau diesen 6 Jahren vor allem den Alltag! Gehen mit meiner Mutter einkaufen. Haben gemeinsam Möbel und Technik angeschafft (keine billigen). Als ich eine OP hatte, war er jede freie Minute bei mir, um 7 Uhr morgens vor der Arbeit und noch zwei Stunden nach Feierabend, er hat mich gehalten, bis es zum OP ging, und nachher, als ich aufwachte. Solche Erfahrungen habe ich mit KEINEM Mann je gemacht! – Es gab auch die anderen Situationen, eine war sogar entlarvend. Da hat uns seine (erwachsene) Tochter gesehen, und er hat absolut panisch stundenlang ihre Telefonnummer gewählt, um zu verhindern, dass sie seiner Frau davon erzählt. Ich weiß schon. Was will ich eigentlich mehr als Beweis, dass er entgegen aller Beteuerungen doch nicht zu mir kommt? So, wie es mir alle sagen, die die Wahrheit über uns wissen. – Mein Wunsch an alle, die diesen Blog lesen: Wünscht mir Kraft. Ich habe mir tausendmal vorgestellt, wie ich ihn an die Luft setze und wann. Er hat erstmals einen Termin genannt, wann er zu mir zieht, den 1.4. Ich muss es schaffen, was imemr dann wirklich passiert, diese Situation zu beenden.

  19. Ich habe deinen Artikel und die Kommentare grade gelesen. Er trifft mich grade voll ins Schwarze und ich bin fasziniert von deiner Klarheit. Ich selbst bin gleichzeitig beides gewesen: Geliebte und die, die Betrügt. Er kommt aus dem Freundeskreis meines Mannes. Jahrelang war er tatsächlich absolut uninteressant, ich habe ihn kaum wahrgenommen. Wir hatten kaum Kontakt. Dann vor einigen Jahren hat es gefunkt. Ich war in meiner Beziehung unglücklich, vieles hat nciht gepasst. Er ebenso. Uns war beiden von anfangs an klar, worauf das hinausläuft. Und doch konnten und wollten wir es nicht aufhalten. Tja, dann ging es los mit dem ganz großen Kino, dem Gefühlskino der extra klasse. Wir waren absolut auf einer Wellenlänge, lachten über die Elben Dinge, fanden uns gegenseitig intellektuell anregend. Konnten stundenlang reden. Und natürlich hatten wir grandiosen Sex. Er behauptet bis heute, dass ich die erste war mit der er so eiben Sex hatte. Er war es für mich definitiv. Nie habe ich solche Gefühle gehabt. Um es kurz zu machen (was eigentlich unmöglich ist), kam der Zeitpunkt an dem ich mehr wollte und bereit war mich zu trennen. Er war es da nicht. Es folgten kurze Pausen, heiße treffen, langes reden, Pausen, Treffen, Gespräch …und immer so weiter. Warum ich mich damals nicht getrennt habe weiß ich nicht. Vermutlich weil ich meinen Mann auch liebe und weil die Familie für mich an erster Stelle steht. Unsere Trennung hätte so viel mehr Menschen betroffen (die Verhältnisse sind sehr kompliziert: Kinder von mir, Pflegekinder und Familienangehörige die auf uns angewiesen waren und sind. Natürlich wäre alles machbar gewesen aber für zwei Kinder wäre das Schicksal unbestimmt gewesen und mit Sicherheit wären sie jetzt nicht da wo sie sind. Aber das sprengt hier den Rahmen, daher nenne wir es moralisch zwingende Gründe) ich konnte mich also einfach auch nicht trennen. Also beschloss ich in einer unserer Pausen, dass es diesmal endgültig sein muss. Ich wurde von meinem Mann schwanger, wir erfüllten uns einen Traum und ich war glücklich. Bis zu den Moment als ich SEIN Gesicht sah als er erfuhr, wie ich mich entschieden habe. Dieser Schmerz war unglaublich und hat sich eingebrannt. Wir haben immer mal wieder Kontakt. Er ist mittlerweile getrennt und ich habe von vielen Affären erfahren müssen. Er behauptet sie kamen alle nach mir, er hat gesucht …. heute weiß ich immer noch nicht was ich glauben soll. Da war etwas zwischen uns. Etwas magisches. Aber er war wohl zu keiner Frau ehrlich. Bis heute, beendet habe ich es vor ca 5,5 Jahren, liebt ein Teil von mir diesen Mann. Ich schaffe es nicht ihn loszulassen. Wobei wir keinen Kontakt mehr haben. Ich habe große Angst ihn zufällig zu treffen. Meine Gefühle fühlen sich einfach zu stark an. Auch bin ich immer wieder unglücklich in meiner Ehe, aber ich will mich nicht trennen. Ja, so doof es klingt, ich will dass es für die Kinder funktioniert. Ich habe mich bei meinem ersten Kind getrennt und bis heute tut es mir leid, dass sie immer etwas gelitten hat, da ihr Vater es nie hinbekommen hat für sie als Vater da zu sein. Ich will keinem Kind sowas wieder zumuten. Und ich liebe meinen Mann ja auch. Wir sind nur so verschieden und wollen in vielen Dingen unterschiedliche Sachen. Er möchte die perfekte Hausfrau und das vorzeigeweibchen und ich möchte den stürmischen Liebhaber der stundenlang im Kinderzimmer oder auf dem Spielplatz sitzt und davon erfüllt ist. Wir bekommen beide nicht was wir wollen und leben mit Kompromissen. Und doch ist es immer wieder schön. Vielleicht ist liebe ja auch das, der Zusammenhalt durch gut und schlecht. Das aushalten und da sein. Mein Betrug tut mir immer weh und ich weiß ehrlich gesagt nicht ob ich ihn bereue oder als wunderbare Zeit in meinem Herzen verschließen soll. Im übrigen war es der andere der immer wieder Pausen wollte und auch gesagt hat dass er mich schützen möchte weil er nie das sein kann was ich will und brauche. Ich habe es ihm schwer gemacht und bin immer wieder in Versuchung ihn zu kontaktieren. Ich spüre, dass er einknicken würde aber er weiß auch, dass es keine Beziehung geben wird und daher schützt er mich indem er mir sagt da ist nichts mehr, das ich nicht mehr die bin die er wollte usw. Das tut weh, immer wieder wenn ich an seine Worte denke. Und ich weiß dass er mich auf seine Art liebt. Ich glaube, wenn ich mich trennen würde, würde seine Meinung anders aussehen. Das macht ihn doch irgendwie wieder sehr ehrenwert. Aber dafür bin ich nicht bereit und so hab ich ihm zumindest zu verdanken, dass ich meinen Mann nicht weiter betrüge und mein Gewissen weiter belaste. Denn das ist neben der Sehnsucht das schlimmste. Der Gedanke an den Verrat und das man es einfach nie wieder gut machen kann. Es gibt in meinem Leben eigentlich nichts was ich anders machen würde wenn ich könnte, aber das ist die eine Sache die ich bereue. Die im Nachhinein nur Schmerz und Sehnsucht hinterlassen hat. Vielleicht gibt es Irgendwann eine Zeit für den Teil von mir der sich nach ihm sehnt. Aber bis jetzt gehört mein Leben meinen Mann und den Kindern.

    • So manch‘ eine Liebe schafft es leider nicht in die Realität! Das fiel mir damals – während meiner Affärenzeit – so schwer zu akzeptieren. Wenn es Liebe ist, warum darf sie nicht sein!? Sie muss doch sein dürfen!
      Leider nein. Manches ist nur in der Phantasie gut – also sollte man es dabei belassen – und vielleicht ist Eure Liebe in Eurer Vorstellung sogar besser aufgehoben. Liebe Grüße,
      Viola

  20. Ich habe gerade deinen Artikel und eure Kommentare gelesen, weil mich das Thema auch sehr beschäftigt. Um die Sicht auf solche Dreiecksbeziehungen noch ein bisschen zu erweitern, schreibe ich, wie fast noch niemand hier, aus der Perspektive der Person in der Mitte.
    Ich war seit vier Jahren mit meinem Freund zusammen, wir hatten viele schöne Erlebnisse und eigentlich hat auch alles soweit gepasst. Dann allerdings bekam ich ein Jobangebot einige hundert Kilometer entfernt von ihm und der Heimat. Wir dachten, das bekommen wir hin und es war auch nur auf ein Jahr begrenzt.
    Nur damit, dass ich ziemlich bald einen Menschen treffen würde, den ich fast als Seelenverwandten bezeichnen würde, hatte niemand gerechnet. Mir war sofort klar, dass es ein schwieriges Jahr werden würde. Nach ein paar Wochen, habe ich meinem Freund gesagt, dass ich jemand anderen kennengelernt hätte. Wir wollten es aber beide nocheinmal miteinander probieren. Vier Jahre einfach so wegwerfen ist hart und wollte keiner von uns.
    Mittlerweile (nach 2 Monaten) habe ich mich aber nun trotzdem von meinem Freund getrennt, weil mir der andere Mann nicht aus dem Kopf geht und ich somit meinem Freund nicht das geben kann was ich von ihm bekomme und auch die Kraft zu kämpfen nicht habe. Zudem war es schwierig, da ich den anderen Mann arbeitsbedingt fast jeden Tag sah und meinen Freund eben nicht.

    Ich habe so gehandelt, weil ich gerade dieses „Dazwischen“ nicht mehr wollte und es mich und alle Beteiligten unglaublich belastet hat. Jetzt habe ich zwar so entschieden, aber glücklich bin ich damit auch nicht. Einerseits habe ich starke Schuldgefühle, wie ich mit meinem Freund umgegangen bin und andererseits schaffe ich es aber auch nicht, mich jetzt wirklich auf den anderen Mann einzulassen. Zu viel Schmerz, Trauer und Angst bestimmen meine Gefühlswelt.
    Und ich frage mich natürlich: Hat die neue Beziehung mit dieser Vorgeschichte denn überhaupt eine Chance? Und, habe ich zu wenig für die Liebe in der alten Beziehung gekämpft? Gibt man heutzutage einfach zu schnell auf?
    Spätestens in einem halben Jahr wird klar sein, wie es weitergeht, bis dahin muss ich eben mit den Konsquenzen meines Handelns leben.
    Ich weiß diese Zeit geht vorbei, aber es ist einfach nicht schön.

    • Ich bewundere Dein konsequentes Handeln und den Mut das Alte und Gewohnte aufzugeben, um offen für das Unbekannte zu sein – ohne zu wissen, ob es überhaupt funktionieren wird! Das ist es doch im Leben – den Mut zu haben, Risiken einzugehen, Veränderungen zu wagen. Im Grunde hast Du doch gefühlt, dass Deine alte Beziehung nicht mehr das war, was sie sollte, sonst hättest Du Dich nicht getrennt. Also so würde ich es einschätzen.

      Ein Spruch fällt mir zu dem Thema ein: Veränderung ist am Anfang schwer – chaotisch in der Mitte – und am Ende wunderschön! Hab‘ Geduld, es wird wieder leichter für Dich – und klarer 🙂 Liebe Grüße, Viola

  21. Hallo alle zusammen. Seit Monaten bin ich auf der Suche nach einer Lösung obwohl ich sie schon eigentlich kenne. Ich muss mich von meiner Affäre trennen. Gesucht haben wir beide. Aus dem gleichen Grund. Beide langjährig verheiratet und beide ziemlich unzufrieden mit der Sexualität in unsere festen Beziehungen. Aber warum sucht man erst außerhalb und macht nicht stattdessen Nägel mit Köpfe zu Hause? Habe Anfangs nicht nachgedacht. Ich dacht ich mache was ich will und fühlte mich frei und cool. Drei Jahre konnte ich jedoch meine moralische Überzeugung nicht beiseite schieben. Der Affärepartner hat mich ab und zu kontaktiert, wir saßen Stundenlang auf die Bank im Park aber weiter konnte ich irgendwie nicht zu lassen. Bis ich einestages mir gedacht habe “ Was hast du denn zu verlieren ist doch nur zum Spaß“. Atemberaubend waren die Stunden mit ihm. Nie im Leben hatte ich so lustvollen Sex. Nach weniger Monate war ich Hals übern Kopf verliebt. Ich schwebte auf Wolke 7 die Welt um mich herum wurde alles bedeutungslos. Ich war und bin leider noch der Meinung er ist mein Traummann. Er blieb jedoch mit beide Beinen auf dem Boden. Er habe mich sehr sehr lieb, ich sei ganz toll aber mehr geht nicht weil Kinder haus etc. Seine Frau habe angeblich auch jemanden und sie haben seit Jahre kein Sex mehr miteinander.
    Weil er stets abgewiesen wurde, hat er sich zu diesen Weg entschieden. Obwohl vorher noch drei kurze Affären hatte, würde er gerne, dass es mit uns beide so weiter geht. Ich würde ihn glücklich machen und er wurde versuchen mich auch glücklich zu machen. Erzählte mir über seine Kinder und sein Alltag. Das machte die Nähe und Verbundenheit noch stärker. Täglich Nachrichten, Pläne fürs nächste Treffen. Irgendwann kippte alles, genau wie hier in dem Bericht beschrieben wurde. Es folgten mehrere Trennungsversuche von meiner Seite, die ich nicht verkraftet habe. Und das Spiel begann von vorne. Ich wurde immer trauriger, lass aber in Bücher über Männer und Emotionen dass sie sich sofort distanzieren wenn man nicht mehr locker und entspannt bleibt. Also machte ich weiter gute Miene zum bösen Spiel und fing an mich mehr und mehr zu vernachlässigen. Die Arbeit ging irgendwie weiter auch zu Hause benötigte ich unglaublich viel Kraft um zu funktionieren. Irgendwann waren die Schuldgefühle größer und ich beichte meinem Mann die Situation. Konnte nicht sagen dass ich so verliebt war. ich dachte dass kann ich ihn nicht antun. Er blieb erstaunlich gelassen, schließlich hatten wir das Problem mit dem Sex seit über 10 Jahre und er sagte mir selbst ich soll draußen suchen wenn es mir so fehlt. Meine Frage ob er mich auch betrogen hatte, verneinte mein Mann vehement. Er sei nicht mehr 20 und wisse dass nach anfängliche hoch Gefühle den Alltagstrott liebestödlich wirkte. Danach habe ich nochmal versucht die Affäre zu beenden. Teilweise fühlte ich mich sogar erleichtert. Aber ich schaffte nicht den kompletten Kontaktabbruch. Der Affäremann betonte er sei mit meine Entscheidung nicht glücklich und dieses hin und her ist auch für ihn zermürbend da er mich doch sehr lieb hat. Benutzte Argumente wie “ es muss nicht alles schwarz oder weiß sein ich würde viel zu viel darüber lesen und durch mein Verhalten wurde das Schöne was wir haben drunter leiden“. Auch Tel. Nr. blockieren fand er von mir „unerwachsen“. Ich habe ihn seit fast 1 Monat nicht gesehen. Wir schreiben uns sehr wenig. Er wartet dass ich mich entscheide und ihm das mitteile. Die Konzertkarte die ich ihm Weihnachten schenkte hat er sie mir lieblos in einem Briefumschlag mit „Alles Gute“ drauf. Ich bin in einen tiefen Loch gefallen. Ich habe ein riesen Gefühl von innere Leere, Schmerz und Schuld. Teilweise bin ich wie gelähmt. Und ich weine. Jeden Tag. Panik, Trauer und Wut wechseln sich manchmal innerhalb von wenige Stunden. Ich muss durchhalten und ihn nie wieder sehen. Ich hoffe ich schaffe es. Es fühlt sich alles irgendwie nicht real. Als würde mein Kopf was wollen und mein Herz nicht wahr haben wollen.

    • Kopf und Herz sind sich so manches Mal uneinig. Das ist äußerst schmerzhaft!
      Du musst durchhalten, wenn Du denn weißt, es ist das Richtige, bzw. Du hast richtig entschieden. Wenn es nicht das Richtige für Dich ist, musst Du in die andere Richtung konsequent sein, Deinen Mann verlassen, neu starten, etc. Mit ein wenig Mut ist ALLES möglich, Du musst nur hinter Deiner Entscheidung stehen können. Ich wünsche Dir, dass Dein Weg für Dich der richtige ist. Das wirst Du daran merken, dass es Dir bald besser geht. Wenn nicht, denk nochmal drüber nach. Du kannst jederzeit umlenken! Alles Liebe, Viola

  22. Hallo Viola,

    normalerweise schreibe ich nirgends im Internet, aber dein Beitrag hat mich dazu gebracht. Sehr echt und schön geschrieben. Und es tut immer gut, dass man nicht der einzige ist der so fühlt.

    Ich bin gerade mittendrin… Eine Beziehung die nicht mehr läuft mit Eigentum (schwierige Phasen im Leben) die einiges kaputt gemacht haben…. Und dazwischen eine zufällige gewaltige emotionale Affäre über 5 Monate.

    Ich will gar nicht viel darüber schreiben. So wie bei allen anderen auch… viele Parallelen im Leben, gleiche Schicksale, gleiche Interessen, gleiche Ansichten und absolut gleiche Seele. Er hat mein Innerstes gesehen…und interessanter bzw. schlimmer war, dass Sex nicht der Ausschlaggeber war sondern das Hirn.

    Er hat sich gegen mich und für DAS andere entschieden trotz vieler Versprechen und Beteuerungen. Nun leide ich wie Du es beschrieben hast.

    Mir haben deine Worte gut getan und ja, es hat was mit einem selber zu tun. Ich weiß was mir in meiner Kindheit gefehlt hat. Dass hat er komplett gefüllt mit dem wie er ist. Jetzt versuche ich es zu akzeptieren und anzufangen zu überlegen ob mein Freund das je füllen kann oder ob, oder wie ich mich jetzt selber „nähren“ kann.

    Ich neige immer dazu mich zu melden, werde aber hoffentlich nicht meinen Stolz aufgeben.
    Wir selber sind immer das Problem. Wir sind alle nicht dumm, egal ob Mann oder Frau. Aber manche von uns sind immer auf der Suche…. nach sich! Und ich war wohl als Kind schon so 🙂

    Du fragst, warum man diesen Idioten/Idiotin lieben kann. Ich denke vielleicht, weil es die Sehnsucht ist nach dem was man nicht hat. Und wir wollen/ lieben immer das was wir nicht haben und idealisieren das dann auch. Der Mensch eben 🙄 Wenn jemand eine andere These hat, dann her damit!

    Ich hoffe ich finde dass was mich nährt, so das ich mich alleine glücklich machen kann. Das wünsche ich Allen die in ähnlichen Situationen sind. ♥️

    • Mich freut es, dass Dir meine Worte geholfen haben und Du Parallelen finden konntest! Wir sind definitiv nicht alleine, das sehe ich an den vielen Kommentaren hier. Das ist doch auch schon mal was. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du findest, was Dich glücklich macht, denn das ist das Wichtigste!

      • Hallo ihr Lieben.
        Es ist soooo tröstend zu wissen, dass man nicht die einzige in solch einer verzwickten Situation ist, die weder für die Betrogene, noch für die Geliebte schön oder einfach ist.

        Auch ich hatte mich verliebt in diesen verheirateten Mann, der für mich so viel verkörperte, was hätte eigentlich mein eigener Mann hätte für mich verkörpern sollen.

        Klar hätte man vorher reden können/ sollen, aber meistens läuft es halt einfach anders…

        Trotz dass unsere Affäre nun seit 2 Jahren beendet ist und wir keinerlei persönlichen Kontakt mehr haben, außer den zufälligen Treffen im Ort, die zwar mit heftigem Blickkontakt jedoch ohne Reden stattfinden,vergeht kein Tag ,an dem ich nicht an ihn denke. Immer wieder durchspiele ich die Vergangenheit- von unserem Kennenlernen bis hin zum unschönen Ende unserer Zeit- und frage mich, was wäre gewesen wenn…. gehe alle möglichen Vatianten durch. Manchmal schnürt es mir wortwörtlich die Kehle zu und ich kann kaum atmen, so kann ich den Schmerz noch spüren.
        Einfach nur erbärmlich denke ich mir dann… denn wir beide haben uns gegen einander entschieden… im Sinne unserer Kinder und derer Zukunft. Familie, Haus und Besitz spielten ebenfalls eine Rolle, wie bei so vielen anderen auch. Da Entscheid leider oft nicht das Herz , sondern derKopf.
        Es ist so traurig zu wissen, dass er nur einige Meter entfernt wohnt und ich nicht weiß wie es ihm geht oder was er macht, geschweige denn die Einsicht nie wieder bei ihm sein zu dürfen.
        Es ist schwer zu realisieren,dass das was so perfekt schien auch gleichzeitig so unerreichbar ist.

        Liebe sollte sich nicht so anfühlen müssen!!!
        Man sollte den Menschen bedingungslos lieben, der zu einem steht- in meinem Fall mein Mann, der mir vergeben und wirklich an sich gearbeitet hat- und dennoch schleichen sich diese Gedanken und Gefühle immer wieder ein.
        Doch wenn ich meine Kinder ansehe, erinnere ich mich, warum ich das tue… die Hoffnung das alles gut wird und ich den Frieden mit mir selbst wieder finde, stirbt zuletzt 💫.
        Ich wünsche euch allen viel Kraft.

        • Manch‘ eine große Liebe bleibt ein Traum – und wer weiß, vielleicht ist das auch gut so. Wer weiß, wie alltagstauglich sie gewesen wäre, wer weiß denn, ob ihr wirklich in der Realität funktioniert hättet. Ich wünsche Dir, dass Du die Verbindung zu ihm – auch wenn sie von kurzer Dauer war – als ein Geschenk in Deinem Leben sehen kannst – und nicht als Bürde, selbst wenn es hier und da noch weh tut. Liebe Grüße, Viola

  23. Viola, danke für diesen Text.

    Ich bin in meiner Geschichte der „Böse“, der Mann, der die Geliebte seit 2.5 Jahren hinhält und die Frau, mit der ich morgen 3. Hochzeitstag habe, seit eben 2.5 Jahren nicht wirklich liebe und seit einem Jahr konstant und radikal verletzt habe.

    Verletzt, weil ich mit der Geliebten ein Leben führen möchte und meine Frau von mir „entwöhnen“ wollte. Meine Frau liebt mich, aber ich liebe die Geliebte. Dieser wiederum geht es sehr schlecht, da wir gemeinsam eine Zukunft ausgemalt haben und ich ihr immer wieder gesagt habe, dass ich es irgendwie schaffen würde, mich zu trennen. Aber ich schaffe es nicht bzw. nicht ganz. Nicht ganz, weil ich allen Mut Ende November zusammengetragen habe und auf „Druck“ der Geliebten meiner Frau gesagt habe, dass diese Ehe für mich keinen Sinn mehr macht. Daraufhin habe ich eine kleine Wohnung gemietet, in die ich eingezogen bin. Jedoch haben mich innerhalb kürzester Zeit sehr schlimme Gewissensbisse geplagt. Ich habe mich von der Arbeit krankschreiben lassen und war 5 Tage am Stück in der kleinen Wohnung ohne diese auch nur täglich länger als 15min verlassen zu haben. Diese 5 Tage haben mich psychisch zugrunde gehen lassen. Ich habe kaum etwas gegessen, nur auf dem Bett gelegen und heftigstes Kopfkino durchlebt. ‚Wie kommt meine Frau damit klar? Wird sie daran zerbrechen? Wird ihre Zukunft ein Albtraum?‘ Mir ging es so schlecht, dass ich in diesen 5 Tagen auch kaum Kontakt hatte zur Geliebten, sogar per Whatsapp täglich nur sporadische Kommunikation führte. Jedenfalls bin ich dann eingebrochen und zurück in die Wohnung zu meiner Frau gezogen (Mitte Dezember). Ich liebe die Geliebte, aber schaffe es nicht, meine mich sehr liebende Frau so sehr zu verletzen, dass ich ein neues Leben anfangen kann. Die Gefühle zu meiner Geliebten waren von Anfang an extrem. Ich denke ununterbrochen an sie, keine Minute vergeht, ohne dass sie in meinem Kopf und Herz rumschwebt. Sie war über meine Rückkehr „nach Hause“ sehr enttäuscht und wir beide folgerten daraus, ohne es auszusprechen, dass unsere gemeinsame Zukunft in die Fabelwelt gerückt war. Wir hatten daraufhin auch kaum Kontakt, aber sahen uns dennoch beinahe täglich, denn wir arbeiteten zusammen, und dies auch noch in dem selben Großraumbüro. An Silvester habe ich sie nochmal besucht, wir hatten erst ein sehr kaltes und von ihrer Enttäuschung geprägtes Gespräch im Auto, dann haben wir noch die Kurve bekommen und einen schönen Abend bei ihr erlebt. Jedoch war es bis heute unsere letzte Begegnung. Denn wir einigten uns darauf, mir eine letzte Deadline zu geben. 2 Tage später, nach dem ersten Arbeitstag von mir bei meinem neuen Arbeitgeber, sollte/wollte ich nicht mehr in die Wohnung zu meiner Frau gehen, sondern in meiner eigenen kleinen Wohnung, wohnen. Ich hätte es mir gewünscht, dass ich es schaffte, jedoch hatte ich erneut mit meinem Gewissen zu kämpfen und verlor erneut. An diesem Abend habe ich der Geliebten einen ehrlich-emotionalen Abschiedsbrief geschrieben. Ich schrieb, dass ich sie über alles liebte, aber diesen Schritt einfach nicht hinkriege und ich sie nicht noch weiter verletzen wolle. Es wäre das beste für uns, wenn wir fortan getrennte Wege gingen. Gleichzeitig ging ich ein paar Tage später erstmals zum Psychologen, den meine Frau für mich arrangiert hatte, um unsere Ehe zu retten. Ich drehte jedoch den Spieß um und teilte dem Psychologen mit, dass ich seine Hilfe benötige, um meine Frau verlassen zu „können“, um mein schlechtes Gewissen und die Zukunftssorgen um meine Frau besiegen zu können. Ich war also jedoch Woche beim Psychologen, anfangs hatte ich auch ein sehr gutes Gefühl, es half mir, meine Sorgen zu minimieren. Ich beschrieb diese Fortschritte der Geliebten, von der ich mich zwar offiziell getrennt hatte, aber meine Liebe zu ihr war ungebrochen und ich wollte sie nicht endgültig verlieren. Jedenfalls schöpften wir beide wieder Mut, hatten viel Kontakt, ohne aber uns zu treffen. Denn ich wollte ein weiteres Treffen nur noch, wenn ich mich hätte offiziell für sie entscheiden können. Ich wollte sie nicht noch mehr verletzen mit weiterer unerfüllter Hoffnung. Ich habe es aber auch trotz der Hilfe des Psychologen nicht geschafft. Letzte Woche hatte ich die letzte Sitzung. Dann haben wir uns darauf geeinigt, dass ich bis vergangenes Wochenende eine endgültige Entscheidung treffe, um nicht weiter 3 Menschen zu verletzen. Ich habe es nicht geschafft. Stattdessen hatte ich 2 Wochen keinen Kontakt zur Geliebten, erst heute morgen habe ich ihr geschrieben und sie war natürlich nicht begeistert.
    Jedenfalls ist der Status quo folgender. Es gibt eine Frau, die ich über alles liebe, aber nicht zusammenkomme. Aus meinem Kopf kriege ich sie ebenfalls nicht. Es gibt so oft Tage, wie auch heute, an denen ich morgens aufstehe und alles so klar sehe und mir denke, okay heute verschwindest du einfach in deine kleine Wohnung, welche ich seit November kaum genutzt habe und hierfür auch nicht unerhebliche Miete zahle. Aber im Verlauf des Tage breche ich ein, und schlafe doch wieder „zu Hause“. Es ist eine schlimme Lebenssituation, die ich seit einem halben Jahr durchmache, und ich finde keinen Ausweg. Dass ich hierbei auch noch 2 andere Menschen verletze und hierbei ganz besonders die Frau meiner Träume, plagt mich enorm. Sie verdient es, geliebt zu werden und nicht hingehalten und ich verdiene es eigentlich nicht, von ihr als „Bösewicht“ angesehen zu werden. Aber so ist nun leider aktuell die Gemengelage. Ich habe wirklich keine Ahnung, wie das ganze ausgehen wird, ich habe die Befürchtung, dass es für mindestens 2 der Beteiligten dauerhafte Seelen-Schäden zur Folge haben wird…
    Eins ist klar, so eine Affäre macht nur kurzzeitig glücklich. Je länger sie anhält, desto länger ruiniert sie die Psyche aller Beteiligten. Ich habe vor 3 Jahren den Fehler meines Lebens gemacht, in dem ich eine Frau geheiratet habe, die ich damals schon nicht 100%ig geliebt habe und wiederum nur aus schlechtem Gewissen und Verantwortungsgefühl geheiratet habe. Schon damals gab es zwischen mir und der Geliebten dieses Knistern, doch haben wir uns aus diversen Gründen nicht vertraut und deshalb kam es auch nicht zu einem Zusammenfinden.
    Manchmal scheint das Schicksal einfach nicht zwei sich liebende Menschen zusammenbringen zu wollen, aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht ist es besser so, vielleicht aber auch nicht.

    Einen schönen Abend noch.

    • Diese Situation ist sicher sehr hart, Du drehst Dich im Kreis und alle leiden darunter! Ein Gedanke kam mir bei Lesen: Ist es denn wirklich so, dass Deine Frau Dich um jeden Preis halten möchte? Möchte sie diese Ehe um jeden Preis? Ich stelle mir vor mein Mann liebte eine Andere, dann würde ich gar nicht wollen, dass dieser Mann bei mir bleibt, ein Mann der mich nicht liebt. Klar, eine Trennung ist schmerzhaft, vor allem, wenn man jemanden liebt, aber auf lange Sicht würde Deine Frau wahrscheinlich aufwachen und einsehen, dass die Trennung gut war – auch für sie. Momentan nimmst Du ihr die Chance irgendwann jemanden zu finden, der sie aufrichtig liebt. Du blockierst sie. Eine Trennung wäre sicher ein Ende mit Schrecken – bleibst Du bei ihr ist es aber ein Schrecken ohne Ende. Es passiert also gerade genau das, was Du eigentlich verhindern willst. Ich schicke Dir MUT, Entscheidungsfreude und gute Gedanken. Liebe Grüße, Viola

    • Ich kann dir nur sagen, geh !
      Du machst dich unglücklich und es wird mit der Zeit immer schlimmer und du nimmst deiner Frau die Chance auch noch mal einen Neuanfang zu wagen.
      Deine Geliebte Dir alles was dich glücklich macht !!!!
      Und welche Frau möchte einen Mann , von dem sie weiß er liebt sie nicht sondern bleibt nur aus Verantwortung????
      Hab wenigstens du den Mut, wenn ihn meiner schon nicht hat!!!

      • Hi Mia,
        sehe gerade, dass du mir ebenfalls geantwortet hast.
        Danke für die motivierenden Worte, aber es ist einfach nicht leicht…Ich habe oft das Gefühl, dass ich meiner Frau schon die Zeit für einen Neuanfang genommen habe. Daher fühle ich mich noch mehr verantwortlich ihr gegenüber. Meine Geliebte wiederum hat mir vor kurzem geschrieben, dass sie nicht mehr warten möchte, aber ich sie noch anrufen können, wenn was ist… Dennoch schaffe ich es bis dato nicht, meine Frau alleine zu lassen, obwohl ich weiß, dass ich ihr mit meinem verstärkt abweisenden Verhalten ziemlich weh tue.

        • Im Grunde, machst du es doch nicht bessser als meiner. Was hält dich auf zu gehen? Die Verantwortung! So und für dich hast du keine Verantwortung? ??
          Eine Affäre 5 mal zu enden und wieder neu anzufangen, das ist eine Lösung? NEIN !
          Und das zum Beispiel würde meiner niemals machen, weil er weiß, wie sehr er mich damit verletzten würde! Und das würde mir aus Liebe nicht antun, lieber bleibt er weg und ist unglücklich, als das zu machen.
          Und genau deswegen bin ich mir unsicher ob er zurückkommt, weil er weiß, dass dies dann der letzte Versuch wäre und im Fall des Falles, dass er es wieder nicht schafft ich das Spiel nicht mehr mitmachen würde.
          Für ihn ist es jetzt ein Hop oder Top.
          Tom, tu Dir selber den Gefallen und geh und werde mit deiner Traumfrau glücklich 💕

        • Schau mal selbst in Spiegel. Du belügst dich selbst und läufst einfach vor der Verantwortung davon. Trenn dich von beiden und komm erstmal mit dir selbst klar.
          Ich weiß viele wollen es nicht hören, aber wenn sich eine Person nicht für dich entscheidet und du dich nicht für eine Person entscheidest, wenn diese Person frei ist, also beide komplett frei sind, ist es keine wahre Liebe.
          Weil warum trennt man sich nicht erst und lässt sich dann auf jmd. anderen ein!?
          Weil man vor sich und seinen eigenen Problemen davon läuft, anstatt diese anzugehen und sich stattdessen in Ablenkung flüchtet. Aber sich einredet es wäre dieee LIEBE. Dabei will man nicht selbst in Spiegel schauen und sucht stattdessen die Schuld beim Partner/Ehepartner. Obwohl man dem nicht die kleinste Chance schon im Vorfeld gegeben hat!!!
          Denn wenn, würde man sich trennen, bevor man jmd. betrügt und hintergeht oder der Person wenigsten eine Chance geben.

  24. Auch ich bin seit 1/2 Jahr in dieser Spirale-aber ich denke es ist die deluxe version 😔. Er ist werdender Vater, und wohnt nebenan, und auch ich bin in einer Beziehung und habe Kinder. Ich habe wirklich keinen Schimmer wie ich diese Gefühlsachterbahn weiter aushalten soll, aber noch weniger wie ich ein Leben ohne ihn führen kann. Ich mochte seine Frau nie besonders-aber soetwas wünsche ich niemanden. Schwanger betrogen zu werden-ich frag mich täglich was ich für ein Mensch bin-was er für einer ist-und letztendlich bin ich einfach nur blind verliebt-und er scheinbar auch. Ich habe in jeder Situation das Bedürfnis besser zu sein als sie, und wenn ich dann mal 1 std nichts von ihm höre-frage ich mich sofort ob ich etwas falsches gesagt,gemacht oder geschrieben habe….und dann kommt zu den Gefühlen auch noch der Sex…oder auch andersrum….mit ihn erlebe ich Dinge die ich bis jz nur von dem ein od anderen Buch kenne, es ist wild hemmungslos und ohne Vergleich. Er sagt das selbe-er genießt es bei mir nicht nachdenken zu müssen, und mir geht es genauso…ich kann gar nicht nachdenken wenn er mich berührt. Und wenn er nicht da ist, sehne ich mich nach einer kleinen dunklen Wohnung in der ich mich auf der Couch im Selbstmitleid suhlen kann, finde mich jedoch in meinem eigentlichen Familienleben wieder-wo mein mann sex mit mir will, und ich mir dabei vorkomme wie eine Prostituierte. Einem Leben wo ich mit den Kindern lernen sollte, abet ganze Zeit nur an ihn denke….und ich weiß das er Vater wird, und ich gegen diese Tatsache wurke wie David gegen Goliath ……

    • Das klingt sehr Nerven aufreibend! Das tut mir leid für Dich! Es wäre zu überlegen, ob Du Dich weiter so deplatziert, sogar wie eine Prostituierte, fühlen willst oder in Erwägung ziehen könntest, deine Ehe zu beenden!? Wegen Kindern zusammen zu bleiben, ist meiner Meinung nach kein guter Grund. Kinder merken sowieso, wenn etwas nicht stimmt, da spreche ich als Scheidungskind aus Erfahrung. Ich war froh, als meine Eltern endlich getrennte Wege gingen. Es scheint doch nicht mehr zu stimmen, mal ganz abgesehen von Deinem Nachbar. Ansonsten ist die Lage natürlich schmerzhaft. Ich hoffe, Du findest den Deinen richtigen Weg aus der Situation. Das wird sicher nicht leicht, aber irgend etwas muss entschieden werden, denn so möchtest Du ja nicht dauerhaft leben, nehme ich an. Hab‘ den Mut, das zu tun, was Dein Bauchgefühl Dir sagt! Liebe Grüße, Viola

  25. Hallo ihr Lieben, bin eben über die Seite geslopert.
    Habe ebenfalls noch nie auf solchen Seiten geantwortet aber mein Verlangen ist grade sehr groß danach zumal ich Antworten von Männern suche, die selber in solchen Situationen sind, denn ich denke NUR die können mir Antworten geben, weil sie einfach anders denken als wir Frauen.
    Zu mir:
    Ich habe letztes Jahr in einem Seitensprung Portal einen ganz tollen Mann kennengelernt- für uns beide war dieser Schritt sich dort anzumelden kein leichter und hat viele Hintergründe, natürlich auch, dass uns beiden in unsere Ehe etwas fehlt.
    Auch, wenn wir beide in einer GUTEN Ehe sind, fehlt trotzdem so viel.
    Wir haben uns langsam über whats App kennengelernt und ich merkte sehr schnell, dass dieser Mann etwas besonderes ist und das er mir gefährlich werden kann – ihm ging es andersrum nicht anders.
    2 Tage nach unserem ersten Treffen beendete der die Affäre. Er meinte, dass er sowas wie mit mir noch niemals erlebt habe und das seine Gefühle am explodieren sind und das es wohl besser wäre das hier und jetzt zu beenden, bevor es aus dem Ruder gerät.
    Ich muss sagen, ich habe noch NIEMALS so einen offen und ehrlichen Mann kennengelernt, der frei zu seinen Gefühlen steht und darüber redet.
    Nach einer Woche ( wir schrieben uns trotzdem noch gelegentlich) kam er zu mir zurück, weil er meinte, er hält es ohne mich nicht aus und ich mache sein Leben wieder lebenswert.
    Es folgte ein wahnsinnig schönes halbes Jahr voller Liebe, Leidenschaft und Gebirge.
    Es war keine Bettgeschichte, dass möchte ich hier betonen!!!!
    Wir haben sehr viel unternommen, täglich 2 mal telefoniert, alle Gedanken und Gefühle geteilt.
    Er war sogar schon drauf und dran uns ein kleines Appartement zu mieten, dass wir uns unser eigenes kleines Nest bauen können – finanziell leider nicht machbar😫
    Wir redeten oft darüber, dass wenn wir Single wären oder in einer unglücklichen, kaputten Ehe, wir schon auf Wohnungssuche wären. WIR HATTEN UNS BEIDE TOTAL VERLIEBT!
    Jede Stunde ohne einander war schrecklich.
    Dann kam es …., dass ihn seine Frau ansprach, was mit ihm los wäre, er wäre seit 6 Monaten emotional zu Hause nicht mehr anwesend.
    Eine Woche später fragte sie ihn – ob er eine andere Frau kennengelernt hätte – er verneinte!
    Ich merkte, dass er sich zurück zog ….
    Er selber sagte über sich…. es stimmt ich bin emotional nicht mehr zu Hause … ich bin stetig in Gedanken bei dir, stelle mir vor wie es jetzt mit Dir wäre …. möchte dich bei mir haben…bei jeder Veranstaltung, die ich mit meiner Frau besuche denke ich – wie wäre es jetzt mit dir…. wenn Freunde da sind, überlege ich wie würdest du dich jetzt wohlfühlen und mit uns lachen…..
    Plötzlich huschte ihm immer öfter, wenn wir uns sahen „ich liebe dich“ über seine Lippen.
    Nicht – ich liebe es, wenn du das oder jenes machst- sondern „ich liebe dich“

    Vor 5 Wochen waren wir übers Wochenende weg, und irgendwie merkte ich, es stimmt was nicht am letzten Tag …. er hatte Tränen in den Augen ….
    Die Woche darauf zog er sich immer mehr zurück bis am 7. Tag die Nachricht kam wir müssen reden.
    Er meinte
    Schatz es fällt mir sehr sehr schwer, aber wir müssen es beenden, da es für die Zukunft das beste ist.
    Je länger ich mit dir zusammen bin, desto mehr habe ich das Bedürfnis mich scheiden lassen zu wollen.
    Ich habe Angst, das wir auffliegen, weil ich in Gedanken nur bei dir bin und dadurch immer nachlässiger werde.
    Mein Herz möchte zu Dir aber meine Verantwortung sagt, dass ich bei meiner Frau und Kind (18) bleiben muss.
    Es folgte ein 4 stündiges Gespräch, in dem wir uns immer und immer wieder im Kreis drehten.
    Wir wollen uns, wollen beide keine Scheidung aber er hat Angst.
    Eine Scheidung wollen wir beide nicht, weil wir SCHISSER sind – SCHISSER unserem Ehepartner wehzutun, nicht weil es unser Herz nicht möchte.
    Er – seit 3 Jahren kein sex mehr mit seiner Frau – möchte wieder neue Energie in seine Ehe stecken, weil er es ihr schuldig ist ( hab sie mal in FB gesucht . Birkenstock Mütterchen und wirklich hässlich )
    Er ein Traum von Mann
    Meine Gefühle sind – wie Viola beschreibt – ich bin völlig fertig und hab keine Lust mehr am Leben, alles bricht über mir zusammen.
    Je länger ich ohne ihn bin, desto mehr denke ich – ich wäre doch bereit für ihn mich scheiden zu lassen.
    Ich habe ihm nach der Trennung noch 2 mal eine lange whats App Nachricht geschrieben . Keine Antwort

    Was mir gar nicht einleuchtend ist, wieso beendet er das mit uns, obwohl ich keine Scheidung fordere….und er alles haben kann, mich und seine Familie …
    Er meint, trotz allem hat er zu Hause ein schlechtes Gewissen und immer ein Pokerface auflegen zu müssen macht ihn fertig.
    Er beendete es schweren Herzens aber löscht mich nicht in whats App – im Gegenteil er schaut sich sogar jeden Status von mir an …
    plötzlich ändert er nach Monaten sein whats App Profilbild ( ein ALTES Familienbild ca. 4 Jahre alt )
    meine Freundin meint, das war nicht auf mich gemünzt, sondern nur für seiner Frau, die Verdacht geschöpft hat, auf schön Wetter zu machen. Tatsächlich 6 Tage später wechselt er sein Profilbild wieder ( ein Sightseeingbild)
    Ich habe jetzt alles gelöscht von ihm – Bilder, Chat, Sprachnachrichten…. seine Nummer- Selbstschutz!!!!
    Jetzt frage ich euch Männer, die selber schon in dieser Situation waren… WARUM legt er sich nicht selber auch diesen Selbstschutz zu ? Im Gegenteil, er behält meine Nummer und guckt sich jeden neuen Status von mir an ( seh ich ja )
    Hab ich noch eine Chance, dass er doch zur kommt, weil er merkt, dass es mit seiner Frau nichts wird?
    Ich hab im auch gesagt, dass ich hoffe, dass er den Mut hat zurückzukommen, wenn er merkt, dass das nichts wird mit ihr.
    Sollte ich ihm doch schreiben, dass ich für eine Scheidung bereit wäre, wenn es die einzige Option ist? Oder wäre es falsch ihm das gegenüber auszusprechen, da wir sagten, wenn einer geht, dann nur für sich und wir setzten dem anderen keine Pistole auf die Brust.
    Sol ich weiter dran bleiben, oder die Kontaktsperre aufrecht erhalten?
    Gedanken über Gedanken und ich weiß nicht was richtig oder falsch ist, weil ich denke, dass wenn es wirklich für ihn vorbei wöre, er doch auch meine Nummer löschen würde und nicht behalten und dann noch meine Posts verfolgen würde.
    Der Schmerz ist so tief ohne ihn und ich weiß, dass es ihm genauso geht
    Er sagte selber zu mir, dass alles was ich zu der Trennung gesagt und geschrieben habe zu 100% der Wahrheit entspricht aber er muss so handeln, weil er Angst davor hat sich scheiden lassen zu wollen, wenn er länger mit mir zusammen ist.

    • Ganz schön viel Ängste höre ich da raus. DIE ANGST IST EIN LÜGNER – eines meiner Lieblingszitate. Das, was Ihr befürchtet, wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht eintreffen – zumindest aber wird es nicht so schlimm, wie ihr es Euch ausmalt. Aus Angst zwei Ehen aufrecht zu erhalten, halte ich für den falschen Weg. Klar, eine Trennung ist immer hart für alle, aber wenn Dein Geliebter und Du Euch wirklich liebt, dann sollte das die Konsequenz sein.
      Eine Idee wäre, ihm noch ein Mal zu schreiben, wie Du Dich fühlst, auch dass Du zu einer Scheidung bereit wärst, ihm dann aber den Freiraum läßt, darüber nachzudenken und ihn komplett in Ruhe läßt. In jedem Fall drücke ich Dir alle Daumen, dass es Dir bald besser geht und sich alles so entwickelt, wie Du es Dir wünschst! Liebe Grüße, Viola

    • Hi Mia,
      ich bin Tom (Post vom 23.03.19).
      Ich kann dir zu 95% sagen, dass du dich gar nicht bei ihm melden brauchst. Er wird aus Sehnsucht nach euch, nach eurer schönen Zeit, sich recht bald bei dir melden. Dies sage ich nicht um dich zu ermutigen, sondern weil ich es aus meiner eigenen Haut kenne. Ich habe bestimmt 5 Mal die „Affäre“ beendet, um mich meiner Frau zu „widmen“, bin aber nie übe#r uns hinweggekommen. Man kann eine wundervolle „Geschichte“ einfach nicht beenden. Die Theorie: “ Man soll aufhören, wenn’s am schönsten ist“, funktioniert in der Liebe nicht. Wenn man(n) Abstand erzwungen hat, fühlt es sich schnell nach Lebens-Zeitverschwendung an. Man(n) möchte, dass sich die schönen Dinge wiederholen und dies würde die nächsten Jahre.
      Er wird sich bald bei dir melden, komme was wolle. Lehne dich beruhigt zurück und gib ihm etwas Zeit. Und schlage ihm keine Scheidung vor, ich denke nicht unbedingt, dass er das gerade möchte, weil du ihn damit unter Druck setzen würdest. Und dass er deine Nummer nicht löscht, ist auch nicht unnormal: Er möchte dich nicht komplett aus seiner Welt haben. Wenn er zu sehr Sehnsucht nach dir empfindet, sollst du in seiner Reichweite sein. Nur ein Knopfdruck entfernt. Also mach dich locker, er wird dir bald schreiben.
      Ich weiß nur zu gut, wovon ich schreibe.

      Schönen Abend und eine sehr schöne Zeit euch noch.

      PS:Antworte mal, wenn er geschrieben hat…

      • Danke Tom für deine Antwort.
        Das ist aber genau der Punkt, er ist der Typ Mann, der sagt, lieber bin ich selber unglücklich und stecke in allem zurück aber Hauptsache meiner Familie geht es gut, deswegen bin ich mir nicht sicher ob er sich wirklich wieder meldet , auch wenn er es in seinem tiefsten Inneren möchte. Er sagt ja auch, lieber verzichte ich bis auf mein Lebensende auf Sex, aber meiner Frau geht es gut 😳😳😳😳
        Ich denke, für ihn liegt die Entscheidung nicht beim Gedanken ob er die Affäre weiter führt oder nicht, denn er weiß, dass er zweigleisig fahren aus schlechtem Gewissen nicht schafft, zumal seine Frau ja auch etwas ahnt, sondern, dass seine Entscheidung wirklich davon abhängt, ob er es schafft sich von ihr zu treffen. Außerdem, weiß er, dass er mit einem zurückkommen zu mir, und dann schafft er es vielleicht doch nicht nur als Affäre, mich so sehr verletzten würde, dass er doch lieber nicht noch einen Versuch startet um mich zu schützen, denn ihm zerreißt es selber sein Herz mich so leiden zu sehen.
        Ich verstehe ihn schon, in was für einer scheiss Situation er sich befindet.

        Ich würde ihm nicht schreiben, dass ich für eine Scheidung bin, sondern ihm noch mal ausdrücklich sagen, dass ich eigentlich keine Scheidung möchte, aber nicht weil ich ihn nicht 24/7 mlchte, sondern auch aus Angst vor meiner eigenen Scheidung. Aber, dass ich bereit wäre, mit ihm diesen Schritt zu gehen, falls es für ihn die einzige Option wäre.

        Ich habe seit 2 Wochen diese Nachricht fertig geschrieben, aber ich traue mich nicht sie ihm zu schicken, weil ich nämlich genau wie du schreibst, Angst habe ihn damit unter druck zusetzen. Auf der anderen Seite denke ich, wöre es nicht sein gutes Recht zu erfahren, dass ich nach wie vor gegen eine Scheidung bin, aber dazu bereit wäre ?????

        Außerdem kommt hinzu, dass ich seit 30.3 so ein komisch innerliches Gefühl habe, dass er nicht mehr weit entfernt ist, sich selber wieder zu melden. Ich habe, so doof wie es klingt, bei manchen Menschen, die mir sehr sehr nahe stehen oft Vorahnungen, die auch eintreffen. Und dann denk ich wieder, ich bilde mir dieses Gefühl nur ein, weil ich es mir so wünsche. Und das ich langsam irre werde. Gestern zum Beispiel bin ich nachmittags auf dem Sofa eingenickt und im Halbschlaf merkte ich wie ein Handy in der Hosentasche vibrierte, bin dann eingeschlafen und hab geträumt, dass er mir geschrieben hat. Als ich nach dem Nickerchen auf mein Handy geschaut habe, war da nix 😳 und da dachte ich wieder, bin ich blöd, das Handy hat doch vibriert 😳😳😳 ich werde irre … und seit Tagen passieren mir immer wieder solche Sachen … Träume, plötzliches Herzrasen, Herzstechen, so schlimm, dass ich denke ich bekomme gleich einen Herzinfarkt – es kommt aus dem nichts und verschwindet wieder….
        Und dann denke ich, fühle ich grade, wie schlecht es ihm grade geht? Sollte ich die Nachricht doch wegschicken? Was ist falsch was ist richtig ? Bin ich bekloppt? Sollte ich ihm nach 8 Wochen Funkstille doch noch mal die Hand reichen, um es ihm leichter zu machen ? Und dann denke ich wieder, nein, er ist dran, er muss von alleine den Weg zurückfinden, und er weiß was ich für ihn empfinde.
        Ich weiß einfach nichts mehr 🤷‍♀️

        Und zu Dir lieber Tom,
        warum gibst du mir diese lieben Tipps und machst es aber selber nicht besser?
        Du weißt, dass du deine Frau nicht mehr liebst, bzw. das du sie noch nie richtig geliebt hast. Du weißt, dass dein Herz nur für deine Geliebte schlägt.
        Warum gehst du dann nicht endlich ????? Warum machst du dich, sie und am Ende deine Frau unglücklich???? Es ist auch dein Leben und du hast nur dieses eine Leben. Warum machst du dir es so schwer, wenn es so einfach sein könnte? Du hast deine Traumfrau gefunden, was willst du denn bitte noch mehr ??? Warum ein schlechtes Gewissen haben? Dafür, dass du glücklich sein könntest ? Leb doch endlich deinen Traum mit deiner Traumfrau!
        Du warst schon so weit und hast dir eine Wohnung gesucht…. hör auf euch alle zu verletzten und denk an dich und dein Glück 🍀

  26. Hallo
    Ich stecke seit einem Jahr als geliebte fest… Seit diesem Jahr ist alles anders und wollten uns trennen aber es geht nicht….
    Gern würde ich meine ganze Geschichte erzählen um Rat bitten weil ich nicht mehr weiter weis

  27. erstmal eine sehr interessante und besondere Seite.
    bei deinem Artikel konnte man alles nachvollziehen, jedoch merkte ich, das du durchweg emotional geschrieben hast und nicht neutral warst.
    zitiere:
    Der Mann mag das alles nicht böse meinen, aber feige zu sein und zu resignieren, wenn andere Personen direkt involviert sind, macht den Menschen zu einem, Entschuldigung, Arschloch. Ob er das sein will oder nicht.

    Ich kann das so unterschreiben, wenn die Geliebte lange nichts von der Ehefrau wusste. Jedoch wenn man es von Anfang wusste und das Spiel „gemeinsam“ auf die Spitze treibt, kann man auch argumentieren, dass Du bzw die Geliebte sich hätte entscheiden können zu verlassen. Die Ehefrau sehe ich als die Person die am meisten hintergangen wird ,denn meist ist es so, dass die Ehefrau davon nichts weiß und falls doch, dann nicht alle Details um sie vor noch mehr Schmerz zu bewahren.

    Als Geliebte sehe ich den intensivsten Schmerz, da sie Geheimnisse teilen sie selbst die Ehefrau nett weiß, jedes Detail erfährt und es aushält bis es zuende geht. Jedoch besteht der Schmerz nett so langlebig wie den Schmerz des Mannes.
    Der Mann, vorausgesetzt er ist kein arschloch, sondern ein gefühl- und warmherziger Mensch Schmerz es weniger intensiv, aber viel länger, da er als einzigster 2 gleisig gefahren ist, dass er auch Jahre/Jahrzehnte sich Vorwürfe macht was er allen und auch sich selbst angetan hat
    wenn nicht sogar bis oder zum Ende hin seines Lebens im Rückblick sich Vorwürfe macht und fragt, was gewesen wäre, hätte er die andere gewählt und was gewesen wäre hätte er sich nie drauf eingelassen. Er ist der Hauptschuldige weil er in der Mitte an beiden Enden die strippe ziehen konnte und nicht nur sich selbst sondern das Leben von 3 Leuten insgesamt gravieren verändert hat.

    wie gesagt vorausgesetzt er ist kein typisches arschloch wie die mehrheit

    • Hi Marco, erstmal danke für das Kompliment, es steckt in der Tat viel Liebe in der Seite 🙂
      Du beschreibst sehr gut die verschiedenen Dilemma. Definitiv sind siese Dreicksbeziehungen für alle Parteien schmerzhaft. Wer, wie sehr leidet, ist denke ich von Fall zu Fall unterschiedlich. Manch eine/einer steckt es besser weg als die/der andere. In der Regel gehen besagte Dreicksbeziehungen nicht gut aus und man sollte sich wohl überlegen, ob man sich darauf einläßt… naja, solange man noch überlegen kann! 😉 Liebe Grüße, Viola

      • Hallo Viola, da gebe ich dir Recht mit dem wegstecken.
        Hängt davon auch ab, wie intensiv man die eine oder andere Person geliebt hat.
        Deswegen sagt man ja auch, dass der eine Partner „mehr“ liebt als der andere 😄
        Wenn man sich einem viel mehr geöffnet hat, bzw anvertraut als der andere wiederum zu dir, kann das auch ein Unterschied machen wie sehr man „fühlt“ (im positiven wie im negativen).

        Zuletzt kann man sagen, trotz der Fehler aller man es wenigstens der Liebe wegen getan hat und net oberflächlich primitiv!

        Liebe ist kompliziert, denn es gibt sie in unendlichen Variationen.

          • Liebe Viola,

            Wie treffend Sie es formulieren: lebendig fühlen-das ist es und das genau ist es auch, was eine Trennung von der Affäre so unendlich schwer macht. Dass alle Lebendigkeit auf einen Schlag genommen wird oder es zumindest so scheint. Kein Wunder, dass man wie ein Junkie zurück zur Droge will.

          • Ja total. Es hat ganz viel von einer Sucht. Ob das dann wirklich Liebe ist!? Hmmmm…bleibt fraglich.

  28. Vielen Dank für den super Artikel.

    Ich stecke seit 6 Monaten voll drin. Probiere seit 2 Tagen die Trennung… Ich brauche nicht sagen, wie es läuft.

    Nur ein Unterschied, seine Frau wohnt im Ausland mit dem 15 jährigen Sohn und das Interesse ihm nach Deutschland hinterher zu ziehen ist sehr gering (wurde schon 1 Jahr probiert).

    Er steht aber voll zu ihr, trennt sich nicht. Liebt sie. Seit 20 Jahren…..

    • Ich denke, wenn er sich bis jetzt nicht getrennt hat, wird er es auch nicht mehr tun. Also zieh‘ die Trennung durch! Auch wenn man manchmal glaubt jemanden zu brauchen, nein, Du brauchst ihn nicht! Viel Durchhaltevermögen für Dich! Liebe Grüße, Viola

  29. In Anlehnung an den Ursprungstext, brauche ich auch mal eine EInschätzung.

    Ich 52 hatte 3 1/2 jahre eine Beziehung mit einer verheirateten (kinderlosen) Frau. 45.
    Wir haben uns fast jeden Tag gesehen und ich habe sie immer wieder gebeten, daß Sie doch ihrem Mann reinen Wein einschenken soll, weil das nicht wirklich toll ist. Auch auf die Frage ob sie wieder voll in die Ehe will, und wir es lassen sollen habe ich x mal gestellt. Immer wieder hat sie betont, nein, wir Beide gehören zusammen und das es so gut passt. Liebesschwüre, Versprechungen sich zu trennen und alles was dazugehört habe ich 100fach bekommen. Vor 4 Wochen habe ich dann darum gebeten, daß sie jetzt mal Taten folgen lassen soll und es ihm doch sagen möchte. Weil wir hatten 1 Woche Urlaub gebucht. Dann hat Sie ihm irgendetwas erzählt und mich gebeten daß ich sage, es war nur 1 Jahr und das ich nie in dem Haus (von Ihr) übernachtet habe. Dann wurde es mir zu bunt und habe gesagt, daß ich nicht mehr lüge. Fakt ist, er weiß (auch durch mich alles) und sie hat den Kontakt zu mir von Heute auf morgen abgebrochen. Ihr mann hat mich diese WOche angerufen und gesagt, er hat ihr angeboten alles Sachen zu mir zu fahren und sie kann gehen. Habe Sie dann im Büro angerufen. Sie hat mir dann gesagt, wenn Ihre Leute (eltern&mann) erfahren, daß sie mit mir telefoniert, bekommt sie Ärger ohne Ende. WIr haben dann trotzdem 2o Minuten telefoniert. Auf meine Frage, ob sie mich noch liebt, kam nur ganz schnell: jetzt nicht mehr. Die Zweite Frage die ich stellte war: ob ich mich noch mal melden darf: Da kam dann, lass mir mal 4 WOchen Zeit oder meine Ruhe..
    Ich weiß nun überhaupt nicht mehr was ich denken soll und bin total durch den Wind…
    Was denkt ihr?

    • Ich denke sie ist wütend, weil Du nicht das getan hast, worum sie Dich gebeten hat. Du hast Dich in Dinge eingemischt, die Dich, laut ihr, nichts angehen. Sie wollte keine Wahrheit aussprechen und Du hast es einfach getan, ohne ihre Erlaubnis. Für sie scheint das ein schlimmer Fehler gewesen zu sein, ein Vetrauensbruch. Für eine Aussenstehende wir mich sieht das anders aus. Ich finde es richtig mit der Wahrheit raus zu rücken, weil das sich so gehört, wenn man mit Menschenherzen hantiert. Es klingt nicht so, als würde diese Sache zwischen Euch noch irgendwann gut ausgehen. An Deiner Stelle – und wenn Du das packst – würde ich in Erwägung ziehen, mich gar nicht mehr bei ihr zu melden! Frag‘ Dich mal selber: Wo soll das hinführen? Liebe Grüße, Viola

      • Hallo, danke für Deine Antwort. Ja, ich hätte das ja auch nicht getan, wenn Sie das was sie mir all die Jahre (bis zuletzt) versprochen hat, auch gehalten hätte. Aber davon will sie ja nichts mehr wissen. Und nun hat die Rettung Ihrer Ehe oberste Priorität. Ich bin da raus. Habe nur noch die Nummer vom Büro, aber da will ich auch nicht mehr anrufen. Da sie mir nicht mal mehr Hallo sagt, würde Sie auch nicht mehr rangehen. Ja sicher hast Du nicht unrecht….wo das hinführen soll..Das wäre vermutlich in die selbe Sackgasse in der sie jetzt auch gerade unterwegs ist… Ich denke immer wenn nur ein Fünkchen von dem was sie mir erzählt wahr ist, dann wird Sie sich melden…Lg PL67

        • Sie wird sich bestimmt melden. Die Frage ist, ob Du es bis dahin überhaupt noch willst. Mit einem gewissen Abstand sieht man vieles oft klarer. Alles Gute für Dich!

  30. Hallo,
    ich wollte mal erzählen wie es weiter ging. Ich habe jetzt den Schritt getan und die Affäre vor 3 Wochen beendet. Alles gelöscht, SMS, Voice Mails, Fotos ( bis auf eine die ich gedruckt habe und nun in eine Kiste liegt ) Es geht sehr langsam bergauf. Manchmal verdrehe ich die Tatsachen und sage mir ich könnte es nochmal probieren. Aber dann höre ich seine Stimme die meine Frage ob er bereit wäre mit mir einen neuen Leben anzufangen antwortet :“ Du willst das ich mich trenne und wir beide einen gemeinsamen Weg gehen. Das werde ich nicht tun. Ich möchte bei meine Kinder bleiben und ich weiter treffen. Es ist aber keine Entscheidung gegen dich. Du bist die tollste…usw. Eine Entscheidung für meine Kinder(12j und16J. ) Ich weiß, dass ich unglücklich werde.“
    Das sagt mir immer wieder dass ich richtig gehandelt habe. Wo sollte das sonst hin führen? Warten bis die Kinder aus dem Haus sind? Dann wird er das auch nicht tun denn die Ehefrau ist Hausfrau und total von ihm Abhängig. Es schmerzt auf eigene Haut zu erfahren das Aussagen wie :“ Ich liebe dich“ oder „ich habe keine Frau geliebt wie dich“ oder „du bleibst in meinem Herzen“ „mein Herz ist für dich“ einfach nur Worte waren. Ich habe meine Lektion gelernt: nicht die Worte machen einem Mann aus sondern seine Taten. Da gibt es nichts dazwischen. Ich will allen Geliebten die noch drin stecken genau das sagen was Viola in den tollen Artikel geschrieben hat. „Lauf so schnell du kannst!“ Es ist ein Spiel mit dem Feuer. Und die Chance ungebrannt daraus zu kommen ist sehr gering. Ich wünsche mir dass ich durchhalte, dass er sich nicht mehr meldet und dass ich NIE WIEDER solche seelischen Qualen leiden muss. Das ich mich nie wieder unter dem Wert verkaufe. Ich bin liebenswert und ich weiß dass ich von Herzen lieben kann. Ich habe die beste Beziehung verdient. Ich möchte für einen Mann NR. 1 sein. Weniger ist unter meiner weibliche Würde. Und will er die Kinder wachsen sehen, soll er das tun. Ohne mich. Wäre es Liebe gewesen hätten wir alles meistern können. Aber es war eben nur ein bisschen Liebe. Und darauf kann man nicht aufbauen. Außerdem stellt sich die Frage ob ich dann nicht die nächste bin, die betrogen wird.
    Für euch habe ich einen tollen Link gefunden der mir die Augen noch mehr geöffnet hat.
    http://beziehung-in-balance.de/p411/
    Alles Gute !

    • Danke für den Link zu dem Artikel, ist sehr interessant! Außerdem finde ich es stark, wie Du die Loslösung durchziehst. Du kannst mit ihm – unter diesen Umständen – nicht glücklich werden, daran ist leider nichts zu rütteln! Sei stolz auf Dich, dass Du erkannt hast, wie wertvoll DU bist und dass Du mehr verdienst; nämlich eine Liebe, die einfach und schmerzlos ist, denn das ist Liebe: Sie ist klar, eindeutig, ohne Schmerz. Ich wünsche Dir von Herzen, dass sie Dir begegnet! Liebe Grüße, Viola

  31. Hallo,

    Super Seite, auf der man sich mit anderen Betroffenen austauschen kann und nicht nur als Bitsch abgestempelt wird. Ich bin der Meinung es gehören immer zwei zu einer Beziehung. Warum stellen sich Männer immer hin und sagen DU hättest ja auch Schluss machen können.
    Ich bin seit 4 Jahren die Geliebte und komm Jetzt nicht mehr mit der Ausrede wir schaffen das schon,
    wir und unsere Liebe sind was ganz besonders klar. 😥
    Ich leide und habe langsam schon Mitgefühl für seine Frau, die er hintergeht.
    Sie war mal meine Freundin und es ist nicht fair nicht offen über die Probleme zu reden.
    Nach dem ersten Trennungsversuch, muss sie sogar eine Therapie machen um wieder an einer Ehe mit ihm zu arbeiten. Ich muss Verständnis haben das er zu diesem Zeitpunkt nicht gehen konnte, das ist jetzt
    über 1,5 Jahre her.
    Wir verbringen immer noch sehr viel Zeit miteinander, aber mein Verständnis schwindet und ich will mehr … oder doch Trennung mit der Aussicht doch noch einmal für jemanden anderen die Nummer eins zu sein.
    Was ist der richtige Schritt …

    • Er wird es nicht schaffen, sich zu trennen. Wieso sollte er es jetzt noch schaffen, wo er es doch die letzen JAHRE nicht hinbekommen hat!? Ich finde Deinen letzten Satz sehr gut „mit der Aussicht doch noch einmal für jemanden anderen die Nummer eins zu sein…“ Gönn`Dir diese Aussicht! Ich bin davon überzeugt, dass Dir das gut tun wird, natürlich nach dem ersten Trennungsschmerz! Du kommst da durch! Ich wünsche Dir Alles Gute! Liebe Grüße, Viola

  32. Hallo Viola,

    heute bin ich auf der verzweifelten Suche nach Hilfe im Internet auf deinen Beitrag gestoßen und du sprichst, wie so vielen von uns. aus der Seele. Meine Tränen liefen als ich das las und ich entschied mich, meine Geschichte auch teilen zu wollen. Ich versuche mich „kurz“ zu fassen. Es tut grade gut zu lesen, dass es vielen anderen auch so geht!

    Also, wir lernen uns auf der Arbeit kennen (schöne und außergewöhnliche und fast schicksalhafte Geschichte unseres Wiedersehens, aber tut nichts zur Sache).
    Bei unseren Jobs würden bei manch einem hier schon die Alarmglocken klingeln. Zurecht. Ich habe meine Erfahrungen auch schon gemacht, aber der Hunger und die Verzweifelte Suche nach Liebe war einfach größer. Ziemlich schnell kam heraus, dass er verheiratet ist und ein Kind hat (4 Jahre). Er machte auch ziemlich schnell klar, dass er wie gefangen ist in seinem Leben und selbst wenn er es wollen würde, nie davon loskommen wird. Das mit uns sollte erstmal nur Freundschaft Plus sein. Bis er sich unsterblich in mich verliebte und umgekehrt. Es war, als wäre etwas in im geweckt worden. Er wollte sich scheiden lassen und ging die Sache an. Laut ihm (und bei all dem was ich hier schreibe, weiß ich nicht ob es jemals die Wahrheit war, was er mir sagte) gab es schon mehrere Versuche einer Scheidung. Sowohl von ihr als auch von ihm. Jedes Mal wenn er gehen wollte, drohte sie ihm aber mit der Wegnahme und Manipulation des Kindes, so dass er sich nie traute es zu tun. Wenn sie abgehauen ist in der Vergangenheit, fehlte er sie an zurückzukommen. Alles für seinen Traum des perfekten Ponyhof Lebens, der er schon seit Kind hat so hat und sich nicht davon abbringen lässt. Laut ihm kann ein Kind nur glücklich sein, wenn die Eltern zusammen sind. Seine Fixierung auf dieses Kind ist in meinem Augen schon nicht mehr gesund. Einen Verlust könne er nicht überstehen. Wie gesagt, er war verliebt in mich und fasste neuen Mut es diesmal zu schaffen. Nach Gesprächen mit Anwälten, was ihm droht, bekam er kalte Füße und irgendwann kam dann raus, dass er sich doch nicht scheiden lassen kann. Aus Angst, sie nimmt ihm sein Kind weg. Weil er mich so liebte und mir das vergebliche Warten bis das KInd groß ist, nicht antun konnte, wollte er es im Januar beenden, den Kontakt aber niemals ganz aufgeben. Er wollte mich nie verlieren. Sagte Millionen wunderschöne Dinge und wie gerne er mich zuerst kennengelernt hätte und mit mir seinen Ponyhof gehabt hätte. Es kippte irgendwann und ich merkte, dass er es sich mehr konnte. Er entzog sich mir, hielt versprechen nicht etc. Ich war unendlich traurig und verzweifelt. So sehr, dass meine einzige Chance war, seine Liebe und seine Lieben Worte wieder zu bekommen war, ihm zu drohen. Vielleicht auch weil ich es einfach nicht mehr konnte. Ich brauchte eine Entscheidung. Es ging über Monate. Jedes mal wenn er wieder gemein war oder sich mir entzog, drohte ich, es seiner Frau zu sagen, wenn er es selbst nicht täte. Auch weil ich es schon immer unfair fand ihr gegenüber. Auch wenn er oft sagte, was sie für eine ätzende Person ist und ihm so viel schlimmes angetan hat. Sie tat mir auch leid. Aber in erster Linie war ich so unglaublich verzweifelt, dass ich mir nicht anders zu helfen wusste, als ihm zu drohen. Don’t judge me, ich hasse mich selbst dafür, aber ich brauchte seine Liebe so sehr. Er war mein Seelenverwandter und ich war so voller Hoffnung, nachdem er immer wieder über unsere gemeinsame Zukunft gesprochen hatte. Ich konnte ihn einfach nicht loslassen, selbst als er es im Januar nicht mehr konnte. Und das ist es passiert. vor 3 Wochen. Er hielt die Drohungen nicht mehr aus und sagte es ihr. Er hat mich oft unter Tränen angefleht, es ihr nicht zu sagen, da sie ihn sonst verlässt und das Kind mitnimmt. Sie rief mich an, beleidigte mich schrecklich und drohte mir, dass wenn wir jemals nochmal Kontakt hätten, sie ihm das Kind wegnimmt und Schritte bei der Firma einleiten würde (was sie nicht kann, aber sie wollte mir Angst machen). Sie sagte mir, dass meine Nummer jetzt blockiert wird und ich mir abschminken kann, dass wir jemals zusammen sein dürften. Sie wollte nicht ein Wort hören von mir. Sie legte auf und seit dem habe ich nie wieder etwas von ihm gehört. Ich bin auf sämtlichen Kanälen blockiert und werde ihn nie wieder sehen oder erreichen. Er meldet sich nicht obwohl es sicher Wege gäbe. Einen Brief schreiben, vorbei kommen..aber nichts. Letztendlich verließ sie ihn nicht, sondern blieb. Warum weiß ich nicht. Sicher wird er seht froh darüber gewesen sein, dass sie ihn, entgegen seiner sicheren Aussage sie würde ihn verlassen, nicht verließ. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass sie das tut. Ich bin so sehr am Ende und mein Herz ist gebrochen. Ich kann in Worten nicht sagen wie traurig ich bin. Zwei Wochen, habe ich meine Whg nicht verlassen und den ganzen Tag im Bett verbracht und geweint. Seitdem befinde ich mich wieder in Therapie, da meine Depression zurück kam. Am meisten fehlt mir den Kontakt über SMS den wir hatten. Es war eine Verbundenheit, die von heute auf morgen weg war. Es ist, als fehle ein Teil von mir. Ich vermisse ihn furchtbar und diese Machtlosigkeit, ihn nicht mehr erreichen zu können, nimmt mir die Luft zum atmen. Es ist, als könne ich das niemals überstehen. Meine größte Angst dabei ist, dass er sie mehr liebt als mich und deshalb bei ihr bleibt. Ich bin ja nicht mal eine Nachricht wert oder eine Frage wie es mir geht. Es enttäuscht mich zu tiefst, dass ich ihm so egal zu sein scheine. Ich kann meinen ganzen Schmerz in Worten gar nicht sagen. Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich habe riesige Angst, dass bei ihnen jetzt alles super ist und sie an ihrer Ehe arbeiten um wieder glücklich zu sein. Denn letztendlich weiß ich nicht, ob es wirklich immer so schlimm war, wie er sagte und er das alles, bis hin zur partnerlichen Selbstaufgabe, nur für sein Kind tut oder nicht auch weil er sie liebt. Ich denke, wenn eine Ehe so schrecklich ist, dann hält man das nicht schon seit Jahren aus. Es wäre schrecklich, wenn das alles eine große Lüge war nur um mich zu halten. Er sagte auch Dinge wie, dass sie dieses Kind nie wollte, es war immer sein Traum und das er sie niemals geheiratet hätte, wäre dieses Kind nicht auf dem Weg gewesen und ohne dieses Kind wären sie längst nicht mehr zusammen. Ob ich das alles glauben kann, weiß ich nicht, den am Ende des Tages hat er sie nicht für mich verlassen und behandelt mich nun als hätte ich nie existiert. Jemanden zu blockieren ist für mich das schlimmste, was man einem Menschen antun kann, das wusste er und er versprach mir das nie zu tun, aber hat es getan und lässt ich jetzt ganz alleine mit dem ganzen Schmerz. Weil er sie mehr liebt denke ich. Und das hat mein Herz gebrochen.

    Sorry, das war viel. Aber ich musste es hier loswerden und vielleicht hat irgendjemand noch einen anderen Denkanstoß für mich. Ich befinde mit seit Wochen in einer Abwärtsspirale, es ist schrecklich.

    • Ich vergas zu sagen, dass sie ihn wohl schon immer sehr in der Hand hat, er sehr devot ist, Frauen gegenüber. Sich aber zu beginn ganz anders verkauft hat, mir gegenüber. So wirkte sie auch am Telefon zu mir. Extrem gemein und herrisch. Eine Furie, so wie er sie mir auch immer beschrieb. Trotzdem und auch wenn sie sein Handy den ganzen Tag kontrollieren würde, würde es Möglichkeiten geben, mich zu erreich..wo ein Wille, da ein Weg. Aber er tut es nicht. Und es macht mich verrückt, weil ich nicht verstehen kann, wie mir jemand sagt, ich sei seine große Liebe und auch meinen Verlust könne er nicht aushalten, sich aber dann nicht meldet, wissentlich wie es mir gehen wird damit gerade. Ich bin fassungslos wie er mir so etwas antun kann. Es ist als hätte ich nie existiert und werde einfach aus seinem Leben gelöscht. Und das schlimmste, ich kann rein gar nichts tun. Ich muss zusehen, wie er glücklich ist mit ihr.

      • Ich denke nicht, dass Du ihm egal ist. Ich denke, er hat die Hosen gestrichen voll! Er ist überfordert mit der Situation, ist feige und steckt den Kopf in den Sand. Sie wird ihm gedroht haben, wie sie auch Dir gedroht hat.
        Er wird es ganz sicher nicht schaffen sich von dem Kind und ihr zu lösen, auch wenn er in Dich verliebt ist. Sonst hätte er es schon längst getan. Ich finde es gut, dass Du die Abwärtsspirale erkennst und Dir Hilfe geholt hast. Das ist der richtige Weg. Du wirst von ihm weg kommen. Die Zeit wird Dir dabei behilflich sein! Hab‘ Geduld und Vertrauen! Liebe Grüße, Viola

        • Hm Ich bin in der Situation des Ehemannes… Ich liebe einen Mann der ungebunden ist.. aber glaubt mir.. es ist die Hölle… und ich fürchte das endet nie. Man sollte nicht so vorschnell urteilen. …und jedem seine Situation beleuchten.

          • Hi Ivy, ich bin grade nicht ganz sicher, ob dein Beitrag auf meinen bezogen ist🙈 falls ja, denkst du ich habe das falsch oder vorschnell geurteilt? Also nicht böse gemeint, ich frage nur aus Interesse:-)

  33. Hallo Viola, hallo liebe Leser,
    danke für Deinen Blog und Deinen Artikel, Viola.
    Man sucht und findet solche Seiten, wenn man für so etwas empfänglich ist, es einen selber umtreibt, Hilfe, Ratschläge sucht, meint, es geht allein nicht weiter. Mal von der Seele schreiben, was allein schon hilfreich sein kann. Vielleicht Trost hören? Oder einfach schreiben, um dadurch Hintergründe für sich selbst freizulegen.
    Gebe mir Mühe, möglichst knapp zu schreiben. Details sind bei vielen anderen hier ähnlich.
    Männlich, 52 Jahre alt, vor 26 Jahren geheiratet, Kinder heute 24 und 26 Jahre alt.
    Wie bei so vielen, verliert das Ehepaar im Laufe der Zeit den Blick für das, was die Zuneigung am Anfang ausgemacht hat. Irgendwann fühlte es sich für beide wie eine WG an. Bis hin zu angeblich so wichtigen Verpflichtungen an den gemeinsam freien Tagen, nur um nicht beieinander zu sein. Der letzte Punkt galt vermutlich nur für mich. Aus gemeinsam Erlebtem Kraft für den Alltag zu schöpfen, hatten wir verlernt. Ich habe 2 sehr in mich gekehrte Jahre hinter mir. Völlig unzufrieden mit mir selbst. Wir haben wohl nie gelernt, auch nicht jeder für sich früher durch Vorbilder, den Partner dafür zu nutzen, wieder Mut zu schöpfen. Leider!
    Meine Bedürfnisse an eine Partnerschaft wurden in Teilen nie, andere im Laufe der Zeit nicht mehr gestillt. Das hat sich im letzten Jahr durch viel Nachdenken so für mich zu erkennen gegeben.
    Nach diesen 2 Jahren hat sich, durch ein Schlüsselerlebnis, das bis dahin völlig oberflächliche Bekanntschaftsverhältnis zu einer Frau, heute 45, geändert. Verheiratet, 1 Kind, 13 Jahre alt.
    Das war vor 1 ¼ Jahr.
    Es wurde nach und nach ein sehr vertrauter, sehr liebevoller Umgang miteinander. Ich meine schon, dass es gegenseitige Liebe ist. Ich finde gegenseitig alles, was so landläufig als Ideal dafür verstanden wird. Fürchterlich nüchtern, aber zumindest gebe ich mir Mühe, ein bisschen Realist zu sein.
    Natürlich ist sie meine Traumfrau und ich bin fest in ihrem Herzen, sagt sie, und ich glaube es ihr.
    Nachdem meine Ehefrau es herausgefunden hatte, haben wir ein halbes Jahr lang, zum Teil auch von meiner Seite mit ehrlichen Absichten versucht, die Ehe zu retten. Das hat nicht geklappt!
    Es folgte die offizielle Trennung, dabei zog sich aus Vorsicht und Sorge um ihre eigene Familie, auch diese meine Traumfrau ganz zurück. Alles drehte sich in meinem Kopf! Trotzdem zog ich aus und bereue diesen Schritt bis heute nicht. Es bringt Distanz. Kann mir im Moment auch nicht vorstellen, zurück zu meiner Ehefrau zu kehren, obwohl sie mich darum bittet. Bin mir sehr sicher, das ist vorbei und mein verschenktes Herz ist in guten anderen Händen.
    Soweit so gut oder schlecht.
    Schon sehr früh hatte ich das Bauchgefühl, auch wenn ich mit meiner Liebe zusammenkomme, sie sich von ihrem Ehemann trennt, in diesem Jungen darf deswegen nicht etwas passieren, was vielleicht niemand bemerkt und ihm Schaden zufügt. Bauchgefühl! Erst vor kurzem erfuhr ich, das mir das in meiner Kindheit wohl so ähnlich passiert ist. Diese Sichtweise eigentlich ein sehr gutes Gefühl, hatte das schon recht früh auch deutlich zum Ausdruck gebracht.
    Unser Miteinander wurde immer intensiver, ihre Unzufriedenheit in ihrer Ehe immer mehr. Es kam der Tag der Entscheidung in Form eines angekündigten Briefes vor etwa 6 Wochen.
    Ihr Kind soll in diesem Umfeld gross werden, und es ist wirklich ein schönes Umfeld. Er ist sehr glücklich dort.
    Keine Tränen, keine Wut, nichts! Nur Fassungslosigkeit angesichts dieser Entscheidung, was ja bedeutete, wir würden uns aufgeben. Dieser Abend und die Nacht waren fürchterlich!
    Am nächsten Tag forderte ich exakte Begründungen. Und ich bekam sie am gleichen Tag. Sehr ausführlich, sehr glaubhaft, sehr fair ihr Verhalten mir gegenüber, wenn ich mir überlege, wie deutlich ich aus Angst um den Verlust, ihr gegenüber geworden war.
    Bis ihr Sohn auf eigenen Beinen steht, stellt sie ihre Bedürfnisse zurück. Keine Entscheidung gegen mich oder für ihren Mann. Ich glaube ihr.
    Irgendwann letzten Sommer habe ich mal zu ihr gesagt, ich möchte nicht jahrelang ein Geheimnis sein.
    Ich glaube ihr, dass sich ihre Ehe sehr abgekühlt hat und sie dort unglücklich ist.
    Jeder Leser ahnt, was jetzt kommt:
    Das schürt die Hoffnung, und ich bin freiwillig weiter das Geheimnis.
    Nicht gut! Denn es tut fast regelmässig sehr weh.
    Im Moment habe ich keine Perspektive für die Zukunft. Eine Entscheidung für Distanz schaffe ich vermutlich nicht. Ich müsste auch alles aufgeben, was an sie erinnert. Bilder, Geschenke, Geschriebenes. Da ist so einiges zusammen gekommen. So weitermachen verändert mich sicherlich noch mehr, als bisher schon geschehen. Ob ich ihr dann noch so gefalle, wie bisher?
    Nur Freunde geht für mich nicht, wird auch weh tun.
    Manchmal denke ich, so wie durch ihre Anwesenheit mir Dinge bewusst wurden, was in meiner Ehe fehlte, kann ich sicher so manches Mal jetzt einfach nur für sie da sein. Wie gern ich für sie da bin!
    Sehr wichtig ist mir, dass der gegenseitige Respekt nicht leiden darf, egal was wird.

    Sie ist einfach eine wundervolle Frau!

    • Es ist so eine schwierige Situation, in der Du steckst. Ich denke es gibt da auch kein richtig oder falsch, nicht DEN Ratschlag. Von außen betrachtet würde Dir sicher jeder raten, einen Haken dran zu machen, weil Du ja darunter leidest. Aber was ist dann mit der Hoffnung? Dem „was wäre gewesen wenn ich gewartet hätte!?“ Du wirst den für Dich richtigen Weg irgendwann finden, die Frage nach dem Gehen oder Bleiben für Dich beantworten können. Ich drücke Dir dafür die Daumen! Liebe Grüße, Viola

      • Danke Viola, sehr nett, mir zu antworten.
        Ich habe das alles erst mal sacken lassen und mich in ehrlicher, offener Weise in einem Brief an sie gewandt. Wenn es eine Basis gibt, auf der aufgebaut werden kann, warum sollte der Versuch nicht unternommen werden. Es braucht eben alles Zeit.
        Die Zeit kann man sinnvoll nutzen. Mit sich selbst ins Reine kommen.
        Manchmal sind die Zusammenhänge beim anderen vielleicht so vielseitig, dass man gar nicht dahinter guckt. Und der Respekt vorm anderen gebietet Geduld.
        Wie oft im Leben passiert so etwas? Sehr selten, und ist man nicht der Meinung, es soll dann das letzte Mal sein für den Rest des Lebens? Dann hat man doch eigentlich eine ganze Menge Zeit.
        Vorausgesetzt, es läuft fair!
        Aus ihren Antworten auf meinen Brief erkenne ich, dass ich damit wohl alles richtig gemacht habe.
        Ich freue mich jeden Tag aufs Neue, diesen Menschen gefunden zu haben!
        Dieser Mensch hat und wird mein Leben bereichern.
        Fröhliche Grüsse, S.

        • Ich freue mich für Dich, dass Du den für Dich richtigen Weg gefunden hast! Der ist manchmal nicht so leicht zu erkennen, umso schöner, dass es für Dich gut läuft! Liebe Grüße,
          Viola

  34. Da bin ich noch einmal, weil ich hier weiter geschmökert habe und diesen link fand:
    http://beziehung-in-balance.de/p411/

    Offensichtlich spielt es keine Rolle, ob das Verhältnis männlich oder weiblich ist. Natürlich ist im link die klassische Version, aber mir als Mann hätte kein deutlicherer Spiegel vor mein Gesicht gehalten werden können, wie es einem Geliebten so ergeht. Und das, was dort über den Ehemann beschrieben wird, was Lebensinhalt / Famile, Umfeld aufbauen und umsorgen angeht, ist 1 :1 mit meiner grossen Liebe zu tauschen. Sie schützt dies vor einem Desaster.

    Welche Schlüsse ziehe ich daraus?
    Sicher nicht Voreilige.
    Die Enttäuschungen durch ihren Ehemann sind älter, als wir uns kennen, währen aber auch in der Gegenwart immer wieder mal an.
    In ihrer schriftlichen Entscheidung für ihren Sohn schwang ein Plan mit. Da sie ein strukturierter Mensch ist, glaube ich daran.
    Ob ich dabei allerdings auf der Strecke bleibe, weil ich mich vorher zurückziehe, ist durchaus denkbar. Deswegen soll ich mir Gedanken über mich selbst machen.
    Neulich ergab sich durch eine Situation, dass mir nach dem Verabschieden nach einem zufälligen Einkaufstreffen ein Wort auf meinem Nachhauseweg in den Sinn kam: Selbstachtung

    Die Frage stellt sich für eine Geliebte / Geliebten wohl immer.

    Nichtsdestotrotz kann man Liebe ja nicht einfach aufgeben. Und es liegt mir fern ein Verhalten zu provozieren, was sie zum Schluss machen drängt, also unfair sein oder verletzend. Immerhin hat sie mich sehr deutlich darum gebeten, Nicht auf sie zu warten.

    Es bleibt: Alles Mist!

    Danke für Euer Leseinteresse
    Gruss S.

  35. Hallo,
    liebe Geliebten ihr mach euch etwas vor. Diese “ WARTEN“ auf Entscheidungen, auf Krümel Liebe und Zuneigung ist emotionalen SELBSTMORD!!! Wenn ihr euch SELBST LIEBT werdet ihr Schluss machen und zwar komplett. RADIKAL. Kein SMS, keine Telefonate oder Treffen. Man trennt sich am besten wenn man keinen Kontakt miteinander hat.
    WENN EIN MANN SICH NICHT ZU EUCH BEKENNT, und zwar IN JEDER HINSICHT, IST ES ZUSAMMENGEFASST: MANGELDES INTERESSE! Was ER sagt passt nicht zu dem was er tut. Süßholz RASPELN. ER MUSS ETWAS TUN damit DU ihm Sex, Nähe und Ego Streicheln gibst. Tut er nichts und labbert nur ist es höchste ZEIT zu GEHEN!!! Ohne Kompromisse. Alles andere ist SELBSTBETRUG. Es ist Betteln nach Liebe, es ist ein Verrat für die weibliche WÜRDE !!! Tut euch das nicht länger an. Ihr kämpft auf verlorene Posten. Wenn er nicht in den ersten 6 Monaten bei euch ist, wird er NIE kommen. Wie Viola auch sagt LAUF SO SCHNELL DU KANNST!
    Wenn ihr das nicht sofort könnt, dann mach zumindest erst mal SEX – Pause. Dadurch schützt ihr euch vor den eigenen BINDUNGSHORMONNE die NUR BEI FRAUEN durch SEX entstehen. Dadurch entsteht Abhängigkeit, unerträgliche seelische Schmerz und 24 Stunden kreisende Gedanken um ihn und sein LEBEN. WENN ER NICHT DA IST, SPÜRST IHR den ENTZUG! Wie bei Drogenabhängigen.
    BLEIB BEWUSST IN GEDANKEN BEI DIR und entscheide dich FÜR DICH! Der Entzug ist schrecklich aber es dauert nicht EWIG.
    Du wirst dich mit jeden Tag besser und freier fühlen. Ich habe anfangs Januar letzte mal Sex mit ihm gehabt. Ich habe 4 Monate gebraucht, um endgültig Schluss zu machen. Seit 5 Wochen kein Kontakt mehr. Und es geht mir besser. Jeden Tag ein bisschen mehr.
    Mein Rat:
    Schaut Videos auf You Tube zum Thema: „Wie komme ich von meine Affäre los“, „Dreiecksbeziehungen“, Googel mal Christian Sander und Martin von Bergen. Beide sind Coaches und MÄNNER. Sie sagen beide, dass wir KEINE CHANCE haben. NULL!
    Schreib ein Heft für dich mit Anerkennung deiner Erfolge in Richtung FREIHEIT!
    Lies auf der Seite: www. seitensprung-fiebel.de alles zur Thema Geliebte! Lies das Buch von Dr. Gerti Senger „Nie mehr die Zweite sein“.
    Sag eine Minute lang jedes Mal wenn der Sehnsucht dich überrollt DANKE für das was DU HAST in deinem Leben: Wohnung, Job, Essen, Freunde, Familie, Haustier, Gesundheit, Auto etc.
    Lass den Schmerz da und kämpfe nicht mehr dagegen. Versuche dein Körper zu spüren indem du dein FOKUS auf dem ATEM richtest.
    Tue Dinge wieder alleine oder mit Freunde. Liebe dich in Gedanken. Schenke dir Vertrauen. Sag dir laut deine Stärken und die Gründe warum DU EINE TOLLE FRAU BIST! Fang an AKTIV mit andere Männer zu flirten. NICHT um eine Beziehung anzufangen sondern dich als begehrte Frau wieder zu spüren. Hol dir HILFE wenn es gar nicht mehr geht.
    Ich wünsche EUCH VON HERZEN, dass diese furchtbare, unmenschlicher, selbstzerstörerische DAUER- LEID endet!
    Ich umarme euch und denke an euch!

  36. Hallo zusammen!
    Auch ich gehöre zu denen,die noch nie auf einer Seite einen Kommentar hinterlassen haben.Nun ist es soweit,das liegt sicher auch an dem respektvollen Umgang den hier alle betreiben,Gott sei Dank!
    Ich bin seit 10 Jahren in einer Beziehung und lernte vor 2 Jahren einen verheirateten Mann kennen.
    Er machte kein Geheimnis draus,spielte mit offenen Karten.Ich fühlte mich sofort angezogen von ihm,redete mir ein,es ist nur Sex,ein Ausflug…ich belog mich selbst.
    Ich verliebte mich Hals über Kopf.
    Es wurde enger,wir hatten schon Kosenamen füreinander,schrieben uns per WhatsApp stundenlang.
    Gesehen haben wir uns nicht oft, doch wenn war es immer sehr heftig.
    In mir keimte der Gedanke,meinen Partner zu verlassen…
    Er sagte,wie so viele,er kann es nicht wegen dem Haus,Kinder(beide erwachsen) und sicherlich auch,weil er seine Frau noch liebt.Er hat sie nie schlecht gemacht,ich nie schlecht von ihr gedacht.
    Ich begann nur noch zu funktionieren,zu Hause, im Job.
    Mein Freund fand es raus,Drama,Gespräch,er wollte mich nicht aufgeben.
    Es kam zum Abbruch der Affäre,es ging wieder los,dann brach meine Affäre es ab,er konnte die Zerissenheit und das schlechte Gewissen seiner Frau gegenüber nicht ertragen, wir heulten,lagen uns in den Armen,es begann wieder von vorne, immer wieder…ich begann viel zu trinken,wollte nur noch taub sein,nichts mehr fühlen…
    Dann kam der Tag X.
    Wir trafen uns,hatten Sex im Auto,wir gingen spazieren danach.Er erzählte,das er dieses Jahr Silberhochzeit feiert,das sie im Zuge dessen ihren Urlaub planen und noch entscheiden müssen,wo es hingehen soll.
    Ich übergab mich fast,fühlte mich wie eine Nutte.
    Was zur Hölle war nur mit mir passiert?
    Eine Frau,die im Leben stand,sich für klar und reflektiert gehalten hat,klettert aus einem Auto wie eine Nutte und muss sich das anhören?
    Und was ist mit seiner Frau?
    Was mit meinem Partner?
    Und nach den zweiten Flitterwochen soll ich dann wieder ins Auto steigen?
    Nein,es reicht!
    Dieser Alptraum muss ein Ende haben!
    Vor allem der Selbstbetrug!
    Er fehlt mir!
    Wir haben uns so gut wie jeden Tag geschrieben,Guten Morgen..Gute Nacht….mir fehlt das alles so!
    Doch jetzt ist es an der Zeit sich zu fragen,warum das alles passierte.Warum es soweit kommen konnte..
    Warum ich mich schon als Prostituierte empfunden habe,wenn ich mit meinem Partner schlief,statt umgekehrt?
    Ein Berg Arbeit liegt vor mir und ich habe Angst,rückfällig zu werden,den es hat den Charakter einer Droge!
    Im Moment ist er mit seiner Frau im besagten Urlaub…
    Ich muss und will es schaffen,Ordnung in das Chaos zu bringen und mir irgendwann wieder selbst in die Augen schauen zu können!
    Euch allen wünsche ich Dafür viel Kraft!
    Wir müssen aufhören uns selbst zu verarschen,raus aus dem Selbstmitleid und endlich wieder Verantwortung für uns übernehmen!
    Das geht,auch wenn es schwer ist…
    Alles Liebe Euch da draußen;)

    • Du hast so recht! Es ist verdammt schwer, schließlich hat man es mit einer Sucht zu tun. Aber Du wirst es schaffen Dich loszulösen, ich glaube ganz fest an Dich!!! Liebe Grüße, Viola

    • Hallo Peach,
      ich wünsche dir, daß dein Vorhaben gelingt.
      Hier auf dieser Welt ist niemand so wenig wert, dass er so respektlos behandelt wird.
      Auf Augenhöhe oder gar nicht.
      Alles Gute. S.

  37. Hallo Viola, ich bin über deinen Text gestoßen und er hat mich als Mann total berührt. Ich habe es umgekehrt erlebt und war Geliebter. Ich habe es erst während unserer Anbahnung erfahren und war so verliebt, dass ich diesen kleinen „Schönheitsfehler“ in Kauf nahm. Und dann – Zack – war ich in der von dir beschriebenen Falle. Danke, dass Du schreibst, dass diese Geschichte unabhängig vom Geschlecht passieren kann. Und ich habe viel gelernt in diesen grausigen anderthalb Jahren. Meine Loslösung hat durch deinen Text geklappt. danke. danke. Danke.

    • Ich freue mich SEHR darüber, dass Dir mein Text geholfen hat! Das war meine Intention, als ich ihn geschrieben habe. Halte durch und bleib‘ stark, es tut dann immer weniger weh! Liebe Grüße, Viola

  38. Hallo ihr Lieben,
    Liebe Viola,Danke für deine Antwort,auch dir lieber S.!
    14 Tage ohne Kontakt…wie fühlt sich das an?…immer noch wie auf Drogenentzug:(
    Dann denke ich,14 Tage ist ja nichts,aber hey,es sind immerhin 14 Tage!
    Ich denke viel nach,man grübelt mehr als gesund für einen wäre.
    Allerdings wurde mir auch so einiges klar..
    In der Regel wird die Familie,in der unser“Angebete „unsere Angebete“steckt,geschützt und zwar mit allen Mitteln!
    Sie wird hermetisch abgeschlossen,damit bloß nichts raus kommt,bloß keine Gefahr droht!
    Wer schützt euch?
    Wer steht hinter euch?
    Wer legt soviel Wert auf euch,das er/sie für euch in die Presche springt?
    Man wird während des Urlaubs auf das Abstellgleis gestellt,Weihnachten,Silvester sowieso!
    Logo,Quality-Time mit der Familie!
    Und was,wenn man ihm/ihr mit der Familie beim einkaufen begegnet?
    Wird er euch kennen?
    Wahrscheinlich nicht!
    Wahrscheinlich werdet ihr ignoriert!
    Weil das was es zu schützen gilt neben ihm ist!
    Denkt mal darüber nach!
    Lieber S:ich habe deine Gedanken gelesen und bin sehr beeindruckt von deinem Respekt
    den Du ihr gegenüber zollst,deine Wertschätzung!
    Doch zollt sie ihn auch dir gegenüber?
    Du scheinst ein sehr feinfühliger Mann zu sein,dem es wichtig ist,wie es der anderen Seite ergeht…
    Ich hoffe,die andere Seite weiß das zu schätzen,ansonsten schütze dieses wertvolle Gefühl in dir….
    Alles Liebe
    Peach

  39. Dreieckbeziehungen erscheinen oft gleich, sind aber doch individuell, weil es mit Menschen zu tun hat.
    Auch ich habe Situationen in diesem Liebesverhältnis erlebt, die mich sehr gekränkt haben. Urlaubsbilder oder ähnliches z.B.. Gedacht, um mir zu zeigen, dass es ihr gut geht, sie sich etwas im Urlaub erholen kann. Völlig normal oder? Dafür ist Urlaub ja da.
    Aber das glückliche Gesicht schaut in diese Kamera und wer macht dies Bild? Wo sind die Gedanken in dem Moment, als der Auslöser klickt? Gedanken gehen doch so schnell hin und her, jeder weiss das von sich selbst. Gut gemeint, aber einen Augenblick nicht nachgedacht, ob der andere nicht vielleicht ganz anders darüber denkt. Oder ist jemand im Kopf schon so weit weg vom Ehepartner, dass dieser Gedanke, ob es mich kränkt, gar nicht aufkommt?
    Wenn sie mir sagt, ich bin für mein Kind in den nächsten Jahren da, mein eigenes Glück stelle ich hinten an, dann ist das eine anerkennenswerte Entscheidung!
    Sie verzichtet auf das Zusammensein mit mir, sie lebt weiter mit dem Mann zusammen, der ihr offensichtlich weniger bedeutet als ich, sonst gäbe es ein UNS ja gar nicht und schließlich muss sie in ihrer Familie die Familie ja auch noch leben, motivieren für gemeinsame schöne Erlebnisse zu dritt usw. damit es für das Kind überhaupt diese schöne Kindheit werden kann.
    Das sind richtig, richtig schwere Aufgaben. Ihre Zerrissenheit haben wir manches Mal erlebt, ernüchterne Situationen.
    Was verliere ich, wenn ich das nicht mehr will? Ich verliere ganz ganz viel. Aber ich muss nicht obenrein noch das wirklich gut machen, was meinen Verlust begründet.
    Die Tiefs tauchen ab und zu auf. Auch nach meinem Schreiben hier, gab es eins. Ich habe es überwunden.
    Im Moment ist meine Einstellung, ein bisschen aufpassen, sie kopfmäßig nicht zu nah ranzulassen. Treffen sind im Durchschnitt immer nur 1x im Monat gewesen. Das war im Nachhinein immer emotional so heftig für beide. Schreiben machen wir sehr viel, richtig viel, manchmal auch in Briefform, für mich die schönste Art, jemandem eine Freude zu machen, liebe Rituale gibt es beim täglichen Schreiben. Aber auch hier kann man lernen, das es für beide gut ist.
    Für meine Zukunft ist der Gedanke, ob nicht der Grund für ihre Entscheidung, der Junge, gleichzeitig auch die Lösung sein kann, also für mich, um mich wohl zu fühlen, stabil zu sein.
    Sie lässt mich schon immer an seinem Leben ein bisschen teilhaben, es macht mir Freude auf Bildern in sein glückliches Gesicht zu schauen. Er darf das Erleben, was bei mir in der Kindheit so wenig war. Er hat eine Mutter, die ihrem Kind das geben möchte, was nicht zu ersetzen ist, Nähe.
    Ich werde keinen Unfrieden schaffen, weder durch Druck, noch durch Rückzug oder Abschied.
    Wie schön wäre es, wenn ich für sie in dieser Zeit da sein kann.

    Einen schönen Tag, S.

  40. Lieber S.,
    die Zeit wird alles zeigen!
    Wir gehen durch so viele Höhen und Tiefen und je nachdem,was unser Bauch uns sagt,wird man irgendwann entscheiden!
    Wichtig ist bei allem nur,sich selbst nie aufzugeben!
    Und nicht ewig zu belügen!
    Denn so sehr man oftmals mit der anderen Person beschäftigt ist,so schnell vergisst man sich selbst dabei!
    Alles Liebe

  41. Liebe Viola,
    nicht anders hätte ich meine derzeitige Situation beschreiben können. Du triffst mit diesem Bericht und mit jedem Wort den „Nagel auf den Kopf“. Ich danke dir für diesen Beitrag, der exakt das widerspiegelt, was ich seit Monaten durchlebe und hoffe das mein Verstand nun die Oberhand behält und ich es schaffe mich standhaft aus dieser absurden Liebesgeschichte zu lösen. Er macht es mir nicht einfach und ist hartnäckig und leidet. Aber ich werde sehen was die Zeit nun mit sich bringt wenn ich wirklich hart bleibe.. ich hoffe auch nicht mehr. Ich resignieren nur noch und versuche mich mit dem Gedanken anzufreunden, das es auch ein Leben ohne diesen Mann gibt. Gab es vorher auch. Und ich bin eine selbstbewusste und starke Frau gewesen, zu der ich jetzt wieder zurück kehre. Dein Artikel hat mir quasi den letzten Schritt und Tritt dafür gegeben. Danke und alles gute für Dich!!
    Lg Anna

    • Es ist unglaublich, wievielen Menschen es ähnlich geht. Du bist damit ganz und gar nicht alleine. Das zeigen ja auch die zahlreichen Kommentare hier. Wie schön, dass ich Dir helfen konnte!! Ich drücke Dir die Daumen für die endgültige Loslösung! <3 Liebe Grüße, Viola

  42. Ich weiß nicht wieso ich das jetzt mache…Ich bin die Ehefrau, die eine Affäre hat. Seit 1 Jahre treffe ich mich regelmäßig mit einem tollen Menschen, der mich glücklich macht. Und dennoch habe ich die Trennung zu meinem Mann noch nicht vollzogen. Dein Artikel berührt mich sehr und ich bin erschüttert und kann das alles so gut nachvollziehen. Ich möchte die Beziehung zu meiner Affäre und ihm Nahe sein…jede Minute offen mit ihm Leben und Lieben. Teil seines Lebens sein.

    Ich fühle mich feige und mies und alles was ich nie wollte, ist auf mich eingeprasselt. Ich möchte kein Verständnis, ich bin selber Schuld für meine Situation…Ich muss auch klar sagen, dass mein Ehemann kein schlechter Mensch ist. Er liebt mich. Insgeheim weiß ich schon lange, dass diese Ehe dennoch keinen Bestand hat. Wir sind so sehr unterschiedlich und ich wünsche ihm eigentlich eine Partnerin, die seine Interessen teilt.

    Dieses Leid was Ich uns dreien zumute ist das Schlimmste, was ich in meinem Leben bisher erlebt habe. Ich bin so am Boden und fühle mich wertlos. Ach ich kann das nicht in Worte fassen.

    Was ich weiß, ich möchte meiner Affäre eigentlich nicht das Gefühl geben, dass er nur eine Affäre für mich ist. Dass er mir so viel mehr bedeutet. Ich möchte nicht, dass er uns aufgibt, weil er denkt, es ändere sich nichts. Und natürlich möchte ich seinen Selbstwert nicht zerstören. Auch den meines Mannes nicht….Ich erkenne die Ironie meiner Worte, denn genau das mache ich. Die Wahrheit ist so verdammt schmerzhaft…

    Danke für deinen Artikel.

    • Liebe Mary, niemand hier wird Dich verurteilen, denn diese Hilflosigkeit und Machtlosigkeit kennen wir. Ich wünsche Dir den Mut eine Entscheidung zu treffen, denn das ist es, was Du wahrscheinlich schon lange vor Dir herschiebst. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen, wann immer ich eine Entscheidung gefällt habe, war ich hinterher erleichtert. Sich zu entscheidem ist das Schwerste, von da an wird es leichter, denn dann kann endlich gehandelt werden. Dann liegen die Karten auf dem Tisch und jeder kann für sich mit der Heilung beginnen. Es ist momentan ein Schrecken ohne Ende. Mach‘ daraus ein Ende mit Schrecken. Von da an geht es bergauf. Alles Liebe für Dich! Liebe Grüße,Viola

      • Liebe Viola,

        ich habe das Gespräch mit meinem Mann gesucht. Er weiß alles! Dein Text hat mich wirklich sehr berührt. Ich bin was die Wahrheit betrifft auch wirklich erleichtert, auch wenn ich das Gefühl habe, dass mein Mann und ich keinen Schritt weiter gekommen sind. Es war ein langes Gespräch ohne böse Worte und Vorhaltungen. Dennoch habe ich das Gefühl, dass mein Mann nicht realisiert hat, was das jetzt für uns bedeutet.

        Er möchte mich an seiner Seite behalten, auch wenn wir beide festgestellt haben, dass unsere Liebe eher einer Vertrautheit gleicht. Wir kennen uns seit 10 Jahren und sind 5 Jahre verheiratet. Man ist aneinander gewöhnt und der Alltag läuft an sich gut. Aber ich empfinde eher eine tiefe Freundschaft als richtige Liebe. Das tut weh…Ich möchte lieben und begehren…Will ich zu viel? Ist das normal, dass man nach 10 Jahren einfach nur so in den Tag lebt und keine „Highlights“ und gemeinsame Aktivitäten und Hobbys auslebt?

        Verlange ich zu viel? Ich hinterfrage mich permanent…

        Danke für deinen lieben Worte.
        Liebe Grüße Mary

        • Du verlangst, was Du verlangst! Das brauchst Du nicht zu hinterfragen. Das ist eben so. Und das ist nicht böse oder egoistisch von Dir, das passiert eben in Dir, so sind Deine Emotionen und die kannst Du sowieso nicht unterdrücken. Tiefe Freundschaft ist schön, aber nicht das, was auf Dauer ausreicht. Es ist toll, dass Du die Wahrheit ausgesprochen hast. Von jetzt an wird es leichter für Dich. Ich hoffe Du schaffst es die für Dich richtigen Konsequenzen zu ziehen. Liebe Grüße, Viola

  43. Hallo ihr Lieben
    ich melde mich mal wieder… Ich habe meine Geschichte hier schon mal erzählt. Die Gewissheit dass sich etwas ändern muss, hatte ich schon seit Dezember. Ich habe alle Bücher, Kommentare, You Tube Videos und vieles anderes gelesen oder angehört. Ich bin gereist und habe einen Seminar über das „innere Kind“ gemacht weil dort liegt bei mir die Hase im Pfeffer… Was diese Affäre aus mir gemacht hat ist unglaublich. So viel Schmerz, Sehnsucht, Illusion, Projektion, Idealisierung und weis nicht was alles. Ich arbeite nun an mir seit über sechs Monate. letztes Mal habe ihn am 22. März im Park getroffen. Schluss gemacht, dann 6 Wochen kein Kontakt, dann hat er geschrieben. Habe nicht geantwortet, blockiert. Ich dachte ich schaffe es und war fest entschlossen keinen Kontakt mehr aufzunehmen. Dann hatte er Geburtstag und ich konnte es nicht lassen. Habe wieder geschrieben. Sobald wir wieder Kontakt hatten spürte ich schon dass ich schwach wurde. Habe gesagt es gibt kein Treffen mehr egal ob im Park oder sonst wo bevor er nicht seiner Ehefrau alles erzählt. Angeblich hätte Sie auch jemanden und Ehrlichkeit wäre nicht so schwer. Dann kam die Nachricht dass seiner Frau von mir erfahren hat aber da ich Schluss gemacht habe, hat er den Faden nicht weiter geführt. Ich habe ihn Rational und ruhig alles erklärt. Warum ich als Frau in der Geliebten Rolle niemals glücklich sein kann, warum Treffen und danach Trennen süchtig machen, warum ich als Frau meine Selbstachtung und Würde verliere, wenn ich nur zwischen durch geschoben werde , wenn er Zeit für mich hat.
    Er kapiert das nicht. Für ihn war alles toll und schön. Warum ich nicht nach Hause gehen kann und mein Familienleben weiter so leben kann… Er kann das alles. Es war eine so schöne Zeit mit uns beide, er behaltet mich im Herzen… Aber erzählte mir, dass seine Frau nichts gemerkt hat in 1,5 J. und als er vorsichtig über eine andere Frau die er “ seit kurzem“ kennengelernt hat, erzählte änderte die Ehefrau ihr Verhalten und „bemühte “ sich wieder um ihn. Trotzdem wurde er angeblich von mir erzählen wollen und konnte ihr Zustimmung bekommen. Wir haben uns nicht wieder gesehen seit März. Aber jeder Kontakt wirft mich Km weit zurück. Auch wenn ich ihn nicht mehr sehe, treffe, ist er in meinem KOPF. Dieses permanentes Denken über ihn, die Argumente pro und contra ständig vergleichen ist unglaublich anstrengend. Der starke Wunsch nach ihm, seine Zärtlichkeit und die Glücksmomente sind in nur 1,5 j so stark, dass es wie eine Droge wirkt. Eine giftige Droge von dem ich loskommen muss um emotional zu überleben. Ich bin trotzdem sehr stolz auf mich dass nachdem er gesagt hat dass er sich nicht trennt, ich keinen Sex mit ihm hatte. Und dass ich trotz Sucht seit März ihn nicht mehr gesehenen habe. Ich hoffe dass ich stark bleibe, dass ich keine weitere Nachrichten sende und dass er mich jetzt in Ruhe lässt. Die innere Leere die so eine „verbotene Liebe“ hinterlässt ist sehr schwer zu ertragen. Es ist das Kind in mir der nach Liebe und Bestätigung schreit. Er hat mir meine eigene Wunde gezeigt. Er hat in seinen gesamten Ausstrahlung wie mein Vater auf mich gewirkt. Und mein Vater war nicht schlecht, er hat mir halt keine Liebe gegeben. Das will ich unbewusst wieder haben. Ist mir klar und trotzdem so schwer. Ich kann mich emotional auf keinen Mann mich einlassen. Und in meine Ehe kriselt es seit Jahre. Über 15 Jahre bin ich als Frau für meinem Ehemann nur selten begehrt. Sexuell bin ich in die ganze Jahre vernachlässigt worden. Ich machte meinem Ehemann ständig vorwürfe deswegen. Er sagt ich sei Schuld dass es zwischen uns nicht gut läuft. Ich finde zu ihn nicht zurück. Ich zwinge mich emotional etwas für ihn zu empfinden, versuche nicht zu kritisieren aber ich finde den Weg nicht. Ich kann nicht zur Affäre zurück. Das würde mein Herz zerstören und ich kann auch nicht mit meinem Ehemann weiter so. ICH WARTE! Seit Jahre warte ich dass irgendjemand kommt und mich rettet. Ich weiß ich hätte mich trennen müssen. Mein Mann will nicht die Trennung. Er liebt mich. Ich spüre das im Alltag. Nur als Mann und Frau nicht mehr. Egal wo ich mich drehe sieht für mich nicht gut aus. Aber ich gebe nicht auf. Wenn die Ehe nicht mehr zu retten ist dann muss ich auch hier einen Schlussstrich ziehen. Mein Leben ist schon zu lange jetzt eine Warteschleife gewesen.
    Ich wünsche euch allen viel Kraft die richtige Entscheidungen für euch selbst zu treffen.

  44. Hallo ihr Lieben
    ich melde mich mal wieder… Ich habe meine Geschichte hier schon mal erzählt. Die Gewissheit dass sich etwas ändern muss, hatte ich schon seit Dezember. Ich habe alle Bücher, Kommentare, You Tube Videos und vieles anderes gelesen oder angehört. Ich bin gereist und habe einen Seminar über das „innere Kind“ gemacht weil dort liegt bei mir die Hase im Pfeffer… Was diese Affäre aus mir gemacht hat ist unglaublich. So viel Schmerz, Sehnsucht, Illusion, Projektion, Idealisierung und weis nicht was alles. Ich arbeite nun an mir seit über sechs Monate. letztes Mal habe ihn am 22. März im Park getroffen. Schluss gemacht, dann 6 Wochen kein Kontakt, dann hat er geschrieben. Habe nicht geantwortet, blockiert. Ich dachte ich schaffe es und war fest entschlossen keinen Kontakt mehr aufzunehmen. Dann hatte er Geburtstag und ich konnte es nicht lassen. Habe wieder geschrieben. Sobald wir wieder Kontakt hatten spürte ich schon dass ich schwach wurde. Habe gesagt es gibt kein Treffen mehr egal ob im Park oder sonst wo bevor er nicht seiner Ehefrau alles erzählt. Angeblich hätte Sie auch jemanden und Ehrlichkeit wäre nicht so schwer. Dann kam die Nachricht dass seiner Frau von mir erfahren hat aber da ich Schluss gemacht habe, hat er den Faden nicht weiter geführt. Ich habe ihn Rational und ruhig alles erklärt. Warum ich als Frau in der Geliebten Rolle niemals glücklich sein kann, warum Treffen und danach Trennen süchtig machen, warum ich als Frau meine Selbstachtung und Würde verliere, wenn ich nur zwischen durch geschoben werde , wenn er Zeit für mich hat.
    Er kapiert das nicht. Für ihn war alles toll und schön. Warum ich nicht nach Hause gehen kann und mein Familienleben weiter so leben kann… Er kann das alles. Es war eine so schöne Zeit mit uns beide, er behaltet mich im Herzen… Aber erzählte mir, dass seine Frau nichts gemerkt hat in 1,5 J. und als er vorsichtig über eine andere Frau die er “ seit kurzem“ kennengelernt hat, erzählte änderte die Ehefrau ihr Verhalten und „bemühte “ sich wieder um ihn. Trotzdem wurde er angeblich von mir erzählen wollen und konnte ihr Zustimmung bekommen. Wir haben uns nicht wieder gesehen seit März. Aber jeder Kontakt wirft mich Km weit zurück. Auch wenn ich ihn nicht mehr sehe, treffe, ist er in meinem KOPF. Dieses permanentes Denken über ihn, die Argumente pro und contra ständig vergleichen ist unglaublich anstrengend. Der starke Wunsch nach ihm, seine Zärtlichkeit und die Glücksmomente sind in nur 1,5 j so stark, dass es wie eine Droge wirkt. Eine giftige Droge von dem ich loskommen muss um emotional zu überleben. Ich bin trotzdem sehr stolz auf mich dass nachdem er gesagt hat dass er sich nicht trennt, ich keinen Sex mit ihm hatte. Und dass ich trotz Sucht seit März ihn nicht mehr gesehenen habe. Ich hoffe dass ich stark bleibe, dass ich keine weitere Nachrichten sende und dass er mich jetzt in Ruhe lässt. Die innere Leere die so eine „verbotene Liebe“ hinterlässt ist sehr schwer zu ertragen. Es ist das Kind in mir der nach Liebe und Bestätigung schreit. Er hat mir meine eigene Wunde gezeigt. Er hat in seinen gesamten Ausstrahlung wie mein Vater auf mich gewirkt. Und mein Vater war nicht schlecht, er hat mir halt keine Liebe gegeben. Das will ich unbewusst wieder haben. Ist mir klar und trotzdem so schwer. Ich kann mich emotional auf keinen Mann mich einlassen. Und in meine Ehe kriselt es seit Jahre. Über 15 Jahre bin ich als Frau für meinem Ehemann nur selten begehrt. Sexuell bin ich in die ganze Jahre vernachlässigt worden. Ich machte meinem Ehemann ständig vorwürfe deswegen. Er sagt ich sei Schuld dass es zwischen uns nicht gut läuft. Ich finde zu ihn nicht zurück. Ich zwinge mich emotional etwas für ihn zu empfinden, versuche nicht zu kritisieren aber ich finde den Weg nicht. Ich kann nicht zur Affäre zurück. Das würde mein Herz zerstören und ich kann auch nicht mit meinem Ehemann weiter so. ICH WARTE! Seit Jahre warte ich dass irgendjemand kommt und mich rettet. Ich weiß ich hätte mich trennen müssen. Mein Mann will nicht die Trennung. Er liebt mich. Ich spüre das im Alltag. Nur als Mann und Frau nicht mehr. Egal wo ich mich drehe sieht für mich nicht gut aus. Aber ich gebe nicht auf. Wenn die Ehe nicht mehr zu retten ist dann muss ich auch hier einen Schlussstrich ziehen. Mein Leben ist schon zu lange jetzt eine Warteschleife gewesen.
    Ich wünsche euch allen viel Kraft die richtige Entscheidungen für euch selbst zu treffen.

    • Wenn ich Deine Zeilen so lese, kommt mir der Wunsch nach einem Reset-Knopf. Alles zurück auf Null. Schlussstriche ziehen und neu anfangen. Denk mal darüber nach. In Ansätzen schreibst Du es ja schon, nur traust Du Dir die Umsetzung noch nicht zu. Wage es. Befreie Dich aus allen Fängen und gönne Dir die Chance nochmal jemanden kennenzulernen, der Dich glücklich macht. Liebe Grüße, Viola

  45. Hallo Viola,
    ich wurde von meinem Geliebten auf deinen Artikel aufmerksam gemacht. Er hat ihn sehr berührt und seither ist er ganz verändert zu mir. Mich hat der Artikel bestürzt. Ja, ich bin die von der anderen Seite der Medaille. Ich bin das Arschloch (deine Worte), das rein egoistisch alle rund um sich herum ausnutzt und zerstört.
    Ich bin die, die alle hassen müssen. Und das zu Recht!
    Aber weißt du, es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Meine Seite ist tief traurig und verzweifelt. Du sagst, Liebe geschieht einfach, man kann es sich nicht aussuchen. Auch wir auf dieser Seite suchen es uns nicht aus.
    Wir rutschen fast unmerklich in eine Situation, die sich irgendwann verselbständigt. Aus Gedanken werden Worte, aus Worten Taten und daraus entstehen Gefühle.
    Sehnsüchte werden aufgezeigt und erfüllt. Und es fühlt sich gut an. Eine Weile zumindest.

    Weißt du, wie es ist, an einem Montagmorgen zur Schnecke gemacht zu werden, will man fünf Minuten später anruft, als sich der andere erwartet hatte? Deshalb als schlechter Mensch dargestellt zu werden, weil man ja so egoistisch ist? Weil wir ja viel zu wenig Zeit haben und ich sie mir Füßen trete, unsere knapp bemessen Zeit. Und das obwohl man in komplettem, permanentem Stress ist, jede mögliche Sekunde freizuschaufeln, um sie gemeinsam verbringen zu können. Wenn tägliche Treffen, stundenlanges Telefonieren und Schreiben niemals genug ist. Weißt du, wie viel Trauer und Wut ich über mich habe ergehen lassen?
    Weißt du, wie schlimm ich an Weihnachten und sogar an meinen Geburtstag büßen musste, dass ich verheiratet bin? Stundenlange Streits, heftige Beschimpfungen, schriftliches Schluss machen am Geburtstag, viel Trauer, Leid und Schmerz.
    Wir haben uns kennengelernt und beide haben ganz klar gesagt, dass unsere Ehen unangetastet bleiben. Doch bald schon hat er die Regeln geändert. Und ich habe mich auch immer tiefer in ihn verliebt. Ich sehe seinen wundervollen Kern und der hält mich in unserer Beziehung. Liebe muss in Ruhe wachsen.
    Aber auch meine Ehe ist kein Totalausfall. Ich liebe auch meinen Mann und eine Trennung war nicht vorgesehen. Wir haben unsere Differenzen und diverse Abgründe werden immer deutlicher. Inzwischen ist eine Trennung für mich nicht mehr komplett ausgeschlossen. Doch ich brauche Zeit, um mich zu sortieren und die Dinge mit meinem Mann zu klären.
    Und um ehrlich zu sein – ich war schon drauf und dran, den Stecker zu ziehen, aber die oben beschriebenen Ausfälle meines Geliebten machen mir Angst und treiben mich nicht gerade mit wehenden Fahnen in seine Arme.
    Du schreibst, wer sich nicht gleich trennt, trennt sich nie mehr. Da möchte ich widersprechen.
    Wenn unsere Liebe in Ruhe wachsen könnte und ich Zeit für meine Prozess bekäme, würde die Sache heute ganz anders aussehen. Aber stattdessen bekomme ich Vorwürfe, Anschuldigungen und ein Ultimatum in großer Leuchtschrift immer wieder vor die Füße geworfen. Wer würde unter diesen Umständen gleich in der ersten Woche nach dem Kennenlernen einen Heiratsantrag annehmen? Denn nichts anderes ist die Trennung vom Ehepartner. Nur mit noch viel größeren Auswirkungen. Und wenn es mich zum Arschloch macht, dass ich meinen Mann, der kein schlechter Mensch ist und der mir nichts getan, nicht mir nichts dir nichts ohne Chance auf Klärung das Messer in der Rücken stoße und noch ein paarmal umdrehe, dann gehen hier unsere Ansichten deutlich auseinander und dann ist das eben so.
    Ich hatte mir eine Frist erbeten und wir haben uns auf einen Zeitraum geeinigt, in dem ich mich um die Sache kümmern könnte. In dieser Frist, die noch nicht einmal zur Hälfte verstrichen ist, hat er bereits fünfmal mit mir Schluss gemacht und es gab viele Dramen in denen ich Feuer löschen musste. Da war kein Raum, mich auf meinen Prozess zu konzentrieren.
    Ich liebe ihn wirklich von Herzen und er muss mir nicht beweisen, dass er ein wundervoller Mensch ist. Im Gegenteil. Die Wut, die dieses Beweisen in ihm auslöst, ohne dass ich es von ihm möchte, zerstört so viel. Und lässt auch mich klein und hilflos und schutzlos zurück.
    Wenn ich an eine Entscheidung denke, sehe ich egal wie nur Verlierer. Und nachdem ja schon geklärt ist, wer alleine dafür die Verantwortung trägt, ist das keine angenehme Aufgabe, sie zu fällen.
    Wir auf der anderen Seite der Medaille sind auch bloß Menschen mit Gefühlen, die sich verirrt haben und keinen Ausweg sehen.
    Wir auf der anderen Seite der Medaille geben unser bestes und zerfransen uns, um alles möglich zu machen. Wie halten den Kopf hin und zerfleischen uns, weil wir uns in beide Richtungen schuldig fühlen. Und geben uns und unsere Bedürfnisse zum Schutz des anderen auf.
    Ich glaube nicht an Zufälle. Ich hätte nie gedacht, einmal in so eine Station zu kommen. Darüber hatte ich früher eine ganz klare Meinung. Doch jetzt ist es passiert und jetzt muss ich irgendwie damit umgehen und versuchen, nicht daran zu zerbrechen. Ich glaube, diese Erfahrung wird mich und alle anderen weiterbringen. Irgendwann. Irgendwie. Doch mittendrin ist es einfach nur schlimm und schwierig. Auf beiden Seiten der Medaille.
    Ich wünsche mir, dass wir alle heil auf der anderen Seite herauskommen. Vor allem unsere Ehepartner. Denn das sind im Grunde die, denen am meisten Unrecht angetan wird.
    Ich danke dir für deine Offenheit in diesem Artikel. Es war mir einfach ein Bedürfnis, auch meine Seite zu zeigen. Denn es gibt nicht nur schwarz und weiß.
    Liebe Grüße,
    Clair

    • Natürlich ist nicht alles schwarz weiß. Natürlich leidet auch die andere Seite der Medaille. Nur bin ich der Meinung, dass es vom Warten und Verbergen nicht besser oder einfacher wird. Die Entscheidung ist von Dir zu fällen und fällt sie nicht, ist es weiterhin qualvoll. Leider ist das Deine Aufgabe, wie hart es auch sein mag. Ich hoffe Du schaffst es bald, den Weg für Dich zu finden, welcher auch immer es sein mag. Klare und offene Verhältnisse sind denke ich für alle Beteiligten befreiend und erleichternd. Liebe Grüße, Viola

      • Hallo Viola, vielen Dank für deine Antwort!
        Es spricht niemand von (mutwilligem) Warten und Verbergen. Und natürlich ist es meine Entscheidung, die ich treffen muss. Die werde ich auch treffen. Aber eben dann, wenn sie reif ist, und nicht dann, wenn sie mir abgerungen und mit Ultimatum eingefordert wird. Ich kann verstehen, dass das Warten schwierig ist. Und wenn ich mich zurücklehnen und einfach das Dreieck ganz gemütlich genießen würde, ohne mich um die Sache zu kümmern, dann könnte ich den Unmut auch besser verstehen. Aber wenn ich aktiv und intensiv den Prozess vorantreibe und Klärung suche, dann muss mir eine gewisse Frist erlaubt sein, die dann auch nicht mit dauernden Vorwürfen und Dramen garniert sein sollte. Alles andere macht eng und fühlt sich nicht nach Liebe an, sondern nach Besitzanspruch und Macht. Das treibt uns eher weg als zu dem Geliebten hin. Auch wir auf der anderen Seite der Medaille haben ein bisschen Behutsamkeit verdient. Wir reden hier in meinem Fall nicht von Jahren, wir reden von Monaten.
        Die Liebe zum Ehepartner ist auch gewachsen und kann nicht von einer Sekunde auf die andere sterben.
        Ich weiß, die andere Seite würde sich das wünschen. Doch das ist nicht so.
        An einer Affäre sind immer zwei erwachsene Menschen beteiligt. Beide entscheiden sich dafür. Beide wissen, worauf sie sich einlassen. Ja, es können sich in der Zwischenzeit die Regeln ändern, weil Gefühle intensiver werden. Das ist auch legitim. Es ist aber nicht so, dass nur eine Seite die Möglichkeit und / oder die Verpflichtung hat, eine Entscheidung zu treffen. Sobald sich einer als Opfer sieht, kippt das Gefüge – keine Augenhöhe mehr. Der andere, zum Täter ernannte Teil kann im Grunde nur noch verlieren. Denn dieses Opfergefühl würde sich in einer Beziehung weiterziehen, bzw. würde es dem anderen Partner auf unbestimmte Zeiet nachgetragen werden als kleines Stück Misstrauen und Verletzung. Egal wann man sich für die Beziehung entscheiden würde, dieses Gefühl von „du hast mir Unrecht getan“ bleibt.
        Ja, die Statistik sagt, 9 von 10 verheirateten Teilen einer Affäre trennen sich nicht. Ein Grund, den ich dafür sehe, ist unter anderem auch der immense Druck unter den uns unser/e Geliebte/r stellt. Da macht man sich Sorgen über eine gemeinsame Zukunft. Wenn beide frei wären, würde man eine Beziehung einfach probieren und schauen, wie weit die Gefühle tragen. Das geht in dieser Konstellation nur eben nicht. Da muss man die Zukunft und das miteinander Leben vorausdenken und -fühlen und sich auf Voraussagen verlassen. Das ist nicht einfach. Vor alle wenn die Gegenwart so voller Vorwürfe ist.

        Ich weiß, die Karten sind anders gemischt und wir bösen Fremdgänger müssen gar nicht von uns reden, wenn die Geliebten so leiden. Wir geben das Recht ab, Gefühle zu haben. Und ich weiß, das hört die Gegenseite nicht so gern.
        Ich möchte hier auch gar nicht provozieren oder jemanden angreifen. Das liegt mir fern. Ich habe im Gegenteil volles Verständnis!
        Aber ich möchte doch sagen, dass auch wir auf der anderen Seite der Medaille fühlende Wesen sind.
        Und dass auch ihr auf der gegenüberliegenden Seite eine gewisse Verantwortung uns gegenüber und auch der Entscheidung gegenüber habt, nicht nur umgekehrt.

        Mein Geliebter ist übrigens selber verheiratet und hat sich auch noch nicht für eine Trennung von seiner Frau entschieden. Warum? Weil es einfach nicht so einfach ist.
        Wie das Leben eben. Es ist nicht immer einfach.

        • Einfach ist es ganz sicher nicht, für keine der Seiten. Ich habe mich nur immer gefragt, was das Warten bezwecken soll. Was bringt es oder ändert es zu warten? Ein Risiko wird immer bleiben, dass man die Entscheidung irgendwann bereut, es mit dem neuen Partner doch nicht klappt. Aber dieses Risiko geht vom Warten ja nicht weg. Das ist doch eher eine unnötige Quälerei. Wie gesagt, einfach ist es nicht, aber einfacher wird es doch auch nicht dann, wenn man es weiter reifen läßt. So ist zumindest
          meine Erfahrung. Ich wünsche Euch von Herzen nur das Beste!

  46. PS. und es geht hier nicht um Sex. Den könnten wir von der anderen Seite der Medaille einfacher haben. Problemlos, unkompliziert, unverbindlich. Würden wir nicht lieben, tief und echt und aufrichtig lieben, wären wir nach dem ersten Krach, dem ersten Vorwurf, dem ersten Besitzanspruch ganz schnell ganz weit weg. Wer Sex sucht, lässt sich nicht ständig als schlechten Menschen hinstellen. Das ist zu kompliziert.
    Dass wir trotzdem bleiben und da sind und auffangen und auch selber abstürzen ist das Zeichen tiefer und echter Liebe. Einer Liebe, die sich verirrt hat. Einer Liebe, die den rechten Weg sucht und nicht findet. Einer Liebe, die auch den Selbstwert von uns, den Arschlöchern auf der anderen Seite der Medaille, vernichtet.
    Dieser Prozess ist auch für uns ungesund und unglaublich schmerzhaft.
    Wer bleibt, obwohl der Geliebte droht, alles dem Ehemann zu erzählen, nur damit er ihn vernichtet, ist selber in einer sehr schwierigen Lage. Dass da reflexartiger Schutz des Ehepartners die Folge ist, scheint nur allzu logisch.
    Traurige Grüße von Clair

  47. Hallo Viola,
    ich denke, das Warten, wie du es nennst, ist doch eher eine Zeit, in der die Liebe reifen kann. Mein Geliebter wollte bereits nach einem Monat, dass ich mich trenne. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht einmal ganz begriffen, dass ich in einer Affäre war. Verstehst du? Er ist der Typ: Entscheidung – Zack – erledigt.
    Ich bin der Typ: verstehen, fühlen, abwägen.
    Keiner der zwei Typen ist besser oder schlechter. Ich will mir nicht schon wieder in meinem Leben sagen lassen, dass das, was und wer ich bin, nicht ok ist. Ich bin der emotionale Typ, er der rationale. Beides ist gut.
    Gerade gestern wurde mir im Kontakt mit meinem Geliebten bewusst: das, was wir jetzt haben, was ich jetzt fühle, das Vertrauen, das ich inzwischen zu ihm habe, die Nähe, die Liebe… das alles wäre vor einem halben Jahr noch komplett undenkbar gewesen.
    Und er hat es mir bestätigt und sieht es auch so.
    Darum kann ich mit tiefster Überzeugung sagen: ja! Das Warten und sich-entwickeln-lassen hat schon einen Sinn und bringt die Entscheidung näher.
    Klar, ein Restrisiko bleibt und wir sind alles keine Hellseher.
    Aber eine Entscheidung, die aus dem Herzen gefällt wird, ist meiner Erfahrung nach eben besser und „richtiger“.
    Weißt du, meine Ehe war kein Unfall. Ich habe meinen Mann aus vollster Überzeugung und ohne jeden Zweifel geheiratet. Es war klar, wir gehören zusammen. Dass das jetzt neun Jahre später plötzlich emotional so anders ist, das muss ich erst in meinem Herzen sortieren. Das muss ich verstehen und nachfühlen. Und da bin ich auch ihm eine Klärung schuldig, bevor ich unser Leben über uns zusammenbrechen lasse.
    Wir haben viele schwierige, existenzielle Situationen gemeinsam gemeistert. Es war ein Höllenritt. Vielleicht waren es zu viele auf einmal. Zu schmerzhafte. Vielleicht haben sie uns mehr auseinander als zusammen gebracht. Ich weiß es nicht. Aber sie machen es mir auch unmöglich, ihn einfach ohne gewissenhafte Klärung wie den letzten Dreck vor die Türe zu setzen. Das geht überhaupt nicht!
    Also ja, meiner Meinung nach heilt die Zeit und sie klärt auch. Ganz eindeutig. Und dieser Klärung stelle ich mich gerade sehr schmerzhaft und intensiv. Und diese Zeit kann auch nicht beschnitten werden, so schmerzhaft das vielleicht für einen Mann sein mag, der es gewohnt ist, Entscheidungen zu treffen und sofort Ergebnisse zu sehen.

    Schönen Feiertag und liebe Grüße,
    Clair

    • Ich denke, Du verstehst aber auch die Ungeduld Deines Geliebtens. Dass da etwas reifen muss, konnte ich zumindest nie verstehen. Bin da wohl auch eher der impulsive Gefühlsmensch. Für mich hätte es damals nicht schnell genug gehen können. Es ist nichts richtig oder falsch. Es ist nur schmerzhaft, für alle Seiten.

    • Hallo Clair,
      alle Achtung für die deutlichen Worte und gut, dass sie hier drin stehen.
      Wenn sich zwei Menschen finden, mag die jeweilige Ehe/Beziehung krank sein, aber häufig steht man wohl nicht schon gerade vorm Scheidungsrichter, oder zumindest einer der Beteiligten nicht. Deshalb braucht es Zeit. Du hast es deutlich genug beschrieben.

      Ausserdem sind reichlich Dinge der bisherigen Ehe/Beziehung zu klären und ob das der neuen Beziehung so gut bekommt, wenn man da schon voll drin steckt? Denn geklärt werden müssen manche Dinge eben.

      Gibt es nicht ebenfalls eine Statistik, dass Beziehungen, direkt aus einer vorherigen heraus, nicht allzu lange halten?
      Wird wohl auch mit daran liegen, dass die neue durch die alte belastet wird.
      In den guten Phasen betrachte ich aus Sicht des Geliebten diese Zeit, als eine zum gründlichen Kennenlernen. Geduld aufbringen ist etwas, was man in einer neuen Beziehung ebenfalls pflegen sollte. Warum nicht schon mal damit anfangen.

      Die Sonne meint es im Moment gut mit uns, und nicht vergessen, sie scheint auch für die, die im Moment traurig sind.
      Gruss S.

    • Liee Clair,
      Auch wenn dein Beitrag schon älter ist, danke ich dir von ganzem Herzen dafür. Er hilft mir, meinen Liebsten besser zu verstehen und auch meine Gefühle besser zu lenken. Du hast recht mit dem, was du sagst. Vielen lieben Dank!

  48. Hi
    Ein ‚altes‘ Thema wo ich jetzt gerade als Mann drüber stolpere. Ich finde es interessant was, ohne es zu verallgemeinern, in einem solchen Dreieck vor sich geht. Selbst habe ich nie betrogen, bin aber von meiner damaligen Frau betrogen worden. Ich habe damals sofort die Konsequenz gezogen und hab die Ehe beendet. Aus Ihnen wurde trotzdem kein Paar. Verboten macht es Spass, Verantwortung übernehmen nicht. Zwei Monte später war es aus. Über das wieso und weshalb habe ich lange nachgedacht und gelitten (ja auch als Mann leidet man, wenn auch stiller). Inzwischen sehe ich Fremdgehen, egal aus welcher Richtung dies gemacht wird als Gewalt an. Gewalt in einer Beziehung kann physisch sein, oder aber hier in diesem Falle psychisch. Ich sehe darin kein Unterschied, weder in seiner Intensität, noch in seiner bleibenden Wirkung. Und egal wie sehr man es verdrängt, man riskiert nicht nur unbewusst sondern sehr wohl, sehr bewusst einem, oder mehreren Menschen weh zu tun. Den meisten wird es egal sein; mit einem solchen Menschen zusammen zu leben sollte dann aber auch egal sein 😉

    • Ich finde es gut, dass Du so konsequent warst und die Ehe beendet hast. Das ist Dir sicher nicht leicht gefallen. Aber ja, was soll aus einer Ehe noch werden, wenn das Vertrauen einmal futsch ist!? Eher nix. Das Dreieck fühlt sich an allen Ecken wie Gewalt an, ein treffender Begriff in diesem Zusammenhang!…und doch spielen die Menschen immer wieder mit dem Feuer.

  49. An Ferdi:
    Hallo Ferdi, es war bestimmt ein Schock für dich dass deine Frau fremd gegangen ist. Ich weiß es nicht wie euer Ehe verlaufen ist aber eins kann ich dir aus meine Erfahrung sagen. Ich bin seit 18 Jahre verheiratet. Meine Unzufriedenheit durch die dauerhafte Distanzierung meines Mannes sowohl emotional aber vor allem sexuell hat mich nach über 12 Jahre leiden, Gespräche die nichts genutzt haben, streiten und das Gefühl in eine Sackgasse anstatt Partnerschaft zu leben mich in den armen meines Liebhabers getrieben. Drei Jahre habe ich mit diesem ebenfalls verheiratete Mann mich ab und zu getroffen und jedes Mal stoppte etwas in meinem Inneres weiter zu gehen. Irgendwann habe ich die lang unterdrückte Gefühle und Bedürfnisse doch nachgegeben und begann heimlich die Affäre mit dem Mann. Es war wie bei allen Frauen die in solchen Dreiecke rein Schlittern. Mann hat das Gefühl am Anfang alles im Griff zu haben und macht sich keine weitere Gedanken. Für mich war wie ein Ausbruck aus dem Gefängnis. Der endscheidende Punkt kam an dem Tag wo mein Mann mir sagte “ dann geh doch draussen und such deine sexuelle Partner, wenn dir das so fehlt“. Habe dann ohne reue gemacht. Anstatt zu sagen „hey ich weiß wir haben diese Probleme schon lange, du leidest darunter, lass uns zu eine Eheberatung gehen“ gab mir die Schuld dass es mit uns nicht klappte. Nach einer euphorischen Anfang und weil diesen mann zumindest die Seiten die er mir zeigte total zu mir passte, kamen auch Gefühle im Spiel. Ab da war es nicht mehr lustig und ich fing an zu leiden. Da aber von Anfang an klar war dass es sich nur um eine Affaire handelt traute ich mich lange nicht ihn zu fragen ob er sich von seiner Frau trennen würde. Irgendwann war es nur noch Schmerz also habe ich ihn gefragt und die Antwort kam zum Glück ohne wenn und aber :“ Nein ich werde mich nicht trennen, ich möchte bei meine Kinder bleiben aber weil ich dich doch so lieb habe dich weiter treffen“. Ich hätte gewagt mich zu trennen und ein neues Kapitel anzufangen. Er nicht. Es war höchste Zeit zu handeln. Habe meinem Mann alles erzählt und ihn die Option gelassen sich zu trennen. ich wollte keine Lügen und keine Heimlichkeiten mehr. Mir war nicht egal und als ich die Wahrheit erzählt habe war ich erleichtert und bereit die Konsequenzen für mein Verhalten zu tragen. Bin ich immer noch. Mein Mann soll sich das nicht antun aber er wollte nicht gehen. Aber auch wenn er das nicht getan hat, weiß ich, dass ihn die Geschichte sehr belastet. Wir haben uns bis ende des Jahres Zeit gegeben wieder zueinander zu finden. Ich merke leider jetzt schon, dass es alles ist wie vorher. Sollte keine Änderung in unsere Ehe eintreten, sollten wir uns trennen, denn wir haben beide verdient glücklich und erfühlt zu sein. Keine Ehe sollte ein „GmbH“ werden und wir haben nur dies eine Leben hier. Beide Partner tragen die Verantwortung dafür, dass das nicht passiert und jeder trägt die Verantwortung für sein Glück selbst. Das ist was ich aus diese wunderschöne wie auch schmerzhafte Affäre gelernt haben. Die Trennung von Affäre war ein Alptraum, da ich schon emotional stark von ihm abhängig war. Ein ständiges hin und her bis zur der Diskussion der offene Beziehung. Er hat mir die ganze Zeit erzählt, seine Frau hätte auch ein Freund zu den sie ab und zu hinfährt. Habe ihn gebeten seiner Frau über „uns“ die Wahrheit zu sagen. Dann kamen immer mehr Lügen nach und nach raus. Er habe ihr erzählt, dass er eine Frau kennen gelernt hat, sie fiel angeblich aus alle Wolken und fing an sich um ihn zu bemühen, wollte wieder plötzlich mit ihm schlafen (angeblich tat sie das schon seit Jahre nicht mehr). Trotzdem sei er der Meinung, er könne seine Frau über „uns“ erzählen und ihre Zustimmung bekommen. Da war mir klar, dass er die ganze Zeit die Geschichte mit den „Freund“ seiner Frau eine Lüge war. Wäre die Ehe so offen wie er mir erzählte, dann hätte er kein Problem schnell die Sache zu klären. Damit war das Idealbild von ihm “ ich habe dir immer die Wahrheit erzählt“ zerstört und obwohl es unglaublich Kraft gekostet hat, habe ich mich von ihm getrennt.
    Ich wünsche allen viel Kraft die richtige Entscheidungen zu treffen.

  50. An Ferdi:
    Hallo Ferdi, es war bestimmt ein Schock für dich dass deine Frau fremd gegangen ist. Ich weiß es nicht wie euer Ehe verlaufen ist aber eins kann ich dir aus meine Erfahrung sagen. Ich bin seit 18 Jahre verheiratet. Meine Unzufriedenheit durch die dauerhafte Distanzierung meines Mannes sowohl emotional aber vor allem sexuell hat mich nach über 12 Jahre leiden, Gespräche die nichts genutzt haben, streiten und das Gefühl in eine Sackgasse anstatt Partnerschaft zu leben mich in den armen meines Liebhabers getrieben. Drei Jahre habe ich mit diesem ebenfalls verheiratete Mann mich ab und zu getroffen und jedes Mal stoppte etwas in meinem Inneres weiter zu gehen. Irgendwann habe ich die lang unterdrückte Gefühle und Bedürfnisse doch nachgegeben und begann heimlich die Affäre mit dem Mann. Es war wie bei allen Frauen die in solchen Dreiecke rein Schlittern. Mann hat das Gefühl am Anfang alles im Griff zu haben und macht sich keine weitere Gedanken. Für mich war wie ein Ausbruck aus dem Gefängnis. Der endscheidende Punkt kam an dem Tag wo mein Mann mir sagte “ dann geh doch draussen und such deine sexuelle Partner, wenn dir das so fehlt“. Habe dann ohne reue gemacht. Anstatt zu sagen „hey ich weiß wir haben diese Probleme schon lange, du leidest darunter, lass uns zu eine Eheberatung gehen“ gab mir die Schuld dass es mit uns nicht klappte. Nach einer euphorischen Anfang und weil diesen mann zumindest die Seiten die er mir zeigte total zu mir passte, kamen auch Gefühle im Spiel. Ab da war es nicht mehr lustig und ich fing an zu leiden. Da aber von Anfang an klar war dass es sich nur um eine Affaire handelt traute ich mich lange nicht ihn zu fragen ob er sich von seiner Frau trennen würde. Irgendwann war es nur noch Schmerz also habe ich ihn gefragt und die Antwort kam zum Glück ohne wenn und aber :“ Nein ich werde mich nicht trennen, ich möchte bei meine Kinder bleiben aber weil ich dich doch so lieb habe dich weiter treffen“. Ich hätte gewagt mich zu trennen und ein neues Kapitel anzufangen. Er nicht. Es war höchste Zeit zu handeln. Habe meinem Mann alles erzählt und ihn die Option gelassen sich zu trennen. ich wollte keine Lügen und keine Heimlichkeiten mehr. Mir war nicht egal und als ich die Wahrheit erzählt habe war ich erleichtert und bereit die Konsequenzen für mein Verhalten zu tragen. Bin ich immer noch. Mein Mann soll sich das nicht antun aber er wollte nicht gehen. Aber auch wenn er das nicht getan hat, weiß ich, dass ihn die Geschichte sehr belastet. Wir haben uns bis ende des Jahres Zeit gegeben wieder zueinander zu finden. Ich merke leider jetzt schon, dass es alles ist wie vorher. Sollte keine Änderung in unsere Ehe eintreten, sollten wir uns trennen, denn wir haben beide verdient glücklich und erfühlt zu sein. Keine Ehe sollte ein „GmbH“ werden und wir haben nur dies eine Leben hier. Beide Partner tragen die Verantwortung dafür, dass das nicht passiert und jeder trägt die Verantwortung für sein Glück selbst. Das ist was ich aus diese wunderschöne wie auch schmerzhafte Affäre gelernt haben. Die Trennung von Affäre war ein Alptraum, da ich schon emotional stark von ihm abhängig war. Ein ständiges hin und her bis zur der Diskussion der offene Beziehung. Er hat mir die ganze Zeit erzählt, seine Frau hätte auch ein Freund zu den sie ab und zu hinfährt. Habe ihn gebeten seiner Frau über „uns“ die Wahrheit zu sagen. Dann kamen immer mehr Lügen nach und nach raus. Er habe ihr erzählt, dass er eine Frau kennen gelernt hat, sie fiel angeblich aus alle Wolken und fing an sich um ihn zu bemühen, wollte wieder plötzlich mit ihm schlafen (angeblich tat sie das schon seit Jahre nicht mehr). Trotzdem sei er der Meinung, er könne seine Frau über „uns“ erzählen und ihre Zustimmung bekommen. Da war mir klar, dass er die ganze Zeit die Geschichte mit den „Freund“ seiner Frau eine Lüge war. Wäre die Ehe so offen wie er mir erzählte, dann hätte er kein Problem schnell die Sache zu klären. Damit war das Idealbild von ihm “ ich habe dir immer die Wahrheit erzählt“ zerstört und obwohl es unglaublich Kraft gekostet hat, habe ich mich von ihm getrennt.
    Ich wünsche allen viel Kraft die richtige Entscheidungen zu treffen.

  51. Hallo Viola,
    wenn ich dies alles so lese, frage ich mich heute weshalb es sich die Menschen so schwer machen. Weshalb gehen Männer wie auch Frauen fremd, sind aber nicht bereit, wenn es ernst wird, Liebe im Spiel ist dies auch durch zu ziehen. Wenn man doch unzufrieden mit seinem Leben und Partner ist und sich die Interessen auseinander entwickelt haben, Was zählt da noch, wir haben nur ein Leben. Habe auch sehr lange gebraucht mich aus meiner ersten Ehe zu befreien, damals war ich aber noch sehr jung (19). Eine Freundin wechselte die nächste ab. Meine nächste Ehe war auch nicht das gelbe vom Ei , am Anfang schon, aber wie schon gesagt man entwickelt sich voneinander weg. Er hat alles alleine entschieden, wollte immer nur das neuste und alles ohne dies mit mir abzusprechen. Aber zahlen durfte ich mit. Mein ganzer Erbteil, mein Gehalt ist mit eingeflossen , denn immer war irgend ein Loch in seiner Firma und auch privat zu stopfen. Dem Alkohol war er sehr auch zugetan und irgendwann ging nichts mehr in seiner Firma er musste Insolvenz anmelden. Meine zwei Adoptivtöchter (Kinder meines sehr jung verstorbenen Bruders) ,haben dann zwei Wohnungen in unserm Haus gekauft. Er wollte ja in seinem Elternhaus bleiben. Habe mir damals sehr viele Gedanken über das, wie soll es weiter gehen gemacht und wollte mit den Mädels raus .Hätte es tun sollen, aber die finanziellen Probleme die ich dann gehabt hätte, haben mich zurück gehalten. Drei Jahre später ist er gestorben. So schlimm es klingt, war erstmal erleichtert. Habe dann 4 Jahre später einen verheirateten Mann kennen gelernt. Mochte ihn er war mir sehr sympathisch und bei ihm war es genau so, wäre aber nie auf die Idee gekommen mit ihm ein Verhältnis anzufangen. Stand ja schon auf der anderen Seite und verheiratete Männer waren für mich tabu. Aber es kam leider alles anders, denn er war ja auch sehr hartnäckig und mir hat dies schon geschmeichelt. Wir kennen uns jetzt vier Jahre und in den letzten 2 1/2 Jahren wurde die Beziehung immer intensiver. Zuerst meinte er, habe mir ausgerechnet was ich meiner Frau zahlen muss wenn ich mich von ihr trenne. Dann kam die Phase ist mir auch egal, wenn sie es herausfindet. Inzwischen ist es so weit das er sagt, will es nicht herausfordern. Seine Lage ist auch nicht besser als meine war hat eine Frau die keinen Job mehr hat und eine Pflegebedürftige Mutter, bei der sie ihm hilft lebt auch bei ihm . Ich werde immer unzufriedener bin nur noch darauf fixiert das er sich meldet, leide. Vor 14 Tagen wollte er kommen, ich war beim Zahnart habe ihn dann so um 16:00 angeschrieben, bin zurück. Um 20:30 hat er dann zurück geschrieben. HU,hu Zahnarzt, wo wie wann und mir geschrieben er hätte einen Pickel auf dem Oberschenkel, lach nicht tut verdammt weh. Las dich pflegen, hast ja eine Ehefrau habe ich geantwortet. Nichts kam und in mir brodelte es immer mehr. Habe dann viel später nochmals geschrieben, hast ja Angst, das unser Verhältnis herauskommt, dies hast du mir in letzter Zeit öfter zu verstehen gegeben. Die Entscheidung liegt bei dir!!! Bleib ein lieber Ehemann, dann musst du auch nicht mehr lügen. Dies alles ist jetzt 14 Tage her, habe ihm auch nochmal den Grund geschrieben weshalb ich so reagiert habe, aber nichts keine Antwort kam. Hätte ja wenigstens erwartet, das kommt habe mich entschieden, bleibe wo ich bin. Aber nichts ….weshalb geht man so etwas ein, wenn alles so bleiben soll wie es ist ? Ich habe ihm schon einmal gesagt, kannst ja bleiben wo du bist aber spiele mit offenen Karten, so will und kann ich nicht leben. Ich weiß nicht ob er sich eine Hintertür aufhält und sich sagt lass, die sich erstmal beruhigen. Er kennt mich ja inzwischen gut genug. Aber ich habe keine Lust weiterhin zu leiden und wie schon gesagt,, dafür ist das Leben zu kurz und die jüngsten sind wir beide nicht mehr .

    • Hallo Rosi, ich habe auch nie ganz verstanden, warum man in solch einer schrecklichen Situation verweilt. Vielleicht ist es die Hoffnung, dass der andere irgendwann doch noch begreift, dass nicht die Ehefrau, sondern man selbst die Richtige ist. Dass doch noch eine Trennung stattfindet, irgendwann. Ich bin aber mittlerweile der Ansicht, dass das nicht passieren wird. Er sagt es in Deinem Fall ja sogar recht deutlich. Er will alles, alles bequem, keine großen Veränderungen und läßt Dich leiden. Wenn Du es irgendwie schaffst, wäre eine Trennung von ihm natürlich das Beste. Hoffentlich schaffst Du das und machst Dich frei von den Fängen. Du hast ganz sicher besseres verdient! Alles Liebe, Viola

  52. Meine Geschichte, (Ich schreibe aus Ungarn, wohne und arbeite auch hier)

    Eine Liebe, ein Gefühl, dass niemals passieren durfte. Es gibt Tage an denen ich mir wünsche ich hätte ihn niemals kennengelernt.
    Zur falschen Zeit am falschen Ort.
    Ich habe Ihn zufällig kennengelernt. Durch meine Tochter , die Fussballerin ist. Er war ihr Trainer.
    Ich habe ihm viel zu verdanken, er hat meiner Tochter (jetzt 18) sehr viel geholfen, Schule gesucht, einschreiben, Papiere usw.
    Er hat das alles von sich aus gemacht. Ich kannte ihn bis dahin nicht mal, nie gesehen. So hat es sich ergeben, dass wir uns einmal treffen mussten, betr. meiner Tochter wegen Schule .. usw. Schon beim ersten Treffen habe ich bemerkt dass er total auf mich „steht“. Er wusste, dass ich Brasilianerin bin, naja .. vielleicht hat ihn das angezogen… kann sein.
    Er war nicht mein Typ. (Ich wusste dass er verheiratet ist und 2 erwachsene Söhne hat. )
    Ich bin geschieden und alleinerziehend mit 2 Töchtern jetzt 22 und 18. Am Ende des Treffens konnte er es sich nicht verkneifen mich auf die Wangen zu küssen. Ich hab mir dabei nicht viel gedacht.
    Nur war es dann so, dass er immer meine Tochter bei den Trainings ausgefragt hat, was ich mache, wie es mir geht… ?
    Kam mir seltsam vor. naja es kam den so, dass wir anfingen zu schreiben, auf Messenger.
    Irgendwie nur freundschaftlich, flirt , dann aber immer gefühlvoller. Muss sagen er ist sehr „treu“ , seit 25 Jahren verheiratet. Kein Don Juan.
    Ich wurde immer mehr emotional abhängig, aus einer leichten Freundschaft wurde mehr. Ich habe mich in Ihn verliebt (mein grösster Fehler). Wir haben uns seit dem ersten Treffen nicht mehr gesehen, 9 Monate.
    Er wollte sich aber wieder mit mir treffen. Alles unter dem Begriff „Freundschaft“. Schreiben mag er gar nicht. nicht nur mir, allgemein nicht.
    Ich habe ihn manchmal angerufen, betr. Fussball und anderen Problemen. Er war so ein Goldschatz, immer da für uns.
    Dann kam dieses 2. Treffen. Ja dieses treffem :'( :'( , er hat mich zum Abschied geküsst und festgehalten, .. und gesagt dass er mich sehr gern hat. Ich habe ihm gesagt, dass wir uns zu spät kennengelernt haben. leider. Ich war jetzt schon verliebt. habe es ihm aber nicht gesagt. Er sagt wir würden uns wiedersehen…
    Naja es kam nicht zum wiedersehen, immer wieder erfand er Ausreden, warum …. es vergingen Wochen, Monate. Ich habe Ihn jede Woche angerufen. Wir haben gesprochen. Immer wieder versprach er, dass wir uns sehen. Es kam Weihnachten, davor ist er plötzlich abgetaucht, dann kam der Frühling, Ostern… usw. abgetaucht. Dann wieder da. Und so getan als wäre alles ok, nichts passiert.
    Immer wieder habe ich ihm gesagt, wenn er nicht mehr will dass ich was schreibe, mich melde oder anrufe, soll er es sagen,
    dann machen wir mit dieser komischen „freundschaft“ schluss.
    Ich denke, er wusste dass es seinerseits schon lange mehr ist (platonisch), aber wenn er mich wieder sehen würde er sich nicht zurückhalten könnte, einfach Angst vor dem was nicht sein darf.
    Seit ich mich ihn verliebt habe, ist alles anders geworden. Es gibt keinen normalen Messengerkontakt mehr, er schreibt fast nichts mehr zurück. Schickt mir keine Umarmung zurück … usw.
    Manchmal, auch ziemlich oft wenn er sieht dass ich ihn Anrufe nimmt er nicht ab. stellt sich tot. es ist alles anders geworden. Ich leide sehr darunter. Er hat unsere Freundschaft zerstört. Und Liebe, ich meine gelebte Liebe darf nicht sein.
    Ich wollte mit Ihm sprechen, was denn jetzt sei? Er geht dem „Problem“ aus dem Weg, Ganz einfach.
    Ich weine so viel, auf der Arbeit kann ich mich kaum konzentrieren. Habe einen guten Job..
    Ich konnte es nicht mehr aushalten, so bin ich eines Morgens zum Traning gegangen. Ich habe Ihn getroffen. Er kam auf mich zu, freudig wie ein kleiner Junge, hat micht umarmt und geküsst. einfach seine Welt vergessen. Diese paar Minuten.
    Danach wieder zurück, in nicht anworten, mich zurückstossen. Das Quälen. Das Schweigen.
    Er hat von selber ein Treffen letzte Woche mit mir abgemacht, im letzten Moment schrieb er eine SMS, dass er nicht kommen kann…Ob der Grund wahr oder nicht wahr ist. Ich denke schon, so wie ich ihn kenne. Seine alter Vater …
    Naja jetzt ist er mit seiner Frau im Urlaub.
    Ich möchte das alles beenden. Weil ich emotional nicht mehr kann. Ich habe mich so verändert, immer traurig, weinen und diese Sehnsucht. Auf was warte ich den ?
    Aber ich weiss es ist immer das gleiche, ein Kreislauf… weil er selber nicht weiss was er will.
    Eigentlich wissen wir beide. Es gibt kein Happy end. Nach 25 Jahren Ehe, Haus, Familie, alles was aufgebaut wurde.
    Ich werde immer nur eine „fast Affaire“ für Ihn sein.
    Danke dass Ihr mir zugehört habt
    C.

    • Du wirst noch eine Weile an ihm hängen und das ist normal in Deiner Situation. Wenn Du es schaffst den Kontakt abzubrechen, wird es besser, jeden Tag ein bisschen…und eines Tages bist Du wieder Du selbst! Der Abnabelunsprozess ist sehr hart und er tut sehr weh! Es ist aber die einzige Möglichkeit sich zu befreien, sonst geht es immer weiter hin und her und Du findest keinen Weg aus der Abwärtsspirale. Du wirst nicht das von ihm bekommen, was Du Dir so sehnlichst wünschst, das hat er bereits durch sein Verhalten bewiesen. Also renn‘! Liebe Grüße, Viola

  53. Hallo, ich lese das gerade, als sei es 100% von mir. Ich steckte 1,5 Jahren in genau dieser Rolle der Geliebten. Mit dem denken, dem handeln, den Gefühlen, der Wut etc. Auch die Sichtweisen.. Alles 100 % trifft auf meine Situation zu. Gestern gab es dann den großen Knall zwischen ihm und mir. Ich hoffe so sehr, dass ich die Funkstille gerade überstehe und nichts wieder auf ein Zeichen von ihm reagiere. Das hat mich kaputt gemacht. Mehr kann ich nicht dazu schreiben. Aber dies alles zu lesen, tat mir sehr gut. Also bin ich doch nicht so gemein und böse und naiv etc. 🙁

    • Halte bitte durch! Es lohnt sich wirklich! Nur eine Weile durchhalten, dann bekommst Du nach und nach das Gefühl von Freiheit und Erleichterung zu spüren. Nur der Anfang ist hart; es ist wie bei einem Entzug! Ich wünsche Dir alles alles Gute!

  54. Liebe Bahia,
    es ist oft erschreckend,wie sehr sich die Dinge gleichen!
    Ich weiß nur zu gut,wie Du dich fühlst!
    Leider ist es ein Muster,das sich immer wieder wiederholt,wenn wir es nicht unterbrechen!
    Ich spreche den Männern und natürlich auch Frauen auf der Gegenseite nicht die Gefühle ab!
    Sie sind vielleicht zerrissen,unsicher und wissen nicht wohin mit sich…
    Doch dann,mal ehrlich…
    Meine Affäre ist ebenso seit 25 Jahren verheiratet,Haus,zwei erwachsene Kinder,Autos,Pool und Garten..
    Das alles aufgeben?
    Für den Kick?
    Das kribbeln im Bauch und die Lust auf Sex?
    Ja,es gibt Menschen, die bereit sind zu springen und ich lasse von mir aus auch eine gewisse Wartezeit gelten um sich zu sortieren und aufzuräumen.
    Wenn ich einen Menschen aufrichtig und von Herzen liebe,dann springe ich!
    Wenn ich das nicht tue,sondern den Kick suche,das Abenteuer,die Lust auf einen neuen Körper,die Aufregung und nebenbei die Sicherheit behalten möchte,das die Frau zu Hause kocht,das Haus hegt und pflegt,man mit Freunden zusammen Abends grillt und nebeneinander einschläft hat das nichts mit Liebe zu tun!!!
    Es ist einfach nur feige!
    Man möchte beides haben,Abenteuer und Sicherheit und ist schlichtweg nicht bereit,zu springen!
    Mit allem anderen belügt man sich selbst,auch der,der betrügt!
    Wir sind Weltmeister im selbst belügen,die Gedanken unser Steuerrad.
    Ich selber kenne all diese Momente des Wartens,des nicht Meldens,des Ausharrens,egal was man provozierend schreibt..
    Fakt ist:einen Menschen,den man vorgibt zu lieben,behandelt man nicht so!
    Alles andere ist eine Flucht in eine Butterweiche Welt und später kehrt man in die vielleicht nicht ganz so kuschelige,dafür aber sichere Realität zurück,die man nie verlassen würde!

    Alles Liebe

  55. Noch etwas,was ich hinzufügen möchte…meine Affäre,zu der ich den Kontakt abgebrochen hatte,hat sich gemeldet…einige Zeit später erkrankte er an Malaria,er war beruflich in Afrika unterwegs.
    Es ist die Hölle,nicht da sein zu können für ihn,nicht ins Krankenhaus zu fahren,ihm die Hand zu halten,ihn über die Stirn zu streichen und zu sagen:wir packen das!

    Stattdessen ist seine Frau bei ihm,hält ihm die Hand,streicht ihm über die Stirn!
    Das ist Fakt!
    Wenn er mir Abends schreibt,war sie sicherlich vorher bei ihm….
    Es ist grausam und ich fühle mich ekelhaft…
    Die Sorge um ihn macht mich wahnsinnig,doch sobald ich weiß,das er stabil ist,muss ich wieder da raus.
    Es ist nicht mein Platz und wird es nie sein….

  56. Liebe Peach,

    Kann Dich so gut verstehen… 🙁 fühl dich gedrückt von mir !

    Genau so denke ich! Es wird niemals zwischen uns ein Happy End geben. Für das „Springen“ ist er wie viele andere zu feige. Ja, einfach feige. Er hätte sich nie vorstellen können, dass gerade ER sich in jemanden verliebt. Er der treue Ehemann, Vater, Freund, Arbeitskollege. Von allen geliebt, geschätzt.
    Das sichere Nest, das zu Hause, Geld, alles… Also nur weg, die Gefühle wegdrücken, nur nichts anmerken lassen.
    Zu Hause muss alles weiter funktionieren. Mit einer Ehefrau, die vielmehr ein Freund, ein Wegbegleiter, Ratgeber geworden ist.
    Aber hat er vergessen was er mir antut ? Warum lässt er mich nicht los? Wirklich loslassen aus Liebe und Respekt.
    Der teuflische Kreis, der niemals ein Ende haben wird. Weil eben Gefühle da sind. Diese verhassten Gefühle, die sich verdrängen lassen, naja für eine Zeit , aber plötzlich wieder da sind. Egal wo man ist, mit wem man ist.
    So viele male habe ich gesagt, ich gehe aus seinem Leben, wenn er will. Aber will er das ? Er kann und will nicht über Gefühle sprechen, hat es nie gelernt.
    Er quält mich mit Schweigen, mit wegstossen. .. meldet sich nicht , trotzdem ist er in meinem Herzen.
    Ich wollte wegrennen, vor ihm, vor mir selber. Wieder in mein Heimatland zürück, tausende Kilomenter von ihm entfernt.
    Habe es nicht getan. Was soll das helfen? Nichts.

    Ich wünsche mir, dass wir miteinander sprechen können, dass ich ihm endlich mal sagen kann was ich denke. Was auch immer werden wird…

    C.

    • Liebe Bahia,
      ich kenne auch dieses weglaufen der anderen Seite,das nicht über Gefühle sprechen können,das herholen und das weg stoßen!
      Und mit Sicherheit sind da Gefühle im Spiel von seiner Seite,welcher Art auch immer!
      Erwarte nicht von ihm,das er etwas für dich entscheidet,entscheide Du!
      Du leidest,du möchtest so nicht weiter machen,dann treffe DU die Entscheidung!
      Er wird sie nicht treffen,denn verlieren will er dich auch nicht,ob nun wegen Gefühlen,oder weil es Abwechslung in seinen Alltag bringt,es spielt keine Rolle!
      Du musst dich frei strampeln!
      Wir haben immer und immer wieder geredet,haben uns verzweifelt aneinander geklammert und wieder ging alles von vorne los.
      Es ändert sich nichts,außer das Du immer ein Stückchen mehr zerbrichst…
      Treffe die Entscheidung für dich,hab keine Angst etwas zu verlieren,du gewinnst Freiheit und innere Ruhe nach einer gewissen Zeit.
      Wenn er plötzlich merken sollte,er kann ohne dich nicht,wirst du das schon mitbekommen.
      Hat er Dir gesagt,seine Frau ist für ihn mehr Freund,Wegbegleiter?
      Du weißt nicht,ob das stimmt.Du weißt nicht,wie sein Leben wirklich mit ihr verläuft.
      Ich wünsche Dir ganz viel Kraft,die richtige Entscheidung zu treffen,es geht hier nur um Dich!
      Alles Liebe

  57. Liebe Viola,
    dein Bericht gibt genau wieder, wie auch ich es erlebt habe. Ich habe ihn mir ausgedruckt und lese ihn mindestens ein mal am Tag, um ja nicht einzuknicken. 4,5 Jahre! war ich die Geliebte, ungewollt. Mehrmals habe ich den Absprung versucht – vergeblich. Vor zwei Jahren habe ich habe sogar Tabletten genommen, er hat den Notarzt gerufen. Ich wollte mir nicht wirklich etwas antun, ich wollte ihn provozieren. Wie tief kann man durch so einen Kerl sinken!!!
    Gestern habe ich erneut schluss gemacht. Er ist derzeit mit seiner Familie im Urlaub und ruft trotzdem an. Ich hoffe, ich halte durch. Es muss endlich schluss sein. Beim letzten Versuch mich zu trennen, habe ich über Wochen regelrechte Panikattacken und Heulkrämpfe bekommen, sobald ich das Büro verlassen habe. Was kann ich tun, wenn diese Panik wieder kommt? Hat jemand eine Idee? Ich will es dieses mal schaffen.
    Liebe Grüße
    Lotta

    • Es ist nur Angst, nicht mehr und nicht weniger. Selbst wenn eine Attacke kommt, kann sie Dir nichts anhaben und sie geht vorbei! In dem Moment hilft ablenken, bewegen, Sport machen oder spazieren gehen. Es wird sicher eine harte Zeit, aber wenn nicht jetzt, wann dann!? Du verschiebst ja ansonsten das Problem nur weiter nach hinten. Du wirst es da durch schaffen! Und es gibt keinen richtigen oder besseren Zeitpunkt. Sieh‘ es ein wenig wie ein Entzug. Es ist nicht schön, aber es wird mit der Zeit besser und dann wirst Du richtig stolz auf Dich sein, befreit und bereit für Dein neues Leben, offen für Neues, für Dinge und Menschen, die Dir gut tun! Alles alles Liebe!!!

  58. Hallo zusammen, auch ich bin zufällig auf diese Internetseite gestoßen und habe jedes Kommentar verschlungen, weil einfach sachlich ohne Wertungen kommentiert wurde. Erlebt man kaum noch im Netz. Auch ich habe noch nie ein Kommentar veröffentlicht, möchte aber nun doch zu diesem Thema schreiben.
    Ich selber befinde mich seit 2 Monaten in der besagten „Geliebten“ Rolle mit einem verheirateten Mann.
    Vorab kurz zu meiner Geschichte. Ich war seit dem 15 Lebensjahr nie Single. Ich war immer in Beziehungen. Bin selbst nie fremdgegangen. Meine längste Beziehung war vom 18. Lebensjahr bis zum 31. Lebensjahr. Mit diesem Mann war ich auch einige Jahre verheiratet und wir haben zwei wundervolle Söhne im Grundschulalter. Aber ich habe mich nicht mehr geliebt gefühlt und jede Rettungsversuche scheiterten mit Gleichgültigkeit und Desinteresse an meiner Person, an der Liebe, an dieser Ehe. So kam es wie es kommen musste, ich fühlte mich nicht mehr geliebt und verliebte mich in jemand anderen. Mein damaliger Mann reagierte nicht mit Kampf um die Ehe, sondern mit Emotionsloser Demütigung …“und ich hätte mal gedacht, dass das mir passieren würde“, war ein Satz den ich nie vergessen werde. Aufgewacht ist er erst Wochen später. Wochen zu spät. Ich war emotional zu weit weg von ihm. Ich war in einer neuen Beziehung, diese stellte sich aber auch nach 3 Jahren immer mehr als der größte Horror meines Lebens raus (Gewalt/Drogen/Psychische Probleme etc.). Weitere Details erspare ich allen hier. Das schönste was aus dieser Beziehung entstanden ist, ist mein 3. Kind. Zu diesem Mann besteht zum Glück seit 3 Jahren kein Kontakt mehr.
    Zu meinem Ex-Mann habe ich bis heute ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Er selbst ist wieder verheiratet und hat neue Kinder mit dieser Frau. Wir haben alle einen freundschaftlichen Umgang, der vor allem unseren Kindern unheimlich zu Gute kommt.
    Wir bleiben Eltern immer, sind aber keine Partner mehr.
    So nun wie kam ich in die Rolle der Geliebten…sehr spontan…sehr unverhofft würde ich sagen.
    Ich bin ja nun seit 3 Jahren Singelmama mit 3 Kindern (die beiden Großen im Wochenwechsel -funktioniert seit 6 Jahren super – aber auch nur – weil es mit dem Vater super funktiniert). Der kleinste immer bei mir.
    Ich habe erstmal doch 2 Jahre gebraucht, um die letzte Beziehung zu verarbeiten…mich selbst als Frau wieder zu finden und wieder offener für potenzielle Männer zu werden.
    Ich, Mutter von 3 Kindern, Vollzeit arbeiten…mit Freunden und Familie nebenher…da passt kein neuer Mann als Beziehung rein. Bzw. anders formuliert, welcher Mann tut sich das an ;). Will ich mir das überhaupt antun??!!
    Momentan nicht jedenfalls!…so kam es wie es kommen musste, ich wurde angesprochen…kennengelernt über einen Sportverein…er hat gleich mit offenen Karten gespielt. Er hat gleich gesagt, wir können uns treffen für das Eine…aber er möchte mich nicht verletzten. Er wird sich nicht trennen, sollte ich Gefühle entwickeln.
    Fand ich erstmal gut so sein Statement zu dieser Geschichte. Bisher läuft das auch super. Ich fühle mich wieder als Frau und habe Glücksgefühle wie lange nicht zu vor. Ich komme zum Zug als Frau und mein Privatleben läuft so weiter. Sicher, auch ich möchte irgendwann auch wieder offiziel jemanden Lieben aber derzeit – ohne große Liebe Gefühl – alles bestens so.
    Ich denke dabei nie an seine Frau. „Die Geliebte ist nicht das Problem“…heißt es so schön. Und so ist es auch. Die Ehe warum auch immer hat andere Krisenpunkte und ich bin nur die Spitze auf diesem Eisberg. Es ist nicht meine Beziehung. Es ist nicht meine Ehe. Ich habe nur für mich selber und für meine Kinder Verantwortung.
    Was mich nur recht schnell gewundert hat ist, dass er von Anfang auch sehr viel Kontakt sucht und braucht und Treffen haben möchte, die nicht nur das Eine beinhalten ..wie zb Kaffee trinken gehen, sportliche Aktivitäten/Ausflüge. Jeden Tag Kontakt, mehrmals tägliche Telefonate etc. Das alles ging von Ihm aus.
    Und jetzt kommt meine Angst immer mehr hoch, dass ich mich noch dadurch verlieben könnte und dann im Dilemma voll drin stecke. Bisher ziehe ich die Vorteile daraus. Aber wie lange noch? Warum sucht er auch neben dem Einen den Kontakt und Austausch und Zeit mit mir, mit der Er eigentlich nur Sex wollte? Hat jemand da eine Antwort für mich?
    Ich überlege auch schon, ob ich ihn darauf anspreche. Bin mir aber noch unschlüssig.
    Jedenfalls vielen Dank fürs Lesen und vielleicht kann mir einer eine Antwort geben 🙂

    • Danke für Deine Geschichte! Geliebte sein ist immer ein Spiel mit dem Feuer. Ich wünsche Dir, dass Du auch weiterhin den nötigen Abstand wahren kannst; sonst aua. Bei ihm kann ich mir vorstellen, dass er sich bei Dir alles das holt, was er in der Ehe nicht mehr bekommt. Dazu gehört anscheinend mehr als nur Sex, die Ehe scheint nicht mehr zu funktionieren. Ob er verliebt ist, ist schwer zu sagen. Ich würde ganz offen mit ihm sprechen, ihm alles sagen, was Dich bewegt. Dann liegen die Karten offen auf dem Tisch, das finde ich persönlich immer sehr befreiend. Liebe Grüße, Viola

  59. Hallo,

    da ich (männlich, 45) auch gerade sehr unglücklich verliebt bin und der Text sehr ehrlich war möchte ich auch ein paar Zeilen schreiben; ich habe mich in eine Freundin meiner Frau verliebt; sie hat gemerkt, dass ich womöglich in sie verliebt bin und hat mich vor 2 Jahren darauf angesprochen. Ich habe ihr meine Liebe gestanden und dann hat sie beschlossen, mich nicht wieder zu sehen bzw. uns als Paar nicht mehr zu besuchen. Ich habe 1.5 Jahre versucht, sie zu vergessen aber jeden tag habe ich gehofft, sie wenigstens wieder zusehen. Mir ging es in dieser Zeit sehr schlecht und ich hatte sehr dunkle Gedanken. Ich kannte so etwas vorher noch nicht und habe immer geglaubt, Leute mit psychischen Problemen sollen nur ein bisschen an die frische Luft, dann sind sie wieder glücklich. Vor einem halben Jahr sind meine Gefühle hochgekommen und ich musste der Freundin nochmal schreiben, dass ich ohne sie nicht kann; für mich ist sie eine Seelenverwandte. Ich wollte keine Affäre mit ihr sondern eine offizielle Beziehung und hätte dafür meine Frau verlassen (obwohl diese mein bester Freund ist). Ich habe auch meiner Frau gesagt, dass ich ihre Freundin liebe. Die Freundin hat mir Kontaktverbot erteilt, meine Frau hat mich nicht verlassen sondern kämpft um mich. Vor 3 Tagen habe ich die Freundin zufällig getroffen (wobei 10 Minuten vor dem Treffen habe ich gespürt, dass ich sie treffen werde, trotzdem (oder gerade deswegen) war ich ziemlich erschrocken, als ich sie sah. Zu meiner Überraschung ist sie sogar stehen geblieben und hat mit mir gesprochen; ich habe diese Momente enorm genossen. Ich hab ihr auch gesagt, dass ich sie wenigstens noch einmal sehen möchte bevor ich sterbe (ich habe nicht vor mich umzubringen aber ich vermisse sie so sehr, dass ich nicht sterben möchte bevor ich sie noch einmal sehen konnte und normal mit ihr sprechen); wenigstens hat sich dieser Wunsch erfüllt. Jetzt bin ich irgendwie immer noch gelähmt, ich schaffe es nicht, sie zu vergessen. Die Sehnsucht ist so brutal, ich muss jeden Tag kämpfen; ich weiß nicht wie ich das noch lange aushalte.

    • Hallo lieber Michael, hast Du schon mal darüber nachgedaacht, wegen Deiner dunklen Gedanken eine Therapie zu machen? Das meine ich ganz ernst! Du scheinst die Tatsache, dass aus Dir und der anderen Frau nichts werden kann, nicht zu verkraften. Mit professioneller Hilfe könntest Du das bestimmt besser verarbeiten, Dein Leben und Dich sortieren, vielleicht die Ursachen herausfinden, warum Du damit nicht abschließen kannst. In jedem Fall wünsche ich Dir alles Gute, Viola

      • Guten Morgen Viola,

        es hat mich sehr gefreut, dass du geantwortet hast!
        In der Tat war ich in den letzten 2 Jahren bei einer Psychologin, denn neben dem Liebeskummer hat es noch eine zweite Welle gegeben, die mich erwischt hat: Meine Frau hat seit unserer Hochzeit vor 16 Jahren nicht wirklich Lust auf Sex, während für mich die körperliche Liebe sehr wichtig ist; 14 Jahre lang habe ich gehofft, dass es besser wird und gehofft, dass es mit den Kindern etc. zusammen hängt; aber nach dieser langen Zeit habe ich eingesehen, dass die Lust bei ihr nicht kommt. Daher habe ich in den letzten 2 Jahren versucht, meine Lust zu senken: Psychopharmaka haben als Nebenwirkung eine triebdämpfende Wirkung und Androcur als Anti-Testosteron Mittel klingt auch gut; aber ich musste so viele Tabletten schlucken um meinen Trieb zu dämpfen, und dann hatte ich doch erhebliche Nebenwirkungen, so dass ich das dann wieder gelassen habe; ich habe mich auch ernsthaft auseinandergesetzt, um mich freiwillig kastrieren zu lassen aber so leicht geht das medizinisch in Westeuropa nicht und in irgendeine dubiose Klinik in Polen wollte ich auch nicht fahren; und über die psychologische Schiene konnte ich den Trieb auch nicht mindern. Als gläubiger Christ kam auch Scheidung nicht in Betracht und der innere Druck wurde so groß, dass ich sehr dunkle Gedanken bekommen habe; ich bin daher zur Psychologin und Reden hat mir sehr gut getan. Ich bin von Haus aus eher introvertiert und habe eine ganz neue Seite an mir kennen gelernt. Zumindest sind jetzt diese dunklen Gedanken wegen meiner Frau weg, auch wenn ich jetzt beim Schreiben zittere, wenn ich mich an diese Zeit wieder erinnere. Ich habe akzeptiert, dass sie keine körperliche Lust auf mich hat und ich bin nicht mehr traurig, dass sie mich so viele Jahre lang immer wieder weggestoßen hat.
        Wahrscheinlich hat mich daher auch die nicht erwiderte Liebe zur anderen Frau so verletzt, weil sie mich 2 Jahre lang absolute negiert hat; obwohl ich ihr nur einmal die Liebe persönlich gestanden und nach 1.5. Jahren dann noch einen Liebesbrief geschrieben habe bin ich mir wie ein Verbrecher vorgekommen, der sein Opfer stalkt. Nicht geliebt zu werden ist schlimm, aber totgeschwiegen zu werden habe ich sehr grausam empfunden; ich habe sehr gelitten in diesen 2 Jahren. Naja, nachdem ich sie letzte Woche getroffen habe und ich sie noch einmal sehen konnte und normal reden, muss ich jetzt wenigstens nicht mehr weinen. Vielleicht kann ich jetzt anfangen, das Ganze zu verarbeiten. Ich träume zur Zeit sehr schlecht, meiner Frau ist das auch schon aufgefallen. Manchmal bin ich sehr müde von dem ganzen Kampf und ich möchte einfach nur schlafen. Psychopharmaka wären vielleicht eine Lösung aber ich bin auch sehr sportlich und habe Medikamente immer abgelehnt und werde sie auch nicht nehmen. Entweder ich schaffe das so oder eben nicht. Manchmal bete ich zu Gott und sag ihm, ich bin bereit zu gehen, er kann mich nehmen. Meine „Lieblingslieder“ seit einem halben Jahr sind übrigens So Cold von Ben Cocks und The Party´s Over von Billie Eilish. Jetzt werde ich mal deine Lieder anhören.
        danke
        Michael

        • Ich persönlich habe mit Anti-Depressiva sehr gute Erfahrungen gemacht. Letzlich sind sie aber nur eine Gehhilfe. In einer guten Therapie lernt man dann wieder von alleine zu gehen. Du wirst auch wieder aufrecht durch die Welt spazieren, es wird nicht ewig grau sein. Ich finde, Musik hilft dabei auch ganz enorm. Hoffentlich gefällt Dir meine! 🙂 Liebe Grüße, Viola

  60. Hallo zusammen,
    auch ich komme gerade aus einer 2 jährigem Affäre. Am Ende habe auch ich mich sehr einsam gefühlt…
    Wir haben uns beruflich kennen gelernt und ich hab mich einfach in ihn verknallt. Wir hatten beide Partner. Er eine Frau mit Kind, ich einen Freund mit dem ich zusammen lebe. Das heißt ich war all die Zeit mit der Sache ziemlich allein. Ich konnte nicht mit einer fFreundin sprechen, da ich ja auch nicht wollte, dass die Sache raus kommt.
    Ich denke ich hatte immer Angst mit ihm ehrlich zu reden weil ich nicht wollte das er es beendet. Ich dachte immer er wird eh bei Frau/Kind bleiben. Außerdem sagte er mir immer ich soll mich nicht von meinem Freund für ihn trennen und das er auch keine weiteren Kinder will.
    Am Ende bekam ich raus, dass er sich längst von seiner Frau getrennt hat und schon eine neue Freundin hat mit der er aktuell in einem Luxushotel im Urlaub ist.
    Für mich ist es schwer das Ganze zu vergessen. Auch wenn ich bin froh bin das ich meinen Freund nicht verlassen habe. Zwischen uns läuft es auch wieder besser.
    Trotzdem verstehe ich sein Verhalten nicht. Es sind einfach so wahnsinnig viele Lügen.
    Hätte ich im Frühling nicht einen schlussstrich gezogen, er hätte es nicht beendet.
    Lügen sind einfach nie gut. Aus heutiger Sicht hätte ich ihm am Anfang sagen sollen dass wir uns entscheiden müssen und dann eben so handeln. Aber ich war damals einfach so verliebt und mir war alles egal. Und dann steckt man drin.

    • Es tut mir leid, dass Du so eine schlimme Erfahrung machen musstest. Lügen sind der Anfang vom Ende! Ich hoffe bald bist Du darüber hinweg und kannst nach vorne blicken! Alles Liebe, Viola

  61. Liebe Viola,
    auch ich gehöre zu den Menschen, die sich noch nie in einem Forum oder einer Kommentarsektion beteiligt haben oder sich gar die Kommentare in Gänze durchgesehen hätten. Was ich in Deinem Artikel sehr treffend fand, war die Bezeichnung der Affäre als Droge sowie die Beschreibung der Abwärtsspirale und der vier Phasen. Auch die Kommentare insbesondere von Peach und Bahia haben mir aus der Seele gesprochen, vor allem als Bahia schrieb „Diese verhassten Gefühle, die sich verdrängen lassen, naja für eine Zeit , aber plötzlich wieder da sind. Egal wo man ist, mit wem man ist.“
    Meine Geschichte geht nun schon zehn Jahre. Wir waren damals beide noch sehr jung, Anfang, Mitte 20, und ich habe ihn kennengelernt, als er von seiner Frau getrennt war und schon nicht mehr mit ihr zusammen lebte. Ihre Ehe war arrangiert und sie hatten zu jener Zeit bereits ein Kind zusammen. Ich wusste von Anfang an davon. Zwischen uns war es Liebe auf den ersten Blick, man kann es nicht anders sagen, und jeder Moment aus dieser Anfangszeit ist in mich eingebrannt. Es war die große Liebe und wir haben für Wochen jeden freien Moment miteinander verbracht. Wir waren wie eine Person, haben dieselbe Sprache gesprochen. Ich glaube, und er auch, dass wir uns aufgrund dieser Magie in den ersten Monaten bis heute nicht voneinander lösen konnten.
    Ich bin sehr, sehr impulsiv und damals war ich noch sehr jung. Als ich ihn eines Tages nicht erreichen konnte, es mir jedoch sehr schlecht ging, habe ich einfach kurzerhand die Sache beendet. Ich war verzweifelt in jenem Moment und ja, die Situation mit seiner Familie (nicht nur mit der baldigen Ex-Frau und dem Kind, sondern auch mit dem Rest der Familie, die aufgrund der arrangierten Heirat in die Ehe involviert waren) belastete auch unsere Beziehung. Ich hatte meine Handlung sofort bereut und wollte es ungeschehen machen, aber er war so verletzt, sein Stolz, sein Herz gebrochen, sodass er mir keine Chance gab. Ein paar Wochen später sahen wir uns an seinem Geburtstag mit Freunden und es war, als seien wir wieder zusammen. Erst nach Monaten sahen wir uns danach zufällig wieder und ich erfuhr, dass er zu seiner Frau zurückgegangen war.
    Jeder, der dies liest, kann sich vorstellen, wie die vergangenen zehn Jahre verlaufen sind. Ich hatte Beziehungen, gute und schlechte, und habe alle meine Partner mit ihm betrogen. Er hat zwei weitere Kinder gezeugt und seine Frau weiterhin mit mir betrogen. Wir hatten immer wieder Trennungsphasen über Monate, ein Mal sogar anderthalb Jahre lang. Aber wir sind immer wieder zueinander zurückgekehrt. Bis heute.
    Die ersten Jahre über wollte ich nichts anderes, als dass er sich wieder von seiner Frau trennt. Dann irgendwann wurde mir klar, dass ein Leben mit ihm nicht meinen Vorstellungen entspricht. Ich wollte und will immer noch die Welt entdecken. Mit ihm als Vater von mittlerweile drei Kindern ginge es jedoch in den Ferien nur an die Ostsee. Irgendwann wurde mir auch klar, dass selbst wenn er sich für mich entscheidet, ich irgendwann in die Rolle der Betrogenen geraten könnte und das wollte ich auf keinen Fall. Mittlerweile haben sich auch unsere Lebenswelten und Realitäten so weit voneinander entfernt. Was bleibt, ist jedoch das Verlangen und die Sehnsucht – also die „Droge“ – und inzwischen auch die Flucht aus unseren „Erwachsenenleben“, die wir füreinander bedeuten. Für ihn bin ich sogar das große „was wäre, wenn“, er für mich nicht mehr. Aber nach der Droge und der Flucht bin ich immer noch süchtig. Deswegen schreibe ich diesen Kommentar.
    Gerade befinden wir uns in einer Phase zwischen Konfrontation und Trennung. Er ignoriert mich derzeit, weil ich für unseres letztes Treffen kurzfristig den ursprünglichen Plan ändern musste. So ist das bei einer Affäre, manchmal kommt das Leben dazwischen. Seit zehn Jahren wissen wir das. Jedoch hat es ihn ungemein verletzt. Und nun verletzt er mich, indem er mich ignoriert. Es ist die Abwärtsspirale, nur dass Ihr Euch vorstellen könnt, wie weit wir uns gegenseitig schon in den Abgrund getrieben haben in zehn Jahren. Und es werden immer wieder die Wunden der Vergangenheit aufgerissen, wenn wir an diesen Punkt kommen und an diesen Punkt gerät man zwangsläufig, wie Du, Viola, so eindrücklich beschrieben hast. Werden wir das noch machen, wenn wir 60 sind, hat er mich gefragt. Ich weiß, ganz ehrlich gesagt, keine Antwort darauf. Verneinen kann ich es jedoch auch nicht.

    • Ich wünsche Dir so sehr, dass Du den Absprung irgendwann schaffst, denn was man sich antut, ist doch die meiste Zeit schmerzhaft. Wann ist es denn schon mal schön? Unbeschwert? Eigentlich nie. Wie eine Droge eben. Sie schadet Dir, das weißt Du am Besten selbst. Worauf wartest Du noch? Wartest Du überhaupt noch? Was hält Dich? Ich drücke Dir die Daumen, ganz fest. Du kannst das schaffen, Dein Wille kann Berge versetzen! Liebe Grüße, Viola

  62. „Geliebte sein macht mich krank“ habe ich gerade gegoogelt, und bin hier gelandet. Und weine seitdem nur noch, über all den treffenden, schmerzenden Zeilen. Und wahrscheinlich bin ich auch noch die allerdümmste und naivste (sorry) von allen Frauen hier, denn mein Geliebter ist seit jeher der glücklichste Mensch der Welt. Glücklich und liebevoll verheiratet, irre erfolgreich im Job, zweites Haus am Meer. Er will mich trotzdem weiterhin treffen und sagt er liebt mich auch, ich bedeute ihm unglaublich viel, aber sich zu trennen stand nie zur Debatte. Ich habe es auch nie verlangt. Seine Frau liebt ihn und hat alles, seine Liebe, seine Aufmerksamkeit, seine Lebenszeit, seine Geschenke, mehrere teure Urlaube im Jahr, finanzielle Absicherung – nur eben seine körperliche Treue nicht. Na und. Sie hat trotzdem soviel mehr als ich. Ich habe gar nichts, außer eine Nacht oder ein Wochenende einmal im Monat. Und auch wenn man da wie eine Göttin behandelt wird, fühlt man sich danach doch nur wie menschlicher Müll, weil es eben irgendwo nicht richtig ist und nichts bringt. Ich komme nicht los, weil er der erste Mensch in meinem Leben ist, der alles in mir zum klingen bringt und mich auf jeder Ebene einfach nur inspiriert. Es hat sofort gefunkt, wir verstehen uns ohne Worte. Am Anfang bin ich gut damit klar gekommen und war beflügelt und zufrieden mit den wenigen Häppchen an Zeit und Aufmerksamkeit. Und nun merke ich, dass ich dabei in drei Jahren Schritt für Schritt alles verloren habe. Meinen Selbstwert, meine Unbeschwertheit, meine gute Laune, jedes Vertrauen, und meine seelische und teilweise sogar physische Gesundheit. Ich weiß dass ich es beenden muss, weil ich auf der ganzen Linie nur den kürzeren ziehe, aber ich habe es einfach noch nicht geschafft. Er ist ein Lebemann und ich bin wahrscheinlich nicht mal die einzige „Nebenfrau“. Er wird nie treu sein. Und doch, ein Zeichen des Begehrens von ihm, und ich lebe nur noch dafür. Ich liebe ihn. Niemals werde ich mich für einen anderen mehr öffnen können. Es geschieht mir recht. Draußen ist Sommer und die Welt lebt beschwingt, und ich lasse die Rolläden runter und will nichts davon wissen. Danke für all eure Worte hier, es hilft, sich ein bisschen weniger dumm und allein zu fühlen.

    • Nach zwei Jahren des Kummers habe ich mich dann doch für einen neuen Mann geöffnet. Ich bin heute glücklich verheiratet und habe eine Tochter. Es kann und es wird sich für Dich alles wieder ändern. Der Geduldsfaden muss nur reissen, es muss Klick machen und das kommt. Gib Dir ein bisschen Zeit. Und Du bist keinesfalls dumm, Du bist in eine Falle getappt. Da kommst Du aber auch wieder raus! Alles Liebe, Viola

      • Das freut mich wirklich sehr zu hören und gibt mir etwas Mut, vielen lieben Dank. Es hat schon öfter Klick gemacht, aber noch nicht laut genug. Ich hoffe es wird passieren, bevor ich zu einem kompletten nervlichen Wrack mutiere. Ich bin/war eigentlich ein positiver Mensch. Bisher war ich einfach noch zu dankbar dafür, dass ich überhaupt so etwas erleben, so jemanden kennenlernen durfte. Dabei ist es letzten Endes rein gar nichts wert. Wenn er sich wenigstens arschig verhalten würde, aber das tut er nie, er ist viel souveräner als ich. Naja, ich übe mich dann mal im Absprung. Alles Gute auch für dich und deine Familie und danke nochmals ür diesen tollen Bericht.

        • Hallo zusammen! Eure Worte sprechen mir aus der Seele. Ich hing fast 3 Jahre in einer solchen Situation fest. Ich habe oft versucht, es zu beenden, aber nie geschafft. Mein Geliebter von Anfang an klargestellt, dass er sich von seiner Frau nicht trennt. Er sagte mir dennoch, dass er mich liebt. Weitere Erklärungen bekomme ich nicht. War es einfach ein leichtfertiger Umgang mit diesen Worten? Ich habe nicht das Gefühl, belogen zu wenn. Ich verstehe es trotzdem nicht . Immer wieder stelle ich mir Fragen, die niemand beantworten kann. Mir ging es so schlecht, dass ich psychologische Hilfe gesucht habe. Man sagte mir, ich könne mir die Antworten nur selbst geben. Indem ich mir klarmache, wie schädlich diese Affäre für mich ist. Ich habe versucht, dem Rat zu folgen und es erneut beendet. Ich habe nun fast 2 Monate durchgehalten. Tatsächlich fühle ich mich besser. Nun aber nimmt er wieder Kontakt zu mir auf wegen Belangloser Dinge… als wäre nichts gewesen. Und ich frage mich – warum lässt er mich nicht gehen!? Ich kann nur hoffen, dass ich diesmal durchhalte. Für mich und meine Gesundheit.

          • HALTE DURCH! Die Frage nach dem Warum wirst Du wahrscheinlich nicht beantwortet bekommen. Ich bin aber der Meinung würde er Dich wirklich lieben, er würde Deine Entscheidung akzeptieren und Dich gehen lassen, denn er – seine Lebensumstände – tun Dir nicht gut. Es ist sehr egoistisch von ihm sich nun wieder bei Dir zu melden, wo er doch sicher weiß, wie schlecht es Dir ging. Du kannst das schaffen, tu‘ Dir bitte den Gefallen <3

    • Liebe Ela,
      es ist zunächst, zu Beginn, das Selbstwertgefühl, das unglaublich gepusht wird, wenn man sich auf eine Beziehung, egal welcher Art, einlässt. Es sind die Glücksmomente, die einen „zunächst“ zum Strahlen bringen. Doch dann wird es sehr zäh. In den 22 Jahren meines Geliebteseins hat mich immer mehr die Heimlichtuerei und die Lügerei belastet. Am Anfang hat es mir nichts ausgemacht, aber dann doch. Ich habe durchgehalten, auch weil er mir immer wieder gesagt hat, dass er mich braucht und er hatte auch psychologisch gesehen die Gabe in mir Schuldgefühle zu wecken und mich klein zu halten. Ich habe für ihn meinen Bekanntenkreis aufgegeben und bin nur mit einem schlechten Gefühl in den Urlaub gefahren, weil er es nicht wollte. Er selbst fand es für selbstverständlich, dass er mit seiner Frau regelmäßig urlaubte. Im Zuge eines heftigen Streits hat es bei mir dann Kick gemacht, denn es kamen folgende Sätze wie: „Sag mal hast Du Dir mal überlegt, was ich meiner Frau gegenüber für ein schlechtes Gewissen habe? Ich habe sie nicht verlassen, weil ich zu viel verlieren würde! Du bist an allem schuld! Ich weiß doch nicht, ob ich sicher sein kann, dass Du mir treu bist, wenn ich meine Frau verlasse, schließlich hast Du ja etwas mit einem verheirateten Mann angefangen (wohlgemerkt ich bin weder verheiratet, noch anderweitig gebunden und es gab immer nur ihn für mich).“ Nach 22 Jahren wurde mir bewusst, dass er gar nicht gemerkt hat, wie sehr ich ihn liebe und dass es nur ihn für mich gab. Er hat mir nie vertraut, vielleicht auch, weil er von sich selbst ausgegangen ist. Auch bin ich mir sicher, dass er noch mit seiner Frau intim war oder ist, obwohl er immer das Gegenteil behauptet hat. Im Laufe der Zeit ist in mir auch genau das passiert, was Dir passiert ist: Ich bin im Grunde ein positiver, fröhlicher Mensch und irgendwann war alles tot in mir. Er hatte es tatsächlich durch seine Art und Weise geschafft. Da dachte ich, dass es das nicht sein kann. Kein Mensch, kein Geld der Welt, keine noch so schönen Geschenke dürfen das wichtigste Gut, das ich in mir habe zerstören: meine positive Art, meine Fröhlichkeit, mein Lachen. Es ist alles wieder da. Ich lache, ich bin fröhlich, ich bin unbeschwert. Ich wusste auch schon früh, dass ich es beenden muss, habe aber den Absprung nicht geschafft. Es war eine lange Zeit, ich weiß, aber als ganz verschwendet sehe ich sie nicht an. Ich habe unendlich viel gelernt dabei und vielleicht ist es einfach so: Alles zu seiner Zeit. Liebe Ela, ich denke an Dich und umarme Dich.

      • Liebe Charlotte,
        vielen Dank für deine Geschichte, ich habe sie unten weitergelesen. Ich bin unglaublich beeindruckt, dass du nach dieser ewig langen Zeit auf diese Art und Weise den Absprung geschafft hast, ganz großen Respekt!!! Ich hoffe ich schaffe das auch. Es tut sehr gut, dass hier Frauen aufeinandertreffen, die ähnliches erlebt und mitgemacht haben, man kommt sich dann wirklich nicht mehr ganz so außerirdisch vor…ich will nicht mehr sagen dumm oder naiv, es bringt ja nichts, schlecht über sich zu denken. Wir sind nur Menschen und wünschen uns Liebe, Zuwendung, Anteilnahme…Eigentlich ist daran nichts dummes und naives. Seit meinem ersten Eintrag hier habe ich zumindest nicht mehr geweint. Ich habe den Kontakt auf ein Minimum zurückgefahren, sehe bewusst und konsequent nicht mehr nach was er (oder seine Frau…) auf Social Media postet und bin auf seine letzten beiden Anbahnungsversuche nicht eingegangen. Aktiv beenden kann ich es noch nicht, ich würde es gern einfach im Sande verlaufen lassen. Da er überhaupt kein Kontrollfreak o.ä. ist, denke ich wird sich das gut so machen lassen. Ich hatte zu Anfang schon mal versucht es zu beenden, und er hatte es mit Bedauern akzeptiert, mir jedoch jederzeit eine Tür offen gehalten. Nach einem Monat ohne Kontakt hielt ich es nicht mehr aus und bin eingeknickt. Er war sehr erleichert und hat es bei unserem Wiedersehen mit seinem ersten „ich liebe dich“ belohnt – von da an war es für mich natürlich rum, das war wie eine Trophäe für mich, die ich nicht mehr hergeben wollte. Aber wir wissen ja, wie es dann weitergeht…ich hoffe es ist so, wie du sagst – alles zu seiner Zeit. Fühl dich ebenfalls umarmt, und danke!

  63. Liebe Viola,
    Du hast das Thema auf den Punkt gebracht und mit viel Gefühl geschrieben. Deine Worte haben mich sehr berührt. Ich war 22 Jahre lang Geliebte. Die Frau, von der niemand wusste mit einem Mann zusammen, von dem niemand wusste. Allerdings: da ich beruflich sehr engagiert war und bin, kam mir diese Art „Beziehung“ sehr entgegen. Auch habe ich ihn nicht vor die Wahl gestellt: sie oder ich, weil in mein Leben kein „Ganztagsmann“ gepasst hätte und ich keine Familie zerstören wollte. Ich denke dabei immer an das Karma. Ich wollte nie wirklich mehr, aber selbstverständlich hatte ich an Urlaubstagen, Feiertagen, Geburtstagen, etc. auch meine Tiefpunkte. Und natürlich gab es auch immer wieder Streit, Eifersüchteleien und das alles. Aber es gab auch Zeiten, die gut für mich waren. Definitiv war es aber so, dass er bestimmte, wie alles zu laufen hat. Ich habe mich an seine „Frei“zeiten angepasst, auch weil ich es ganz gut einteilen konnte. Ich habe alles für ihn getan, habe für ihn die Sterne vom Himmel geholt, sozusagen, bin gerannt, war zur Stelle, wenn er Zeit hatte und ja, ich habe mich auch teilweise verbogen und selbst verleugnet, obwohl ich eine sehr selbstständige und starke Frau bin, aber ich wollte ihn nicht verlieren. Im Laufe der Zeit wollte er nicht mehr, dass ich irgendwo hingehe, dass ich nicht mehr in den Urlaub gehe. Er wollte, dass ich mich nicht mehr mit Freunden und Bekannten treffe etc. Er wollte mich ganz für sich. Natürlich habe ich es trotzdem getan, immer mit einem schlechten Gewissen. Auch Urlaub hab ich gemacht. In dieser Zeit hat er keine sms mehr geschrieben und war danach noch wochenlang beleidigt. Andersherum hat er mit seiner Frau immer regelmäßig geurlaubt. Genau genommen trafen wir uns in all den Jahren immer 2 bis 3 Stunden am Wochenende, gingen auch oft zum Essen in die nächste Stadt. In der Zwischenzeit ist er in Rente und hat etwas mehr Zeit, aber auch nur, wann er will und es seine Frau nicht mitbekommt. Ich hingegen arbeite immer noch und man muss wissen, mein Beruf ist meine Berufung. Alles wäre so weiter gelaufen, hätte er im Laufe der Zeit nicht immer mehr Stress gemacht. Ich sollte frei nehmen, wann er Zeit hat, ich darf nicht weggehen, ich darf mich nicht mit Bekannten treffen, etc. Er wollte, dass ich nur noch halbtags arbeite und eben für ihn da bin, wenn seine Frau nicht zu Hause ist. Das hat mir immer mehr zu schaffen gemacht und es kam zu den heftigsten Auseinandersetzungen, die wir jemals hatten. Ich wollte die Freiheit, die ich ihm auch zugestanden habe und trotzdem hätten wir uns weiterhin treffen können. Emotional war ich immer noch sehr an ihn gebunden. Ich habe begonnen, mir sehr viele Gedanken um diese ganze Geschichte zu machen. Letztendlich bereue ich die schönen Zeiten nicht. Mir wurde aber bewusst, dass er mich nicht wirklich liebt. Ich wurde älter und irgendwann sagte er mir – wie er sagte nur zum Spaß – ich sollte mich mal generalüberholen und sollte mich wieder mehr sexy für ihn kleiden (ich gebe zu, ich bin bequemer geworden). Die Stunden wurden natürlich nach so langer Zeit zur Gewohnheit und ich hatte auch keine große Lust mehr, mich permanent zu verausgaben, auch weil ich dachte, er liebt mich so wie ich bin. Aber das tat er nicht. Außerdem wollte ich mehr Unabhängigkeit, mit Freunden ausgehen, in Urlaub reisen etc. und ich wollte, dass wir offen damit umgehen. Das wollte er nicht. Für ihn stand das offen miteinander reden überhaupt nicht zur Debatte. Er meinte auch, ich soll am besten nie krank werden. Als ich ihn gefragt habe, was er mir damit sagen will meinte er, er könne mich ja nicht im Krankenhaus besuchen. Andersherum bat er mich ihn später einmal zu pflegen, sollte der Fall eintreten. Schließlich wäre ich ja seine große Liebe. Mir wurde bewusst, dass er sich nie um mich kümmern würde, aber mich als Zweitfrau hält, damit er jemand in Aussicht hat, die sich um ihn kümmert. Die Sache hat mich dann doch mehr beschäftigt und interessiert und ich habe angefangen zu googeln. Nach seiner Aussage hat er sich natürlich mit mir wohlgefühlt, mich aber zur Stange gehalten, sollte die Ehefrau aus irgendwelchen Gründen ausfallen. Sumsaumarum: er sah mich die ganze Zeit über als Ersatzfrau, die kein eigenes freies Leben haben darf. Er wollte immer die Oberhand behalten und bestimmen, was ich zu tun und lassen habe. Immerhin war er ehrlich. Und er hat angefangen immer mehr zu klammern, mir hinterher zu spionieren usw. Es wurde immer unerträglicher, die Liebe war eines Tages in mir erloschen und ich habe gemerkt, dass auch mein Selbstwertgefühl gelitten hat. Ich hatte seiner Frau gegenüber nie ein schlechtes Gewissen, weil ich ihre Welt nicht zerstören wollte. Allerdings habe ich mich in den ersten Jahren als die Böse gesehen, das tue ich heute nicht mehr. Ich bin nicht die Böse. Er ist derjenige, der verantwortlicher seiner Frau gegenüber hätte umgehen müssen, aber sicherlich war auch er in Emotionen und Gefühlen verstrickt. Ich habe ihn oft gebeten, mit ihr es einfach abzuklären, nicht um ihn ganz zu bekommen, sondern einfach um offen und ehrlich damit umzugehen. Sicherlich wäre es dann zur Trennung gekommen, entweder sie und er oder ich und er. Keine Frage, aber es war mir ein Anliegen es miteinander auf eine ehrliche Ebene zu schaffen. Er ist meinem Wunsch nicht nachgekommen. Er hat es nicht geschafft klare Verhältnisse zu schaffen. Ich sah es allerdings nicht als meine Aufgabe an, es seiner Frau zu sagen, schließlich hat er die Verantwortung und schließlich ist er verheiratet. Nun habe ich nach 22 Jahren festgestellt, dass wir beide eine Illusion geliebt haben, die es gar nicht gibt. Ich habe ihn geliebt wie er eben ist und alles akzeptiert, aber er hat mich nicht um meiner Willen geliebt. Er hat sein Selbstwertgefühl mit mir aufgewertet mit Sex und in dem er mich klein gehalten hat. Im Übrigen weiß er bis heute nicht, was mein Lieblingsparfum ist und welchen Schmuck ich gerne trage. Es hat ihn nie interessiert in welche Lokale ich gerne gehe und was ich gerne esse, selbst wenn ich versucht habe, es ihm beizubringen. Es war für ihn bedeutungslos. Es zählte immer nur sein Wunsch und Wille und ich habe mich gebeugt. Nun habe ich einen anderen Mann kennen gelernt. Er ist verwitwet und frei und ich erlebe gerade wie es ist, wenn man sich nicht auf der Rückbank eines Autos verstecken muss, um im Nachbarort in ein Lokal zu gehen. Ich erlebe gerade, dass jemand permanent für mich da ist, dass ich ihm schreiben und anrufen kann wann ich will und er auch mich anruft, mir schreibt und wir uns treffen, wann immer es uns danach ist. Schließlich und endlich habe ich meinem Ex-Geliebten reinen Wein eingeschenkt und sein einziger Kommentar war: dann waren 22 Jahre für die Katz! Trotzdem leidet er sehr unter der Trennung, weil ihm die Selbstbestätigung fehlt, ein toller Hecht zu sein. Ich habe mit meinem neuen Partner über diese ganze Sache gesprochen und ihm alles erzählt und eines steht für mich in der Zwischenzeit fest: ich möchte einen Mann für mich alleine und ein Mann, der nur für mich da ist. Ich teile nicht und würde mich auch nie wieder auf eine solche Beziehung einlassen, trotzdem hat sie mir sehr viel Erfahrung gebracht und ich habe auch enorm viel über mich selbst gelernt. Liebe hat viele Facetten, mit Sicherheit, aber wer wirklich liebt, der lässt jemanden anderen nicht leiden (damit meine ich nicht nur mich, sondern auch seine Ehefrau), sondern steht zu der Person, die er wirklich liebt und schafft klare Verhältnisse. Wer wirklich liebt, der hält andere nicht klein, oder versucht es, sondern er verleiht ihnen Flügel. Wer wirklich liebt, der steht zu dem was er tut. Wer wirklich liebt, der weiß was er will und sorgt für klare Verhältnisse. Wer wirklich liebt, der gibt dem anderen Kraft und ist immer für ihn da. Und das muss auf Gegenseitigkeit beruhen.

    • Danke für Deine Geschichte, sie hat mich auch sehr berührt! Wirkliche Liebe, die bekommt man als Geliebte nicht. Umso schöner, dass es für Dich am Ende so gut ausgegangen ist und Du jetzt jemanden für Dich ganz alleine hast. Das freut mich sehr für Dich, besonders nach all‘ den Jahren der, mann kann sagen, Unterdrückung! Das verdienst Du jetzt und ich hoffe Du genießt es in vollen Zügen. 🙂 Liebe Grüße, Viola

  64. Hallo zusammen,
    ich (männlich 49) tue mich unendlich schwer meine Gefühle und Gedanken zu äussern. Bin auf diese Seite gestossen und bin berührt von den einzelnen Geschichten. Was ich gut finde das nicht direkt alle Männer hier schon fertig gemacht werden weil passiert ist was nicht passieren sollte, oder vielleicht doch. Ich versuche mich mal hier zu öffnen. Es kann sein das es etwas durcheinander wird, was zu entschuldigen bitte.
    Meine Geschichte… bin seit 15 Jahren verheiratet. 2 Kinder (16 und 10) Seit 2 Jahren habe ich eine Affäre. Meine Freundin war zu dem Zeitpunkt in der gleichen Situation wie ich. Recht unglücklich und keine Nähe mehr zu ihrem Partner. Weder geistig noch körperlich, wie bei mir. Wir kannten uns schon eine Weile durch eine Reihe gemeinsamer Hobbys. Wir kamen uns immer näher. Die ersten Küsse liessen uns beide fliegen. Nach einer Zeit kam auch Sex dazu. Für uns beide seit Jahren im Endeffekt das erst mal wieder. Alles einfach super. Wir haben bis heute jede Menge Zeit miteinander verbracht. Ich versuche dafür Jede Sekunde frei zu halten. Zu hause fühle ich mich nicht mehr zu hause. Ist für mich nur ein automatismus geworden. Nur wenn meine kleine mich begrüsst mit Papa schmelze ich dahin. Sie ist der eigentlich Anker. Ich in selber ein Scheidungskind. Ich war in dem alter. Ich möchte ihr das nicht antun. Sie ist ein totales Papakind. Die Grosse ist schon in der Ablösung begriffen. Bei meiner Freundin hat es sich letztes Jahr ergeben, das sie sich von zu Hause getrennt hat. Wohnt jetzt in einer eigenen Wohnung.
    Im Moment bin ich im Wechselbad der Gefühle. Meine Freundin setzt mich quasi unter Druck, nicht aggressiv oder so… aber ich fühle es so. Sie schrieb mir vor geraumer Zeit das sie es nicht mehr aushält alles geheim zu machen. Das kann ich auch verstehen. Ich möchte eigentlich auch mit Ihr einfach durch die Stadt gehen können, ohne immer aufpassen zu müssen. Sie möchte vielleicht mit mir zusammen ziehen, aber sicher ist das nicht, weil sie hat den Begriff vielleicht benutzt.. Auf der einen Seite würde ich mir auch eine Wohnung nehmen wollen, aber da sind die Gedanken an meine kleine und aber auch nicht zu vernachlässigen, das Geld.. Ich liebe meine Freundin, ja, anders kann ich das Gefühl nicht beschreiben, aber auch meine kleine. Momentan reagiert meine Freundin mal, ich sage mal heiss.. das kuscheln wir, küssen usw.. dann wieder von heute auf morgen kalt abweisend.. Ich komme damit nicht klar. Ich weiss nicht wie ich damit umgehen soll. Ich will keine verlieren. Ich selber schwanke Gefühlmässig zwischen Trauer, Wut (auf mich), Frust, usw usw.. Jetzt gerade im Moment möchte ich laut schreien und rennen…. Tränen in den Augenwinkeln, druck auf der Brust beim Atmen…
    Alles so verworren. Die Logik und die Gefühle prügeln sich. Mit meiner Freundin erlebe ich immer noch so schöne Sachen die meine Frau gar nicht erst machen würde. Wir haben soviel gemeinsame Hobbys. Das liesse sich nicht mal trennen.
    Zwiichendurch so Gedankenblitze… Meine Frau mit einem anderen.. mir egal. Wenn ich mir vorstelle meine Freundin mit jemandem… Trauer Wut… Gestern war sie wieder so unnahbar. Kein erwidern von Streicheleinheiten.
    Ich habe das Gefühl ich geh kaputt…Ich liebe es auch einfach nur in ihrer Nähe zu sein.
    Ich weiss nicht was ich tun soll.. es scheint egal was falsch zu sein. Sobald ich auch nur in Ihrer Nähe bin geht es mir besser. Es ist so anstrengend, wenn wir im Verein etwas unternehmen mich so zurück zu halten.
    Ich fühle mich irgendwie verzweifelt. Ich will es jedem Recht machen glaube ich.
    Es tut mir gerade gut einfach mal alles so zu schreiben wie es aus meinen Gedanken kommt.
    Ich hoffe es ist ok was und wie ich hier geschrieben habe.
    Gruss Micha

    • Danke für den Mut und Deine Gedanken. Es ist auch wichtig mal die andere Seite zu betrachten. Natürlich hat es auch die andere Seite schwer und leidet unter der Situation. Ich verstehe, dass Du Deine Kleine nicht verlieren willst, aber würdest Du das überhaupt? Sie wäre doch nach wie vor in Deinem Leben. Und würde Deine Kleine sich nicht freuen ihren Papa glücklich zu sehen!? Ich als Scheidungskind kann nur sagen, dass Kinder es merken, wenn in der Ehe etwas nicht stimmt! Sie wird merken, dass es Dir nicht gut geht. Und das ist doch viel belastender als endlich Wahrheiten auszusprechen und die Dinge zu ändern, die Dich unglücklich machen. Denk mal darüber nach. Liebe Grüße, Viola

      • Hallo Viola,
        erstmal danke für deine Antwort. Du hast so recht. Ich bin selber Scheidungskind. Und mein Gedankengang ist eigentlich eher meine kleine im Moment noch nicht mit so etwas zu belasten. ‚Ich machte in der Schule die Erfahrung, das ich komplett Abgestürzt bin aufgrund der Scheidung. Daraus meine Gedanken.
        Momentan besteht meine Gefühlswelt aus Angst, Trauer, Eifersucht.. Ich weiss nicht woran ich mich orientieren soll. Dadurch das meine Freundin seit Tagen so kalt reagiert weiss ich nicht in welche Richtung ich mich bewegen soll. Sie ist in den nächsten Tagen mit Kollegen auf Lehrgang. Weiter weg. Ich verfalle schon darin die Whatsapps zu bewerten wie noch nicht gelesen, noch nicht gemeldet und so weiter. Ich weiss das ich das nicht sollte, kommt aber immer wieder. Der Gedanke sie so weit weg schmerzt mich. Alles basierend auf ihrem Verhalten…. Meine emotionslose Gehirnhälte sagt sowas wie.. ja is ok. Die andere.. NEIN…. Ich fühl mich so .. so zerrissen. Wir sind damals quasi vom selben Level gestartet. Nur das sie extremen Stress mit Ihrem Mann hatte. Wir haben zusammen wieder erleben dürfen wie es ist Zärtlichkeiten, Emotionen und Erlebnisse glücklich zu teilen. Ihre Kinder waren zu dem Zeitpunkt schon erwachsen, bzw gerade davor Volljährig zu werden. Mir fällt gerade ein, das sie mal sagte, sie wollte keine Veränderung bevor ihre Kinder nicht so alt sind. Auf der anderen Seite soll ich das jetzt nicht… . Und nein. Ich will jetzt keine Verursacher/Schuldfrage aufwerfen. Das wäre absolut quatsch, unehrlich und ungerecht ihr gegenüber. Mir fehlt jetzt gerade jegliche Zärtlichkeit. Ich komme mir gerade vor wie auf Entzug (glaube das dieses so ähnlich ist). Etwas das ich, wie geschrieben, mit ihr erleben durfte bis jetzt. Es ist auch so anstrengend, wenn ich nach hause komme oder sonstige „alte“ Bereiche betrete mich komplett anders zu benehmen. Zwei Welten. Ich hatte ihr gesagt das ich gerne mit ihr zusammen laben möchte aber noch etwas warten bis meine kleine etwas älter ist. so 14. Aber durch ihr Verhalten bin ich mir zu gar nichts mehr sicher. Ich hänge zwischen verschiedenen „Was-wäre-wenn“ Szenarien fest. Bin komplett blockiert…

        • Solange Du keine klaren Verhältnisse schaffst, wird es immer wieder zu solchen Kältephasen kommen. Sie wird sich immer wieder zurückziehen, weil sie es so nicht mehr erträgt. Damit wirst Du leider leben müssen, solange es ist, wie es ist. Das ist das schlimme an Dreiecksbeziehungen: Sie tun weh. Ich wünsche Dir, dass Du einen Weg findest, mit dem alle leben können. Ich bin ein Freund davon, die Karten auf den Tisch zu legen, verstehe aber, dass es Dir schwer fällt. Ich drücke Dir für alles was Du tust die Daumen und wünsche Dir alles Gute! Liebe Grüße,
          Viola

          • Hallo Viola,
            danke für deine Worte. Ja es ist absolut schwer. Und ja, klare Worte wären gut. Gerade heute, durch ihr zurückziehen weiß ich gerade nicht wo ich dran bin. Antwortet im Moment auch nur sporadisch auf Nachrichten. Ich versuche sie auch nicht zu überschwemmen. Ich würde ihr am liebsten meinen Gedanken einfach schreiben, aber ich denke ist , gerade wo sie unterwegs ist nicht ok. Wäre denke ich unfair ihr gegenüber.
            Ich habe momentan Angst ihr Fragen zu stellen um eine Antwort zu bekommen die ich vielleicht nicht hören will. Egal welche Entscheidung ich treffen möchte, sie soll nicht spontan und ungeplant sein. Das kann nicht gut gehen denke ich. Ich überlege gerade meine Gedanken zu Papier zu bringen und ihr diese auf Ihr Kopfkissen zu legen, so das sie diese finden kann. Ist doch glaube ich besser als in elektronischer Form denke ich…. was meinst du? Ich werde sie spätestens morgen abend wiedersehen im Rahmen von unserem gemeinsamen Hobby…

          • So einen Brief finde ich gut. Ich bin ein Freund von Offenheit und Ehrlichkeit. Ich denke es bringt nichts alles in sich rein zu fressen, also raus damit! 🙂

          • Danke Viola.
            Ich habe ihr gestern noch mal einen EMail-Brief geschrieben. Nochmal meine Gedanken und meinen Plan für nächstes Jahr beschrieben. Mit der Bitte das sie mir sagen soll wenn es für sie nicht in Frage kommt… Ich hoffe ich bekomme eine Rückmeldung in irgendeiner Form. Ich hoffe sie wird nicht negativ sein.
            Ich stelle immer wieder zwischendurch so zu hause fest.. ach gemütlich, schön, warum ändern… aber wenn ich kurz danach nachdenke so stelle ich fest das es nicht das ist was ich will. Ich weiss es wird noch ein schwerer Schritt im nächsten Jahr werden. Aber ich wünsche es mir….

        • Hallo Micha. Wie sieht es gerade bei dir aus? Ich hoffe du konntest eine Entscheidung treffen. Es ehrt dich,dass du an deine Tochter denkst,aber die Situation jetzt ist viel schlimmer für sie. Sie spürt das etwas nicht stimmt. Kinder haben so feine Antennen. Weiß deine Frau eigentlich das du eine Freundin hast? Du hast ein Recht darauf glücklich zu sein und deine Tochter wird es auch sein. Du wirst kaputt gehen, wenn du versuchst diese Situation noch ein paar Jahre aufrecht zu halten.

          • Hallo Melanie, hallo Viola,

            es hat bisher lange gedauert in irgendeine Richtung zu gehen. Ich denke die Weichen haben wir heute morgen gestellt. Habe mich heute morgen mit meiner Freundin getroffen. Kurzversion da ich nicht in der Lage bin lange Texte im Kopf zu entfalten:
            Sie hat mich gebeten das wir uns nicht mehr privat treffen. Es belastet sie zu stark auf allen Ebenen. Ich werde diesem Wunsch entsprechen. Ich werde sie nor noch während unserer gemeinsamen Hobbys sehen. Es belastet mich stark, ich habe auch die ganze Zeit seit dem Tränen in den Augen, Ich arbeite heute auch nur Lapidar. Meine Kollegen lassen mich in Ruhe. Ich habe sie darum gebeten. Ich bin ihnen dankbar. Mein Herz ist schwer, aber ich werde ihr diesem Wunsch erfüllen. Es ist das mindeste was ich machen kann. Eine andere Lösung sehe ich im Moment nicht. Aber ich liebe sie zu sehr als das ich das nicht machen könnte.
            Ich kenne noch nicht die zukünftige Entwicklung in meiner Familie. Ich komme mir gerade vor wie in einem schlechten Film. Bin sauer auf mich das ich sie in diese Situation gebracht habe. Sauer auf mich das ich so bin wie ich bin. Will schreien. weinen, gegen irgendwelche Wände schlagen. Ich fühle mich leer, überfüllt an Emotionen. Trauer, Wut. Zwischendurch kommen für Sekundenbruchteile ein Schwall von Eifersucht bei dem Gedanken das sie mal irgendwann mit einem anderen…. Ich tröste mich dann damit das dieses vielleicht nicht Eintritt und ich mit ihr zusammen bin. Das ist so mein Tagesaktueller Stand. Ich bin froh das ich mich hier autauschen kann und darf. Zwischendurch kommen die Bilder in den Kopf von unserem ersten Kuss, wie sie mich an meinem letzten Geburtstag zum Frühstück eingeladen hat.. glückliche Gedanken die mich direkt wieder zum weinen, hoffen bringen.

          • Tag 3 nach der Trennung.
            Heute geht es mir soweit besser. Am Freitag als wir die Übereinkunft, anders möchte ich das nicht nennen, getroffen haben war der Tag mit am schlimmsten. Ich bin Kilometer zu schnell und ohne Kopf gefahren. Habe geschrieen und geheult. Muss jetzt immer noch flennen zwischendurch aber es geht. Das schlimmste war das ich meine Emotionen zu hause nicht rauslassen konnte. Darf ja keiner Wissen. Wir haben uns darauf geeinigt unsere Hobbys weiterhin zusammen durchzuführen. Alles andere wäre schwer. Ich weiss noch nicht wie das sein wird, aber ich möchte es zumindest versuchen. Für mich habe ich beschlossen, das wenn es sie zu sehr belastet werde ich da eine Änderung durchführen. Vielleicht andere Termine, oder ähnliches. Ich weiss auch nicht was es in der Zukunft geben wird. Meine Gedanken gehen von allem möglichen aus. Selbst das ich mich von zu hause trenne und zu ihr gehe bis… ach was weiss ich . Wir haben zumindest einen kurzen täglich Austausch per WA. Das macht es erträglicher. Ich bin auf mich gespannt wenn wir uns morgen wieder sehen. Habe eine Mischung aus Angst, Freude, Angst. Zu hause wurde es in den letzten Wochen immer unerträglicher. Bzw. ist. Ich bin mir noch nicht sicher über gar nichts. Ich kann mir vor allem seit Monaten, Jahren immer wieder anhören (und das war auch schon vor meiner Affäre), die Männer der anderen Frauen tuen dies und das besser, Freundin soundso sagt das und dies. Das ging mir schon immer auf die Nerven. Jetzt noch mehr. Ich bin froh den Freitag überstanden zu haben. Mit miesen Gedanken und überhöhter Geschwindigkeit über eine Autobahn zu fahren… nicht gut. Ich liebe sie
            meine Freundin immer noch total. Daher werde ich tun müssen was für sie gut ist. Wir haben keine Streit oder ähnliches. Ich habe mir vorgenommen das ich mich bei allem zurückhalte was sie belastet. Habe sie gebeten mir das zu sagen. Ich falle jetzt wieder auf die Ebene zurück vor unsrem ersten Kuss. Vor den ersten Streicheleinheiten. Das fürchte ich am meisten. Wieder im kalten alten zu hause gefangen zu sein. So wie es dort 9 Jahre schon war…

          • Morgen sehen wir uns wieder im Rahmen unseres Hobbys.
            Ich überlege dir ganze Zeit ob wir uns kurz vorher nochmal kurz treffen sollen. Auf dem Weg dorthin. Ich habe Angst das ich, wenn wir uns am Ziel erst treffen und das erste mal wiedersehen, heillos anfange zu heulen oder ähnliches. Bin da nicht sicher was richtig ist.
            Bin erfüllt von Angst und Freude.
            Was soll ich machen. Ich weiß es einfach nicht.

          • Hallo Micha, Du wirst da durch müssen. Sie hat ja klar gesagt, was sie möchte. Finde es gut, dass Du das respektierst. Ob es auf Dauer gut für Dich ist sie bei Eurem Hobby noch regelmäßig zu sehen, wird sich zeigen. Lass es erstmal alles auf Dich zukommen und erlaube Dir zu trauern. Du brauchst jetzt einfach Zeit. Auch zum Nachdenken. So grundsätzlich. Willst Du denn wirlkich Deine Lebenssituation so belassen? Du wirkst so unglücklich, das kann es ja auch nicht sein.

          • Hallo Viola,
            danke für deinen Rat. Ja. Ich habe es auf mich zukommen lassen. es war schön und auch traurig. wir hatten uns abgesprochen uns ein paar Minuten vorher zu treffen. Meine Idee war uns einfach zu sehen, zu schauen was passiert und dann jedem die Möglichkeit geben zu können einfach nicht am Hobby teilzunehmen. Die Situation war für mich auf der einen Seite traurig und auf der anderen war ich glücklich sie wiederzusehen. Im Grunde genommen ging es ihr genauso. Wir haben ein paar Minuten gesprochen, wobei mir wieder nicht die Worte über die Lippen gekommen sind die ich eigentlich sagen wollte. Wir habe uns umarmt und sind dann gemeinsam zum Sport gegangen. Hat alles im einvernehmen entspannt geklappt. Ich war zwar die ganze Zeit nicht gut drauf, aber wir haben es zusammen gemacht. Wohl mit entsprechender Distanz aber es ging. Ich hoffe das geht auch weiter so. Ich denke schlimm würde es für mich wenn irgendwie das Thema Eifersucht bei mir aufblinkt, aber soweit ist es noch nicht.
            Für mich ist das ganze auch nicht zu ende. Ich stelle mir im Grunde genommen vor mit ihr zusammen zu ziehen. Das ist mein Wunsch der in meiner Brust leuchtet. Zu hause fällt mir die Decke auf den Kopf. Ich habe jetzt viel zuviel Zeit. Verbringe jetzt jeden Tag mit 2 bis 3 Überstunden in der Firma. Die Zeit welche ich vorher mit Ihr verbracht habe habe ich jetzt zuviel über. Habe auch keine Lust diese, ausser mit meinen Kindern zu verbringen. Ich weiss noch nicht was die Zukunft bringt (wie jeder) aber für mich ist eine absolute Entscheidung noch nicht gefallen. Ich mache es auch Abhängig von dem was meine Freundin meint oder denkt. Lässt sie mir die Zeit, so werde ich denke ich nächstes Jahr als Ziel Sie nehmen. Sollte Sie sich aber entschieden haben einen absoluten Schlussstrich zu ziehen, so werde ich das akzeptieren müssen. Will sie auch nicht bedrängen. Dann soll es so sein. Ich liebe sie zu sehr als das ich ihr da noch mehr Schmerz und Druck zu bereiten. Bei dem Gedanken daran wird mir gerade schon wieder schwummerig aber… es geht dann nicht anders. Alles andere wäre inakzeptabel und ihr gegenüber ungerecht.

          • Hallo Micha. Oh man das hört sich alles ziemlich anstrengend an. Ihr kommt nicht voneinander weg,wenn ihr euch immer wieder seht. Das ist eine unglaubliche Qual für alle. Ich hoffe für alle Beteiligten, das es bald eine Entscheidung von dir gibt und du sie dann auch ohne wenn und aber durchziehst. Menschen können eine sehr lange Zeit, sehr viel ertragen. Aber es kommt der Tag an dem deine Psyche sich körperlich rächt für all die unterdrückten Gefühle. Unser Leben ist so kurz und statt das zu machen,was uns glücklich macht, tun wir so als hätten wir noch ein zweites Leben im Gepäck. Ich drücke dir die Daumen und hoffe du wirst nach vielen Jahren endlich glücklich.

          • Hallo Micha. Oh man das hört sich alles ziemlich anstrengend an. Ihr kommt nicht voneinander weg,wenn ihr euch immer wieder seht. Das ist eine unglaubliche Qual für alle. Ich hoffe für alle Beteiligten, das es bald eine Entscheidung von dir gibt und du sie dann auch ohne wenn und aber durchziehst. Menschen können eine sehr lange Zeit, sehr viel ertragen. Aber es kommt der Tag an dem deine Psyche sich körperlich rächt für all die unterdrückten Gefühle. Unser Leben ist so kurz und statt das zu machen,was uns glücklich macht, tun wir so als hätten wir noch ein zweites Leben im Gepäck. Ich drücke dir die Daumen und hoffe du wirst nach vielen Jahren endlich glücklich.

          • Hallo zusammen!
            Ja ich weiss nicht ob ich was weiss. Ich bin mir so unsicher wie es nur geht.
            Ich weiss nicht was ich machen soll. Sie sagt sie will mich immer noch und ist traurig das sie mich nicht haben kann. Ich will sie auch immer noch.
            Ich bin Gedanklich schon bei ihr. Ich habe Angst sie zu fragen ob sie auch noch da ist wenn ich mich getrennt habe. Ich weiss nicht nicht wie lange ich brauche. Ich habe Angst vor der Antwort. Ich habe angst davor das wenn ich mich trenne das ich komplett alles verliere. Ich trau mich nicht Ihr die Frage zu stellen weil ich befürchte eine Antwort zu bekommen die mir nicht gefällt.
            Ich fühle mich so gut wenn sie in meiner Nähe ist. Sie genau das Gegenteil. Dann noch die Belastung in der Firma ob die weiter macht. So viele Variablen im Moment. Mein Traum einfach mit Ihr abzuhausen nach was weiss ich wohin. Ich weine im Moment zwar nicht mehr, aber alles immer noch so abstrakt. Zu hause muss ich mich im Moment schon erklären warum ich soviel da bin. Alles so so blöd.

          • Hallo Micha.
            Sie will dich. Warum sollte sich das ändern wenn du dich trennst? Du solltest offen mit ihr über deine Ängste und Gefühle reden. Dann kann sie dich vielleicht verstehen.
            Was glaubst du was passiert, wenn deine Frau was mitbekommt? So langsam wird sie anscheinend wachsam.

          • Hallo Melanie,
            danke für deinen Tip. Genau das haben wir gestern gemacht. Ich habe meine Gefühle beschrieben so gut es geht. Es ist für mich nie einfach Worte zu finden. Ich habe es auch endlich geschafft sie zu fragen. Ihre Antwort hatte ich erwartet und erfühlt mich mit Glück und gleicher massen Angst. Natürlich kann sie mir nicht versprechen das sie zu dem Zeitpunkt wo ich kann… wo ich nicht weiss wann usw… noch die gleichen Gefühle hegt. Aber sie hat im Moment im Grunde die gleichen Hoffnungen. Ich konnte ihr aber endlich beschreiben warum es mir gut geht, sie zu sehen. Ich versuche meine Gedanken dahin zu modellieren, das ich nicht um das Trauer was ich verloren habe (zumindest anscheinend im Moment) sondern die schönen Bilder und Erfahrungen, die wir zusammen machen konnten einfach genieße. Es war einfach eine schöne Zeit die ich nie mehr vergessen möchte. Dafür ist mir alles zu wertvoll. Dafür ist Sie mir zu wertvoll. Wir werden uns bei unseren gemeinsamen Hobbys auch weiterhin sehen. Anders geht nicht. Dann müsste einer von uns das Hobby aufgeben. Aber ich denke das muss nicht sein. Wir haben keinen Streit. Ich liebe sie immer noch. Und das wird sich so schnell nicht ändern.
            Zu hause ist mir fast egal. Bin jetzt im Moment so drauf, das es mir eher gleich ist. Aber ich denke ich habe das ganze so gut drauf (ist das leider oder zum Glück?) das es nicht weiter auffallen wird. Ab und zu ein paar Spitzen und das wars.
            Mein persönlicher Traum und Wunsch ist nächstes Jahr mit meiner Freundin zusammen zu leben. Tendiere im Moment stark dahin. Sollte es dann nicht klappen denke ich wird es niemals klappen. Das sind die Gedanken die mich gerade durchströmen.

          • Hallo Micha. Schön zu lesen,dass du es geschafft hast mit ihr zu reden. Das ist für euch beide wichtig. Ich würde es dir wünschen mit ihr glücklich zu werden und drücke dir die Daumen für einen Absprung zu Hause. Eure Gefühle sind jetzt schon so lange vorhanden und werden nicht plötzlich zu Ende sein.
            Das du zu Hause alles gut verbergen kannst, ist tatsächlich eigentlich schlimm. Aber du hast es im Laufe der Jahre gelernt und der Schein nach aussen ist vielen ja auch wichtig und sie sind perfekt in diesem Schauspiel. Was anderes wird es bei dir auch nicht sein. Allerdings kostet so ein Schauspiel auch immer viel Kraft und raubt unnötig Energie.
            Hast du mal darüber nachgedacht ob du vielleicht doch noch Gefühle für deine Frau hast und deshalb keine Trennung möchtest? Oder geht es wirklich nur um Deine Tochter?

          • Hallo Melanie,
            es ist schon eine merkwürdige Situation. Ich habe festgestellt das ich hauptsächlich Richtung Freundin tendiere. Wir verstehen uns immer noch gut. Jetzt wo die Trauer gewichen ist, sogar noch besser. Wenn wir uns treffen in unseren Hobby geht es ganz gut. Ich habe für mich einfach mal angefangen meinen Keller, dort stehn seit Jahren Kartons drin, aufzuräumen. Dinge weg zu schmeissen die mir jetzt jetzt scheinbar nicht mehr wichtig sind. Tut gut. Ich möchte erst alles sauber haben. Ich möchte so wenig wie möglich Ballast haben. Mein kleiner Plan ist, das ich nächstes Jahr entweder eine eigene kleine Wohnung such oder zu mit ihr zusammen ziehen. Das ist mein Wunsch. Wir sehen uns im Moment auch nur zu den genannten Terminen. Nur am Dienstag gab es eine kleine Ausnahme….. Irgendwie hatten wir uns per Chat gegenseitig so aufgeheißt das wir und spontan wie ganz früher im Auto getroffen haben… Das tat uns beiden gut. Das gab mir die Gewissheit das da auf jeden Fall noch was ist, so wie ich gehofft habe. Ich war noch den ganzen nächsten Tag geflashd. Ihr ging es nach ihrer Aussage auch gut. Was immer noch schwer für mich ist, nur ganz wenige Nachrichten pro Tag auszutauschen.. Ich halte mich da an sie. Ich hoffe das ich das alles so auf die Kante bekomme. Ich will auch nix aus Panik oder so machen…
            Ich träume gerade davon, einfach den nächsten San-Dienst mit Ihr zusammen zu machen, einfach Hand in Hand uns sehen lassen zu können. Das ist mein Wunsch, mein Traum. Und er ist in realistischer Nähe. Ich hoffe das klappt so wie ich es mir Vorstelle. Ich liebe sie einfach.

          • Hallo Micha. Ich drücke euch nach wie vor ganz fest die Daumen, für eine glückliche Zukunft. Ich weiß wie sie sich fühlt, da ich in der gleichen Sitution bin. Allerdings habe ich mich nach langem Warten und vielen Enttäuschungen entschieden, ihn gehen zu lassen. Die Entscheidung war nicht einfach, aber für alle das Beste. Ihm ging es extrem schlecht und er ist richtig krank geworden mit der der Situation. Seine Frau weiß allerdings von mir und hat ihn das Leben zur Hölle gemacht und ihn mit den Kindern erpresst. Irgendwann wurde es einfach für mich und auch für ihn zu viel. Er kann sich von mir nicht lösen und deshalb musste ich diese Entscheidung treffen. Zu lieben heißt auch, gehen lassen zu können, wenn es dem anderen schlecht geht und er nicht mehr in der Lage ist, selbst aus der Situation zu kommen. Wir haben gar keinen Kontakt mehr, was mir echt schwerfällt, aber es ist das Beste. Wenn wir ihn hätten, würden wir nie voneinander loskommen. Ich komme mittlerweile sehr gut ohne ihn zurecht. Ich weiß, das was uns Jahre lang verbunden hat, wird es mit niemand anderen geben und sich das einzugestehen, macht es leichter. Ich kann jetzt wieder einem anderen Mann die Chance geben mich zu lieben und ich ihn, auf eine andere Art wie ihn damals. Das Leben ist nicht planbar und man sollte es nehmen, wie es kommt und das Beste daraus machen. Jeder hat sein Glück selbst in der Hand und das eigene Glück, ist von keiner anderen Person abhängig.
            Ich wünsche Euch eine glückliche und gemeinsame Zukunft. Deine Vorstellungen die du mit ihr hast, hören sich sehr schön an. Zieh es durch und werde glücklich. Du hast nur dieses eine Leben.
            Einen schönen ersten Advent wünsche ich Dir.

          • Hallo Melanie, hallo Viola

            zunächst mal danke für die Wünsche. Ja ich will nächstes Jahr Nägel mit Köpfen machen und mit Ihr zusammen ziehen, leben oder was auch immer. Das ist mein tiefster Wunsch. Ich stelle das immer wieder fest. Es treten zwischendurch auch Phasen auf wo ich das wiederrum kurz in Frage stelle, immer dann wnn ich gemütlich auf dem Sofa liege und einfach sooo etwas nix mache. Das ist aber nicht mein Herzenswunsch. Das weiss ich. Jetzt im Moment spielt aber mein Kopf mit mir rum . Wieder dieses quasi ‎Schizophrene verhalten. Ich habe im Moment ein Problerm mit mir… aus nichtigkeiten. Ihr werdet whrscheinlich nur drüber lachen, aber ich geh im Moment da ab wie ein Dampfkessel und weiss nicht warum. Vorgeschichte: Dmals: Als ich in der Schule war ‚(Vor nunmehr 40 Jahren), war es für mich so, ds ich alle die Rauchten als igitt empand. Die nicht rauchen gut. Ich hätte mir damals nie eine Freundin gesucht die Raucht…. Heute: In den letzten 2.5 Jahren wo ich mit meiner Freundin zusammen war, ist mir das bei ihr nie aufgefallen. Erst als sie sagte sie im Mai letzten Jahres aufgehört hatte fiel es mir auf. War aber zum Vernachlässigen. Ich habe in den letzten Wochenvor der trennung und vor allem danach bemerkt das sie raucht. Ich konnte meine Gexdanken dazu immer unterdrücken. In der letzten Zeit habe ich es öfter bemerkt. Ja. ist nicht leicht für mich, aber naja. Gestern, wir haben uns mal wieder im Rahmen von unseren Hobbys getroffen, habe ich aus versehen in Ihre Jacke gegriffen wil ich dachte es ist meine (hingen nebeneinander und sind die gleichen Dienstjacken, hatte ich auf einmal das Zigarettenpäckchen in der Hand. Obwohl ich es eigentlich wusste, reagierte ich sowas von… in mir eine Wut, Trauer und was wiss ichnoch alles.. ich kann es nicht erklären. Ich habe sie noch nie reauchen gesehen, und so wie ich es immer eingeschätzt habe, versucht sie es immer so das ich es nicht merke bzw mitbekommen. Ich bin sauer auf mich das ich so reagiere, auf der anderen Seite, wenn das Bild im Kopf kommt das sie da steht und raucht fange ich an zu kochen und bekomem Wasser in den Augen. (Gerade jetzt wieder dieser Fall) Es ist so eine lapidare Sache und ich weiss nicht warum ich so reagiere. Es kommen dann Gedanken ob ich das dann noch wirklich mit ihr will. Vor allem immer diese Gedanken mit der Angst ob sie es denn auch noch will. Ich schreibe in unregelmässigen abständen Mails wo ich meine Gedanken ihr zukommen lasse. Aber immer mit dem Satz das sie mir bitte sagen soll falls sie das nervt oder nicht mehr bekommen möchte. Will sie nicht belasten. Und jetzt kommt auf einmal diese lapidare Sache dazu.
            Wobei ich weiss das sie letztes Jahr aufgehört hatte. Ich denke mir zu liebe. Ich bin so hin und her gerissen. Was sagt ihr?

          • Du musst entscheiden, ob Du jemanden nicht lieben kannst, weil er raucht. Ich persönlich kann es nicht nachvollziehen, so bemisst sich doch der Wert eines Menschen nicht daran, ob er raucht oder nicht. Ich würde an Deiner Stelle die Entscheidung nicht daran festmachen, aber wie gesagt, am Ende musst Du es wissen.

          • Hallo Viola,
            ich gebe dir unumwunden recht. Ich bin da voll deiner Meinung. Ich sagte ja, das ist eine lapidare Sache wo andere drüber lachen. Mein Problem ist ich kann mich selber nicht nachvollziehen….aber ich denke das das rauchen gar nicht das wirkliche thema ist… Ich hatte heute gelegenheit mit einem Kollegen zu sprechen. Er meinte einfach… das ich vermutlich da eine weitere Entfernung von ihr drin sehe. Weil das hat sie vorher nicht gemacht. Und das diese Veränderung mir so auf die Niern geht. Von dem Standpuntk aus betrachtet denke ich kann das gut stimmen. Weil.. ich will sie immer noch. Absolut.
            Bezgl rauchen ist wahrscheinlich auch darin fundiert das mein Vater an Lungenkrebs gestorben ist und meine Mutter an Rachenkrebs. Jeweils vmtl durchs Rauchen. Waren beide starke Raucher. Ich denke, wenn ich jetzt mit etwas Abstand die Szene von gestern betrachte, das ich dazu noch einfach Angst um Sie habe. Ich will sie nicht verlieren. Egal in welcher Form. (Wobei ich nebenbei bemerkt zugeben muss, eine Raucherin zu küssen ist nicht so ganz angenehm, ändert aber jetzt nichts an meiner Meinung zu Ihr). Ich liebe sie einfach…

          • Deine Sorge kann ich verstehen. Aber wenn Du sie liebst, nimm sie wie sie ist. Vielleicht hört sie ja bald von ganz alleine auf.

          • Hallo Viola.
            Ich bin im Moment total überfordert. Vielleicht kannst du mir einen Rat geben. Ich kann im Moment die Reaktionen meiner Freundin im Moment nicht verstehen. Ich habe Ihr vor 2 Wochen wieder eine Mail geschrieben wo ich ihr geschrieben habe das mein Plan ist, das ich mich nächtstes Jahr trennen werde und gerne mit Ihr zusammen leben möchte. Als erstes Ziel ist aber erstmal meinen neuen Job bekommen. Das wird wennnicht dazwischen kommt im März sein. Danach will ichalles in die Wege leiten. Vorher macht keinen Sinn, da ich nicht auf mehreren Plätzenkämpfen kann. Aber mein Ziel ist klar. Und ich will es von ganzem Herzen. In den letzten 3-4 Wochen wenn wir uns sehen benimmt sie sich soweit normal. Nur beim Verabschieden , da gibt es nichtmal mehr einen freundschaftlichem Drücker. Und sie ist so kalt. Komme ich nicht mit klar. Sie sagt auch nichts dazu. Wir begrüssen uns zumindest jeden Morgen und verabschieden uns jeden Abend per Whatsapp. Soll ich sie darauf ansprechenoder besser in Ruhe lassen? Ich wollte im Januar schauen ob sie mir etwas Zeit auf neutralem Boden gewährt um nochmal über meine Gedanken direkt zu sprechen. Nicht nur per MAil. Ich fühle mich so hilflos. Habe Angst sie zu verschrecken, das sie sich entfernt. Was mir immer noch Hoffnung gibt, sie hat bis jetzt nicht den Schlüssel von ihrer Wohnung zurück verlangt. Was kannst du mir raten?

          • Hallo Micha.
            Wie waren die Feiertage für dich mit der Familie und nicht mit ihr?
            Das mit dem Rauchen würde ich nicht überbewerten. Vielleicht hat sie wieder angefangen,weil die Situation zwischen euch anstrengend ist.
            Und das sie sich vielleicht nicht zu deinem Plan äussert, könnte daran liegen,dass sie daran nicht glaubt. Sie muss erstmal Taten sehen um dir zu glauben. Sehr schwierige Situation. Ich hoffe es wird noch alles gut zwischen euch.

          • Hallo Melanie,
            die Tage waren schwer für mich. Ich fühle mich einfach nicht wohl. Den Aspekt das sie nicht daran glaubt hatte ich noch nicht bedacht. Hat was. Aber ich will. Es geht aber nur Schritt für Schritt. Habe so Angst sie zu verlieren auf dem Weg. Was hälst du davon wenn ich sie in dennächsten Tagen mal einen Kaffee bitte. Und Ihr mal meine Gedanken zu wiederholen. Zusammen mit meine Ängsten? Oder ist das noch zu früh? Das ganze macht mich fertig. Immer wenn ich sie sehe.. und dann diese Reaktion danach. Ich mache mir sogar Gedanken das ich heute Abend nicht mehr gehört habe von ihr…
            LG Micha

          • Hallo Micha.
            Frohes neues Jahr wünsche ich dir erstmal.
            Die Idee mit dem Kaffee finde ich gut. Was hälst davon, dir aber mal ihre Ängste anzuhören und mal zu fragen wie es ihr mit der ganzen Situation geht? Ich verstehe deine Ängste, wüsste aber auch nicht ob ich dir glauben würde.
            Bei uns war es damals auch so. Er musste noch Sachen und Dinge tun bevor er geht wofür ich immer Verständnis hatte und als es dann soweit war,ist er nicht gegangen. Und auch er wollte es so sehr. So sehr,dass er mit etlichen Bekannten darüber geredet hat. Und dann stand seine Frau da und hat ihm damit gedroht,ihm die Kinder wegzunehmen und seine Tochter hat nur noch geweint und er ist geblieben. Man kann solche Sachen einfach nicht planen. Weißt du was ich meine? Es gibt immer noch eine Variable die plötzlich da ist und nicht einkalkuliert ist.
            Sprich mit ihr, aber höre auch ihr zu!

          • Hallo Melanie,
            danke für deine Worte. Und ja, ich möchte auch erfahren was in ihr vorgeht. Das ist mit ein wichtiger Grund. Ich weiss es im Moment nicht wirklich. Sie sagt mir ja nichts und schreibt mir nichts. Das ist ja mit ein Grund warum ich mit ihr reden möchte. Sie ist mir zu wichtig als das ich einfach so darüber hinweggehen will oder will. Ich bin da nicht der einzige Wichtige. Und ja…es kann immer etwas anders laufen als geplant. Diese Unwägbarkeitenmachen ja das Leben aus. Aber ich versuche erstmal nach meiner Linie zu fahren. Ich hoffe das alles so klappt. Ich wünsche es mir. Und es tut mir leid was dir widerfahren ist.

  65. Hallo Viola, danke für den Artikel.
    Ich kann nur jeder Frau raten, sich nicht auf den Zustand der Geliebten einzulassen. Ein Seitensprung, naja. Eine Urlaubsaffäre, naja. Doch Geliebte zu sein – oder Geliebter – zerreisst das Leben. Und ich weiss, wovon ich rede: Ich bin beides – und noch mehr. Als Geliebter einer seit 30 Jahren verheirateten Kollegin, die mehr Zeit als ich hat, täglich anruft: Wann hast Du Zeit, wann können wir uns sehen, mein Mann ist weg, wir sehen uns so selten und vieles mehr. Sie ist in mich verliebt, ich war es ebenso. Doch nun ist das seit 6 Jahren eben auch nur „Alltag“ – ein absurder, anderer zwar, aber eben auch „Alltag“. Das, was letztlich alle erwischen kann ist die sprühende Lebensfreude des ersten Kontaktes, des ersten Sex. Wir sind Hormon-Maschinen, die sich dem nicht entziehen können. Und befreit vom Alltag liebt es sich leichter, zudem wir beide noch gut finanziell unterwegs sind. Konferenzen, Seminare, es finden sich Gelegenheiten. Beide wollen alles aufbieten, sich darstellen – niemand von uns will jedoch jetzt-hier-und-heute seine Partnerin oder Partner verlassen. Aus guten Gründen, bei mir ist es ein Kind, bei ihr unterdessen das durchaus schwierige Zusammenleben zweier Alphatiere. Und um alles kompliziert zu machen: Wir haben beide unsere Sexualität neu entdeckt, mögen Fetischparties, BDSM, aufregende Clubs. Und wir haben beide gelernt: Wir sind attraktiv. Und kürzlich rutschte ihr bei einem gemeinsamen Besuch eines FKK-Clubs – der eigentlich ein luxuriöser Country-Club ist – heraus, daß sie schon einmal mit einem anderen da war. Wir haben gelernt: Wir sind attraktiv, sexy. Haben die Mechanik erlernt. Es ist so einfach. Und so habe ich mittlerweile eine Geliebte aus der BDSM-Welt, die 30 Jahre jünger ist als ich, der ich von Anfang an alles berichtete, die alles weiss – und sich für mich entschieden hat. Für mich ein Jungbrunnen, für sie bin ich Mentor, Freund und Lover in einem. Mit einer Sexualität, die über Jahre „geschult“ ist, nichts von den Unsicherheiten der Jugend hat und einer attraktiven Anatomie bin ich für sie attraktiv. Sie liebt mich. Sie ist in meine Nähe gezogen, aus einem anderen Land Europas, ich habe ihr Wohnung und Job besorgt. Es ist so verlockend alles hinter sich zu lassen, doch die eigene Lebenserfahrung steht dagegen. Wenn der Alltag eingezogen ist, haben auch die schärfsten Mädchen früher oder später Baumwollunterwäsche an, die Dialoge beginnen sich zu ähneln. Und wie könnte ich sehenden Auges die Verantwortung für eine Frau jünger als eine meiner Töchter übernehmen, den ich gehe auf die sechzig zu. Natürlich ist alles besprochen, sie kennt die Kollegin, wir waren gar gemeinsam unterwegs. Für beide bin ich das Geschenk ihres Lebens, für mich bin ich endlos zerrissen, weil ich einfach nur geliebt werden will. Doch früher oder später kommt der Alltag, aus Liebe werden endlose Diskussionen, da ich leider ein Faible für intellektuell anspruchsvolle Menschen habe. Zufriedenheit? Fehlanzeige. Wird es auffliegen? Niemals. Mittlerweile bin ich Profi, könnte in jedem Geheimdienst der Welt anfangen – auch das hatte sein Reize. Gibt es einen Weg aus diesem Leben? Keine Ahnung. Manchmal wäre ich gern durchschnittlicher, unattraktiver, impotent, alltäglicher, dümmer, erfolgloser – mir würde viel erspart bleiben. Und meinen Geliebten ebenso. Mittlerweile nehme ich mir „Urlaub“ von diesem Leben, mache wieder lange Sommerurlaube mit meiner Stammfamilie und brauche zwei Wochen, bis ich wieder „kompatibel“ bin. Versuche am Wochenende da zu bleiben, alte Fotos anzusehen, mich neu für die angestammte Partnerin zu begeistern. Doch es fällt so schwer, diese unendlich mühsamen Gespräche des Alltags zu führen, zu erleben, wie das Leben uns zu unterschiedlichen Sichten gebracht hat, unterschiedlichen Vorlieben, unterschiedlichen Leben, wenn man es genau nimmt. Es ist manchmal unerträglich, aber was kann man raten: Lasst die Finger von allem, was auf dem Weg zum Geliebten oder zur Geliebten führt. Wehret den Anfängen, meldet euch bei allen Foren, Portalen und Singlebörsen ab, löscht WhatsApp. Entgiftet euch von der digitalen Versuchung. Es ist besser so. Findet euren Weg, so er denn ein anderer ist als meiner. Denn ich habe ihn bis zum Exzess abgeschritten und habe nichts gefunden. Und lasst eure Partnerschaften nicht auf dem Altar der Kindeserziehung vertrocknen.

    • Danke für Deine offenen Worte! Das ist das Schlimme an diesen „Beziehungen“. Man findet nichts. Man sucht etwas ganz anderes und geht am Ende leer aus! Alles Liebe für Dich!

    • Hallo Michael,
      ich muss sagen ich bin beeindruckt von deiner Geschichte. Ich möchte echt nicht mit dir tauschen. Was du erzählst finde ich echt heftig. Wie viel Energie du schon in diesen Weg bisher reingesteckt hast. Ich stecke gerade auch in einer Zwangsmühle aus der ich für mich noch keine Lösung, mit der ich aktuell wirklich zufrieden bin, finden kann. Immer noch hin und her gerissen. Gefühl gegen Logik. Alles nicht einfach. Aus einer Rolle mit gleichen „Startbedingungen“ (beide liiert), in die Einseitige Rolle. Meine Freundin jetzt bald frei, ich dagegen nicht, noch nicht?, gar nicht? Weiss ich nicht. Mit dem Geheimdienst kann ich nachvollziehen. Ich bin seit 2 Jahren so da drin, das ich spontan immer einen ‚Plan B oder Ausrede habe ohne gross nachzudenken… was will ich wirklich. Noch keine Erkenntnis.. schwanke da immer noch.

      • Hallo Micha, habe den Eindruck, das was du am nötigsten brauchst, ist Abstand. So, wie du dich selbst schilderst, kannst du keinen klaren Gedanken fassen. Unser Erwachsenenleben ist komplex. Für Entscheidungen von solcher Tragweite, ist für mich das Bauchgefühl zu wenig. Aus der gleichzeitigen Rolle des „Betrügers“ und „Geliebten“ habe ich mich vor gut einem Jahr im Zuge eines Streites mit der Ehefrau, aus einem Bauchgefühl heraus getrennt, bin dann später ausgezogen. Das war nach wie vor eine richtige Entscheidung.
        Das brachte Abstand, nicht zur Geliebten aber zur Betrogenen. Es wurde damals höchste Zeit aus Gründen der Fairness, den für mich wichtigeren und deutlicher zu erkennenden Strich zu ziehen.
        Allein und in einer anderen Umgebung konnte ich viel besser nachdenken. Und da gab es reichlich, über Ursachen und Folgen.
        Wie sich mein Leben weiterentwickelt ist noch unklar. Die vielen Gedanken über mich selbst, meine eigene Geschichte und Partnerschaften, haben alles in Frage gestellt, auch berufliche Dinge. Es geht quer durch alle Bereiche und ich bin dabei zu sortieren. Irgendwann kam ich an den Punkt, mich gegenüber meiner Liebe zurückzunehmen. Vielleicht macht das deine Geliebte gerade ebenso. Damit du für dich denken kannst.
        Auch ich habe Druck aufgebaut, aber nicht für eine Entscheidung für mich, sondern dass sie über sich selber nachdenkt.
        Wem ist geholfen, wenn die Beteiligten emotional reagieren? Dafür sollte das alles doch zu wertvoll sein.
        Wie du das mit dem Abstand hinbekommst, kannst nur du herausfinden. Vielleicht mit mehr Zeit mit deinen Kindern?
        Sprich offen zu deiner Geliebten. Sie wird es verstehen und sich gedulden, wenn es ihr das Wert ist. Natürlich möchte sie das Gefühl immer wieder haben, dass du „dran“ bleibst. Und für eine Wartezeit von 4 Jahren, die du ansprichst, muss da sicher noch eine andere Lösung her. Ich meine, dass kannst du nicht erwarten, dass sie deine jetzige Familienkonstellation solange mitträgt und dann der Startschuss fällt.

        Ich wünsche dir Ruhe zum nachdenken
        Gruss S.

  66. Hallo, ich bin seit einigen Monaten in einer ähnlichen Situation. Aber eben nur ähnlich, weil mein Geliebter und ich BEIDE verheiratet sind. Wir sind also beide Geliebte/r als auch Betrüger/in. Leider nicht ganz ohne Gefühle füreinander, aber eben nicht genug, um dafür die Hauptbeziehung aufgeben zu wollen. Er hat mir gesagt, dass er sich in mich verliebt hat. Das macht es nicht grade einfacher. Aber noch genieße ich diese Affäre zu sehr, um es zu beenden. Dennoch habe ich auch Tage, Stunden an denen ich nur an ihn denken kann, es mir schlecht geht, weil ich ihn vermisse, Gefühlschaos pur. Ich wünschte es würde beiderseits einfach bloß um Sex gehen. Hinzu kommt, dass wir uns jeden Tag sehen. Würden wir es also beenden, würden wir den anderen dennoch immer wieder sehen und vermutlich letztlich doch übereinander herfallen. Mein Trost ist, dass es temporär ist. In 11/2 Jahren werden wir zum Beenden gezwungen sein, da unsere gemeinsame Arbeit dann fertig sein wird. Trotzdem ist das Herz gespalten und fühlt sich zeitweise furchtbar an…

    • Oh ja, es könnte so einfach sein, wenn es denn nur um Sex ginge. Aber da kommen dann diese Gefühle und schon ist das Chaos perfekt. Das Gespaltensein ist das Schlimmste. Hoffentlich kommt ihr beide am Ende glimpflich davon. Liebe Grüße, Viola

  67. Liebe Viola

    Gerade bin ich über deine Geschichte gestolpert & fühle mich so angesprochen.
    Ich bin seit über 2.5 Jahren eine Geliebte.
    Bei mir war es etwas anders als von dir geschildert. Er hat mir nie gesagt, dass er sich trennen wird, im Gegenteil, ich hatte immer das Gefühl, dass er sehr ehrlich zu mir war. Er hat zwar oft gesagt, dass er mit seiner Partnerin nur wie mit einer Schwester zusammen lebt & dass ihm vieles fehlt in der Beziehung, doch dass er Angst hat, was auf ihn zukommt, wenn er sich trennen würde & ich sicher irgendwann einen besseren finde, gehe & er alles verlieren würde.
    Das hat mich dazu gebracht, ihn von mir überzeugen zu wollen, was dann genau dazu geführt hat, was du beschrieben hast. Man bekommt das Gefühl, man reicht nicht, man ist nicht genug.
    Was mir ganz massiv zu schaffen gemacht hat, dass ich dachte, wir würden doch perfekt zusammen passen & da ich vor ihm Jahre lang dieses Gefühl nicht mehr gekannt hatte, war das mit ein Grund, warum ich so schwer loslassen konnte.

    Aber genau heute vor 4 Wochen habe ich den etwa vierten Absprung gewagt.
    Die letzten Male war es immer irgendwie auch taktisch. Ich habe mir gedacht, wenn er mich nur genug vermisst, würde er schon verstehen, dass er nicht ohne mich kann. Das hat nie funktioniert.
    Nachdem ich die ersten zwei Wochen richtig am Boden zerstört war, habe ich mir gesagt, das muss aufhören! Ich versuche mich dieses Mal sehr selbstkritisch mit allem auseinander zu setzen & in den Fokus zu stellen, was ich für mich möchte & tun kann. Jeder Wunsch von mir, ihn von mir überzeugen zu wollen, war der falscheste Ansatz, den ich verfolgen konnte.
    Jeden Tag versuche ich, mir vor Augen zu führen, dass ich nur für mich Entscheidungen treffen kann & er nur für sich.
    Ich möchte keine Hass- oder gar Rachegefühle in mir haben, da ich weiss, dass mir das überhaupt nicht gut tut & dass nur ich für mein Glücklichsein verantwortlich bin.
    Trotzdem ist es eine verdammt harte Zeit & ich vermisse ihn oft & vor einer Woche hat er sich wieder gemeldet & ich merke gleich, wie ich mich wieder zu ihm hingezogen fühle. Aber mir ist sehr bewusst, dass das seine Art ist, herauszufinden, ob vlt die Möglichkeit besteht, dass wir genau dort weiter machen können, wo wir aufgehört haben.
    Im Moment ist er noch im Urlaub aber ich versuche mich bereits darauf vorzubereiten, falls er sich wieder treffen will, wenn er zurück ist.
    Was auch du gesagt hast: Es braucht Zeit, um so starke Gefühle hinter sich zu lassen & genau die möchte ich mir jetzt nehmen, damit ich irgendwann mein Herz wieder ganz bei mir habe & ich mich dann, eine Erfahrung reicher, auf einen neuen Mann einlassen kann.

    Vielen Dank, dass ich mein Herz ausschütten & meine Erfahrungen teilen durfte. Es ist schön zu wissen, dass man damit nicht alleine ist. ❤️

    Liebe Grüsse
    Jacqueline

    „Konzentriere dich auf deine Ziele, nicht auf Menschen oder Gegenstände“ -Albert Einstein

    • Update:
      gestern Abend habe ich einen zusätzlichen Entschluss getroffen: da ich gemerkt habe, wie ich in alte Muster verfalle, seit er sich wieder gemeldet hat, (ich kann mich nicht mehr auf mich konzentrieren, habe unendliche Sehnsucht nach ihm & warte ständig darauf, dass er sich wieder meldet) habe ich ihm heute Morgen eine, meiner Meinung nach, wirklich selbstreflektierte & mit keinem Wort vorwurfsvolle & von Herzen ehrliche Nachricht geschickt, wo ich ihm sage, dass ich mich nicht mehr melden werde & ich ihn darum bitte, dasselbe zu tun.
      Im Moment bin ich sogar erleichtert. Mein Herz ist mir im Moment so wichtig & ich mag keine Minute länger leiden als nötig. Das Wissen, dass er endgültig weg ist, wird die nächsten Tage & Wochen sicher nochmal einiges hoch kommen lassen, aber ich habe Verantwortung für mich übernommen & stehe für mein Wohlbefinden ein.

      Die Tatsache, dass ich gestern alle eure Kommentare durchgelesen habe & mich in so vielen selbst gefunden habe, hat mich zusätzlich bestärkt, meinen Weg zu gehen.

      Vielen Dank euch allen! ❤️

      • Liebe Jaqueline,

        Deine Beiträge haben mich sehr beeindruckt. Ich habe hier bereits einen Beitrag verfasst und bin wieder „rückfällig“ geworden, da mich mein Geliebter irgendwie nicht gehen lässt. Und immer wieder verfalle ich in das von Dir beschriebene Muster – warten und hoffen. Ich dachte inzwischen, meine Einstellung hat sich ein wenig geändert, aber sobald ich höre, dass er etwas mit seiner Frau unternimmt, falls ich in ein tiefes Loch. Ich hoffe für Dich, dass sich Dein Geliebter an Deine Bitte hält und sich nicht mehr meldet. Denn dann wirst Du es schaffen und irgendwann positiv an die zeit zurückdenken können.

        Alles Liebe Dir!!!

        • Liebe Caro

          Ich habe deinen Beitrag & deine Geschichte gelesen.
          Obwohl ich dich nicht kenne, fühle ich mich so verbunden mit dir. Deine Geschichte könnte meine sein!!!
          Wie geht es dir denn & wie sieht es bei euch momentan aus?
          Ich kann dir sagen, wie es bei mir weiter gegangen ist. Er hat mir auf meine Bitte eine wirklich liebe Nachricht zurück geschrieben & gesagt, dass er meinen Wunsch respektiert. Ich habe mich an diesem Tag so gut & stark gefühlt & die Entscheidung hat mich dermassen befreit & auch als ich seine Antwort bekommen habe, ging es mir, verglichen mit den Wochen davor, sehr gut.
          Obwohl er sich vorher Tage nicht gemeldet hat, hat er mir 2 Std! nach seinem Versprechen wieder geschrieben.
          Ich schäme mich fast, es zu sagen: Geendet hat es darin, dass wir uns gestern, zum Mittagessen getroffen haben. Das alles hat mich so weit zurück geworfen.
          Ich fühle mich wie ein Junkie. Möchte zwar den Entzug machen aber die Droge kommt zu mir. Heute ging es mir richtig bescheiden & ich habe ihm gesagt, dass ich wahnsinnig Sehnsucht nach ihm habe aber halt auch, dass ich weiss, dass ich nie mit dieser Situation zurecht kommen werde. Darauf hat er gesagt, er komme nicht damit zurecht, dass es mir wegen ihm nicht gut geht. Er glaube, dass ich die richtige Frau für ihn wäre & dass es eine Schande sei, dass er nicht tun könne, was er denke, was ihn glücklich machen würde. Sollte ich ihn brauchen, sei er jederzeit für mich da. Unterm Strich, hat er sich aus der Situation genommen, weil er letzten Endes, meiner Meinung nach, nur mit mir zu tun haben möchte, solange es ihm keine grösseren Umstände bereitet.
          Falls du interessiert bist, können wir uns auch persönlich schreiben. Ich glaube, wer so etwas nicht selbst erlebt hat, kann das nur ganz schwer nachvollziehen & wir sollten uns gegenseitig unterstützen, ermutigen & Kraft geben!

          Liebe Grüsse
          Jacqueline

          • Vielen lieben Dank. Ich habe Dir gerade eine sms geschrieben 🙂
            Mir geht es genauso wie Dir. Ich beende es und dann holt er mich zurück. Und ich ärgere mich, dass er es immer wieder schafft bzw. ich zu schwach bin. Ich habe meine Affäre auch schon wieder getroffen und alles geht von vorne los.

            Es war so, dass wir uns tränenreich verabschiedet haben. Nach nur wenigen Stunden kontaktierte er mich erneut und das Ende war wieder fern.

            Vielleicht können wir uns gegenseitig stärken.

            Liebe Grüße

  68. Hallo, nach langer Zeit des Schweigens melde ich mich mal wieder.

    Naja es wurde alles nur noch schlimmer. (liest meinen letzten Kommentar). Seit unserem zufälligen „Mini-Treffen“ Ende Juni. Kein Kontakt mehr. Er blockt alles ab, jegliche Kontaktaufnahme. Telefon, Messenger. Er liest meine Nachrichten, es ist ja der einzige Weg, wie ich ihm erzählen kann, was bei mir so abläuft in meinem Leben. Ob es ihn interessiert oder nicht, jedenfalls liest er immer alles.
    Aber nie eine kleine Antwort. Nichts. Tot. Irgendwie habe ich es gespürt als ich ihm beim „Mini-Treffen“ das schon so lange versprochene Weihnachtsgeschenk mitgebracht habe. Er hat mich umarmt, an sich gezogen . So wie es ein Abschied für „immer“ sein wird. Egal ob er versprochen hat, dass wir uns noch sehen. Seine Versprechnungen, … ja in dem Moment wo er es sagt mag es die Wahrheit sein. Aber danach zeigt sich wieder die „Feigheit“.
    Und so war es. Wir haben uns nicht mehr gesehen. Nicht mehr gesprochen. Ich denke „ER“ hat die Reissleine gezogen. Weil er verliebt war. Er wollte keine Konzequenzen betr. seiner Ehe. Nach mehr als 25 Jahren. Er konnte es mir nicht sagen, einfach zu feige. (Wir haben niemals miteinander geschlafen.)
    Ich hätte es nie geschafft, mich nicht wieder bei Ihm zu melden.
    Wie es Ihm jetzt geht weiss ich nicht, ich habe ihm zornige Nachrichten gesandt. Geschrieben, dass ich unseren Chatverlauf an seine Frau sende… dass er mich und unsere Freundschaft verraten hat… usw. im nachhinein wieder das es mir leid tut, das ich so reagiert habe. Alles aus Schmerz und Enttäuschung, weil wir uns nie ausgesprochen haben. Er gab mir nie eine Chance.
    Ausserdem hätte ich es niemals getan, seiner Frau das zuzusenden.
    Ich liebe Ihn immer noch, vielleicht noch mehr. Ob irgendwas, irgendmal noch von seiner Seite kommen wird ? Wer weiss.
    Ich muss versuchen von dem ganzen Abstand zu nehmen, mehr an mich zu denken. An meine Familie.
    Vielleicht treffen unsere Wege wieder aufeinander, … zufällig. Ich werde Ihn nicht suchen, den Kontakt. es klingt alles so nach „kitsch“ . Aber ich habe Ihn wirklich geliebt. Und liebe Ihn immer noch sehr. Wie man so sagt, zur falschen Zeit am falschen Ort.
    So haben wir uns gefunden. Aber es hat nicht sein sollen. Der Schmerz wird irgendwann weniger. Trotzdem reicht ein Ort, ein Wort, eine Geste, egal und schon sind die Erinnerungen wieder da. ……

    „Zwischen uns wird immer diese Geschichte sein, doch sie bleibt unvollendet“

    Vielen Dank an alle ! <3

    • Liebe Bahia

      Ich fühle mit dir!
      Tu dir den Gefallen & melde dich nicht mehr bei ihm.
      Erstens bin ich mir sicher, falls er es irgendwie schaffen kann, einen Schritt zu tun, muss er dich richtig vermissen & das wird er nicht, wenn er weiss, dass du immer da bist & er regelmässig von dir hört, was du tust & dass es dir be***issen geht. Ein Mann möchte die Frau, die er liebt glücklich machen & wenn er sieht, dass er dir nur leid bringt, wird er sich nicht mehr in dein Leben bringen.
      Zweitens ist es die einzige Möglichkeit, dich wieder um dich zu kümmern & Abstand zu bekommen, um irgendwann wieder glücklich zu sein. So hart wie das klingt: Sollte er sich nicht mehr melden, ist jede Sekunde, die du wegen ihm leidest vergeudet & er ist es nicht wert, dass du um ihn kämpfst & Tränen für ihn vergiesst. Würde er das Selbe für dich empfinden, wie du für ihn, würde er den Schritt wagen.
      Ich weiss von meiner Situation, wie hart das ist aber nach fast 3 Jahren, habe ich so viele schöne Worte gehört & keine wirklich ernsthaften Taten gesehen.
      Ich bin fest davon überzeugt, dass es nicht möglich ist, deinen Geliebten aus eigener Kraft davon zu überzeugen, dass er irgendetwas an seiner Situation verändert. Entweder er sieht es selber ein (weil du dich zurück gezogen hats & er dich vermisst) oder es wird nie geschehen.
      Noch etwas: ich habe mal gehört, dass Männer viel länger brauchen, bis sie eine Frau wirklich vermissen. Wir Frauen gehen meist direkt nach der Trennung durch die Hölle, während Männer oft sogar erstmal erleichtert sind, vorallem, wenn sie mit dem Druck gelebt haben, eine Frau glücklich machen zu müssen & dazu nicht im Stande sind. Teilweise brauchen sie Wochen oder gar Monate. Manchmal merken sie es auch erst dann, wenn es schon zu spät ist & die Frau nicht mehr zurück möchte.

      Ich wünsche dir von ❤️ viel Kraft, dich wieder in den Mittelpunkt zu stellen & einfach wieder deine Bedürfnisse ganz nach oben zu stellen.

      Liebe Grüsse
      Jacqueline

      • Hallo Viola, finde auf dieser homepage, ausser für deine Musik und Veranstaltungen, keine email Adresse, um mich direkt an dich zu wenden.

        Jacqueline hat etwas weiter oben eine Telefonnummer hinterlassen. Der Adressat hat sie wahrgenommen.
        Dies ist zwar eine Seite auf der Menschen sehr persönliche Dinge preisgeben, trotzdem ist es das www.
        Vielleicht editierst du diesen Teil aus der Nachricht heraus, wenn sie das ebenfalls möchte.
        Gruss S.

  69. Liebe Jacqueline!

    Vielen herzlichen Dank für Deine wahren und hilfreichen Worte. <3 Man wünscht sich halt immer , dass es trotzdem noch alles gut wird. Aber wenn ich so denke und "logisch denke" dann kenn ich diesen "Mann" ja gar nicht. Hat er mir nur was vorgespielt, weil es in seiner Ehe langweilig wurde, sein Ego aufgepuscht.. was auch immer. Kann sein, oder auch nicht. Nur Er allein weiss die Antwort darauf. Ich bin einfach "emotional abhängig" von Ihm geworden. Ob es meine Schuld ist? Jain, denn er war immer sehr nett und hilfbereit (meine vorherigen Berichte) , er verspracht nicht nur, sondern hat es auch in Taten umgesetzt.
    Und dann kamm plötzlich dieser Wandel, um 360 Grad. Keine Anwort mehr auf nichts oder nur soooooo selten. Und alles seit er mich geküsst hat…
    Ich werde mich nie wieder bei Ihm melden. Es fällt mir sehr, sehr schwer und kostet mich sehr viele Tränen. 🙁 Aber ich mache mich nicht länger "zum Affen". Wenn ich es nicht wert bin mir einmal zu Antworten oder mich anzurufen und eine klare Ansage betr. den Gefühlen zu machen, dann Sorry. Ich nicht mehr.
    Meine Tochter sieht ihn sowieso , weil Sie in dem gleichen Fussballklub Spielerin ist, wo er Trainer ist. So wie ich Ihn kenne, "wenn überhaupt" , wird er über meine Tochter sich informieren was mit mir ist. So hat er es immer gemacht. …
    Wenn nicht, dann soll er bleiben wo er ist. Ob er glücklich ist , kein sein. Ob er glücklich bleibt, kann sein.
    Aber Karma ist ne "Bitch"…… ja ja

    Alles Liebe an Euch/Dich , die in einer dieser "seltsamen" Situationen sich befinden und gefangen sind…

    Bahia

  70. Hallo ihr Lieben,
    Ich bin so froh so eine tolle Seite gefunden zu haben auf der man sich austauschen kann. Ich stecke momentan auch in einer sehr schwierigen Situation.

    Ich bin seit 13 Jahren mit meinem Mann verheiratet.wir haben zwei Söhne 7 und 4. Wir wollten uns schon öfter trennen haben es aber der Kinder wegen immer wieder probiert. Leider ohne Erfolg. Wir streiten nicht,jeder lebt dein Leben und ist zufrieden damit. Vor kurzer Zeit hab ich einen Mann kennengelernt der 20 Jahre älter ist als ich und ebenfalls verheiratet ist. Es hat von Anfang an zwischen und geknistert.Wir treffen uns regelmäßig, hatten aber noch kein Sex. Er sagt er ist nicht mehr glücklich in der Ehe. Er sagt aber er könnte sich nicht trennen,da er einfach zu alt für mich sei und er wissen würde dass das mit uns nicht funktionieren würde. Er sagt aber im Umkehrschluss dass er Gefühle für mich hat und er Die Zeit mit mir so genießt. wenn er bei seiner Frau zi Hause ist meldet er sich nur sporadisch und wenn er nicht zu Hause ist meldet er sich mehr.

    Nachdem ich nun den Artikel oben gelesen habe bin ich nun hin und her gerissen was ich tun soll 🙁
    Ich merke einfach wie die ganze Situation mich anfängt zu belasten. Vielleicht hat ja jemand von euch einen Ratschlag für mich.

    Liebe Grüße Jessica

    • Liebe Jessica, entweder Ihr beide trennt Euch von Euren Partnern und startet neu durch oder Ihr lasst die Finger voneinander. Das klingt hart, aber das ist meine Einstellung. Wenn Ihr das Ganze fortführt, kann es nur weh tun, es wird immer belastender und niemandem geht es mehr gut! Ich wünsche Dir ganz viel Kraft beim Entscheiden! Alles Liebe, Viola

  71. Liebe Viola, danke für diesen Text hier. Er tut mir gut. Ich fühle mich, als wäre nicht nur mein Herz, sondern als wären auch meine Flügel gebrochen. So als könnte es nie mehr in die Freiheit und Leichtigkeit gehen.

    Ich war Geliebte eines verheiraten Mannes. Etwa 13 Monate. Die ersten drei Monate war ich selbst auch noch in einer langjährigen Beziehung, die ich dann aber beendet habe. „Mein“ Geliebter hat mir die ersten 6 Monate immerzu gesagt, dass er sich NICHT von seiner Frau trennen wird. Warum ich trotzdem mitmachte? Ich war ehrlich noch nie so verliebt und hatte einfach trotzdem Hoffnung. Ich bin über 40, habe ein erwachsenes Kind, also schon einiges in Beziehungen erlebt. Nach 6 Monaten jedenfalls habe ich dann doch die Reissleine gezogen. Es tat zu sehr weh. Darauf kam bei ihm die Panik. Und er hat sich von seiner Frau „getrennt“, also ihr gesagt, dass er nicht mehr will, sich aber eine Art WG im Haus wünscht wegen der zwei Kinder. Einige Wochen später hat er seiner Frau von mir erzählt. Noch ein paar Wochen später wollte er endgültig die Beziehung mit mir leben, hat zig Termine mit mir vereinbart etc. Dann ist seine Frau zusammengebrochen. Er hat mir daraufhin alles wieder abgesagt und brauchte nun wieder Zeit, sich zu entscheiden. Ich habe einige Wochen gewartet. Nochmals. Dann meinte er, er könne es sich doch wieder vorstellen, dass es mit seiner Frau gut kommt und dass er noch mehr Zeit brauche für eine Entscheidung. Darauf habe ich gesagt, dass ich nicht mehr kann und wir haben beschlossen aufzuhören.
    Das alles immer wieder verbunden mit der Aussage, dass er mich liebt, noch nie so etwas erlebt hat etc.

    Ich bin nun schlicht am Durchhalten, mich nicht zu melden. Obwohl er es zwischendurch mal versucht hat. Ich drehe fast durch. Es tut weh, hart zu ihm zu sein, hart zu mir zu sein. Ich habe sowohl Angst vor der Distanz als auch vor erneuter Nähe. Ich bin wie gelähmt. Wie kann ich abschliessen, mich lösen, wenn seine und meine Gefühle so intensiv sind?

    Ich möchte auch sagen, ich habe seine Frau nie als böse angeschaut. Er hat auch nie schlecht über sie geredet. Ich weiss, dass im Moment fünf Menschen leiden. Es war/ist ein Höllentanz.

    Es ist richtig, dass ich alles kappe, oder?

  72. Liebe Viola,
    Ich habe deinen Artikel Gesten gelesen und mich in jedem Wort wiedergefunden.
    Ich stecke seit 5 Monaten in einer Affäre.. er ist ein Kollege und hat mich am Sommerfest der Kollegen abends angemacht. Wir hatten schon immer Sympathien füreinander aber ich wusste er hat Familie. Daher war er keine Option für mich. Jedoch sollte es an diesem Abend anders laufen und wir haben an Ende knutschend auf einer Parkbank verbracht. Es war wundervoll. Wir haben uns jeden Tag gesehen, uns nach der Arbeit am See getroffen, viel geredet, gelacht und geliebt. Zwischenzeitlich waren Sommerferien und er hat 3 Wochen in Frankreich (seiner Heimat) verbracht. Mittlerweile sind 5 Monate ins Land gegangen. Getrennt hat er sich bis heute nicht. Seine Frau ist schwer krank und er kann sie nicht verlassen. So sagt er es mir jedenfalls. Evtl. wenn es ihr besser gehen würde. Dann hat er noch zwei Kinder. (So wie ich, im gleichen Alter)
    Es ist so anstrengend. Ich liebe diesen Mann. Soo sehr. Immer wenn ich bei ihm bin ist alles wundervoll. Aber sobald er dort ist, bricht die Welt zusammen. Ich will dem entkommen. Seine Gegenwart meiden, aber es gelingt mir nicht. Ich weis nicht mehr was ich tun soll!! Manchmal fühle ich mich so stark, dann wieder so schwach… er will mich behalten, er liebt mich. Das glaube ich ihm auch. Aber ich kann nicht die zweite Frau sein!! Ich will die EINE sein!!! Ich bin so verzweifelt… so unsagbar traurig, obwohl ich eigentlich immer ein sehr lebensfroher Mensch gewesen bin!! Was soll ich machen?? Wie komme ich aus diesem Teufelskreis heraus??

    LG Kirsten

    • Liebe Kirsten, ich bin nicht Viola, aber die Schreiberin gleich im Kommentar vor dir. Ich kann dir alles nachfühlen. Es tut unglaublich weh, die Zweite zu sein. Und es scheint unmöglich, sich zu lösen, wenn der Mann einem doch so sehr liebt. Ich war vor etwa 5 Monaten am selben Punkt wie du. Du kannst in meinem Kommentar lesen, wo ich heute stehe. Irgendwo weiter in einem ähnlichen Teufelskreis, aus dem ich mich aber gerade zu lösen versuche. Ich weiss nicht, ob ich dir helfen kann, trotzdem: Konzentriere dich auf das, was du brauchst, um glücklich zu sein. Schreibe dir auf, was davon du mit ihm erlebst und was nicht. Löse diese Bedürfnisse aber von ihm. Zum Beispiel: Als du erkannt zu werden, macht dich glücklich. Wenn für die Liebe zu dir nicht eingestanden wird, macht dich das unglücklich. Löse diese Bedürfnisse von ihm als Person. Und werde dir klar, auf welche dieser Bedürfnisse du in der Liebe nicht verzichten willst. Konzentriere dich darauf. Da musst du hin. Mit oder ohne ihn. Verstehst du, wie es meine? Ich arbeite selbst daran, bin auch nur auf dem Weg dahin. Aber es hilft mir dabei, wieder etwas nach vorne zu sehen.
      Sei ganz fest umarmt

      • Liebe Viola,
        Ich habe deinen Artikel schon vor einiger Zeit entdeckt und die Kommentare verfolgt. Gerne möchte ich euch meine traurige Geschichte erzählen.
        Ich 55 Jahre kenne meinen tja Ehemann seit 33 Jahren und bin seit 27 Jahren mit ihm bis vor 3 Jahren glücklich verheiratet. Wir haben 2 liebevolle Mädchen großgezogen, beide haben ganz nette Partner, eine davon ist verheiratet und hat bereits einen Sunnyboy als unser Enkelkind, jetzt nicht ganz 1 Jahr.
        Wir beide haben viele gemeinsame Hobbys, gemeinsame Freunde, ein wunderschönes Haus, keine Geldsorgen eigentlich genau das, was man unendliches Glück nennen würde.
        Mein ex Ehemann 56 Jahre, lernte im Fitnessstudio ein damals 24 jährigen Mädchen kennen mit 2 kleinen Kindern, mit der er wohl im Studio Gespräche führte und offensichtlich als Berater tätig war, da sie Eheprobleme hatte. Das war vor 4 Jahren. Warum auch immer verliebte er sich in das Mädchen, das 2 Jahr älter ist, als unsere große Tochter. Er traf sie hin und wieder und nur im Fitnessstudio. Irgendwann bemerkte ich, dass er sich mir gegenüber seltsam und egoistisch verhielt, vor allem sexuell abweisend war, aber dennoch sehr liebevoll. Dann kam eine Zeit die ich Zuckerbrot und Peitsche nennen wollte. 5 Tage liebevoll und kuschelig und Nähe suchend bei mir. Dann 2 Tage mir gegenüber der allerletzte Egoist, verletzend bis zum Ende. Irgendwann erklärte er mir, dass er eine Frau kennen gelernt hat. Anscheinend waren und sind bis vor einigen Tagen nur Gespräche und ab und an treffen, aber regelmäßiges schreiben und telefonieren ihre „innige“ Verbindung.
        Ich versuchte ihm immer wieder die Augen zu öffnen, dass dieser Altersunterschied sicherlich viele Herausforderungen mit sich bringt und eine wirklich schlechte Zukunftsprognose habe. Auch andere erklärten ihm das. Er hatte auch eigentlich nichts gegen meine Eigenschaften einzuwenden und sah unsere Ehe auch nicht als schlecht an. Ich kämpfte jetzt 3 Jahre und versuchte ihm die Hände zu reichen. Ich war und bin am Ende meiner Kräfte. Das was ich gar nicht kann ist hart zu sein und in Härte an mich zu denken, ich denke immer an das Wohlsein der anderen und so auch an meinem Mann. Dieses Wochenende nach wieder einigen Gemeinheiten, die ich mir von meinem ex Ehemann habe mir gefallen lassen müssen, habe ich jetzt mit Coaching Hilfe meines Bruders, die Reissleine gezogen. Obwohl ich diesen „Eiertanz „ das hin und her, Affäre kontra ich (Ehefrau) vielleicht irgendwann, die Frage ist halt, wann…gewonnen hätte nach so vielen Jahren glücklicher gemeinsamer Zeit kann ich diese Demütigungen, nicht Wertschätzung meiner selbst und diese bis vor 3 Tagen noch liebevollen Umarmungen und das kuscheln von Seiten meines ex Ehemanns nicht mehr ertragen. Er ist sicherlich Zwiegestalten und für ihn ist die Situation nicht einfach, aber diese seltsame Dreierbeziehung und vor allem dieser wahnsinnig große Altersunterschied zwischen ihm und der Affäre, die eigentlich platonisch ist, bringt alle in eine unmenschliche Situation in der ich nicht mehr leben kann.
        Über das ganze bin ich unheimlich traurig, das sind im Moment die schlimmsten Tage meines Lebens, wenn man seinen Lebensinhalt, und das ist die Ehe mit meinem Mann gewesen, für einen nicht für die Zukunft ausgerichtete Gefühlslage, vielleicht einen möchtegern Traum aufgeben muss und irgendwie noch atmen zu können.
        Ich sehe im Moment nur Scherben, mein Traum von harmonischer intakter Familie ist dahin.
        Wie komme ich aus diesem Zustand heraus? Was kann ich tun, um die noch kommende Zeit zu überstehen?
        Liebe Grüße

        • Entschuldige die späte Antwort. Seit ich ein Baby habe, dauert es manches Mal etwas länger. 🙂 Mir tut sehr leid, was Die widerfahren ist. Die Trennung war ein mutiger Schritt, Du hast sehr viel Kraft bewiesen. Ich sage es mal so…lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende! Ich denke, Du hast die richtige Entscheidung getroffen. Auch wenn es jetzt noch schmerzt, auf lange Sicht wirst Du froh und stolz sein, den Schritt getan zu haben. Durch die harte Zeit wirst Du durch müssen, aber die Zeit ist dabei Dein Freund, denn es wird immer besser werden. Meine Mutter sagt immer: Wart nochma ’n Jahr! In einem Jahr kann sich vieles verändern. Es werden sich neue Türen öffnen. Sei gespannt, was das neue Leben für Dich bereithält. Ich wünsche Dir, dass Du nach einer gewissen Zeit der Trauer erkennst, dass Du neue Träume entwickeln und jagen kannst, dass Du trotzdem glücklich wirst. Es wird anders, aber bestimmt gut! Liebe Grüße, Viola

          • Liebe Viola,

            es ist toll wie du dieses ganze Phänomen beschreibst. Genau so ist es mir passiert. Wir sind zwar nie körperlich geworden, was diese Geschichte aber nicht weniger schlimm für alle macht. Zwei Jahre lang war ich in diesem Zustand des ständigen Hin und Hers gefangen. Endlich habe ich jetzt das Gefühl dass sich der Nebel lichtet und ich endlich wieder klar sehe. Es tut trotzdem höllisch weh. Möge die Zeit alle Wunden heilen.

  73. Ich habe diesen Sommer eine kurze Affäre gehabt. Nun bin aber ich die Ehefrau mit Familie, die sich einen jüngeren zum Vergnügen gegönnt hat. Ja, so hat es sich erst angefühlt. Letztlich war eigentlich klar, es geht nur um Sex. Er will keine Beziehung und ich bin verheiratet… Wir haben uns ein paar mal getroffen. Es war immer intim. Kein besonderes Date, kein Kino, wenig Gespräche. Es tat gut, einfach neben ihm zu liegen und nichts zu sagen. Er war eine Art Insel für mich. Ich konnte in seiner Nähe einfach alles um mich herum vergessen. Ich bin mit meinem Mann schon einige Jahre verheiratet und ganz viele Jahre zusammen. Er ist sozusagen meine Jugendliebe. Es ist nicht richtig zu betrügen, doch wo fängt Betrug an? wenn ich mir hole, was mir zu Hause fehlt? Leider war die Affäre schnell vorbei. Ich habe das Gefühl er kann damit besser umgehen als ich. Je weiter das Erlebte in die Vergangenheit rutscht, je mehr vermisse ich unsere gemeinsamen Stunden. Natürlich könnte ich meinen Mann verlassen, die Kinder nehmen und gehen. Doch ist das der richtige Weg? Oder würde schon eine kleine Affäre die eigene Beziehung etwas auffrischen. Ihr werdet vielleicht denken ich hab ne Meise 😉 Aber wenn ich von „ihm“ nach Hause kam … war ich glücklich, zufrieden und konnte wieder freundlicher und offener mit meinem Mann umgehen. Er weiß nach wie vor nichts davon, das soll auch so bleiben. Nun ist dieser „Kurztrip“ vorbei und ich bin dadurch in meinem Leben so abgelenkt, weil ich diese Affäre vermisse.

  74. I have accepted

    I have accepted that you will never love me
    I have accepted that you will not kiss me
    I have accepted that you will not touch me
    I have accepted that you will not talk to me
    I have accepted that you will not laugh with me
    I have accepted that you will not dance with me
    I have accepted that you will not sleep with me
    I have accepted that you will not eat together with me
    I have accepted that you will not go on holidays with me
    I have accepted that you will not take my money
    I have accepted that you do not want my protection
    I have accepted that do not want a baby from me
    I have accepted that you do not want to marry me
    I have accepted that you will not help me when I am weak
    I have accepted that you do not want to share my good moments
    I have accepted that you will never be proud of me
    I have accepted that you do not accept any help from me
    I have accepted that you do not want to see me
    I have accepted that you do not want to walk with me
    I have accepted that you will not cry with me
    I have accepted that you do not want to hug me
    I have accepted that you have rejected me.
    It hurts so much, I miss you endless.

  75. I have accepted

    I have accepted that you will never love me
    I have accepted that you will not kiss me
    I have accepted that you will not touch me
    I have accepted that you will not talk to me
    I have accepted that you will not laugh with me
    I have accepted that you will not dance with me
    I have accepted that you will not sleep with me
    I have accepted that you will not eat together with me
    I have accepted that you will not go on holidays with me
    I have accepted that you will not take my money
    I have accepted that you do not want my protection
    I have accepted that do not want a baby from me
    I have accepted that you do not want to marry me
    I have accepted that you will not help me when I am weak
    I have accepted that you do not want to share my good moments
    I have accepted that you will never be proud of me
    I have accepted that you do not accept any help from me
    I have accepted that you do not want to see me
    I have accepted that you do not want to walk with me
    I have accepted that you will not cry with me
    I have accepted that you do not want to hug me
    I have accepted that you have rejected me.
    It hurts so much, I miss you endless.

    • Ich habe gern ab und zu hier reingeschaut, auch selbst ein paar Mal etwas geschrieben.
      Heute ist mir eigentlich eher nach reinschauen. Schon einige Male gesehen, leider nichts Neues.
      Sind alle glücklich? Wohl eher nicht.
      Vielleicht geht es ja den meisten so wie mir auch. Nur wenn es richtig übel ist, greift man zur Feder.
      Oder man hat das Gefühl, alles wird nur zerredet und es läuft hinterher sowieso aufs immer gleiche hinaus.

      Toll wäre mal ein happyend, so oder so. Kann sicher auch helfen.
      Ich selbst kann damit, zumindest im Moment, nicht dienen, leider.
      Diese Seite hier ist eigentlich toll, war damals froh, sie gefunden zu haben.
      Ein kleines Danke an die, die mir dann geantwortet haben.

      Bestimmt schaue ich hier bald wieder einmal rein, bin neugierig, ob jemand mag, hierdrauf zu schreiben.

      Die Sache mit dem Herz zerstören ist bei mir nicht eingetreten. Kommt vielleicht noch? Ich weiß es nicht.

      Einen Gruß und viel Sonne fürs Innere

      S.

  76. @ S.:

    Danke für deinen Kommentar. Er hat mich ermutigt hier auch meine Geschichte darzulegen, obwohl ich nach dem Lesen der zahlreichen Kommentare das Gefühl hatte, es wurde doch alles schon längst erzählt, was soll ich da noch mit meinem Beispiel anrücken?

    Aber vielleicht hilft es jemandem trotzdem, das zu lesen. In welcher Form auch immer.

    Ich habe meinen verheirateten Affärenmann vor rund einem Jahr kennen- und liebengelernt. Ich war zu diesem Zeitpunkt single und an einem sehr kritischen Punkt meines Leben, da ich gerade von einer vermeintlichen Liebe abgewiesen wurde und mir auch im Job die nötige Anerkennung fehlte. Selbstzweifel nagten an mir, ich fühlte mich einsam, unverstanden und wusste nicht so recht, wohin mit mir. Und dann trat plötzlich er in mein Leben. Mit einem unübersehbaren Altersunterschied von 25 Jahren (!) – ich war zu diesem Zeitpunkt 26 Jahre alt – gab er mir alles, wonach ich mich sehnte: Aufmerksamkeit. Fürsorge. Zuneigung. Zärtlichkeit. Bewunderung. Grenzenlose Sympathie.

    Das Schöne daran war: er war nicht aufdringlich. Unsere Liebesanbahnung war zart und subtil, auf Gegenseitigkeit beruhend und von größtem Respekt geprägt. Das Sexuelle/Körperliche stand zunächst überhaupt nicht im Vordergrund und wurde erst viel später zu einer wunderschönen Komponente.

    So weit, so gut, oder auch nicht?

    Wenn ich ehrlich zu mir bin: ich mochte ihn am Anfang nicht besonders. Er wirkte distanziert, unnahbar, fast schon unsympathisch. Sein optisches Erscheinungsbild war überhaupt nicht das, was meinem üblichen „Beuteschema“ entsprach, und die graue Halbglatze und die faltigen Furchen in seinem Gesicht taten ihr Übriges. Zudem war er verheiratet, ich kannte seine Frau auch noch, wir sahen uns zwar nicht oft, hatten aber den gleichen Bekanntenkreis, er hatte zwei Kinder, ein Häuschen im Grünen und einen weißen Gartenzaun. Kurzum: das perfekte Familienleben. Was soll ich da? Ich wollte das nie zerstören.

    Deshalb war ich am Anfang zaghaft und zaudernd, appellierte an seinen Verstand, schlug ihm Eheberatungsseminare vor und betonte immer wieder: ich will keine Geliebte sein. Was auch immer dir in deiner Ehe fehlt, ich kann nicht die Lösung hierfür sein. Er versicherte mir damals immer: du wirst nichts zerstören.

    Vielleicht war dieser Satz der ausschlaggebende Grund, weshalb ich mich weiter mit ihm traf, um es mir so moralisch vor mir selbst zu rechtfertigen. Ich weiß es nicht. Zugegebenermaßen hatte ich zu diesem Zeitpunkt auch nichts anderes in meinem Leben, das mir Freude bereite. Ich fühlte mich leer, und er füllte diese Leere mit all seinem Sein.

    Und so kam es, wie es kommen musste: wir wurden voneinander abhängig. Wie Viola in ihrem Artikel so treffend beschrieb: immer wieder beendeten wir es, immer wieder ging es von vorne los. Innerhalb eines Jahres habe ich insgesamt 13 (!) Mal versucht, mich von ihm zu trennen. Immer ging es von mir aus, weil ich diesen Zustand nicht mehr aushielt. Ich wollte ihn ganz, ich hatte seiner Frau gegenüber ein schlechtes Gewissen, mir wurde alles zuviel.

    Doch lange hielten wir es nie ohne einander aus. Ein Tag ohne seine Nachrichten war für mich ein Höllentrip. Er sagte mir ständig: wo warst du die letzten 25 Jahre?! Du bist meine Seelenverwandte (Achtung: bei diesem Satz schrillen bei mir stets die Alarmglocken! Damit sollte man nicht hausieren gehen. Seelenverwandtschaft ist in Affären aber ein gern benutzter Begriff). Ohne dich bin ich nichts wert. Ohne dich ist mein Leben traurig und trostlos. Ich habe meiner Frau gegenüber kein schlechtes Gewissen, aber dir gegenüber. Es tut mir leid, was ich dir durch meine Feigheit antue. Ich bringe es nicht übers Herz, meine Familie zu verlassen. Ich habe Angst, meine Töchter dadurch zu verlieren (15 und 17 Jahre). Ich kann ohne dich nicht leben. Ich liebe dich über alles. Ich werde dich immer lieben.

    Diese teilweise sehr paradoxen Sätze waren es, die mich immer am Ball hielten. Das Prinzip Hoffnung. Ich konnte ihn irgendwann einfach nicht mehr verstehen: seine Frau unternimmt nichts mit ihm, sitzt lethargisch zuhause rum und hört ihm ab der Hälfte des Satzes nicht mehr zu. Warum bleibt er bei ihr? Mit mir konnte er das Leben voll auskosten, ich schenkte ihm all meine Aufmerksamkeit, wir unternahmen wirklich viel zusammen und konnten uns sogar drei Kurzurlaube einrichten. Mir war auch der Altersunterschied mehr als bewusst und ich garantierte ihm, dass ich bei ihm bleiben werde, selbst wenn es irgendwann schwierig wird. Ich bin nicht naiv. Eine Garantie gibt es nur selten im Leben. Doch bei jedem bisherigen Mann in meinem Leben wusste ich von Anfang an, dass ich irgendwann gehen werde. Bei ihm wusste ich, dass ich bleiben werde. So intensiv habe ich noch nie geliebt.
    Warum bleibt er dann freiwillig im Vogelkäfig sitzen, wenn ihm das Fliegen mit mir doch so viel Spaß macht? Bin ich wirklich nur das Opfer einer typischen Midlife-Crisis? Bin ich sein Ego-Pusher? Habe ich einen Vaterkomplex? Lieben wir beide das Drama? Würde uns der Alltag zerstören? Wenn man in Schubladen denkt, sieht es tatsächlich so aus, ja. Ich glaube aber, dass er mich wirklich und aufrichtig geliebt hat, nur leider aufgrund seines feigen, schwachen Charakters und aus reinen Angst- und Vernunftsgründen bei ihr geblieben ist. Dass die Feigheit einen Teil seines Charakters ausmachte, war mir klar. Aber auch da harmonierten wir wunderbar: ich war immer klar und entschlossen. Ich nahm ihn an die Hand und führte ihn durch unsere Zweisamkeit. Trotz der Konstellation nahm ich also eher eine Mutterrolle ein, anstatt dem klassischen Vaterkomplex zu unterliegen.

    Vor zwei Wochen sagte ich ihm dann: es geht nicht mehr. Du musst dich trennen. Ganz oder gar nicht. Er sagte, dass er nicht ohne mich sein kann. Dass er sich jetzt trennen wird. Wir haben schon über unsere Hochzeit gesprochen, wie wir meine Wohnung möblieren werden, wenn er dann bei mir einzieht. Ich hatte ein gutes Gefühl, ein sehr gutes. Um seine Sehnsucht nach mir etwas zu verstärken und dafür zu sorgen, dass er den Schritt auch wirklich durchzieht, habe ich ihm ein weiteres Ultimatum gestellt: wir treffen uns erst wieder, wenn du dich final getrennt hast. Er bejahte, respektierte meinen Wunsch.

    Dann gab es einige Tage Funkstille, was für uns beide sehr ungewöhnlich war. Aber ich dachte mir ganz optimistisch: das ist eben der Ausnahmesituation geschuldet, er wird sich melden, wenn er soweit ist. An Tag 5 hielt ich es allerdings keine Sekunde mehr aus. Ich musste mich bei ihm melden, ihn fragen wie es ihm so geht, ob alles gut ist. Er antwortete verzögert und sehr sachlich: Stehe gerade unter Stress. Ich melde mich demnächst bei dir.
    Das war kein gutes Zeichen. Meine Alarmglocken standen nicht mehr still. Ich rief ihn an und musste feststellen, dass meine Nummer bereits blockiert war. Was war da los? Ich drehte fast durch.
    Nach einigem Hin und Her rief er mich endlich zurück. Er war wie ausgewechselt, schrie mich durchs Telefon an: ich habe meiner Frau vor zwei Tagen alles gesagt! Seitdem gehe ich durch die Hölle. Mein Leben ist ein einziger Trümmerhaufen. Ich fragte ihn entsetzt: was, vor zwei Tagen?! Warum bist du dann noch bei ihr? Er brüllte durchs Telefon: ich MUSS bei meiner Familie bleiben! Ich MUSS für sie sorgen! Er war nicht mehr zurechnungsfähig bei diesem Telefonat. Es führte zu nichts. Er bat mich um ein Gespräch in den kommenden Tagen.

    Was soll ich sagen? Ein Jahr lang habe ich gehofft, gewartet und gebetet. Noch nie hat mir ein Mann das Gefühl vermitteln können, mich für all das zu lieben, was mich ausmacht. Er konnte das. Er war mein allerbester Freund und Weggefährte und gleichzeitig mein allergrößter Fall; der Grund, weshalb ich nachts nicht schlafen und tagsüber nicht essen kann, wenn wir wieder einmal eine unserer Grundsatzdiskussionen hatten (weshalb trennst du dich nicht etc.). Ich habe ihm immer gesagt: wir sind nur einen Satz von unserem gemeinsamen Lebensglück entfernt. Jetzt hat er den Schritt gewagt. Und möchte trotzdem bei ihr bleiben.

    Muss man das verstehen? Es ist eine reine Angstentscheidung, das weiß ich. Ich kenne seine Frau. Ihr ist der Ruf und das Bild nach Außen wesentlich wichtiger als alles andere. Sie ist gefühlskalt. Ich bin das komplette Gegenteil.

    Ich denke, er wird es mit der Zeit selbst merken, was er da gerade aufgegeben und weggeschmissen hat. Er wird mich und meine Aufmerksamkeit, meine Herzensgüte, meine Leidenschaft, meinen Intellekt und meinen aufgeweckten Geist sehr vermissen. Er wird in dieser Höllen-Ehe vereinsamen. Über ein Jahr lang hat er seine Frau vor allem emotional betrogen. Wie soll sie ihm jemals wieder vertrauen? Wie sollen sie wieder zueinander finden?
    Sie werden es probieren, und das ist auch ihr gutes Recht. Aber es wird nicht gelingen.

    Ich sage das nicht aus Genugtuung oder um mich damit besser zu fühlen. Ich sage das, weil ich das einfach so kommen sehe.

    Die meisten Menschen entscheiden sich für ein Leben in Angst. Sie verharren in Ehen oder Beziehungen aus falsch verstandenem Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein, ignorieren ihre eigenen Bedürfnisse und wahren den Schein. Ist das ein Weg, glücklich zu werden? Ich habe mich für das Gegenteil der Angst entschieden, nämlich für die Liebe. Bei all meinen Handlungen versuche ich mich stets zu fragen: what would love do? Was würde die Liebe jetzt tun? Und ich weiß, dass Glück nicht einfach vom Himmel fällt. Glück ist eine Entscheidung. Fortes fortuna adiuvat – das Glück ist mit den Mutigen.

    Ich bin nicht sauer über die Art und Weise, wie er sich verhalten hat. Er war oft sehr egoistisch, konnte aber teilweise aufgrund seiner Prägungen nicht anders. Ich bin dankbar für diese 11 Monate voller Liebe, Inspiration und Glückseligkeit (wenn ich all den seelischen Schmerz mal beiseite lasse). Für diese Frau, die ich heute bin, ist er größtenteils verantwortlich. Für mich kann es jetzt nur besser werden: vielleicht musste ich ihm begegnen, um die Erfahrung machen zu dürfen, dass mich ein Mann tatsächlich für das lieben kann, was ich bin. Vielleicht lerne ich bald einen liebevollen Mann kennen, der sich offen zu mir bekennen kann. Vielleicht muss noch einiges an Zeit verstreichen, bis mein Affärenmann erkennt, was er an mir hatte, und wieder bei mir anklopft.

    Man weiß es nicht. Das steht alles in den Sternen. Das Treffen mit ihm hatte ich übrigens noch nicht, aber ich erwarte mir davon auch nichts – falls es überhaupt zustande kommt. Seine Frau hat mir jeglichen Kontakt verboten. Er wird sich wieder selbst bemitleiden, er wird wieder weinen (er hat bei unseren Treffen jedes Mal geweint und ich hab ihn in den Arm genommen und getröstet). Ich werde es mir anhören und erhobenen Hauptes gehen. Was auch immer kommen mag: es kann nur besser werden.
    Ich bin erleichtert, dass die Bombe endlich geplatzt ist. Der immense Druck um mein Herz ist endlich gelöst. Seine Frau weiß Bescheid, sie hat mir auch schon hasserfüllte Nachrichten geschrieben. Ja, das ist hart, und sie hat allen Grund dazu, mich zu hassen. Aber ich muss, ich muss jetzt wirklich endlich mal auf mich schauen, egoistisch sein, „mein Ding“ durchziehen. Fast ein Jahr lang habe ich mich mit seinen Problemen auseinander gesetzt. Jetzt bin endlich ich dran. Und auf diese „Quality Time“ freue ich mich schon sehr!

    An alle Leidensgenossen da draußen: ihr seid nicht allein! Ich wünsche euch alles erdenklich Gute und vor allen Dingen ganz viel Kraft. Verliert niemals den Glauben daran: das Leben ist immer für euch! ❤

    • @philomena:
      Vor fast einem Jahr habe ich meine Situation hier auch geschildert.
      Als ich deinen Text las, kamen mir die Tränen, denn du beschreibst ziemlich genau meine Situation und wie ich mich immer noch fühle und darüber denke. Trotz der Trauer tut es gut so etwas zu lesen. Vielen Dank:)
      Ich finde, es hilft sich auszutauschen mit Menschen, die in der gleichen Situation sind. Falls du ausführlicher darüber sprechen oder schreiben möchtest, bin ich gerne offen dafür (Gibt sicherlich auch die Möglichkeit das „privat“ über email etc zu tun). Vielleicht hilf es ja uns beiden:)

  77. Hallo, vielleicht sieht ein Happy-End nicht immer so aus wie man es sich wünscht und trotzdem kann es eines werden.
    Ich habe es geschafft irgendwann genug von der Rolle der „Zweitfrau“ zu haben. Der Frau, die nur im Schatten lieben darf. Lange Zeit konnte ich mir nicht vorstellen selbst diese Rolle aufzugeben, wenn ich schon nicht die Hauptrolle haben konnte. Drei Jahre lang habe ich gehofft, geredet, Lösungen gesucht, Verständnis gehabt, gewartet… es war unglaublich schwer loszulassen, aber es war das einzig richtige.
    Geholfen hat mir u. a. das Buch von Hans Jellouschek „Die Rolle der Geliebten in einer Dreiecksbeziehung“ und der Film „Tür an Tür“… Ich wünsche allen die in der gleichen Situation stecken, dass sie den Mut haben für sich einzustehen, sich selber und ihre Bedürfnisse ernst nehmen und wenn es nicht ein gemeinsames Ziel gibt und die Taten nicht darauf folgen, dass sie dann beginnen loszulassen…. Lg Nadine

  78. Hallo,

    da ja hier in letzter Zeit ab und zu die Frage nach einem Happy End kam.
    Vielleicht kann ich damit dienen, wenn auch nicht im klassischen Sinn.

    Anfang letzten Jahres habe ich eine Affäre mit einer 17 Jahre jüngeren Kollegin angefangen.
    Wir sind beide in Beziehungen, ich verheiratet und Sie war verlobt.
    Für Sie war es wohl der Reiz, etwas mit einem erfahrenen Mann anzufangen, der in der Hierarchie um einiges weiter oben steht.
    Für mich eindeutig ihr Alter und Ihre unbeschwerte und freche, direkte Art.
    Da wir über 100km entfernt wohnen, konnten wir uns nur alle paar Wochen treffen. Ich hatte die Dienstreise als Alibi und sie ihren Job. Sie hat in der Tat sehr viel gearbeitet und da fiel es nicht auf, wenn es ein paar Stunden länger ging.
    Ich hab mich immer gefragt, wie sie das rechtfertigen kann aber es schien zu funktionieren.
    Irgendwann hatten wir dann sogar ein paar Nächte gemeinsam, da Sie sturmfrei hatte.
    Es waren wundervolle Nächte in denen wir keine Sekunde geschlafen haben.
    Wie irgendwie bei jedem hier versteht man sich super und der Sex ist ebenfalls toll.
    Allerdings war für uns immer klar, dass es nicht mehr als eine Affäre sein wird – der Klassiker.
    Irgendwann hatte sie dann öfter Streit mit Ihrem Freund und sie ist dann sogar für ein paar Tage zuhause ausgezogen.
    Angeblich war ich nicht der Grund sondern ihr Drang nach Freiheit, etc.
    Sie wollte dann alles beenden und das hat mich irgendwie doch mehr getroffen als mir lieb war.
    Natürlich hat das nicht funktioniert und wir haben uns weiter getroffen. Der Sex wurde noch besser und der Kontakt enger.
    Wir haben jeden Werktag telefoniert und waren quasi süchtig danach.
    Inzwischen hatte sie sich auch wieder mit ihrem Freund vertragen und im Herbst haben die beiden dann geheiratet.
    Mir war klar, dass dann nicht alles so weitergehen wird wie bisher und ich hab ihr das auch gesagt.
    Ich war zwar noch der erste, der ihre Hochzeitsbilder live an dem Tag bekommen hat (juchu 🙁 ) aber ein paar Tage später kamen dann die Nachrichten immer sporadischer von ihr und sie meinte, dass wir das runterschrauben müssten.
    In den Flitterwochen hab ich dann gar nichts gehört und danach dauerte es ebenfalls eine Weile, eh etwas kam.
    Sie meinte dann, dass wir vorerst „Pause“ machen sollten, da sie viel Zeit hatte um nachzudenken.
    Trotzdem haben wir uns noch einmal getroffen und 2h über belanglose Dinge gequatscht.
    Dabei hatten wir uns im Arm und es fühlte sich toll an.
    Dann hab ich rausbekommen, dass sie während ihres kurzen Auszuges Mitte des Jahres Sex mit dem Kollegen hatte, wo sie ein paar Tage untergekommen war. All ihre Kollegen wussten davon, da er es rumerzählt hatte und sie es nicht geschafft hat, es zu leugnen. Das war schon irgendwie ein Tiefschlag und erklärte, wieso sie unsere Geschichte damals beenden wollte und danach alles schwieriger wurde, da ihr Freund natürlich nun misstrauischer wurde, wenn sie länger weg war.
    Sie meinte, dass sie sich geschämt hat, es mir zu erzählen. Naja…wie auch immer. Ich fand es blöd, dass sie damals lieber mit dem Typen rumhing als mit mir. Zeit und Möglichkeiten hatte sie ja.
    Wir sind auseinandergegangen und haben noch ein paar Mal telefoniert.
    Zu diesem Zeitpunkt vermisste ich hauptsächlich das Körperliche von ihr.
    Weihnachten gab es dann noch eine „Frohes Fest“ Nachricht und nach dem Jahreswechsel ein letztes Telefonat, wo sie meinte, dass sie schaut, wie wir uns mal wieder treffen können.
    Danach kam 3 Monate gar nichts.
    Letzte Woche hab ich ihr dann quasi eine Abschiedsnachricht geschrieben und ihr alles Gute gewünscht und gemeint, dass sie mir gern auch sagen kann, dass ich mich irre.
    Dann kamen vier Worte, die mich trotz der langen Zeit ohne sie umgehauen haben: „ich will keinen Kontakt“
    Mittlerweile bin ich wieder entspannter, da mir ja klar ist, dass es zu emotional wurde und wir uns sehr wahrscheinlich ineinander verliebt haben und sie dementsprechend die Notbremse gezogen hat.
    Allerdings hätte ich mir da ein bisschen mehr Offenheit gewünscht und viel früher eine klare Ansage.
    Man schwört sich, dass man über alles reden kann und immer die Wahrheit erzählt, da man sich ja keine Rechenschaft schuldig ist, es ist ja nur eine Affäre und dann sowas.
    Dieses Hingehalte und „Gras drüber wachsen lassen“ ist nicht meins. Ich muss wissen woran ich bin und suche für alles eine Erklärung. Für sie war es offensichtlich der einfachere Weg, wobei ich das Gefühl hatte, dass sie lockerer damit umgehen kann als ich aber ich weiß es nicht, da sie ja nicht mehr drüber gesprochen hatte.

    Das komische ist, dass wir uns vor einem halben Jahr das letzte Mal gesehen hatten und vor 3 Monaten den letzten Kontakt hatten und ich trotzdem ein paar Tage durcheinander war. Im Zweifelsfall hab ich bei ihr auch wieder etwas Gefühlschaos verursacht aber daran ist sie irgendwie selbst schuld.
    Und jetzt zum happy end: wir haben den Kontakt abgebrochen aber es ist niemand zu schaden gekommen und wir hatten trotz allem eine tolle Zeit.

    Ich würde meine Frau nie verlassen, da sie so ziemlich das tollste Wesen ist, was ich kenne.
    Trotzdem erliegt man den Reizen des Verbotenen und vielleicht auch des „Jungbrunnen“, der immer will und immer kann.

    Fazit:
    Es ist unendlich schwer, eine Affäre zu haben, wo nicht auch Gefühle im Spiel sind.
    So etwas gibt es, da ich es vor vielen Jahren selbst erlebt habe aber es ist selten und man muss sich an Regeln halten.

  79. Wirklich gut geschrieben! Ich kann einiges selbst nachvollziehen (jedoch aus der Sicht eines Mannes) ich war 2 Jahre lang der Geliebte einer verheirateten Frau mit Kindern. Das alles war sogar auf einem anderem Kontinent wo ich nur als Tourist war und kannte sie weil sie eine Freundin meiner Familie dort war weshalb ich dementsprechend sehr viel Zeit mit allen verbrachte und auch ihren Ehemann kennelernte. Ich würde sagen vorallem weil viele dinge dort in einer Familie anders als in der Schweiz ablaufen (vorallem die Machotypische Kultur), habe ich mich auf diese extrem riskante und verbotene Liebe eingelassen. In meiner Erfahrung sind jedoch einige deiner Phasen ausgeblieben. Ich hatte niemals eine Phase in der ich sie verachtete und trotzdem liebte. Ich fühlte durchgehend pure Leidenschaft für sie (ja auch heute noch). Ich hatte demendsprechend auch nie mich selbst dafür gehasst und ganz ehrlich würde ich es sogar wieder tun. Wir haben es sogar geschafft die ganze Affäre geheim zuhalten. Das heisst aber nicht dass ich nicht gelitten habe. Auch bei mir war es zeitweise purer schmerz, vorallem als ich nach mehreren Monaten wieder nachhause ging und das ganze dann noch sogar zur Fernbeziehung wurde. Auch wenn es mir nicht zustand so zu fühlen war Eifersucht tatsächlich der grösste Schmerz in mir. Weit weg von ihr lies mich der Gedanke darüber, dass sie jeden Tag neben und ab und zu mit jemand anderem schläft nicht los. Das war so ziemlich das schlimmste Gefühl dem ich für längere Zeit ausgesetzt war und ich konnte nichts dagegen machen. Nach zwei Jahren (wovon etwa die hälfte nur Frust und Schmerz war) beendeten wir beide die Affäre. Das war besonders schwierig da ich ja ein Freund der Familie war und ich nicht einfach so den Kontakt abbrechen konnte (wäre ja auch etwas auffällig gewesen) zwischen uns ist nun eine tiefe Freundschaft und ich besuche sie heute noch wenn ich mal in der Gegend bin. So viel zu meiner Erfahrung…
    Ich wollte jedoch noch etwas anderes ansprechen und zwar die Auswirkungen auf nachfolgende Beziehungen. Wie ihr euch vorstellen könnt ist so eine verbotene Liebe unglaublich innig und nach dieser Erfahrung fällt es mir schwer bei einer neuen Beziehung leidenschaftliche erfüllung zu finden.. Als wäre ich „ausgeliebt“. (Seit der Trennung sind es nun 3 Jahre) . Wie geht es euch oder dir damit Viola?

  80. Ich bin seit 3 Monaten die geliebte eines verheirateten Mannes. Die Ehe ist gescheitert. Das hat er mir gesagt. Jedoch wollte er die Familie eigentlich nie wegen der beiden Kinder zerstören. Er meinte, es würde ihm das Herz brechen, wenn sie ihn dafür hassen würden. Trotzdem wurden unsere Gefühle so stark und er meinte er wird es ändern und er wird sich von seiner Frau trennen. Nun gab es Probleme mit einem der beiden Kids. Seitdem ist er sehr schroff zu mir, das Wort liebe nimmt er im Moment nicht wirklich in den Mund. Trotzdem schreiben wir uns täglich mit guten Morgen und gute Nacht und komplett über den Tag verteilt, seine Erlebnisse meine, etc. alles. Wir sehen uns durch das Chaos im Moment nicht so oft wie vorher, aber trotzdem und die Momente sind schön. Nur komme ich gerade nicht mit dieser Gefühlskälte klar. Ja, er hat ein riesen Paket zu tragen ich hab ihm auch immer gesagt, ich werde immer für ihn da sein. Aber von diesem himmel hoch jauchzenden ich liebe Dich und würde dich am liebsten sofort heiraten ist so gut wie nichts mehr da. Er versucht mich eher zu ärgern und tut mir manchmal ob unbewusst oder bewusst mit einigen Aussagen weh. Auf meine Frage letztens, dass mir das Gefühl fehlt, meinte er nur ich sei egoistisch und würde nur mich sehen. Dass ich aber jeden Abend und jedes Wochenende allein da sitz und sehr viel zurückstecke sieht er nicht. Natürlich bin ich da mal traurig. Darf ich aber nicht sein, weil er so schwere Last zu tragen hat. Ich trau mich im Moment gar nichts mehr zu sagen und fühle mich irgendwie ausgeliefert. Wenn ich was sage, zweifelt er an meiner Liebe, weil ich ja nicht auf ihn Rücksicht nehme. Das tut mir weh. Das hat alles so schön begonnen. Und ich versuche auch alles Verständnis aufzubringen. Ich glaube aber langsam das ich daran zerbreche.

    • Liebe Tatjana,
      ich kann deine Gefühle wirklich verstehen. Was du in den Chaos nicht verstehst oder nicht akzeptieren kannst ist die Tatsache dass der Mann anders fühlt und denkt als du. Ich kann dir das aus meine bittere Erfahrung genau wie viele andere hier sagen.
      Bitte hör auf über SEINE Gefühle, Probleme und Bedürfnisse zu denken und denk über dich nach. Ist das ein Leben? Kannst du immmer auf Abstelgleis im Wartemodus leben? Und ist das Liebe was er dir da erzählt? Ist es nicht so dass ein Mensch nach seine Taten gemeßen wird? Wenn es Liebe wäre hätte er dich in seine sozialen Leben schon längst integriert. So bist du heimliche Geliebte. Wenn du nicht für dich und deine angemessene Rolle in einer Beziehung stehst wird es auch so bleiben. Bis er eine neue hat oder seine Frau von dir erfährt.
      Ich empfele dir herzlich das Buch von Thomas Lojek „Wege aus einer heimliche Affäre“. Mir hat das sehr gut geholfen!
      Alles Gute und viel Kraft!

  81. Hallo ihr Lieben,

    ich habe diesen Beitrag schon vor langer Zeit gefunden und immer mal wieder zu Rate gezogen, da ich auch seit längerem in einer Affäre stecke, die emotional alles von mir abfordert.

    Ich bin ein Mann. Seit ein paar Jahren verheiratet mit einer wirklichen tollen Frau, die mich wunschlos glücklich macht. Eigentlich. Denn plötzlich war da diese neue Arbeitskollegin. Meine Seelenverwandte. Sozusagen mein weibliches Spiegelbild. Eine Frau, die mich verstand, wie noch nie jemand zuvor und umgekehrt. Obwohl auch sie alles zuhause hat – eine tolle Familie, einen tollen Ehemann und ein beeindruckendes Leben – verliebten wir uns Hals über Kopf ineinander. Eine Affäre, die nun schon eineinhalb Jahren anhält, begann.

    Das erste Jahr lang bestand unsere Affäre aus der Suche nach einem gemeinsamen Weg, sehr viel Sex, einer immer größer werdenden Liebe und Hoffnung. Wir wollten zusammen sein, gingen wissentlich große Risiken ein – vielleicht auch in der unbewussten Absicht aufzufliegen um dann die Chance zu haben, es endlich offiziell machen zu können. Doch sie schaffte nicht den Absprung. Nach fast einem Jahr sagte sie mir, dass sie ihren zwei jungen Kindern nicht diese heile Welt zerstören könne. Der Preis, Freunde, Familie und vermutlich sogar ihre Kinder zu verlieren, war ihr zu groß. Ich konnte es ihr nicht einmal verübeln. Ich konnte es mehr als verstehen.

    Kurz danach wurde meine Frau schwanger. Trotz allem ein absolutes Wunschkind und Glücksfall. Ich hatte nie aufgehört, meine Frau zu lieben, auch wenn es zwischendurch schwieriger wurde, da die Gefühle für meine Affäre zu einer zu erwartenden Ehekrise führten. Doch diese ging vorüber, meine Ehe gewann langfristig sogar dadurch. Irgendwann war mir klar, dass ich beide Frauen sehr liebe und beide auf ihre Art perfekt für mich sind. Mit der Nachricht der Schwangerschaft änderte sich die Affäre. Zwar hörte das Körperliche bis heute nie ganz auf, aber es findet heute nur noch sehr selten statt. Viel mehr hat sich unsere Affäre in eine sehr enge Freundschaft transformiert, in die wir unsere Partner miteinbezogen haben. Zwischen mir und ihrem Mann entwickelt sich allmählich auch eine Freundschaft, sie und meine Frau sind schon gute Freundinnen. Erfüllend ist, dass meine Affäre sich nun tatsächlich auf mein Baby freut und auch für es da sein möchte, was mir sehr wichtig ist.

    Doch es ist hart und schwierig. Meine Affäre und ich lieben uns. Es ist eine Liebe, keine Affäre. Wir wissen und erleben es jedes Mal, dass wir so viel besser zusammenpassen würden als mit unseren tatsächlichen Partnern. Dieses Gefühl, die Sehnsucht, die oft unendlich erscheint, macht es häufig extrem schmerzhaft für uns. Die seltenen körperlichen Momente zu genießen ist kaum noch möglich, da wir beide gerne mehr hätten, aber wissen, dass dies zumindest die nächsten 10-15 Jahre kein Thema mehr sein wird – man soll ja niemals „nie“ sagen. Häufig ist der Schmerz so groß, dass wir denken, dass es besser wäre, getrennte Wege zu gehen. Die Gewissensbisse, die lange überhaupt nicht existent waren, werden auch langsam mehr. Doch den Kontakt abzubrechen ist noch schwieriger, da wir zufälligerweise auch noch fast Nachbarn sind und die Zusammengehörigkeit und die Freundschaft inzwischen viel zu mächtig sind, als das wir das wirklich aufgeben wollten und wirklich können. Abgesehen davon wäre es unseren Partnern schwierig zu erklären.

    Und so streicht die Zeit ins Land. Schon sehr bald ist das Baby da, meine Affäre und inzwischen wirklich beste Freundin, wird dann Patentante sein. Für ihre Kinder bin ich schon wie ein Onkel. Es ist alles echt, alles kommt von Herzen – so perfide und abgründig es klingen mag. Doch diese Gefühle zwischen ihr und mir sind inzwischen fast nur noch eine Belastung. Je mehr die Freundschaft zwischen unseren Familien wächst, desto größer wird die Angst, dies alles durch eine Unachtsamkeit, eine falsche Liebesbekundung zur falschen Zeit, zu verlieren. Das wachsende Risiko führt dazu, dass immer mehr Substanz unserer Affäre verschwindet. Das zu beobachten tut uns beiden weh und doch können wir es nicht verhindern. Vermutlich ist dies sogar das Beste, was uns passieren kann. Wenn wir es nicht vermasseln schaffen wir etwas einzigartiges, von dem alle Beteiligten nur gewinnen können. Aufgebaut auf Betrug und Lügen, ja, aber am Ende etwas Echtes. Da entsteht Familie. Einen emotionalen Schlussstrich zu ziehen und ab heute die Finger voneinander zu lassen, wenn sich seltenerweise doch mal eine Gelegenheit ergibt, ist eine Option, doch kaum umsetzbar. Der Reiz und die Sehnsucht danach erst recht noch größer als sowieso schon, das eigene Verbot würde nicht lange auszuhalten sein. Es für uns zumindest zuzulassen sehen wir als den sinnvolleren Weg.

    Diese Affäre gab mir viel. Sie hat mich verändert und besser gemacht. Und sie hat mir gezeigt, was mir im Leben wirklich wichtig ist und fehlt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass das Körperliche nur die Eintrittskarte in ein neues Leben war. Zwar war dies immer besonders, extrem leidenschaftlich und der pure Wahnsinn. Aber uns beiden ging es immer um so viel mehr als nur das. Ich müsste der glücklichste Mensch sein, dass ich all das mit ihr hatte und die Geschichte bis hier her gut ausgegangen ist. Vor allem, dass sie und ihre wirklich bewundernswerte Familie nun ein Teil meiner Familie wird. Aber trotzdem macht es mich immer wieder traurig, dass wir kein Paar sind. Mein Verstand gibt mir die richtigen Antworten auf die Fragen, ob es mit uns überhaupt funktioniert hätte, ob ich nicht dann vielleicht wiederum meine Frau vermissen würde, ob der Preis für all das nicht zu hoch gewesen wäre, ob da auch viel Projektionen und Illusionen im Spiel sind. Aber mein Herz sehnt sich so sehr nach dieser Frau und nach der Zeit, als wir noch regelmäßig übereinander herfielen, tägliche Rituale und Gewohnheiten hatten. Als wir noch ein richtiges, wenn auch heimliches Paar waren. Als noch Hoffnung bestand.

    Obwohl ich im Grunde aus dieser Zeit, die ja immer noch anhält, so viel mitgenommen habe und es immer wieder genauso machen würde, kann ich jedem nur abraten, sich in eine solche Affäre zu begeben. Am Anfang war es für mich nur die Selbstbestätigung, dieser Wunsch diese absolute und eigentlich unerreichbare Traumfrau zu erobern, körperlich und emotional, mir nochmal zu beweisen, dass es immer noch kann. Doch irgendwann hat die Droge nicht mehr gewirkt. Ich habe sie erobert, habe mit ihr so viel mehr erlebt und erreicht, als ich mir selbst in meinen kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können. Mein Selbstwertgefühl und Ego müsste platzen vor Stolz. Tat es anfangs auch. Doch jemanden wirklich zu lieben, den man nicht haben kann, ist eines der schlimmsten Gefühle, die es gibt. Alles andere ist dann nicht mehr wichtig. Dieses Gefühl überdeckt alles. Ich konnte mich (zum Glück nur) phasenweise nicht einmal über die Schwangerschaft meiner Frau freuen. Da war nur noch dieser Schmerz, dass ich diese Frau nicht an meiner Seite habe. Daher mein Rat an alle, die noch die Wahl haben sollten: Lasst es. Es macht einen psychisch kaputt. Es setzt jede rationale Logik außer Kraft. Wenn man noch vor der Wahl steht und nur der Reiz des Neuen oder des Körperlichen da ist… dann verzichtet darauf, sonst ist es wie eine Sucht, die irgendwann selbst in höchsten Dosen nicht mehr gestillt werden kann.

    Ich hoffe, meine Geschichte nimmt nie ein böses Ende. Das wäre eine absolute Katastrophe. Wir sind viel zu weit gegangen als das wir jetzt noch umkehren könnten. Wenn der Weg so weitergeht, wie er sich abzeichnet, dann kommen wir aus der Nummer auch nie mehr raus. Die Gefühle füreinander werden so oder so nie mehr verschwinden. Ein Palast auf Sand gebaut. Möge nie eine Flut kommen.

    • Lieber Danilo, das hast du wunderschön geschrieben und dem ist nichts hinzuzufügen. Es ist eine Droge, der Entzug jedes Mal schmerzhaft. Die Chancen auf schnelle Heilung stehen schlecht. Man sollte aufhören, bevor es zu spät ist. Den Punkt verpassen die meisten. Ich wünsche Dir, dass die Katastrophe nie eintrifft! Liebe Grüße, Viola

    • Hallo liebe Leidgenossen!

      Nachdem ich vor fast einem Jahr diesen Beitrag hier verfasst und meine Affäre geschildert habe, interessiert vielleicht den ein oder anderen, wie die Geschichte weiterging. Da mich die vielen Beiträge hier bewegt haben und ich immer wieder auf diese Seite zurückkehrte, weil mich dieses Thema nie losließ, kann ich mir vorstellen, dass es anderen genauso geht und vielleicht dadurch auch deutlich wird, dass nicht nur Frauen sich in solchen Situationen wiederfinden können, sondern auch Männer.

      Ende September vergangenes Jahr kam also meine Tochter auf die Welt. Ein wunderschöner Moment, der vermutlich schönste in meinem Leben. Ich war einfach nur glücklich und stolz. Und ich bin es in Bezug auf meine kleine Maus immer noch. Ich liebe sie über alles und bin froh, dass es sie gibt! Doch hier geht es um ein anderes Thema: Die heimliche Liebe, die zweite Beziehung. Das, was uns alle auf dieser Seite miteinander verbindet.

      Nach der Geburt meiner Tochter veränderte sich zwischen meiner Affäre und mir alles. Noch genau zwei Monate lang trafen wir uns heimlich und führten unsere Schattenbeziehung fort. Zweimal schliefen wir in diesem Zeitraum nochmal miteinander. Wir redeten in dieser Zeit oft über uns und ich gab meiner Affäre bewusst das Gefühl, dass sich in Bezug auf meine Gefühle auch durch die Geburt nichts veränderte hatte. Genau dies hatte sie nämlich immer befürchtet. Auch sie selbst bestätigte mir, dass sie „weitermachen“ möchte, wenn auch mit weniger Risiko.

      Doch dann gab es Anfang Dezember ein Treffen, das alles veränderte. Ich wollte sie küssen, doch sie konnte nicht. Ich sagte ihr, dass ich sie liebe, doch sie konnte es nicht erwidern. Es begann ab da die schlimmste Zeit meines Lebens und sie ist noch nicht zu Ende. Es folgten viele Gespräche in denen mir meine Affäre erklärte, dass ihr schlechtes Gewissen allmählich die Überhand gewonnen hatte. Sie wolle es mit mir zwar nicht beenden, da sie trotzdem Gefühle für mich hat, aber sie sei durcheinander, wisse nicht, was sie wolle. Wir müssen schauen, wie es sich weiterentwickeln würde. Doch ich ahnte bereits da, dass es wohl nie mehr so werden wird, wie es mal war und ich sollte leider recht behalten.

      Es folgte der Jahreswechsel und ein ekelhafter Corona-Lockdown. Eingesperrt zuhause und immer weniger Kontakt zu meiner Affäre, die ebenfalls zuhause saß und Homeoffice machen musste. Es gab somit keine Möglichkeit mehr, sich heimlich zu treffen oder in der Häufigkeit zu schreiben oder zu telefonieren, wie es sonst der Fall gewesen wäre.

      Im Frühjahr vergaß sie dann allen Ernstes meinen Geburtstag. Der Super-Gau. Ich fühlte mich so gedemütigt, verletzt und konnte es nicht fassen. Bis heute kann ich es nicht glauben, wie das passieren konnte. Die Frau, die mich angeblich so sehr liebt und der ich so wichtig sei, die jedes Detail und Geheimnis über mich wusste, mit der ich zwei Jahre lang jeden Tag engsten Kontakt hatte, vergisst meinen Geburtstag!? Ich verlor die Nerven, die bis dahin durch die Situation ohnehin schon blank lagen und es kam zu einem Knall mit zweiwöchiger Funkstille – so etwas gab es bis dahin noch nie. Ich sagte ihr, sie solle sich nie wieder bei mir melden. Sie kam meiner Aufforderung nach und es war schrecklich und ich war am Boden zerstört.

      Nach zwei Wochen nahm ich den Kontakt wieder auf, da ich es nicht mehr aushielt und befürchtete, dass nun wirklich alles kaputt sei. Wir redeten darüber. Wir versöhnten uns, aber ein tiefer Riss blieb zurück, da ich nie wirklich das Gefühl hatte, dass ihr dies von Herzen leidtun würde. Es ist eben passiert, mein Gott. Schon da habe ich mein Selbstwertgefühl und meinen Stolz den Hunden zum Fraß vorgeworfen. Es ging weiter. Auf und ab, hoch und runter – schlimmer als in jeder Achterbahn. Offizielle Treffen unserer beiden Familien gab es ein paar. Heimlich miteinander getroffen haben wir uns jedoch nur noch einmal.

      Bei diesem Treffen war eigentlich alles wie früher. Es war ein gutes Gespräch, wir küssten uns leidenschaftlich und nur die knappe Zeit verhinderte, dass wir miteinander schliefen. Doch das wollten wir die Woche darauf nachholen. Meine Affäre sagte mir, dass die Situation schwierig für sie sei, aber sie wolle es trotzdem nicht beenden. Im Grunde erzählte sie mir das gleiche wie im Dezember, sie machte mir aber Hoffnung, dass wir trotzdem hin und wieder uns treffen. Doch dazu kam es nicht. Das geplante Treffen sagte sie kurzfristig und kühl ab, für neuerliche Treffen war nie Zeit oder Möglichkeit. Der Kontakt wurde prompt wieder extrem viel weniger.

      Einmal mehr verlor ich die Nerven und schrieb ihr, nachdem ich tagelang wieder nichts von ihr hörte, eine Nachricht mit sehr enttäuschtem und wütendem Unterton. Sie war spürbar verärgert darüber und ohne es auszusprechen brach der Kontakt für über zwei Wochen ab. Für unsere Verhältnisse eine unglaubliche Ewigkeit. Diesmal war es jedoch sie, die sich wieder meldete, da ich mir geschworen hatte, stur zu bleiben. Doch ich litt in dieser Zeit einmal mehr wie ein Hund.

      Auch diesmal versöhnten wir uns, klärten die Themen und tatsächlich hielt es dann einige Zeit an und funktionierte super zwischen uns. Es ging mir schnell wieder gut und ich konnte erstmals in diesem, bis dahin so schwerem Jahr, mein Leben genießen, obwohl ich körperlich von meiner Affäre nichts hatte. Es änderte sich endgültig alles, als ich ihr in einem unserer Telefonate sagte, dass sie mir fehlen würde. Sie reagierte überfordert, wusste nicht was sie antworten solle und konnte es nicht erwidern. Das Gespräch brach durch ein Funkloch kurz danach ab, sie rief anders als sonst nicht zurück, meine anschließende Nachricht blieb unbeantwortet und mehrere Tage hörte ich absolut nichts mehr von ihr. Es war ein Stich ins Herz und ich spürte eindeutig, nun ist es vorbei! Ich konnte auch gar nicht mehr. Es war wie im Dezember, nur deutlicher. Ich dachte bis zu diesem Zeitpunkt, wir würden nochmal gemeinsam Fahrt aufnehmen, aber unser Flieger hob nie wieder ab.

      Nach einigen Tagen meldete sich meine Affäre und wir redeten lange über das Thema. Ich warf ihr vor, nicht aufrichtig mir gegenüber zu sein und mich ständig damit zu verletzen, dass sie mich seit Monaten nicht nur im Unklaren ließe, sondern auch Jo-Jo mit mir spielen würde. Ich machte ihr klar, dass ich mich von ihr verarscht fühle, dann aber ihren Grund nicht verstehe – welches Motiv hätte sie denn dazu, was würde ihr das bringen? Sie wiederholte, dass sie ein schlechtes Gewissen hätte wegen meiner Tochter, die sie sehr liebt, und meiner Frau, aber auch gegenüber ihrem Mann. Die Leichtigkeit und Unbeschwertheit seien verloren gegangen, nachdem irgendwann klar war, dass aus uns kein Paar werden würde. Sie sehe dadurch nun keinen Sinn mehr darin, ihren Mann zu betrügen, obwohl sie sich oft nach mir sehnen würde. Sie hätte gerne eine Beziehung mit mir gehabt, die aber nicht möglich war. Nachdem dieses Ziel verloren war, wurde es immer schwieriger für sie, zumal ihr die Freundschaft wichtig sei und sie kein Risiko mehr eingehen wolle, dies alles zu verlieren. Heute hätte sie totale Sehnsucht nach mir und Lust auf mich, danach hätte sie es aber nahezu bereut und hätte tagelang ein schlechtes Gewissen darüber herumgetragen. Ich fragte sie, warum sie dann nicht einfach eine Entscheidung getroffen hat, aber sie meinte, dass sie Angst hatte, dass ich mich dadurch von ihr distanziere würde, was sie nicht wolle.

      Das war das erste Mal, dass sie wirklich aufrichtig zu mir war. Es klang schlüssig und ehrlich. Endlich. Ich konnte es wirklich verstehen und nachvollziehen. Mir war klar, dass es vorbei war und ich beendete „offiziell“ unsere Affäre am Telefon und versprach ihr, dass wir uns nun ab sofort wirklich auf Freundschaft konzentrieren, auch wenn wir beide nicht wissen, wie das genau aussehen soll und wie das funktionieren kann. Längst sind unsere Partner involviert und da wieder rauszukommen ohne dass unangenehme Fragen entstehen ist praktisch ausgeschlossen. Obwohl sich gemessen an den letzten acht Monaten seit Dezember nichts zwischen uns ändern wird, ändert sich nun doch alles. Ich war gezwungen, es zu beenden. Noch mehr Schwebezustand und Hoffnungen konnte ich mir selbst nicht antun. Wäre es nach ihr gegangen, wäre es vermutlich einfach so weitergelaufen ohne dass nochmals etwas passiert wäre.

      Dies alles ist erst wenige Tage her. Ich fühle mich schrecklich, sogar manisch. Im Laufe eines einzelnen Tages erlebe ich alle Bandbreiten von Emotionen. In einen Moment bin ich todtraurig und sehne einen Weltuntergang herbei, im nächsten Moment ohne Vorwarnung ist es ganz okay, ich kann Späße machen und herzhaft lachen. Nur klar denken kann ich nicht. Die schönste Zeit des Tages sind die fünf Minuten, wenn ich aufwache, mein Kopf sind noch im Bootvorgang befindet und ich geistig noch gar nicht dazu in der Lage bin, irgendwelche Emotionen außer Müdigkeit zu empfinden. Es ist schlimmer als bei jeder anderen Trennung von Liebschaften zuvor. Obwohl meine Affäre erstmal Teil meines Lebens bleibt fühlt es sich so an, als hätte ich sie verloren. Zu wissen, dass unsere Kommunikation von nun an wohl heftig an Frequenz, Tiefgründigkeit und Emotionalität verlieren wird, aber auch zu wissen, dass ich diese wunderschöne Frau nie wieder anfassen darf, sie nie wieder küssen werde… das bricht mir das Herz. Ob ich wirklich damit klarkommen werde und mich nicht doch irgendwann distanziere, weiß ich nicht. Gut möglich, dass ich das gar nicht aushalten kann. Vielleicht können wir es auch beide nicht. Sie fehlt mir bereits jetzt schon, obwohl sie gar nicht weg ist. Zweieinhalb Jahre waren wir irgendwo auch ein Paar mit kleinen Gewohnheiten und Ritualen. Es wird auch ungewohnt sein, dass dies nun alles aufhören wird. Aber mein Verstand sagt mir, dass nur dass das einzig richtige ist, da ich längst dabei bin, daran zu zerbrechen.

      Die Wahrheit ist, dass dies – solche Geschichten – alles nur in unseren Köpfen existiert. Die Wahrheit ist, dass diese Frau und diese Affäre für mich nur ein Symptom für etwas waren, was viel tiefer liegt. Irgendwas habe ich in ihr gesehen, auf sie projiziert und durch sie kompensiert. Wohlwissend, was für Macken und Fehler diese Frau hat und welche Eigenschaften ich an ihr ich hasse, erscheint sie mir wie eine Gottheit. Perfekt. Wunderschön. Makellos. Ehrlich. Aber das alles ist sie nicht. Sie hat ihren Mann über Jahre auf das übelste betrogen, hintergangen und verarscht. Nicht selten hat ihr Mann sie geküsst, da klebte ich noch überall auf ihrem Körper. Während ihr Mann das Frühstück vorbereitete, machte sie im Badezimmer einen Schwangerschaftstest. Während er über das Wochenende einen Trip mit Freunden im Ausland machte und die Kinder oben schliefen, entweihte ich seine Couch. Eigentlich alles unvorstellbar. Das gleiche gilt aber auch für mich, das ist mir bewusst. Wenn wir beide dazu im Stande sind, unsere Partner so heftig und skrupellos zu betrügen, wieso sollte es ausgeschlossen sein, dass dies wieder passieren würde, wenn meine Affäre und ich ein Paar wären?

      Es ist erschreckend, wie leicht dies alles vergessen wird. Zurückblickend bleiben mir all die wunderschönen Momente mit ihr im Gedächtnis, dieses unglaubliche Glücksgefühl, als sei man auf Drogen. Wie oft ich in dieser Zeit niedergeschlagen und traurig war, wie oft ich wegen ihr geweint hatte, weil ich sie vermisst hatte, ist manchmal einfach vergessen und ausgeblendet. Wirklich glücklich war ich nie, auch wenn meine Erinnerung mir das einreden will. Auf eine wunderschöne Stunde mit ihr folgten viele traurige Tage und das ständige Hoffen und Warten auf das nächste Treffen. Wirklich etwas genießen konnte ich nur sehr selten, da dort immer der Blick auf die Uhr war und die Gewissheit, dass meine Zeit gleich wieder abläuft und sie dann nach Hause zu ihrem Ehemann geht. Ich konnte nicht mal mehr ein unbestimmtes Leben führen. Es war ein Leben nach der Uhr, nach dem Kalender. Immer für sie verfügbar sein, obwohl sie mich immer seltener überhaupt in Anspruch nahm. Stunden zählen seit dem letzten Kontakt, Erwartungshaltungen in bestimmten Zeitfenstern wo ich annahm, da würde sie sich sicher melden – und sie tat es dann meistens doch nicht. Oder bei unseren Telefonaten so zu tun, als wäre alles super und es ginge mir gut, dabei ging es mir beschissen – nur wegen ihr. Völlig gestört, extrem anstrengend und belastend. Wie kann der menschliche Verstand so etwas so leicht ausblenden und vergessen? Wenn ich so darüber nachdenke, kann ich gut nachvollziehen, warum viele Menschen bei einem Partner bleiben, der sie schlecht behandelt. Es müssen ähnliche Muster im Kopf ablaufen. Es ist eine toxische Beziehung gewesen, da immer die Hoffnung da war, dass alles gut wird und zum großen Glück nur noch eine Kleinigkeit fehlen würde. Was für eine Illusion.

      Da mir klar war, da es nie nur um diese Person bei mir gegangen sein muss, sondern um viel mehr, habe ich Anfang des Jahres Hilfe bei einem Psychotherapeuten gesucht. Die Wurzeln für all das liegen wohl in meiner Kindheit, in meiner Familiengeschichte. Meine Affäre triggert in mir die Sehnsucht nach meiner Familie, die schon lange völlig auseinandergebrochen ist. Ebenso lebt meine Affäre exakt das Leben, das ich mir schon früh immer ausgemalt hatte mit einem tollen großen Haus in bester Gegend, eine große Familie, viele Freunde, jeden Tag tolle kurzweilige Aktivitäten, Ausflüge, Urlaube – bei ihnen ist immer Action, während ich mein Leben trotz Baby erschreckend langweilig finde und ich kein Haus habe, keine Familie, wenig Freunde, wenig Action. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, habe ich schon davon geträumt, nicht nur ihr Mann zu sein, sondern exakt sein Leben mit ihr zu führen. Mein Anspruch, mein eigenes Leben auf so ein Level zu hieven scheiterte leider bislang völlig und mir ist nicht einmal klar, woran es eigentlich scheitert. Ein Haus zum Kaufen finde ich seit Jahren nicht, obwohl ich vermutlich mehr verdiene als sie und ihr Mann zusammen, die Suche nach neuen Freundschaften hat bisher ebenfalls nicht geklappt, das Thema Familie ist sowieso ad acta und bedingt dadurch, dass ich an vielen Tagen einfach antriebslos und niedergeschlagen bin, vergeht mir dann letztendlich oft auch die Lust auf Aktivitäten. Die perfekten Voraussetzungen also für eine Diagnose: Eine Psychotherapie, die ich wegen Verdachts auf Depressionen – zu Tage gefördert aufgrund dieser Affäre – machen sollte, ist leider keine Option, da ich trotz mehrfacher Versuche einfach keinen Platz finde. Die Wartezeiten liegen weit über einem Jahr, zumal das ganze so laufen muss, dass es niemand mitbekommt. Wichtig wäre es aber, da ich denke, dass ich anders vielleicht nie mehr glücklich werden kann. Es wäre interessant zu wissen, wo das alles herkommt. Also versuche ich mich selbst zu therapieren – u. a. auch durch solche Schreibbeiträge.

      Wir sind alles keine Roboter. Wir alle wissen, dass es falsch ist, seinen Partner zu betrügen. Die meisten Partner haben es kein bisschen verdient. Meine Frau und der Mann meiner Affäre sind, anders als in vielen anderen Fallbeispielen, auch keine schlechte Partner, ganz im Gegenteil. Es sind ziemlich tolle und liebenswerte Menschen. Aber das Herz ist immer stärker als der Verstand, Logik oder Vernunft. Ich habe kein schlechtes Gewissen, gegenüber niemanden. Es tut mir nicht mal leid. Krass. Aber jeder der so Dreckschweine wie uns verurteilt, war nie in so einer Situation. Im Grunde ist es nichts anderes als eine Sucht, egal ob nach Drogen, Nikotin, Alkohol, Casinos, Sex. Wir sind süchtig nach einem Menschen oder ein Gefühl, wohlwissend, wie sehr es uns schadet und im schlimmsten Fall unser Leben völlig zerstören kann. Da helfen keine Logik und auch kein schlechtes Gewissen.

      Vor einem Jahr schrieb ich, dass ich nichts bereue und es immer wieder so machen würde, weil mir diese Affäre viel gegeben hatte und ich mich dadurch weiterentwickelt habe. Ob ich heute auch noch so denke? Um ehrlich zu sein weiß ich es nicht. Diese Affäre fing an als ein Abenteuer, entstanden durch Neugierde und Lust auf etwas Verbotenes. Die perfekte Gelegenheit um das eigene Ego extrem zu pushen. Doch dann entstanden illusionäre Träume, Hoffnungen und ein leidvoller Weg begann. Ich habe atemberaubenden Sex gehabt, viele emotionale Höhenflüge wie im Drogenrausch und ich habe nicht nur einen, sondern einige tolle Menschen kennen- und lieben gelernt. Ich habe gesehen, wie mein Leben aussehen sollte. Doch für all das habe ich einen unfassbar hohen Preis bezahlt: Meine Lebensfreude, mein Selbstbewusstsein, mein Stolz und meine innere Ruhe. All meine Werte habe ich dafür auf den Müll geworfen. Und was noch viel schlimmer ist: Es sind nun so viele Baustellen in meinem Leben, vor allem in meinem Kopf, entstanden, von denen ich gar nicht weiß, wie ich die jemals alle bewältigen soll. Während die benötigte Dosis in dieser Sucht immer größer wurde, ist die tatsächlich Dosis, die ich bekommen konnte, immer kleiner geworden. Bis eine totale Abhängigkeit entstand.

      Ganz genau genommen ging es mir vor der Affäre insgesamt besser, da ich emotional unbelastet war und nicht gemerkt hatte, dass mir einige Dinge fehlen würde. Durch diese Affäre wurde all das an die Oberfläche gefördert. Meine Affäre lebt nun ihr eigenes Leben weiter und erweckt stark den Anschein, als ginge es ihr trotz allem sehr gut. Sie sagte im Trennungsgespräch selbst, sie sei aktuell zuhause so glücklich. Auch das war ein Stich ins Herz. Da kam ich mir fehl am Platze vor. Ist sie in der Hinsicht emotional so viel stabiler als ich, ist das jetzt nur vorgetäuscht oder hat sie es am Ende mehr als eine zeitlich begrenzte Affäre angesehen, während es für mich eine echte Schattenbeziehung war? Das werde ich wohl nie erfahren.

      Ich leide und bin momentan unfähig ein normales Leben zu führen. Ich quäle mich durch die Tage, strenge mich an, mir meine Traurigkeit und Unzufriedenheit zuhause nicht anmerken zu lassen (was kaum noch gelingt und dementsprechend meiner Frau Sorgen bereitet) und merke, dass ich mit meinem Leben höchst unglücklich bin. Der einzige Lichtblick ist meine Tochter, die mein Ein und Alles ist und der Grund, warum ich mich nicht komplett hängen lasse oder von allem wegrenne. Hätte ich all das vorher gewusst… ich glaube, ich hätte es bleiben lassen und einen großen Bogen um diese Frau gemacht!

      Für mich selbst hoffe ich und wünsche mir, dass ich auch ohne professionelle Unterstützung wieder auf meinen Weg zurückfinde und wieder glücklich werden kann. Meine Familie hätte es verdient. Und trotz meiner „Taten“ wollte ich niemanden etwas Böses, ich wollte niemanden verletzen. Eine Sucht ist eine Krankheit und dass man auch nach Gefühlen – die oft in Gestalt von Menschen daherkommt – süchtig sein kann, ist in unserer Gesellschaft leider überhaupt kein Thema. Es wird belächelt und ist sowieso nur ein Frauenthema. Welcher gestandene Mann rennt auch schon einer Frau hinterher? Kurioserweise hätte ich aber auch nie gedacht, dass ausgerechnet mir so etwas passieren würde… Ich habe diese Affäre schweren Herzens beendet, da ich wieder ein unbeschwertes Leben führen und wieder glücklich sein möchte. Meine Frau hätte ich vielleicht(!) am Anfang der Affäre verlassen, nun wo unsere Tochter da ist aber ganz sicher nicht. Dafür liebe ich meine Frau und meine Tochter doch noch zu sehr. Es gibt also keinen plausiblen Grund mehr an etwas festzuhalten, was nur noch Schmerz verursacht und keinerlei Freude mehr.

      Ich hoffe, dass ich die Kraft haben werde, eine echte platonische Freundschaft mit jemanden zu führen, die von meinem Herzen so wahnsinnig geliebt wird, auch wenn mein Verstand dem kapitulierend widerspricht. Ich werde irgendwann berichten, wie es weiterging und wünsche allen meinen Leidgenossen viel Kraft, Stärke und Glück, ähnliche Situation zu meistern.

      Danke fürs Lesen!
      Euer Danilo

      • Lieber Danilo, danke für Deine Geschichte! Sie ist ein weiterer Beweis dafür, dass „verbotene Liebe“ nur selten gut geht. Es tut mir leid, dass Du solche Schmerzen erleidest, ich kann es regelrecht fühlen! Bleib‘ bitte dran mit der Psychotherapie. Ich selbst habe einige Therapien hinter mir und sie haben mich gerettet, mich zu einem heute glücklichen und gesunden Menschen gemacht. Du hast ein Recht auf Trauer, Du hast aber auch ein Recht auf Genesung! Ich schicke Dir (und allen anderen) mal einen Link zur Deutschen Depressionshilfe. Hier gibt es alle möglichen Hilfsangebote, von denen Du vielleicht noch gar nichts wusstest. https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/wo-finde-ich-hilfe
        Danilo, ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem weiteren Weg! Und herzlichen Glückwunsch zu Deiner Tochter! Ich habe selber seit 2 Jahren eine und es gibt nichts, was mir mehr Halt gibt, als dieses kleine, wunderbare Wesen!

        Alles LIEBE,
        Viola

  82. Hallo!
    Ich habe lange mit mir gerungen meine Geschichte zu tippen, nun denn.

    Es begann vor 7 Jahren, wir waren als Ehepaar zu einem 40´ten eingeladen, diese Menschen sind nicht so meine Welt da es sich um „komische“ Familien handelt die nicht den besten Ruf haben. Jedoch war es der Geburtstag der besten Freundin meiner Frau.
    Dort kam auch eine Familie die erst kürzlich Nachwuchs bekommen hatten, meine Frau sah diese und begrüßte diese, dabei viel mir Ihr verhalten auf gegenüber des Mannes. Ich sprach Sie am selben Abend auf der Heimfahrt darauf an und Sie verneinte und das dies lächerlich sei, diese Familie ist glücklich dir haben gerade mal geheiratet, was auch stimmte. somit lies ich diese Sache auf sich beruhen.

    Es gingen die Jahre ins Land und meine Frau wurde als seltsamer, Frust-Einkäufe, Ratenkäufe, schlechte Laune tatsächlich sogar Kriminalität der Geldbeschaffung in der Ehe (welches keine Straftat darstellt und ich erst Jetzt erfuhr). Die Sexualität nahm ab, auf Anfrage sagte Sie das Sie sich nicht wohl fühle, dies konnte ich verstehen da sie wirklich Probleme mit starken Monatsblutungen und Zwischenblutungen hatte. Also wieder Entwarnung, es liegt an der Situation. Jedoch wurde ich von den Leuten aus dem Bekanntenkreis immer mehr ausgeschlossen und mit Nichtachtung gestraft warum auch immer. Meine Frau sagte ich würde Gespenster sehen.

    Vor 6 Jahren kam es dann das wir Probleme hatten mit der Heizung unseres Eigenheims. Meine Frau kümmerte sich und es kam ein Monteur der hervorragende Arbeit lieferte und gemäß Angabe meiner Frau günstig (Wir waren da schon in einem Schulden Sumpf den ich nicht mal geahnt hätte. Meine Frau hat selbst Kontoauszüge frisiert und ich habe es nicht gemerkt da Sie immer dafür gesorgt hat das ich genügend Geld im Portmonee hatte. Ich war nicht misstrauisch es war meine große Liebe und ich hatte grenzenloses Vertrauen. Jedoch gingen die Sozialen Kontakte zu Ihrer Familie langsam zu Grunde, ich wurde auch da komischer weise schlechter Behandelt als sonst (was aber keine Kunst ist in dieser so intakten Familie), darauf lies ich den Kontakt weitgehend einschlafen, war nicht so die feine Art.

    ein Jahr später wurde ich krank und konnte meinen Beruf als Fleischermeister nicht mehr ausüben, Bandscheibe, inoperabel. Worauf ich in ein ganz neues Leben beginnen musste, Umschulung usw. Dabei verlor ich letztlich den kleinen Überblick der Finanzen den ich noch hatte. jedoch kam ich einen Tag früher aus der Berufsschule und fand einen Auszug der Bank der nicht geschönt war. Schmerzhaft 40.000 € im Minus. Ich stellte daraufhin meine Frau zur Rede, so etwas habe ich bis Dahin nicht gekannt Beschimpfungen Ihrerseits, unter die Gürtellinie die ich hier nicht erwähnen möchte, nur als Anhalt Versager, Impotent, Haustierrassen wurden genannt nur nicht so schön formuliert. Es kam sogar beiderseits zu häuslicher Gewalt, welches jedoch nicht völlig eskalierte. Wir sprachen uns aus und die Beziehung wurde endlich wieder besser und wir verziehen uns das ganze.

    Ein halbes Jahr später kam dann meine Abschlussprüfung, ich hatte Urlaub um den Stoff zu lernen (damals 44). Ich werde es nie vergessen, meine Frau kam zu spät von der Arbeit, ich fragte Sie, die Antwort: Sie war bei einer Freundin und hätten noch geredet es hat etwas länger gedauert. Ich habe sie angesehen und Ihre rötlichen Wangen bemerkt, ich wusste genau was das bei Ihr ist. Sie sah aus wie ein verliebter Teenie nach dem ersten Sex, ich sprach Sie darauf an, natürlich alles verneint. Es kamen in den nächsten 2 Jahren die natürlichen Sachen zu Tage. Verhaltensänderung (so schlimm war es noch nie), Widersprüche, Lügen über treffen mit Freunden die es nicht gab, das ganze Programm. Und das liebe Geld nicht zu vergessen. Ich wurde zum Spion, was ja natürlich ist, erwischt habe ich Sie nie, aber das sie länger an der Arbeit war stimmte auch nicht. Jedoch war ich mir zu 90% sicher, und sprach Sie ständig darauf an, Sie verneinte.

    Vor gut einem Jahr hatte ich dann einen Ausschlag am kleinen. Arzt.. Herpes… Ehe Überdenken, nun waren es hundert %.
    Die Konfrontation, das kann man sich auf dem Klo holen. Darauf sprach ich Sie täglich darauf an (ich habe mich gequält, aber ich wollte es nach dieser Zeit aus Ihrem Munde hören). Dieses Spiel ging bis dieses Jahr im März, Ihr Rechner brauchte ein neues Betriebssystem wegen der Bankgeschäfte, den habe ich installiert, fadenscheinig behauptete ich das Sie sich kurz auf Ihren Google -Konto anmelden müsse wegen der Synchronisation (Handy war von Ihr behütet). Bingo es gab Fotos´s und Videos, definitiv war das nicht meiner Beschnitten und riesig, hätte ja auch ein Pornobild sein können, aber im Video hat sie davon geredet.
    Die Konfrontation war klasse „Toll nun kann ich es nicht mehr abstreiten“ natürlich vorwurfsvoll.

    Nach ein paar Tagen stellte sich heraus das es der Mann von dem Geburtstag war, welcher auch der Heizungsmonteur war.

    Durch das auffliegen, Ehefrau des anderen wurde natürlich informiert, und da dies die Schwester, meiner Frau Ihrer besten Freundin ist, geht es richtig ab. Dieser Personenkreis ist für deren Art bekannt.

    Durch diesen Jahrelangen Druck und auch diese Phasen der Auszeit die ich durch meine Frau bestätigt bekommen habe ist Sie nervlich sehr angeschlagen. Depressionen welche verstärkt werden durch den Druck der anderen Partei, Verlustängste an unserer Ehe, Verlust der Affäre, Verlustangst der eigenen Kinder (18 + 20 welche Mama nun mit anderen Augen sehen), und nun auch noch die ganze Verwandtschaft welche durch Sie belogen wurde (Sie hat Überall schlecht über mich geredet, die Verwandtschaft sieht es nun mit anderen Augen).

    Das Kartenhaus ist schmerzlich zusammengebrochen.

    Sie ist nun in psychischer Behandlung (stationär hat Sie abgelehnt).

    Aber es ist gut wie es ist, ich wäre nie so lange bei Ihr geblieben wenn es nicht meine Traumfrau wäre.
    Die Affäre hat 2 Familien zerstört, ich rede nicht von 2 Ehepaaren, ich sehe es als letzte Chance meine Frau zu halten, da Sie nun endlich durch professionelle Hilfe eine Zukunft hat.

    Hoffentlich mit mir, ich unterstütze ich Sie wie es mir im Moment möglich ist, für mich auch nicht einfach, aber meine Kinder sind uns wichtig und auch wenn Sie schon älter sind, aber die leiden am meisten.

    (zu uns: 42 W, 46 M, verheiratet seit 21 Jahren, zusammen seit 23 Jahren, Kids: 20 W, 18 M)

    Fazit:

    Wer seine Ehe betrügt, sollte an den Problemen in der Ehe arbeiten und nicht das tun.
    Die Affäre macht sich zu einem Spielball aller anderen Personen, und nervlich fertig.
    Denkt an die anderen, die Ihr kränkt.
    Macht vorher klare Verhältnisse, sonst verlieren alle, egal ob nur ein Part verheiratet ist oder beide.
    Es sind nur Schmetterlinge, der Alltag sieht dann anders aus.

    PS.: Ich war auch schon mal verliebt in eine andere Frau, aber ich konnte durch die liebe zu meiner Frau immer widerstehen, jedoch ist das auch in einer Beziehung so das es immer zwei Menschen sind und jeder anders ist.
    Deswegen kommen solche Probleme auf, reden hilft, man muss es nur zulassen.

    • Danke für Deine Geschichte! Reden hilft tatsächlich. So kann man vieles im Voraus abwenden. Ich finde es mutig von Dir, dass Du Deiner Ehe trotz aller Lügen noch eine Chance gibst. Ich hoffe, Du wirst nicht erneut enttäuscht und Ihr findet wieder Vertrauen zueinander. Wenn ich ehrlich bin, ich hätte es nicht verzeihen können. Es war ja nicht nur die Affäre, es waren ja auch finanzielle Betrügereien. Das alles zusammen könnte ich nicht verzeihen – naja, vielleicht irgendwann verzeihen, niemals aber vergessen. Ich hoffe alles wird gut bei Euch! Liebe Grüße, Viola

  83. Hallo zusammen,
    ich habe mir nun mehrfach den Artikel und auch fast alle Kommentare durchgelesen und habe mich nun doch entschloßen meine Geschichte zu erzählen. Leider kann ich mit niemanden aus meinem Freudeskreis oder Fam. darüber reden, wie bei fast allen Beteiligten hier und das schmerzt unheimlich. Sich einfach mal alles von der Seele reden zu können. Es blockiert mich im Altag und ich kann mich nicht mehr auf meine Arbeit konzentrieren. Und diese ist mir Wichtig weil ich Selbstständig bin.

    Ich – männlich und Singel – bin der Geliebte in einer Affäre. Alles Begann im Mai 2018 als meine neuen Nachbarn in die Ortschaft zogen. Ich war froh das endlich mal wieder mal jüngere Leute in die Nachbarschaft zogen. Sie ist 5 Jahre älter als er und er hat sich ein Haus gekauft und Sie ist mit eingezogen. Nun ja es kam so wie es kommen musste, man hat sich kennen gelernt, wir haben uns alle in der Nachbarschaft sehr gut verstanden. Wir haben alle zusammen am Wochenende gegrillt, gequatscht und halt auch was gemeinsam unternommen. Und ich habe dann den Kontakt auch per fb zu Ihr aufgebaut und wir haben unendlich viel über den Messenger getextet und haben dann auch weiter über whatsapp getextet. Wir haben dann viele Foto hin und hergesendet. Und die Fotos wurden dann auch „heißer“ …. man hat sich quasi gegenseitig „hochgeschaukelt“ Iwa war ich an einem Feiertag mal im Büro arbeiten – mein Büro ist in der Nachbarstadt, also quasi nicht im Ort – und wir hatten wieder getextet …. und aufeinmal sendet Sie mir ein Foto von dem Tor vor meinem Büro zu….. Ich war extrem erstaunt und habe mich natürlich mega gefreut das Sie da war….. nach langen hin und her …. haben wir es dann beide nicht mehr ausgehalten und sind dann quasi über einander hergefallen. Man mag es mir nicht glauben, aber es war ein magischer Moment ….. ich weiß es bis heut noch nicht was diese Frau an sich hat….. es war einfach nur mega schön…. obwohl ich ja nun schon mit mehreren Frauen geschlafen habe. Mit Ihr war es was vollkommen anderes …. diese Vertrautheit und das gleich beim ersten mal!
    Ich war vollkommen geflasht …. und Sie hatte mir an dem Abend auch noch gesagt, dass zwischen Ihr und Ihrem Freund schon seit einem Jahr nichts mehr im Bett lief…… und diesen Satz habe ich ja jetzt schon von so vielen von euch gelesen! ….. Ich Blödmann hab ihr natürlich geglaubt. 🙁
    Mit diesem Tag / Abend begann mit unter die drei schönsten Monate die ich jemals davor erlebt hatte. Und das meine ich wirklich so….. Es war nicht nur der Sex der mir unheimlich gut tat und mir mein Selbstwertgefühl extrem pushte sondern wir waren vom Humor auf der gleichen Wellenlänge und wir konnten uns einfach über alles unterhalten. Wir haben auch öfter mal was unternommen ohne gleich in die Kiste zu springen aber meistens war es dann doch so das wir sehr viel körperliche Zuwendung hatten. Sie hatte noch eine eigene Wohnung bis Ende Juni in einer Stadt die 30 KM von unserem Wohnort entfernt war. Dort haben wir uns auch zweimal getroffen und auch beide mal übernachtet….. Das waren die zwei einzigsten Nächte in 2,5 Jahre Affäre! So traurig wie es klingt! 🙁
    Anfang Juni 2018 hat Sie mir dann mittgeteilt, dass Ihr Freund beruflich für 3 Monate ab Juli ins Ausland geht …. da habe ich mich natürlich sehr gefreut! Hab Ihr angeboten, dass ich Ihr helfe und Sie mit dem Haus unterstütze….. und hatte natürlich auch mein Chance vernommen, dass ich Sie jetzt für 3 Monate für mich alleine hatte……
    Und der erste Monat wo Ihr Freund weg war, war es auch so wir haben uns fast täglich gesehen. Ich hab mich fast jeden Abend zu Ihr rüber geschlichen oder Sie war bei mir und hatten Sex …. jedoch übernachtet haben wir nie wieder gemeinsam, da unsere Nachbarschaft extrem „Aufmerksam“ ist. Und leider stand mein PKW öfter mal bei Ihr vor dem Tor und ddaurch kam es natürlich zu Gerüchten. Und ich weiss nicht ob das dann ausschlaggebend war, dass Sie ab August 2018 immer kühler zu mir wurde, die Kommunikation flachte ab. Sie wollte mich dann nicht mehr so oft sehen und das hat mich fast zerrissen! Da wir zwei ja nur noch knapp 1 Monat hatten bevor Ihr Freund wieder da war. Dann kammen noch Ihre sehr dubiosen Unternehmungen mit „Ihren Weibern“ … so sagt Sie es selbst …. hinzu, dass Sie sich an einem Freitag Abend stundenlang nicht mehr gemeldet hat. Ich konnte so oft wegen Ihr nicht schlafen und bin dann Nachts nochmal mit dem Auto los und wollte wissen ob Ihr Auto auf dem Hof steht …. und all so ein scheiss! Ich war in dem Augenblick nicht mehr Herr meiner Sinne! Es war wie eine Droge und ich war auf Entzug! Es war furchtbar diese Abweisungen! Und das alles in so extrem kurzer Zeit. Ich habe Ihr dann auch vorgeworfen, dass Sie neben mir noch einen anderen Geliebten hat mit dem Sie rummacht. Sie hat immer beteuert, dass ich der einzige Mann wäre mit dem sie sex hat. Es war Mitte / Ende September als ich mir vornahm mit Ihr Schluss zu machen. Ihr Freund kam wieder da dachte ich dann wird es eh einfacher sie zu vergessen….. es vergingt etwas Zeit und Sie meldet sich mehrfach noch bei mir immer mal wieder als Freund, wir texten über den normalen Alltag und dann stand Sie wieder mal in meinem Büro und wir konnten auch dieses mal nicht die Hände vonneinander lassen. Es Begann von vorn und ab da waren wir in der sogenannten Abwärtsspirale gefangen.
    Die Zeit mit Ihr habe ich immer genossen, aber es war mir einfach zu wenig. Mal alle 4 – 6 Wochen treffen und miteinander schlafen. Ansosten waren es immer täglich mehrer nachrichten und früh – wo sie zur arbeit fuhr – und nachmittag wo sie von arbeit nach hause gefahren ist – haben wir immer telefoniert! aber es kam dann mal wieder von Ihrer seite keine ambition sich mal wieder zu treffen oder einfach mal auf ne Zigarettenlänge bei mir im büro vorbeizukommen….. da null interesse – also würde ich es nicht von beginn an anders kennen – hätte ich ja keine probleme – aber ich kannte es ja anders! Nämlich ganz am anfang ist sie jeden zweiten tag nach arbeit zu mir ins büro gekommen und selbst in ihrer pause waren wir auch mittag essen ….. nun ja das zog sich dann bis zum jahresende hin mal up and down. wenn ich gesagt habe ich möchte das nicht mehr so kam sie wieder an und wir hatten uns wieder lieb. im dezember dann hab ich ihr die frage gestellt ob sie sich jemals von ihrem freund trennen würde und sie sagte mir klar zu diesem zeitpunkt nein!!! ab da hätte ich schon schalten müssen und sagen, das war es mit uns endgültig. aber iwi bin ich da extrem „schmerzpervers“. Wie viele Wochenenden habe ich alleine verbracht wo sie mit ihrem freund zusammen war und weihnachten und ostern ….. und so viele einsame stunden. und für was eigentlich??? für einen freitag abend alle 4 bis 6 wochen? das schlimmste war auch mit unter als die beiden gemeinsam im urlaub gefahren sind und ich noch ein blick auf das haus in dieser zeit werfen sollte. das war die hölle ….. da jeder weiss im urlaub hat man keinen alltag und man nährt sich wieder an und hat auch gemeinsam sex…… sie hat es immer beteuert das sie nicht mit ihrem freund schläfft! aber kann man das wirklich glauben? sie war damals 29 jahre und er war 24 jahre. in dem alter hat man doch noch regelmäßig sex in einer beziehung. ich habe mehrfach versucht diese affäre zu beenden, sie ist immer wieder weinend angekommen und hat mir gesagt sie kann ohne mich nicht und sie vermisst mich und sie hat mir gesagt, sie überlegt wie sie ihn verlassen kann. und ich treudoofer esel bin immer auf ihrer masche reingefallen. und dann ging es wieder eine zeit lang sehr gut. von ihr kammen dann auch mal die ambitionen sich zu treffen und auch mal was zu unternehmen …. aber es schlief halt jedes mal wieder nach ein paar wochen ein! so zog die zeit ins land bis anfang diesen jahres …. da war dann die ausrede …. auf grund von corona dürfe man sich jetzt aktuell nicht sehen. wir haben trotzdem noch jeden tag getextet. und es ist mir halt einfach zu viel geworden diese abweisungen und ausreden das man sich nicht sehen konnte. und jeden tag ist sie von arbeit nach hause und hat nicht mal ansatzweise daran gedacht mich im büro zu besuchen…… und ich habe mich ab da immer weiter distaziert.
    das letzte gemeinsame treffen war mitte august. und da hat sie mir offenbart, dass ich mir doch bitte eine partnerin suchen soll und sie ist nicht die richtige für mich und sie wird mit ihrem freund zusammem bleiben. ich habe sie gefragt ob sie mit mir jetzt schluss macht, dass hat sie verneinnt …. sie möchte nur halt nicht, dass ich auf sie warte.
    das komische daran ist dies, dass sie mir an diesem tag sagte dass sie anfang september allein übers wochenende wegfährt zu einer freundin….. diese freundin hat noch nie jemand gesehen ….. wer weiss ob es die überhaupt gibt???
    heut kam heraus, dass sie auch am ersten oktoberwochenende sich mit der selben freundin wieder trifft ….. ihr freund hat nix dagegen. aber der ist eh sehr „stumpf“ was seine freundin angeht! ….. ich sag nur „weiberabend“ …… und 2,5 jahre war ich der „weiberabend“ …. wenn ihr versteht was ich meine!!!!
    egal …. ich habe jetzt seit anfang september keinen kontakt zu ihr und versuche alles zu verarbeiten …..
    leider habe ich noch immer sehr guten kontakt zu ihrem partner er ist mitlerweile einer meiner besten kumpels geworden. und ich muss mir immer alles anhören was er so von ihr erzählt, dass schmerzt natürlich sehr….. aber da bin ich selbst daran schuld…. und ganz ehrlich er – also der partner von ihr – tut mir in der geschichte am meisten leid und ja mein gewissen ihm gegenüber ist extrem schlecht …. auch das habe ich iwi verdient.
    ich bin zwar in einer hinsicht zufrieden, dass ich diese affäre jetzt endlich mal verarbeiten kann aber auch traurig, dass sie mich so ohne weiteres „austauscht“ und einfach so weiter macht als ob nicht wäre….. ich wurde einfach in die ecke gestellt und ihre bestätigung holt sie sich bei einem anderen….. und wo wir noch eine affäre hatten, wollte ich immer mal mit ihr zeit verbringen und ein wochenende wegfahren …. aber da ging es nie und jetzt gleich 2 mal in 4 wochen immer ohne freund unterwegs???
    was ist das denn für ne scheisse…… ich möchte einfach ein besserer mensch werden und bin mir sicher dass ich auf dem richtigen weg bin, meine affäre zu verarbeiten und diese ad acta zu legen. ich möchte stark sein.

    sorry wegen GROSS und kleinschreibung ….. ich hatte keine lust zwanghaft darauf zu achten!!!! 🙂

    Abließende Worte: lasst euch nicht auf eine affäre ein! es gibt dabei nur verlierer! und man kann an diesen gefühlen der zurückweisung extrem krachen gehen! und das was ich und auch alle anderen durchgemacht haben wünache ich niemanden!!!

    • Danke für Deine bewegende Geschichte, die wieder einmal beweist, dass Affären am Ende des Tages nur schaden. Ich wünsche Dir alle Kraft der Welt das Vergangene zu verarbeiten. Wenn ich daran zurückdenke, kann ich es heute noch fühlen – es ist hart und es tut weh. Die Zeit wird Dein Helfer sein. Es geht vorbei – und das Gute daran ist: Du wirst wieder offen sein für eine Partnerin, bei der Du die Nummer 1 bist. Alles Gute für Dich!

      • Immer wieder mal lese ich hier und immer wieder frage ich mich nach dem Warum. Warum betrifft es so viele von uns und warum ist es immer so sehr mit Schmerz und Leid verbunden? Warum können zwei Menschen nicht einfach miteinander sein, wenn sie sich doch lieb haben? Warum leidet immer einer mehr als der andere? Warum ist es für den einen Liebe, mit der Bereitschaft, sein Leben mit allen Konsequenzen umzukrempeln und für den anderen nicht? Warum muss sich immer einer entscheiden, etwas zu beenden, was für ihn mit das Wichtigste und Liebste ist? Warum können diese beide Herzen nicht im gleichen Takt füreinander schlagen und einen gemeinsamen Weg finden und gehen? Warum werden Entscheidungen über den Rest des Lebens zweier Menschen von den Ansprüchen und Verbindlichkeiten anderer überlagert? Warum läuft es für diese beiden Menschen so völlig unnatürlich und verkehrt? Es sollte so nicht sein……und es sollte nicht so unsagbar weh tun.

        • Hallo Lebenswert, ab und zu lese auch ich hier. Es ist weniger geworden. Ich finde hier nicht mehr so häufig etwas, was mich weiterbringt. Trotzdem ist es toll, dass es diese Seite gibt. Ein Dankeschön an Viola dafür.
          Die Schilderungen habe ich zum Teil selbst erlebt, und viele viele Tränen gelassen.
          Das was ich vor geraumer Zeit hier hinschrieb, hat nichts an Richtigkeit verloren. Mein Ziel ist immer noch das selbe.
          Es ist auch egal, wie lang es bei mir schon geht. Das können andere hier locker überbieten.
          Ich möchte aber gern etwas beitragen.

          Ich habe etwas gelernt.
          Es gibt nicht nur den einen Weg, den klassischen, Mann und Frau finden sich und verbringen ab dort ihr Leben miteinander.
          Das Leben scheint unberechenbar, scheint so sehr vielseitig.

          Ich habe eine Ehe nach etwa 30 Jahren des Zusammenseins beendet.
          Unsere Kinder sind Mitte 20, es beginnt ein anderer Abschnitt.
          Ich möchte nicht weiter erläutern, erklären oder rechtfertigen. Einige Seiten weiter oben steht es.

          Warum mein Herz vor nicht langer Zeit überhaupt zum Verschenken zur Verfügung stand, ist nochmal ein ganz anderer Gedankengang.

          Diesem Menschen, dieser Frau habe ich mein Herz geschenkt. Ich erkenne das immer wieder.
          Und ich habe gelernt, mich auf die Situation einzustellen, Stück für Stück und für mich ganz neue Sichtweisen gelten zu lassen.
          Abzuwarten, ob sich da nicht ein neuer Horizont für das leben einer Beziehung auftut, der auch zum Ziel führt.

          Ich habe mir vorgenommen, meiner Herzdame die Zeit zu geben, die sie braucht.
          Ja, manchmal kommt der Gedanke ins Hirn! Ist das alles am Ende für die Katz? Entweder ausgenutzt für das, was in ihrem Leben im Moment fehlt oder sie und ich entwickeln sich anders, und irgendwann reicht die Liebe, Leidenschaft oder was auch immer nicht mehr für ein Zusammenkommen?
          Möglich.
          Aber auch etwas anderes ist möglich.
          Warum sollte ich an der aufrichtigen Zuneigung einer Frau zweifeln?
          Und das bedingt für mich, Geduld zu haben. Zuzuhören, was in ihr vorgeht.
          Ihr heranwachsendes Kind ist Argument genug, ihr die Zeit zu lassen, die ich in meiner Ehe ja auch hatte.
          Und für die Katz ist es sowieso nicht. Es ist Teil meines Lebenslaufes.
          Oh ja, es gibt diese Momente, die so sehr weh tun, wo man alles aufgeben möchte.
          Oft bleiben meine Fragen unbeantwortet. Auch so etwas nagt.

          Nachdenken und sich zurücknehmen, so gehe ich anschließend damit um.
          Blicke ich zurück, weit vor ihrer Zeit, habe ich mich recht ähnlich verhalten. Verschlossen, desorientiert, nicht mal darüber nachdenkend, was in mir da passiert. Wenn es ihr jetzt auch so ergeht, sollte ich wohl nicht den Rücken kehren, sondern im Bewusstsein leben, dass ich noch Schönes im Leben vor mir habe.

          Auch das ist Teil des Gelernten, dass jeder Lebensbereich noch Schönes für mich bereithält.
          War es nicht so, dass die positive Einstellung den anderen anzog?

          Ich freue mich darauf, gleich einen lieben Gute Nacht Gruß zu versenden.
          Hört sich nach wenig an, ist aber ganz viel.

          (je nachdem, wie mein Kommentar nach dem abschicken hier eingefügt wird. Nachfolgend wendet sich Viola an Sabine. Das bin nicht ich.)

          • Ich finde es schön, dass Du einen Weg gefunden hast, mit der Situation umzugehen, ohne komplett daran kaputt zu gehen. Doch natürlich würde ich mir für Dich wünschen, dass Du sie loslässt, damit Du offen wirst, für eine Liebe, die gut tut und kein Geheimnis sein muss. Aber das musst Du entscheiden. Ich weiß genau, wie schwer das ist! Alles Gute!

  84. Danke Viola,
    ob Du auch diese Variante mit Deiner Antwort im Sinn hattest?
    Loslassen, dies Wort geht mir auch immer wieder durch den Kopf. Es wäre für beide richtig und gut. Dies Beklemmende muss aufhören!
    Erst nach Loslassen kann ein Neuanfang beginnen. Auch mit dem selben Menschen. Man kennt schon so vieles vom anderen, aber die neuen Umstände könnten es unbeschwert machen. Wir sprechen im Detail nicht darüber, ich denke aber, auch sie sieht das als den einzig gangbaren Weg.
    Und ich gebe Dir recht. Von Anfang an stand für mich fest, ich werde nicht auf Dauer ein Geheimnis sein. Ich empfinde es als zu demütigend. Das habe ich auch recht schnell so formuliert.
    Ich halte sie für eine kluge Frau und ich war immer jemand, der offen für Meinungen anderer war, um davon etwas für mich mitzunehmen. Ich denke, es ist ihre Absicht, ich soll selbst draufkommen und danach handeln. Nur das scheint nachhaltig.

    Gehen mir solche Gedanken durch den Kopf, dann tut sich da in ferner Zukunft etwas ganz Wunderbares auf…..
    Welche Leistung an erbrachter Arbeit an sich selbst!

    Für manch Einen mag sich das befremdlich anhören. Klar, am liebsten möchte auch ich jetzt sofort , aber geht nun mal nicht.

    Mein Geschriebenes ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Alles ist in Entwicklung.

    • Hallo ihr lieben,
      Hab mir jetzt mal alle Geschichten durch gelesen und habe mich dazu entschlossen meine Geschichte doch zu erzählen, es ist das erste mal das ich das Bedürfnis dazu verspüre. Ich (damals 24 Jahre) habe vor ca. 13 Jahren eine Frau (damals 35 Jahre) auf auf der Arbeit kennengelernt und haben langsam angefangen uns ein bisschen anzufreunden und nach 2 Monaten ist sie plötzlich nicht mehr aufgetaucht, hatte mir etwas sorgen gemacht, weil sie mich anscheinend schon etwas mehr interessiert hat ohne das ich es wirklich wahr genommen habe. Hatte nur auf der Arbeit Kontakt mit ihr und mich bei unserer Vorgesetzten nach ihr erkundigt, die mir sagte, das es familiäre Probleme bei ihr gäbe und sie erst in ca. 1 Monat wieder kommt. Nach fast 2 Monaten kam sie dann wieder und wir haben angefangen uns immer mehr anzufreunden, worauf sie mir erzählte, das sie bereits seit 6 Jahren eine Freundin hat, die ich auch schon kennengelernt hatte, da sie ebenfalls bei uns tätig war, aber extern. Muss dazu sagen, das wir 1 Euro Jobber dort waren und es auch externe Stellen gab. Ich hatte kurze Zeit später 2 Wochen Urlaub und wir begangen privat miteinander zu telefonieren. Als ich dann wieder da war, hat es nicht allzu lange gedauert und sie kam plötzlich, wieder nicht mehr zur Arbeit. Habe gerade die Büroräume gereinigt, als das Telefon klingelte und habe abgehoben und Partnerin meiner Kollegin am Telefon war, ich ihr aber keine zuständige Person reichen konnte, haben wir aufgelegt. Ein paar Minuten später klingelte dann plötzlich mein Handy und ihre Freundin war dran und bat mich bei den beiden vorbeizukommen weil es meiner Kollegin nicht sonderlich gut ging und wie sich rausgestellt hat, hatte sie kein familiäres Problem sondern war schwer Alkoholabhängig, was sie mir wohl verschwiegen hatte, weil sie wusste, das ich Alkohol nicht ausstehen konnte, da ich als Kind viel Gewalt und sowas erlebt habe, weil alkoholsucht ein großes Thema in meiner Familie war und sie mich nicht abschrecken wollte. Habe mich entschieden trotzdem hin zu fahren, denn Menschen die mir am Herzen liegen hängen zu lassen war noch nie meine Richtung. Als ich dort ankam, war ganz klar zu sehen, das es ihr ganz und gar nicht gut ging. Sie hat mich gepackt und sehr intensiv umarmt, geweint und mir erzählt was sie so sehr bedrückt, worauf ihre Freundin sehr pampig ihr gegenüber reagierte und sich aufregte, das sie mir alles erzählt und sich ihr gegenüber total verschließt, auch da muss ich hinzufügen, das beide Alkoholsüchtig sind und meine Kollegin von ihrer Partnerin hin und wieder geschlagen wurde und es da ziemlich offensichtlich extrem gekriselt hat und trotzdem wäre ich niemals auf die Idee gekommen irgendwas zu versuchen. Bin drauf hin ein paar mal da gewesen und habe mich auch sehr gut mit ihrer Freundin verstanden und eines Tages als ihre Freundin betrunken und eingepennt ist, saßen wir am Küchentisch, als sie plötzlich aufstand und mich auf einmal Küssen wollte, was ich erstmal energisch abgewehrt habe, weil ich absolut nicht vorhatte etwas mit einer vergebenen Frau anzufangen und irgendjemanden zu verletzen. Sie fing an zu weinen und gestand mir, das sie sich in mich verknallt hätte und mir ging es tatsächlich, das allererste Mal in meinem Leben, genauso. Habe es trotzdem abgewehrt und habe auch da übernachtet. Ihre Freundin ist irgendwann ins Bett gegangen und wir haben uns noch unterhalten, als ich mich dann schlafen legen wollte, hat sie sich einfach zu mir gelegt und an mich gekuschelt obwohl ihre Freundin im Nebenzimmer gelegen hat. Ich war wie erstarrt und konnte überhaupt nicht reagieren und hab die ganze Nacht stocksteif da gelegen. Am nächsten Morgen kam ihre Freundin rein um den Fernseher auszuschalten und hat uns so da liegen sehen und ist darauf hin in die Küche gelaufen, das hat mich so nervös gemacht das ich direkt aufgestanden bin und zu ihr. Sie hat mir berechtigterweise ausgefragt, ob wir denn so eingeschlafen wären und zum Glück hatte sie auch bemerkt, das ich total angespannt da lag und hat sich darauf hin nicht mehr weiter dazu geäußert, außer diese eine Satz, das wenn sie nicht wäre, wären wir auf jeden Fall schon längst ein Paar, weil ihre Partnerin und ich, offensichtlich eine spezielle Bindung haben und das für ihre Freundin unüblich wäre, so eine enge Bindung zu anderen Menschen zu haben. Meine Kollegin hat mich dann im laufe des Tages zum Bahnhof gefahren und in der Nacht hat sie mich dann angerufen und mir wieder ihre Gefühle gestanden. Ich sagte ihr dann, ehrlicherweise das es für mich genauso ist, aber das daraus nichts werden kann und wir einfach Freunde bleiben sollten. Sie hat aber nicht aufgehört mir beweisen zu wollen, das sie es ernst meinen würde und wie es natürlich so ist, hat ihre Freundin das Gespräch belauscht und es gab einen Riesen Krach in der Nacht zwischen den beiden. Am nächsten Tag haben wir uns zu dritt zusammen gesetzt und entschlossen, das wir die Freundschaft bestehen lassen und nicht mehr und nicht weniger. Ein paar Tage später wollte sie mal wieder nicht zur Arbeit und konnte sie aber überzeugen, doch zu kommen. Sollte ihr ein Stück entgegen kommen und sie abholen, das habe ich auch getan, aber wir sind nicht bis zur Arbeit gekommen und haben uns draußen hingesetzt und geredet und geredet. Als sie dann gehen wollte, hat sie mich gepackt und wir haben uns das erste Mal geküsst. Am nächsten Morgen bin ich dann zu ihr gefahren, da sie alleine zu Hause war und ich seit dem Kuss total hin und weg war, kannte diese intensivere Art von Gefühlen bis dahin nicht und konnte ihr irgendwie nicht mehr widerstehen. Es ging natürlich weiter an diesem Morgen und wir kamen uns immer näher. Am Mittag bekam ich dann einen Anruf von ihrer aufgebrachten Freundin, die mir natürlich drohte, weil ihre Freundin ihr gerade ihre Gefühle für mich gestanden hat. Darauf hat sie wutentbrannt die Wohnung verlassen und das bis zum nächsten Tag, worauf hin ich die Nacht mit ihr verbracht habe und vorher auch keine nennenswerte Erfahrung in diesen Dingen hatte, habe also zum ersten Mal wirklich verliebt. Am nächsten Tag hatte sie sich dann von ihrer Partnerin getrennt für ganze 2 Tage und wollte eigentlich zu mir kommen. Dazu kam es aber nie, sie hat sich laut ihren Worten, aus Vernunft und auch noch zum Teil wegen Gefühlen für ihre Lebensgefährtin entschieden obwohl Sie mir mehr als einmal gesagt hatte, das Herz würde mich schlagen und für sie wären es mehr Gefühle wie für eine Schwester und dann sowas, damit habe ich absolut nicht gerechnet und es hat mir einfach komplett den Boden unter den Füßen weggezogen. Sie hat das telefonisch gemacht und war auch etwas kühl, von der einen auf die andere Minute und sie hat sich nie wieder blicken lassen oder sich gemeldet und einfach weiter gelebt, al. Sie hat ein paar Mal im Büro einen Arbeitskollegen von uns angerufen, bitterlich geweint und ihm gesagt, das sie mich lieben würde. Ich bin danach so tief gefallen, weil ich einfach so gar nicht mit diesen Schmerzen zurecht kam, da ich auch eh schon einen leichten Hang zur Depression hatte war es noch ein klein wenig schwieriger für mich damit umzugehen und bin darauf hin selbst dem Alkohol verfallen und auch der Drogensucht damit ich nichts mehr fühlen muss, so unerträglich hat es sich für mich angefühlt. Hatte sie einmal dabei bemerkt, wie sie mir vom Auto aus hinterher geguckt hatte bis ich nicht mehr zu sehen war und das war der letzte Blickkontakt von uns beiden. Konnte nach ein paar Jahren der Drogensucht entfliehen und 2 Jahre später auch meine Depressionen zum Großteil ablegen. Denke seit 13 Jahren jeden Tag daran, aber erträglich. Aber seit einigen Monaten, als ich ein Bild von ihr in Facebook gesehen habe, hat es irgendwie einiges wieder aufgerissen und es scheint wieder von vorne zu beginnen. Da mir schon immer wichtig war über alles zu sprechen und Dinge so normal zu klären, hat mir, für mich persönlich ein richtiger Abschluss gefehlt. Hab tatsächlich ein paar Fragen, die mich ständig wieder beschäftigen und bekomme keine Ruhe. Obwohl sie es so raus provoziert hat, das zwischen uns was läuft habe ich einfach solche Zweifel daran, das sie es jemals ernst gemeint hat und hätte nie damit gerechnet das, dass jemals wieder so schmerzhaft werden könnte. Dachte, das ich gelernt habe damit zu leben, so kann man sich Irren. Wie man vielleicht feststellen konnte, ging die Sache nicht so lang mit uns und trotzdem komme ich bis heute nicht darüber hinweg und habe meine Gefühle für sie auch nie verloren. Habe sie angeschrieben und um ein kurzes Abschlussgespräch gebeten, aber sie scheint mich offensichtlich zu ignorieren, was ich absolut nicht verstehen kann, es ist schon so lange her und sie verliert doch nix dabei wenn wir kurz darüber sprechen, aber ich komme dann vielleicht endlich zur Ruhe. Ich finde das tatsächlich auch nicht zu viel verlangt oder sehe ich das vielleicht doch falsch?

      • Vielleicht will sie nicht reden, um sich selbst zu schützen. Würde sie den Kontakt zu Dir wieder aufnehmen, könnte das alles wieder aufleben lassen und es würde ihr wieder weh tun. Und vielleicht würde so ein Gespräch auch Dich noch mehr runterziehen. Sie ist sicherlich mit Deinem Wunsch total überfordert und steckt den Kopf in den Sand. Ich verstehe natürlich, dass Du es Dir wünschst, das ging mir ganz genauso. Ich hoffe aber für Dich, dass Du es schaffst ihre Entscheidung, nämlich das Ende ein Ende sein zu lassen, zu akzeptieren. Alles LIEBE! Viola

  85. Hallo Viola,
    was Du beschreibst, würde ich 1zu1 unterschreiben!
    Als ich mich mitten in dieser zweijährigen Affäre befand (welche Hölle!), habe ich es nicht realisieren wollen. Ich habe ihn anfangs für einen intelligenten, ehrlichen Mann gehalten. Und mich für eine überdurchschnittlich intelligente, selbstbewusste Frau, die niemals auf einen einfältigen Fremdgeher reinfallen würde. Ich habe eigentlich schon immer von meiner Umwelt, von Männern, durch meine Arbeit, genug Lob, Anerkennung und Bestätigung für mein Äußeres und mein Inneres erhalten. Ich habe seine Bewunderung gar nicht gebraucht. Sie war schmeichelhaft, natürlich. Aber es gab genug andere Männer in dieser Zeit, die mir den Hof gemacht haben. Ich verstehe bis heute nicht, was ich so besonders an ihm fand, warum er der Außerwählte wurde. Aus der heutigen Perspektive erscheint mir heute ein ganz gewöhnlicher Mann, in manchen Punkten sogar unterdurchschnittlich: nicht besonders gepflegt, konventionell, mit weit weniger Interessen als ich selber… aber als ich in ihn verliebt war, konnte ich über seine kindischen Witze lachen, über seine manchmal etwas schludrigen Klamotten hinweg sehen und mir immer wieder die gleichen Anekdoten von vor vielen Jahren anhören, ohne daß mich das störte.
    Seine Lügen gingen so weit, daß er immer wieder versicherte, seiner Frau unsere Beziehung gestanden zu haben, und bloß die Trennung in kleinen Schritten verträglich für die Kinder gestalten zu wollen. Er schreckte nicht mal davor, mein Kind kennenzulernen. Und er ging so weit zu behaupten, er würde mir gerne seine drei Kinder vorstellen, noch bevor er ausgezogen war, damit die Kinder es als der normale Schritt ansehen würden, wenn er dann eines Tages dann auszieht.
    Ich nenne das „Blümchen-Fremdgehen“: er bildete sich wahrscheinlich gerne ein, sein Fremdgehen wäre gar nicht ein Fremdgehen, sondern etwas anderes, Besseres. Er hielt sich gerne für einen anständigen Mann und dieses Blümchen-Fremdgehen wertete unsere Afffäre zu einer fast normalen Beziehung auf.
    Irgendwie habe ich immer das Gefühl in mir getragen, daß er letzendlich ein ganz gewöhnlicher Mann war, der die Zuneigung und den Sex gesucht hat, den er in seiner Ehe nicht bekommen hat. Und war mir bekam er reichlich davon, so daß er auch süchtig danach war. Und ich auch, süchtig nach diesen schönen Glücksgefühlen, die aber immer häufiger von tiefer Traurigkeit und von depressiven Zuständen überschattet wurden. Es war schlimm, wenn das eigene Intellekt mir vor Augen führte, daß kein Mann, der für mich ehrliche Liebe empfinden würde, sich jemals so verhalten könnte. Es war wirklich schlimm, sich einzugestehen, daß der Mann, den ich liebte, mich so rücksichtlos belügte; noch schlimmer war für mich, daß ich es zugelassen habe. Es lag nicht an seiner Unerhlichkeit, daß ich leidete, oder an einer starken Liebe; sondern allein an meiner Unfähigkeit, mich von ihm zu trennen.
    Ich habe mehrere Versuche unternommen, mich von ihm zu trennen, Ultimaten gestellt, die allesamt im Sande verlaufen sind, weil ich einfach noch nicht reif für die Trennung war.
    Ich weiß immer noch nicht recht, wie ich es hinbekommen habe, in einem Augenblick des klaren Denkens, die Ansicht zu erlangen, daß der Moment der Wahrheit endgültig gekommen war, und mich dann auch noch dazu bringen konnte, zu ihm zu fahren, vor seiner Haustür zu stehen und ihn zum Teufel zu schicken. Erstes hatte ich bereits verschiedentlich getan, und dann in der allerletzten Minute mich doch nicht getraut, die Klingel zu betätigen. Und zwar aus Angst, daß es vielleicht doch eine kitzekleine Wahrscheinlichkeit bestand, daß er doch seine Frau für mich verlassen würde, und ich könnte diese Chance kapputt machen.
    Ich bin heute sehr froh, ihn los geworden zu sein. Es ist noch nicht allzu lange her. Ich hatte solche Angst, seinen Verlust bzw den Verlust dieser Liebe nicht verkraften zu können. Ich spürte aber dann nur Erleichterung, ein solche große Erleichterung! Warum habe ich das nicht viel viel früher getan und meine Lebenszeit anders, besser genutzt? Manchmal packt mich aber ein tiefer Haß auf ihn, den ich nicht gut kanalisieren kann. Ich spüre Ekel, Verachtung, Wut. Insbesondere hasse ich ihn dafür, daß er so tief in mein Leben eingedrungen ist, nicht davor schreckte, mein Kind kennenzulernen, während er seine eigenen Kinder geschützt hat. Dies empfinde ich als absolut verachtenswert, zutiefst rücksichtslos und widerlich, und ich möchte, ihn dafür bußen lassen -aber wie? Ich bin keine Frau, die Ohnmacht leicht akzeptieren kann und der Wunsch nach Vergeltung zerreißt mich. Ich möchte Gleiches mit Gleichem vergelten. Während ich meinem Kind erklären muss, warum dieser Mann, zu dem es anfing, einen Bezug zu entwickeln, auf einmal aus unserem Leben verschwunden ist, muss er seiner Familie gar nichts erklären.
    Ich bin mir immer noch nicht richtig im Klaren darüber, ob ich die richtige Methode gewählt habe, mich von ihm zu trennen. Ich wollte einfach für mich herausfinden, ob seine Frau tatsächlich schon früher von mir gewußt hat. Leider hat mir in dem entscheidenden Augenblick doch den Mut gefehlt, um mir absolute Gewissheit zu verschaffen. Auch das belastet mich.
    Ich denke aber, die Zeit wird auch diese letzten Wunden heilen.
    Es ist eine kleine Befriedigung daran zu denken, daß er sein altes, langweiliges Leben jetzt ohne jede Abwechslung weiter führen muss.

    • Oh Blume, ich lese mich in deinen Zeilen, nur eben in umgekehrten Positionen. Und auch ohne Rachegelüste.
      Ich fühle mich selbst auch schlimm. Hintergangen, verraten, benutzt, abgestoßen.

    • Nachdem ich Deine Geschichte gelesen habe, bin ja selbst ich wütend. Ich kann Dein Bedürfnis nach Vergeltung also komplett nachvollziehen. Nur befürchte ich, dass es Dir dadurch nicht besser gehen wird. Und je nachdem, wie Du Rache ausübst, schadest Du am Ende vor allem Dir selbst. Ich denke, Du hast zu viel Größe, also lass ihm sein „Kackleben“! Er ist ein verlogener Schwächling und er wird es bleiben, egal, was Du tust. Die Wut wird aber weniger, denn in nicht allzu langer Zeit, wird sie durch Gleichgültigkeit ersetzt. Du wirst erkennen, dass dieser Mann es nicht wert ist, sich über ihn aufzuregen. Du wirst froh sein, dass er sich nicht getrennt hat und heilfroh, dass Du ihn nicht mehr an der Backe hast 😉 Liebe Grüße, Viola

  86. Hallo Ihr lieben. Mein Name ist Martin. Und nachdem ich mir nun ALLE Beiträge durchgelesen habe, darüber nachgedacht habe und sie auf mich habe wirken lassen, möchte ich nun meine Erfahrung niederschreiben. Seid gewarnt, es ist ein längerer Text. Ich hoffe aber, jemand wird ihn in Gänze lesen.
    Nun aber. Im März diesen Jahres lernte ich auf meiner Arbeit in einem Restaurant eine Frau kennen. Ich stellte mich vernünftig vor und wir merkten bald, dass wir auf „einer Welle“ waren.
    Wir scherzten herum und es war wirklich unterhaltsam. Am selben Abend, nach Feierabend bot sie mir an, mich nach Hause zu fahren, was ich aber ablehnte. Ich hielt es schlichtweg für schlauer. Am nächsten Tag kamen wir, wieder nach Feierabend, ins tiefere Gespräch und sie erzählte mir von sich. Verheiratet, zwei Kinder, eigenes Haus usw.
    Dazu sagte sie aber, „Oh Gott, mit dir würde ich sofort abhauen.“
    Ich meinte nur, ja gut, aber du bist nun mal verheiratet. Sie entgegnete mir, dass die Ehe ohnehin gescheitert wäre, woraufhin ich fragte, wie ich mir das denn vorstellen kann, also zum Beispiel, wie lebt ihr miteinander, wie schlaft ihr miteinander? Sie meinte, der letzte Sex zwischen den beiden wäre im Oktober 2019 gewesen (wir hatten jetzt März!) und sie würde oben bei den beiden Jungens (3,7) schlafen.
    Auf die Frage, hast du dir da oben im Kinderzimmer noch ein Bett hingestellt, bin ich nie gekommen, obwohl sie so logisch hätte von mir gestellt werden müssen. Nun ja, sie gab mir ihre Nummer und ich ging zur Bahn. Noch in der Bahn schrieb ich ihr und fragte sie, ob sie nicht am nächsten Tag zu mir auf einen Kaffee kommen möchte. Und sie kam. Wir unterhielten uns und jeder erzählte von sich (ich Single). Ich war im Begriff, nach Lübeck zu ziehen, aufgrund der Arbeit. So zog es sich gute drei/vier Tage hin und wir spürten den Drang nach mehr. So geschah es dann auch ungefähr eine Woche nach unserem Kennenlernen. Ich fragte sie, ob sie ein schlechtes Gewissen gegenüber ihrem Mann empfand und sie meinte „ja“. Der Sex war wirklich wunderschön, jedoch gingen wir davon aus, das es eh nur bei diesem einen Mal bleibt, da ich ja sowieso umziehen werde. Und das tat ich auch. Für mich war die Sache irgendwie erledigt und ich redete mir ein, „schade, tolle Frau, gerne mehr, aber sie ist nun mal gebunden.“
    Ich zog um, von Hamburg nach Lübeck.
    Aufgrund der beginnenden Corona Pandemie musste meine neue Arbeit aber schließen. Und so ging ich eines Tages in Travemünde am Strand spazieren. Wir hatten uns mittlerweile gute zwei/drei Wochen nicht gesehen. Und da meldete sie sich, wie es mir denn geht usw. Und ich dachte, „nun ja, wir haben uns ja nichts Böses getan“ und schrieb ihr zurück. Sie meinte, sie könne ja mal zu mir nach Lübeck kommen und ich könnte ihr meine neue Wohnung usw zeigen. So kam es dann auch. Ich wusste in diesem Moment leider nicht, welchen Stein ich damit lostreten würde.
    Wir unterhielten uns wieder und sie blieb über Nacht. Am nächsten Morgen musste sie wieder nach Hamburg, der Kinder wegen.
    Wir telefonierten fast jeden Tag, gepaart von unzähligen SMS. Sie kam wieder, Woche für Woche für Woche. Bundeslandausgangsbeschränkung? Uns doch egal, so war es.
    Wir redeten über Liebe, dass wir uns lieben und dass doch all das kein Zufall sein könnte, so wie wir uns kennengelernt hatten. Es musste Seelenverwandtschaft sein. Ich meinte zu ihr, ich möchte mein Leben mit ihr verbringen und ich würde uns wünschen, dass sie die letzte Frau in meinem Leben ist. Sie sagte, „oh Himmel, ich liebe dich grenzenlos.“
    Wir fuhren eines abends in Lübeck an die Steilküste und machten dort unsere ersten Bilder. Ich war so stolz darauf, aber das erste, was ihr einfiel war, „aber du darfst sie nicht hochladen, nicht dass ER sie irgendwo sieht, z.B. in ihrer Kontaktliste, wenn ich ein Bild mit ihr als mein Profilbild habe. Ich war fassungslos über diesen Satz aber ich schluckte ihn runter, weil irgendwie versuchte ich sie ja auch zu verstehen. Ich beschwerte mich also nicht.
    Am nächsten Tag fuhren wir wieder an die See. Wir wollten spazieren gehen. Plötzlich rief er an. Sie ging ran und legte sich als Geste mir gegenüber den Zeigefinger auf ihren Mund, ich soll bloß nicht dazwischen reden. Gleichzeitig entfernte sie sich gute 10 Meter von mir. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was in mir in diesem Moment vor sich ging. Ich war so so entäuscht. Der Spaziergang war natürlich dahin. Sie versuchte kläglich, sich dafür zu entschuldigen, aber all das verstärkte nur noch mehr all meine Skepsis.
    Wir fuhren also wieder zu mir nach Hause und ER rief wieder an. Sie ging aber nicht ran. Er versuchte es wieder. Das Ganze ging bestimmt fünf Mal so, als ich dann zu ihr meinte, „es erwartet dich Zuhause eine böse Überraschung wenn du nicht ran gehst. Ruf ihn zurück!“
    Das tat sie auch, ging dabei aber in mein Schlafzimmer und schloss hinter sich die Tür.
    JEDER Mensch mit halbwegs Verstand hätte da Eins und Eins zusammengezählt und sie raus geschmissen. Ich nicht. Ich wollte sie! Ich wollte das mit uns!
    Ohne, dass ich ihn bis dahin kannte, fing ich an, von ihm zu träumen. Ich wachte nachts auf, mit Tränen über die Vorstellung, was, wenn ich mal dahinter käme, meine Frau würde mich betrügen? Er tat mir so unendlich leid. Ich hasste mich dafür. Ich hasste sie dafür, für ihr Nicht-Handeln. Aber ich liebte sie nun mal.
    Ich erzählte ihr von meinen Träumen und fragte sie, ob ich ihre scheiss Affäre sei.
    Sie antwortete mir, „du bist nicht meine Affäre, du bist mein Leben!“
    Aber wie kann das sein? Du quälst mich, du quälst ihn, du quälst dich. Ich und dein Leben?
    Du verlierst mich!
    Uns war klar, dass die Trennung von ihrem Mann durchzuführen sei. Also fragte ich sie immer und immer wieder, ob sie sich denn zusammen gesetzt hätten und mal miteinander geredet hätten. Dabei bekam ich in 5 Monaten immer die gleiche Antwort: „Nein, noch nicht, aber ich weiß ich muss was machen.“
    Ich weiß bis heute nicht, woher ich diese
    Engelsgeduld hatte. Trotz dessen wurde ich aber immer skeptischer. Ich fing an zu zweifeln. Und ließ sie das auch wissen. Ich schrieb ihr, dass ich es nicht glaube, dass diese Liebe echt wäre, denn wenn doch und auch in Anbetracht, dass es da noch zwei Kinder gibt, unternimmt man was. Mindestens aus Angst, sie könnte mich aufgrund ihrer Tatenlosigkeit verlieren, bei aller Mutterliebe und all meinem Verständnis. Aber so geht das doch nicht. Siehst du auch, wie es mir damit geht? Ich sitze und warte und es passiert NICHTS! Worauf wartest du denn eigentlich? Dass er kommt und dir sagt, er hätte jemand anderen kennengelernt? Das wird nicht passieren! Darüber gerieten wir natürlich früher oder später in heftige Diskussionen. Sie bat mich, noch ein wenig länger Geduld zu haben, die Kinder und sie kann ihm das jetzt nicht antun usw.
    Klar, wer will schon eine Familie zerstören?! Aber jeder Tag ohne sie zerrte und frass in mir. Diese riesige Angst, ich würde sie verlieren. Schon allein der Gedanke, sie und ihr Mann würden sich zusammensetzen und würden sich dabei näher kommen. Dieser Dämon in mir hatte nicht aufgehört. Es kam vor, sie wollte zu mir nach Lübeck kommen. Als kleine Überraschung verheimlichte ich ihr aber, dass meine kleine Tochter bei mir war. Die beiden kannten sich schon! Sie kam also und schrieb mir, dass sie da ist und ob ich raus komme. Ich schrieb zurück, dass ich nicht raus komme, weil die Kleine da ist, sie aber trotzdem gern bleiben darf. Ich hätte wenigstens erwartet, dass sie kurz rein kommt oder sonstwas. Stattdessen fuhr sie wieder nach Hamburg, ohne sich auch nur kurz mal hat blicken lassen.
    Davon hatte ich endgültig genug, denn ich fand meine Antwort. Ihr war klar, dass es keinen Sex geben würde, wenn meine kleine bei mir ist. Das war meine Antwort. Für mich war es aus. Einen Tag später schrieb sie mir, ob wir nicht nochmal reden wollen. Ich sagte „ja, lass uns reden.“ Ewiges hin und her, aber nichts passierte. Irgendwann im Juli hatte ich dann genug. Ich forderte sie auf, mir meine Schlüssel zuzuschicken. Das tat sie nicht. Ich konnte und wollte nicht mehr. Ich war richtig fertig, weil ich feststellte, dass sie trotz all ihrer Verprechen auf unsere Zukunft ja doch nichts unternahm und es mir langsam vorkam, als würde sie ein Scheitern unserer „Beziehung“ in Kauf nehmen. Und so kroch Wut in mir hoch. Wie konnte ich nur so dumm sein?! Aber dann wieder dieses „aber sie hat doch gesagt-Gefühl „. Ich war verwirrt und wusste nicht mehr, was ich überhaupt noch glauben konnte. Was hätte ich noch tun können? Für mich ergab sich die einzige richtige Antwort, ich musste handeln. Ich musste einschreiten. Die Antwort war, zurück nach Hamburg, neue Job, neue Wohnung. Sofort, besser gestern als morgen. Eine einzige Bewerbung hat es gebraucht. Ich wurde eingeladen. Natürlich informierte ich sie über diesen Termin und wir verabredeten uns wegen der Schlüssel in Hamburg. Sie wartete während meines Termins. Ich bekam die Zusage und war mega happy. Damit ging ich zu ihr und dachte mir noch, die wird gleich Augen machen. Sie wird sagen, „Gott, Baby, so geil. JETZT fangen wir langsam an!“
    Stattdessen sah sie mich an und sagte, „ich wusste, dass du die Stelle bekommst.“
    Keine Freude, nichts.
    Ich fragte mich nur, wozu mache ich das eigentlich? Wirst ihr, ich fing wirklich an, an mir zu zweifeln und ob vielleicht irgendwas nicht mit mir stimmt. Ich fuhr also wieder nach Lübeck und kündigte meine Wohnung und vorhandene Arbeit mit 2 Wochen Frist.
    Sie kam noch ein letztes Mal, nach Versöhnung per SMS, zu mir nach Lübeck. Ich fragte sie, ob sie Hunger hätte, ne Kleinigkeit vielleicht, Tomate/Mozzarella.
    Sie sah mich an und fragte, ob ich tatsächlich noch nicht einkaufen war.
    Ich sagte nein, das wollte ich mit dir machen. Ich möchte alles mit dir machen.
    Daraufhin drehte sie sich um und sagte, „oh Mann, du regst mich sooo auf.“
    Keine Ahnung, aber ich tat mir schon selber leid.
    Abends tranken wir bisschen was und wir redeten, wie es denn nun weitergehen soll.
    Sie sagte, „ich will nur noch, dass das alles ein Ende hat und ich wieder meine Ruhe habe. Mit dir.“
    Genau in dieser Reihenfolge sprach sie die Worte aus und ich wusste, das wars. Sie wollte nicht mehr.
    Trotzdem schliefen wir wieder miteinander.
    Am nächsten Morgen, ich hatte so ein komisches Bauchgefühl als sie fahren musste. Irgendwas in mir sagte mir, dass sie sich freut, wieder zu fahren. Sie stritt das immer ab, aber dieses Gefühl war nun mal da.
    Später am Nachmittag telefonierten wir und ich sagte am Ende, dass ich sie liebe. Sie erwiderte es nicht. Danach erreichte ich sie per Handy fast gar nicht mehr und meine SMS blieben lange unbeantwortet. Ich arbeitete also meine Kündigungsfrist ab und fuhr jeden Nachmittag an unsere Steilküste. Setzte mich dort hin und überlegte, was kann ich noch machen? Ich versuchte sie anzurufen und wenn sie denn mal ans Handy ging, weinte sie fürchterlich, sie wäre mit den zwei Jungs allein, beide krank, ER auf Seminar zur Fortbildung. Sie schafft das alles nicht mehr. Sie wünscht sich, frühs gar nicht mehr aufzuwachen.
    Mir kamen so oft die Tränen, weil ich nicht weiter wusste. Ich sah mich wieder in der Pflicht. Ich liebe diesen Menschen und sie liebt mich. Wie kann ich dabei zusehen? Ich muss einschreiten. Soll ich mich zeigen?
    Ich fing meinen neuen Job in Hamburg an und ein WG Zimmer hatte ich auch gefunden.
    Wir hatten nur noch gelegentlich SMS Kontakt. Aber in mir die Hoffnung, dass bald alles besser kommen würde. Ich bat sie so oft, mir zu sagen, ob es aus ist mit uns.
    Fünf Wochen lang hat es gedauert, bis sie mir einem persönlichen Gespräch zustimmte, fünf Wochen! Ich hab in dieser Zeit den härtesten Kampf geführt, nämlich mit mir selbst.
    Noch nie hatte ich so viel geweint und mir diesen Menschen an die Seite gewünscht. Ich hatte sie so sehr gebraucht.
    Sie kam also mit dem Auto zu meiner neuen Adresse in Hamburg. Sie ließ die Scheibe des Autos runter und fragte mich, wo denn ein Parkplatz sei. Ich konnte es nicht glauben. Ich war der Annahme, sie sei geläutert worden, hätte ihm von uns erzählt, würde mich wollen. Stattdessen kam die Frage nach einem Parkplatz, den sie dann selber fand. Sie stieg aus, kam auf mich zu. Ich dachte noch, JETZT, große Versöhnung! Stattdessen streichelte sie mich kurz an der Schulter und fragte, „na, wie gehts?“ Mehr ging nicht, …dachte ich.
    Ich nahm sie mit hoch zu mir und bot ihr Kaffee an. Alsbald fing sie hysterisch an, „DU hast mich zerstört, wegen DIR habe ich meine Kinder vernachlässigt! Ich musste eine Therapie anfangen.“
    Ich kam gar nicht zu Wort. Ich fragte sie nur irgendwann, „liebst du mich?“
    Sie sagte unter Tränen „Nein!“ und kam auf mich zu. Ich nahm sie in den Arm, während sie „es tut mir so leid“ weinte. Ich gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Mehr konnte ich als höchstes Zeichen meiner Gefühle für sie in diesem Moment nicht tun. Hätte es noch etwas anderes gegeben, ihr könnt mir glauben, ich hätte es getan.
    Wir hatten oft darüber geredet, wie es ist, sich einfach nur festzuhalten, im Bett, mal ohne Sex, seine Augen zuzumachen und einfach nur zu wissen, dass der andere da ist und einen ganz doll festhält. Und so fragte ich sie, ob wir das noch wenigstens machen wollen.
    Sie sagte, „nicht, dass ich es nicht wollen würde, aber ich werde los. Machs gut.“
    Im Treppenhaus drehte sie sich nochmal um um und sagte, „schau mich bitte nicht so an.“ Dann ging sie.
    Ich bat sie später, mich als Kontakt zu löschen. Sie tat es nicht. Es vergingen mehrere Tage. Ich versuchte mich abzulenken. Arbeiten, dann wird alles gut. Nach Feierabend betrank ich mich. Und so geschah es, dass ich ihr in meiner Wut, Traurigkeit und Verzweiflung ganz böse verbale Dinge schrieb. Ich entlud mich irgendwie. Das ganze halbe Jahr und die nun bittere Gewissheit, alles sei umsonst gewesen, führten dazu. Von ihr keine Reaktion. Am nächsten Morgen dachte ich nur, oh nein Gott, was hast du getan? Ich schrieb ihr, wie sehr ich diese Zeilen bereuen würde, wie leid es mir täte und bat sie bestimmt zwanzig Mal um Entschuldigung. Keine Reaktion.
    Ich war es? Der in eine Falle getreten war? Ich bin nichts Wert? Mit mir ist nichts anzufangen, ausser Sex? In mir kam der schlimmste Gedanke auf. Sie hatte ihr Vergnügen und ist nun fein raus und lebt ihr Leben einfach weiter, während ich am Abgrund stehe? Ich, der ihr immer zugehört hatte, als es ihr so schlecht ging? Hatte sie ihm überhaupt von mir erzählt?
    Ich beantwortete mir die Frage mit „nein“, ICH werde es tun. Es dauerte nicht lange, google half mir dabei und ich hatte seine eMail Adresse, da er im öffentlichen Bereich tätig ist. Ich schrieb ihm, wer ich bin. Dass ich auf der Suche nach Antworten bin, insbesondere auf die Frage, was nur mit seiner Frau passiert sei. Ich hinterließ meine Nummer und meine Adresse. Es kam …nichts, ausser, dass sie mich wortlos blockierte. Ich wartete anderthalb Wochen. Nichts. In mir kam wieder dieses Gefühl der Wertlosigkeit. Nichts bin ich ihr Wert.
    Und so fuhr ich zu ihr. Im gleichen Moment meiner Ankunft kam sie gerade mit dem Auto, stieg aus und sah mich an.
    „Ist das grade dein Ernst?“, fragte sie.
    „Ja, es ist mir todernst. Ich vermisse dich. Ich liebe dich!“, war alles, was ich raus brachte.
    „Du hast mit deiner eMail mein ganzes Leben zerstört! Du kannst dir gar nicht vorstellen, was hier los war.“
    Einzelheiten erzählte sie nicht. Ich fragte sie, ob wir nie wieder Kontakt haben werden, woraufhin sie meinte, „zumindest erstmals, bis etwas Gras über die Sache gewachsen ist.“
    Mit dieser Antwort fuhr ich.
    Als ich zu Hause ankam, klingelte plötzlich mein Handy. Unterdrückte Nummer. Sie war es.
    Keine Ahnung, was sie mir eigentlich erzählte, ich war ja selber durch den Wind.
    Kurz später sagte sie, „ich muss auflegen, er kommt grade, er ist schon auf dem Grundstück! Ich ruf dich später nochmal an.“
    Ich fragte sie noch kurz, ob ich ihr sagen dürfte, wie sehr ich sie liebe. Sie sagte, „ja, sags mir.“
    Am nächsten Morgen klingelte mein Handy erneut, wieder unterdrückt. Ich fragte mich, warum eigentlich unterdrückt? Viel später kam mir selbst die Antwort. Sie hatte lediglich Angst, ich würde von der Anrufliste einen Screenshot machen und ihm zuschicken. Da, sie hat mich angerufen!
    Sie erzählte mir wieder irgendwas, holte kaum Luft in den Sätzen und sagte nur, oh Gott, ich hatte Selbstmordgedanken.“ Dann legte sie auf.
    Ich blieb allein und verwirrt zurück. Niemand konnte mir mehr helfen. Alles, woran ich je geglaubt hatte, schien sich aufzulösen. Ich musste es loswerden. Ich musste diesen Dämon in mir loswerden. Er. Ihr Mann. Nur er konnte helfen, redete ich mir ein.
    Ich verfasste eine eMail an ihm, worin ALLES geschrieben stand, von der ersten Sekunde unseres Kennenlernens, über jeden einzelnen Abend bei mir, der erste Kuss, der erste Sex, alles.“
    Keine Reaktion. Weder von ihr, noch von ihm, nichts.
    Dann überkamen mich die schlimmsten Gedanken, die ich je hatte. Ich wollte diesem Spuk ein Ende bereiten. Dieser böse Traum.
    Ich wollte endlich erlöst werden, aufwachen, einschlafen, was auch immer. Ich wollte nicht mehr leben. Ganz schlimm war das.
    Ich wollte endlich gesehen werden. Fünf Monate wurde ich geheim gehalten, war „die gute Freundin“, bei der übernachtet wurde, fünf lange Monate. Geweint, vermisst, versöhnt, hingehalten. So kam ich mir vor.
    Er muss mich sehen, er wird mich sehen.
    Ich fuhr hin, es war ein Samstag.
    Ich klingelte und er öffnete.
    Ich sah ihn an und fragte ihn, ob wir eine Runde gehen könnten.
    Ich wusste nicht mehr wohin mit diesen Schmerzen und wünschte mir nur noch, dass er mich in seiner Wut über meinen Anblick angreifen würde. Mich erlösen würde. Vielleicht und am liebsten sogar, ohne dass ich davon wieder aufwachen würde.
    Es passierte nichts. Sie kam dazu und fragte ihn, ob er mit mir reden will.
    Er sagte, „Nein, du?“
    Sie sagte „Nein.“
    Ihre beiden Kinder kamen dazu und plötzlich standen alle als Familie vor mir.
    Sie schaute mich an und ich sah sie an. Nur kurz, drei Sekunden vielleicht, die mir wie drei Minuten vorkamen. Dann sah sie runter auf den Boden, schüttelte den Kopf und drehte sich weg.
    Er sagte dann, „Alles was vorgefallen ist, ist ok. Kein Bedarf.“
    Dann schloss er die Tür.
    Ich stand da bestimmt noch zehn Minuten, nach wie vor am Leben. Fassungslos über mein Verhalten, über deren Reaktion, über seine Worte. Ich glaube, in diesem Moment ist ein Teil in mir tatsächlich verkümmert und verstorben.
    Mir blieb nichts anderes, als zu fahren.
    Mit all meinen je gehabten Wünschen, nach ihr, nach diesem einen Leben mit dieser einen Frau und ihren Kindern. Diese Frau, dieser eine Mensch mit seinen eigenen kleinen großen Sorgen. Die, die mal zu mir sagte, „Du bist nicht meine Affäre, du bist mein Leben.“

    Wisst ihr, ich hatte mir in all der Zeit nichts sehnlicher gewünscht, als Ehrlichkeit.
    Dass sie zu mir steht, dass ihre Mutter von mir weiß, ihre Freundin und eben auch ihr Mann.
    Wir haben jetzt Weihnachten. Was wäre wohl, hätte es Corona nie gegeben und ich wäre in Lübeck geblieben und sie würde heute, so wie damals, zu mir kommen, einmal pro Woche.
    Hätte sie sich bis Weihnachten getrennt? Ich glaube nicht. Ergo hätte ich wohl allein in Lübeck gesessen, ohne sie. Und Silvester auch gleich noch. Das hätte mir wohl das Herz zerrissen.
    Hmmm, im Juli hatte aber niemand an Weihnachten gedacht. Niemand hatte so weit gedacht. Nur ich. Aber ich habe es nie angesprochen. Das hätte sich doch sonst so nach Druck und Deadline angehört.
    Niemals wollte ich Rache, Vergeltung oder sonst was.
    Nur dass er und ich uns vielleicht eines Tages auf Augenhöhe begegnen können, wenn er seine Kinder bei mir wohl behütet weiß. Und sie vielleicht feststellt, dass ich ihre beste Entscheidung war.
    Das war mein Traum.
    Ich wohne noch immer in meinem WG Zimmer und gehe auch nach wie vor meiner Arbeit nach
    Aber wie es weiter geht, das weiß ich nicht.
    Und jetzt zu Weihnachten sitz ich da nun, und denke, was wäre gewesen, wenn…?

    • Nachtrag ( als Dialog geschrieben )

      Viola hat recht. Der Job des/der Geliebten ist es, stets fröhlich zu sein. Er/sie muss gefallen. Darf keine unangenehmen Fragen stellen, sich nicht über die Nicht-Handlungen beschweren und wenn doch, dann wird es als „du machst zuviel Druck, du bist ungeduldig“ dargestellt. Man tappt also irgendwie in die selbst aufgestellte Falle. Wenn ich mir nur allein mal die Frage an sie stelle, „Was genau hast Du eigentlich für uns getan? Dass das mit uns voran geht, dass auch ICH mir sicher sein kann, dass du es ernst meinst? Sag mir, WAS?“
      Nämlich NICHTS! Rein gar nichts!
      Weder hast du es in fünf Monaten geschafft, dich mit deinen 38 Jahren wie eine erwachsene Frau mit ihm über euch zu reden, noch hast du es geschafft, mit ihm über uns zu reden, noch hast du es geschafft, mit ihm über dich zu reden. Du hast es noch nicht mal geschafft, mir eine Kleinigkeit von dir da zulassen, etwas das ich habe, wenn du nicht bei mir sein kannst. Kein Foto, kein Kettchen, nichts.
      Ich hab mir dein Shirt genommen, was du ZUFÄLLIG bei mir vergessen hattest und hab es mir über das Kopfende meines Bettes gehangen, damit ich dich wenigstens riechen konnte. Nein, du hast mich keinesfalls gut behandelt. Es ging dir nur um dich. Mag sein, dass du das nicht in böser Absicht getan hast, aber zuzusehen, wie zwei Menschen leiden und nicht einzuschreiten, macht dich vielleicht nicht zu einem bösen Menschen, aber zu einem Arschloch! Und obwohl du mir deine stumpfen Bekundungen zur Liebe aufgetischt hast, gepaart mit all den hohlen Versprechen an eine gemeinsame Zukunft, hast du in unseren ersten Treffen noch deinen Ehering getragen, OBWOHL du gesagt hattest, du würdest ihn nicht mehr lieben! Wie zügellos bist du eigentlich? Kannst du dir denken, wie ich mich damit gefühlt hatte? Unsere ersten Bilder an der Steilküste, du hast sie in einem Anfall von Wut gelöscht. UNSERE Bilder! Und dann deine scheiss Entschuldigung, „dann werden eben neue gemacht.“

      Ich mag mich oft im Ton und in der Lautstärke vergriffen haben, wenn wir wieder eine unserer Diskussionen hatten, dafür bitte ich um Entschuldigung. Aber warum hatten wir die denn? Warum stritten wir uns denn?
      Doch nicht, weil ich dich NICHT wollte und du um mich wie eine Irre kämpfen musstest.
      Nein, WEIL ich dich wollte! Und du hast nichts dafür getan.
      Niemand hätte geahnt, was gewesen wäre, wenn tatsächlich das Trennungsjahr eingereicht worden wäre. Anwälte. Das Haus. Die Kinder. Der Um-/Auszug. Er, der dich vielleicht versucht aufzuhalten, weil er dich ja über alles liebt. WO wäre ICH da vorgekommen? Ganz am Ende der Nahrungskette. Du hättest mir wahrscheinlich zugemutet, dass alles mitzumachen.
      Es macht mich so unendlich traurig, dass unsere Geschichte so schlimm und traurig geendet ist. Du, meine Welt.
      Ich weiß heute nichts mehr von dir, wie es dir geht, wie ihr lebt, wie du über uns denkst und ob du dir vielleicht hin und wieder mal das Ein oder Andere vor Augen hältst.
      Gestern bist du zufällig an mir vorbei gefahren. Ich bin fast erstarrt, als ich den Kühlergrill vom Jeep gesehen habe, dazu das Kennzeichen.
      Du hast nicht angehalten, weshalb auch?!
      Der Gedanke, wie oft und wann du mich belogen haben MUSST, er zerreißt mich. Ich kann dir aber sagen, es gab Tage, an denen es noch viel schlimmer war. Ich konnte vor innerem Schrei kaum gradeaus laufen. Konnte kaum atmen, weil ich dich so vermisst habe.
      Aber irgendwann kam die Erkenntnis, du MUSSTEST auch mich belogen haben. Anders ging es gar nicht. Ganz ganz schlimm.
      Aber weißt du, was das allerschlimmste ist?
      Die Tatsache, dass du dich noch im Recht siehst und mir das Gefühl gibst, hätte ich mich da und da anders verhalten, dann wäre ja alles anders gekommen.
      Damit lässt du mich stehen und leben.
      Du hast nie die Verantwortung für dein Handeln übernommen, sondern letztlich nur noch versucht, die Sache mit uns „auslaufen“ zu lassen, mit der kleinen Hoffnung, es würde mir egal werden. Gestrickt nach dem Muster, „aus den Augen, aus dem Sinn“. Du wolltest nur noch deinen Arsch retten und dass er nie etwas von uns erfährt und dich dann eventuell noch aus dem Haus wirft. Um mich ging es dabei doch schon gar nicht mehr.
      Und genau so, wie du dich mir entzogen hast, so wird es auch bei euch beiden gewesen sein, dessen bin ich mir sicher. Er wird schon ziemlich doll versucht haben, mit dir zu reden und um seine Ehe und Frau gekämpft haben. Aber du warst es dann, die geflüchtet ist, die ausgebrochen ist, zu mir nach Lübeck. Du wolltest nicht reden, obwohl du oft die Chance dazu gehabt haben wirst.
      Und damit hast du mich wissentlich und in voller Absicht leiden lassen. Und ihn auch.
      Du Grundgütige!
      Deinen 7jährigen Sohn durfte ich nie kennenlernen, aus Angst, er könnte sich abends bei seinem Vater verquatschen. Bei deinem 3jährigen wars egal, der kann ja noch nicht fließend reden. Du scheinst nie gewusst zu haben, wieviel ein 3jähriger eigentlich aufnehmen kann.
      Meine Tochter mit ihren ebenfalls 7 Jahren, die hast du kennengelernt. Sie hatte eine Bindung zu dir aufgebaut, oder war zumindest dabei.
      Ihr musste ich fünf Wochen lang vorlügen, dass du arbeiten musst. Was sollte ich sonst sagen? Du hattest mir ja keine Antwort gegeben. Nichts von dir hören und sehen lassen.
      Und dann, nach diesen fünf Wochen, blieb mir nichts weiter, als zu ihr zu sagen, „sorry Baby, aber sie wird nicht mehr zu uns kommen.“
      Du hättest ihre Augen sehen sollen, so voller Enttäuschung.
      Du dagegen musstest deinen Kindern gar nichts erklären.

      Geh zu deiner Familie, geh in dein Haus, geh zu deinem Mann.
      Leb dein Leben.
      Ich hoffe für dich und ihn, dass ihr eure Ehe retten könnt, an euch arbeitet und dass du in Zukunft ehrlich deinem Mann gegenüber bist. Dann hat das mit uns nämlich wenigstens halbwegs einen Sinn gemacht.

    • Ja, ich habe den Text ganz gelesen 🙂 Deine Geschichte hat mich sehr bewegt. Es gibt ein paar Dinge, die ich Dich wissen lassen möchte. In meiner, wie in Deiner Geschichte fehlte unseren „Affären“ der Mut. Ich denke nicht, dass Du für sie nur etwas fürs Bett warst, denn sonst hätte sie all den Aufwand nicht betrieben. Ich glaube ihr auch, dass sie es in dem Moment so meinte, als sie sagte: „Du bist mein Leben.“ Ich glaube aber auch, dass sie überfordert war mit ihren Gefühlen, dass sie nach und nach immer mehr den Kopf in den Sand steckte und alles nur noch abwehrte, weil sie Angst hatte. Angst sich zu entscheiden, Angst vor den Konsequenzen, Angst ihren Kindern zu schaden. Diese Angst hat sie versteinert. Wer Angst hat, bewegt sich nicht, der flieht in das Gewohnte und versteckt sich, will nichts mehr hören, sehen, sagen. Genau das ist passiert. Dass sie feige ist, hat aber nichts mit Deinem Wert zu tun!!! Es ist wirklich wichtig, dass Du begreifst, dass niemand Deinen Wert schmälern kann, nur weil er die Hosen voll hat! Das Problem bist nicht Du, sie ist es. Du wirst damit leben müssen, dass sie es nicht geschafft hat. Sie wird es auch nicht zu Dir schaffen, da bin ich mir (leider) ganz sicher. Du wirst irgendwann eine Frau finden, die den Mut hat. Du wirst nicht nur ihr Leben sein – sie wird es auch mit Dir leben. Dann wirst Du froh sein, dass es so gekommen ist. Ich wünsche Dir alles LIEBE – vor allem ganz viel Liebe für Dich selbst! Viola

      • Viola, danke für deine Antwort.
        Ständig, auch gelegentlich heute noch, stelle ich mir die Frage, „was wäre, wenn…“
        Hätte ich noch länger Geduld haben sollen? Länger Ruhe geben sollen? Nur noch ein klein wenig länger?
        Je mehr man darüber nachdenkt, desto verwirrter wird man dabei.
        Ich frage mich, denkt sie auch noch mal an mich? Und wenn überhaupt, ist da noch ein Gefühl? Vermissen?
        Oder bin ich letztlich nur noch der Bösewicht, der sich ihrem Mann gezeigt hat? Wenn es so ist, dann ist mir schon klar, dass sich das ganz gut als Strick gegen mich verwenden lässt.

        • Du hättest viel kürzer warten sollen! Je länger, desto schlimmer. Es hätte kein Happy End gegeben, so hart das klingen mag. Sie scheint viel zu verankert und verstrickt in ihrem Familienleben zu sein. Es ist gut so, wie es jetzt ist, auch wenn Du das noch nicht so sehen kannst. Meine Oma hat immer gesagt: „Wadd nomma!“ (Warte nochmal :D) In einem Jahr sieht die Welt schon nicht mehr so dunkel aus. Liebe Grüße, Viola

  87. Hallo, ihr lieben, unmoralischen Ehebrecher*innen, Herzensbrecher*innen, Falschspieler*innen und Thronräuber*innen …

    Ich bin also in bester Gesellschaft! (Das nehme ich jedenfalls an.) Den Beitrag und die Kommentare werden vermutlich nur diejenigen lesen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden oder befunden haben.

    Ich kam über die Google-Bildersuche hier her. Der Titel dieses Beitrages spricht für sich! Ich habe den Titel anklickt, obwohl ich nach Bildern suchte. Damit habe ich mich eigentlich schon verraten bzw. verdächtig gemacht. (Google wird’s nicht weitersagen!)

    Was mir bei Violas Beitrag und den vielen, wunderbaren Kommentaren (leider) immer wieder auffiel, ist, dass es keine Affären im eigentlichen Sinne waren, sondern eher missglückte Versuche der feindlichen Übernahme. Eine richtige Affäre ist anders und erfüllt einen ganz anderen Zweck. Eine richtige Affäre ist nur etwas für Erwachsene und nichts für Zartbesaitete, denn es wird den Beteiligten viel abverlangt – sehr viel – zu viel. Wer nicht bereit dazu ist, es auszuhalten, wenn es einen innerlich zerreißt und über alle Grenzen geht, sollte es besser gar nicht erst versuchen. Im Prinzip ist eine richtige Affäre ungefähr so: als würde man sich einen süßen Hundewelpen aus dem Tierheim holen, unter der Voraussetzung, den Welpen eigenhändig erschießen zu müssen, bevor er 1 Jahr alt wird. Wer sich dazu im Stande fühlt, ist erwachsen genug, um eine richtige Affäre zu haben.

    Eine richtige Affäre ist alles, was es zu Hause (im nomalen Leben) nicht gibt. Die Frau ist anders, Man(n) selbst ist anders und vieles, was einfach undenkbar wäre, ist plötzlich erschreckend einfach, normal und überhaupt kein Problem. Es verändert dich und lässt dich das Leben wieder spüren. Das süße Leben als Konzentrat-Saft pur und unverdünnt, wirkt belebend, nachhaltig und sofort! Wie lange war ich eingefroren (abgestumpft, in Watte eingepackt, Mr. Play-it-save mit Baby-an-Bord-Aufkleber)? Ich spürte plötzlich den Wind im Gesicht und fühlte auch die Musik endlich wieder, die ich schon lange nicht mehr hörte.

    Bei einer Affäre steht die Geliebte neben dem König und vielleicht steht sie ihm sogar etwas näher, als die Königin, aber ihr Rang bei Hofe ist und bleibt der des Zimmermädchens. Die Wünsche und Bedürfnisse der Geliebten stehen allen Dingen hinten an. Genau genommen gibt es sie auch gar nicht! Niemals darf jemand von ihr erfahren! Niemand darf irgendwas wissen, NIEMAND!!! Es hat sie nie gegeben und es ist nie passiert. Das perfekte Verbrechen ist unmöglich, denn es hat niemals stattgefunden. (Das macht es am Ende auch leichter, den Hund zu erschießen!) Eine Affäre ist nicht dazu gedacht, die Königin zu stürzen, ihren Thron neu zu besetzen und das Land fortan mit einer ungelernten Amateurin zu regieren. Niemals, unter keinen Umständen darf soetwas passieren oder versucht werden!

    (Wie sollte ich das meiner 8-jährigen Tochter erklären? Warum die neue Königin 8 Jahre älter ist als der Papa und warum sie nun mitregieren darf, obwohl sie praktisch keine Ahnung hat, wie die Dinge hier bei uns für gewöhnlich laufen? … Sie hat viele gute Eigenschaften, die die alte Königin nicht mal ansatzweise besaß. Aber im Alltag hilft uns keine davon weiter. Im Endeffekt ist sie nur unfähig und geil! Aber, weil dein Vater ein Vollidiot ist, macht ihm das überhaupt nichts aus. … Nein, das geht so nicht! … Ja, verdammt! Ich weiß … Kann ich den Hund nochmal sehen?!)

    In Violas Beitrag und in den Kommentaren wurde dagegen auf unehrliche Art versucht, einen neuen Partner für sich zu gewinnen. Erst pickt man sich die Rosinen raus und dann, weil man noch hungrig ist, vergreift man sich mehr und mehr am ganzen Kuchen, der eigentlich jemandem anders gehört. Wer Kuchen essen möchte, bäckt sich den am besten selbst! Das macht zwar etwas Mühe, aber diese Mühe lohnt sich, garantiert. Ein ganzer, selbstgemachter Kuchen schmeckt außerdem tausend Mal besser als halbe, angefressene Sachen von irgendwem anders.

    Mal ernsthaft, wer will denn einen neuen Partner, von dem man genau weiß, der- / diejenige ist untreu und geht fremd? So lange einer von beiden falsch spielt, ist das, was man dabei kennenlernt, einfach nicht das Wahre. Es fehlt ein großes Stück von dem der falsch spielt. So wie der Falschspieler in dem Moment ist, ist er sonst nicht und so wird er auch später nicht sein (in der erhofften, richtigen Beziehung).

    Ich stimme Viola voll und ganz zu: (aus Sicht der Geliebten) wenn ER seine laufende Beziehung nicht umgehend beendet, hat sich die Sache erledigt und der vermeindlich neue Partner damit selbst disqualifiziert.

    Es liegt wohl an der menschlichen Natur, bei Liebe- und Beziehungsangelegenheiten das Offensichtliche auszublenden, wenn es uns nicht gefällt, weil wir’s nicht wahr haben wollen, dass Endstation ist.

    Übrigens, habe ich den Welpen nicht erschossen. Das konnte ich damals auch schon nicht, als er ein Jahr alt wurde (obwohl ich es hätte tun sollen). Nach 2,5 Jahren hat sich der Hund letztendlich selbst erschossen. SIE besaß den Mut und die Vernunft, um das Richtige zu tun und die Affäre zu beenden.

    Obwohl wir die Regeln kannten, haben wir uns nicht daran gehalten. Die Sache lief viel zu lange und es kam, was kommen musste: Mit Frau Königin daheim lief es zunehmend schlechter. Einige Streits wären bestimmt anders verlaufen, wenn ich mir meiner liebreizenden Affäre im Hintergrund nicht so herzlich sicher gewesen wäre. Nach dem Motto: du stehst alleine da, ich aber nicht, ich habe Rückendeckung und deshalb traue ich mich, dir etwas zu sagen, was ich ansonsten nie gesagt hätte. Irgendwann war es dann zu viel und Frau Königin verkündete, sie werde in Kürze den Hof verlassen und in eine eigene Wohnung ziehen. … Demnächst wird im Königreich eine leitende Stelle frei. Wer wäre wohl die geeignet Neubesetzung dafür? Wem könnte ich diese Stelle anbieten? Ja, na klar, warum denn nicht? Schließlich kennen wir uns inzwischen lange genug dafür. Damit verstoßen wir zwar gegen unsere Regeln, aber das stört mich nicht, wird schon klappen irgendwie. (Einen Moment lang glaubten wir echt daran.) … Aber statt aufzusteigen, ist sie ausgestiegen und hat die Affäre beendet, weil sie glaubt, der Mutter-Rolle nicht gewachsen zu sein. Damit hatte sie allerdings recht. Sie wäre für viele Dinge ungeeignet gewesen. Trotzdem irgendwie schade, verrücktes Weibsstück, sie fehlt mir … Frau Königin, die doofe Nuss, verkündete kleinlaut, dass mit der Wohnung wird verschoben, auf unbestimmte Zeit, deshalb wird sie bei Hofe bleiben (vorerst, ist klar!).

    Jetzt kann ich die nächsten 3 Jahre Kreide fressen, um meine Affäre zu vergessen und ihre Hoheit gnädig zu stimmen. Wie ich mich kenne, werde ich dann wieder ins Tierheim gehen … (beim nächsten Mal kriege ich das besser hin)

    Sie hat mich, als ich es brauchte, mit Leben aufgefüllt und dafür bin ich ihr unendlich dankbar, dafür liebe ich sie und werde sie nie vergessen, obwohl es sie nie gegeben hat. Ich bin ein Scheißkerl, weil ich meine Frau betrüge, nur, weil ich vom Leben nicht genug bekomme. Ich bin und war und werde aber trotzdem (wie es sich gehört) immer für sie und mein Kind da sein, weil ich sie ja schließlich auch liebe, sie sind Teil meines Lebens.

    Have a fucking New Year and don’t forget to Rock’n’Roll!

    • Danke für Deine Geschichte! Sie hat mich richtig gefesselt und ist – mal ganz nebenbei bemerkt – toll geschrieben. Die Bilder passen alle, vom Welpen bis zum Kuchen. …nur bitte nicht nochmal ins Tierheim gehen. Die Hunde, ja, selbst die Welpen, beissen. 😉 Liebe Grüße, Viola

    • Wirklich gut geschrieben! Es ist auch so, wie du und Viola schon meinten, es fühlt sich so verdammt gut, obwohl man weiß, dass es so verkehrt ist.
      Ich kann von mir sagen, obwohl ich ihren Mann noch gar nicht kannte, hatte ich während unserer Zeit von ihm geträumt. Ich wurde nachts wach und war fix und fertig, mir kamen die Tränen. Manch einer denkt jetzt vielleicht, ach Gottchen, hattest du etwa Mitleid, du Egoist?

      Es war kein Mitleid in dem Sinne, sondern eher die Vorstellung, wie würde es wohl mir gehen, wenn ich raus bekäme, meine Frau hintergeht mich seit einem halben Jahr. Das waren so heftige Träume. Aber es war auch Zeichen für mich, dass ich mich unterbewusst damit auseinander setze und mir NICHT alles 10 Meter am Arsch vorbeigeht. Es war mir nicht egal.
      Ich wusste, es MUSS sich was ändern. Das geht so nicht. Je länger wir warten, desto verheerender ist das Ausmaß der Zerstörung.
      Ja oder wir beenden es, aber das wollte natürlich auch keiner. Hätte mir damals jemand gesagt, „lass die Finger davon“, ich hätte ihn dafür wahrscheinlich in der Trave ertränkt, obwohl ich gewusst hätte, er hat Recht.
      Und heute? Jeden einzelnen Tag denke ich daran, WARUM hatte ich die Fragen, die ich heute habe, nicht damals schon?
      Warum habe ich mich nicht gefragt, wie es wohl um Weihnachten steht. Silvester? Deren Hochzeitstag im November?
      „Soll ich die alle ohne dich verbringen, oder wie?“
      Und was ist eigentlich mit dem Trennungsjahr?
      Ist ja nicht so, dass du ihm den Wisch heute hinlegst und er ist natürlich sofort bereit dazu.
      Es bedarf WOCHEN bis das überhaupt erstmals losgeht, wenn überhaupt. Und erst dann kommt das eigentliche Jahr. Trennung von Tisch und Bett, so soll es sein. An einen Auszug, geschweige denn Zusammenziehen mit mir ist da ja noch gar nicht zu denken. Damit würden wir nämlich ganz gefährlich ins Wanken kommen.
      Ergo muss ich mir all das von aussend mit ansehen, Geduld mitbringen und abwarten.
      Und ganz klar, ihr bei all dem Stress immer noch zeigen, dass ich die richtige Entscheidung war. Also besser sein als er, in JEDER Hinsicht.
      Lustiger, sexier usw usw. Und bloß keine Fragen stellen, nicht dass sich da noch sowas wie Ungeduld zeigt. Also Angst haben. Angst sie zu verlieren und alles wäre umsonst gewesen.
      Wie hätte ich das denn bitte anstellen sollen?
      Ich glaube, die Angst wäre mein täglicher Begleiter gewesen. Das schaffen wir nicht. Das schaffe ich nicht.
      Aber wie ich mich kenne, hätte ich das wahrscheinlich auch noch mitgemacht.
      Ach ja, und nebenbei gehe ich noch arbeiten und wir suchen natürlich noch eine Wohnung für uns zwei.
      WARUM zur Hölle hab ich nie an sowas gedacht?

        • Ja genau. Weil Liebe blind macht. Und dumm.
          Die ältesten Beiträge hier sind aus dem März 2018. Uralt und sie berichten davon, wie es laufen kann, wie es laufen WIRD, wie es ausgehen wird.
          Statt an einem einsamen Abend im Sommer an sie zu denken, hätte ich mir doch nur die Zeit genommen, und mich über dieses Thema belesen. Ich hätte diese Seite gefunden, ganz bestimmt.
          Und dann wäre ich viel schlauer gewesen, hätte mich besser schützen können, wäre vorbereitet gewesen, auf das, was mit großer Sicherheit kommen wird. Wenn diese Lok über mich rollen wird. Und ich hätte auch sie in ihrer Überforderung schützen können. Und ihn. Ich hätte alle schützen können.
          Aber ich wusste nichts davon.
          Ich war die Affäre. Ich war einsam. Ich hatte Zeit, um mich schlauer zu machen. Sie war abgelenkt, hatte zuhause ihre Kinder, den Haushalt usw. Und er? Er hatte ganz andere Sorgen, nämlich seine Frau.
          ICH war der Schlüssel. Ich konnte mich damit auseinandersetzen.
          Aber ich tat es nicht. Ich habe niemanden gerettet.
          Ich hasse mich dafür.

          • Meine Mutter sagt immer zu mir: „Streiche den Konjunktiv aus deinem Wortschatz“ Hätte, wäre, würde…das bringt Dich nicht einen Millimeter weiter und hält Dich in der Vergangenheit gefangen. Es ist passiert, all das, es ist nicht mehr zu ändern. Du bist kein schlechter Mensch, weil Du geliebt hast! Du hast Dich kurz verirrt – Du wirst aber den Weg wieder finden.

          • Ich kann deine Gefühle verstehen, denn mir erging es auch so.
            Aber man darf die Schuld nicht nur bei sich selbst suchen, es gehören immer zwei dazu. Und jeder ist für sein Leben auch selbst verantwortlich.
            Deine Zeilen hier sind vom Januar diesen Jahres. Ich hoffe du hast die Zeit bis jetzt gut überstanden und auch zu dir selbst zurück gefunden.
            Ich habe es nach 5 Jahren erst geschafft. Bin aber froh, es jetzt endlich geschafft zu haben, wenn auch auf eine schmerzhafte Art.
            Ich wusste aber keinen anderen Ausweg mehr….für mich.

  88. Liebe Viola

    Als ich per Zufall auf deine Geschichte stiess, dachte ich, das kann doch nicht wahr sein?! Das bin ich! 1:1 meine Geschichte?!

    Ich habe eine schlimme Vergangenheit mit meinem Ex Mann erlebt, welcher ein Doppelleben mit einer fast 20 Jahre jüngeren Rumänin führte. Ich habe selber 3 Kinder.
    Als ich im April 2017 nach einem Wochenende mit einer Freundin nach Hause kam (mein Ex Mann war gerade mit den Kindern weg) fand ich in seinem Rucksack einen Geburtenschein von einem Kind, Geburt Okt. 2016. Ich bin komplett zusammen gebrochen. Hab ihn aus dem Haus gejagt. Dies nur ganz grob meine Leidensgeschichte die 2013 mit meinem mittlerweile Ex Mann begann und mit meiner „Affäre“ weiterging.
    Ich rutschte wohl labil und psychisch geschwächt schleichend in diese Affäre. 3.5 Jahre bereits….er war mein Ritter und Held …..

    Leider ist bei mir das Drama immer noch nicht beendet. Er kommt immer wieder. 4x ist er zu seiner Partnerin zurück. 🙁

    Was ich dich fragen aber wollte: Wie genau hast du dich von diesem Mann komplett lösen können? Was war dein Antrieb? Was gab dir Kraft? Wie geht es dem Mann heute? Wie geht es dir heute?

    • Liebe Regula, erstmal tut es mir leid, was Dir passiert ist! Das mit Deinem Mann muss hart gewesen sein! ABER: Es zeigt mir, dass Du eine starke Frau bist, denn Du hast das alles irgendwie überstanden. Daher glaube ich auch, dass Du es schaffen wirst, Dich von deiner Affäre zu lösen! In meinem Fall wurde mir irgendwann klar, dass er es niemals schaffen würde, sich von seiner Frau zu trennen. Diese Klarheit zu erlangen und sie zu akzeptieren, hat lange gedauert. Fast zwei Jahre bin ich ihm hinterher, wollte ihn überzeugen, dass seine Entscheidung, zu seiner Frau zurück zu gehen, falsch war. Und ja, das glaube ich immernoch! Aber nach zwei Jahren konnte ich endlich loslassen. Es hat seine Zeit gebraucht, aber der Punkt kommt und der Punkt wird auch bei Dir kommen. Warte auf den Tag, an dem es Dir einfach genug ist! Dann haust Du auf den Tisch und ziehst den endgültigen Schlussstrich! In der Zwischenzeit, mach‘ Dir keinen Druck. Diese „Abnabelung“, die Wut, die immer größer wird: Die Zeit wird Dir helfen! Ich für meinen Teil wollte wieder glücklich sein, mit einem Menschen, für den ich die Nummer 1 bin! Nachdem ich wieder offen war für jemanden Neues, habe ich auch prompt meinen heutigen Ehemann kennengelernt. Da war nichts kompliziert. Liebe muss nicht komliziert sein, im besten Fall ist sie total einfach. Wir haben vor zwei Jahren eine Tochter bekommen. Am Ende wird alles gut. Hab‘ Vertrauen und gib Dir Zeit! Als es mir damals so richtig schlecht ging, habe ich mir übrigens einen Psychotherapeuten gesucht. Die Therapie gab mir viel Kraft! Könntest Du ja mal in Erwägung ziehen. Ich wünsche Dir von Herzen ALLES LIEBE! AM ENDE WIRD ALLES GUT! Liebe Grüße, VIOLA

      • Liebe Viola

        Ganz herzlichen Dank für deine lieben Worte. Du bist eine wunderbar einfühlsame Frau. Nach dem Schock mit meinem jetzigen Ex Mann brauchte ich Hilfe die ich gerne in Anspruch nahm auch wegen der Kinder. Sie waren noch klein. Noch heute gehe ich ab und zu zu ihr. Wahrscheinlich war es nicht verwunderlich, dass ich gleich in eine andere komplizierte Beziehung rutschte. Aber die Enttäuschung ist enorm weiss doch dieser Mann über meine traurige Vergangenheit bescheid. Nun ich hoffe eines Tages, genau wie du einen lieben ehrlichen Mann kennen zu lernen wo wie du ganz richtig schreibst, sich einfach alles richtig und echt anfühlt und nicht kompliziert. Für dich und deine Liebsten wünsche ich nur das Beste und es tut gut zu lesen, dass man nicht alleine solche Geschichten erlebt. Vielen Dank 🍀😊
        Regula

      • Auch bei mir war es so. Ihm fehlte der Mut alles hinter sich zu lassen, seine Worte. Und auch ich denke, irgendwann bereut er es, zurückgegangen zu sein. Er hat sich seine Gefühle zu mir, aus Vernunft, verboten. Klar, 25 Jahre Beziehung verbinden einen irgendwie, aber Liebe und Glück sollten doch das Wichtigste sein. Das Haus ist irgendwann abbezahlt, die Kinder groß, und dann? Er hatte Angst, alles zu verlieren und wollte nicht mit fast 50 bei Null anfangen.
        Alle meine Argumente wurden mit der Vogel Strauß Methode ignoriert.

        • Ich habe auch immer gedacht, die tiefen Gefühle füreinander, die Glücksgefühle würden ausreichen. Ich war da immer total romantisch eingestellt: Liebe ist alles und am Ende wird alles gut. Leider nein. Die Risikobereitschaft, etwas ganz neues anzufangen, ist bei den Meisten nicht hoch genug. Es ist Feigheit und Überforderung und letztendlich die Flucht; Schwanz einziehen, Decke über den Kopf, weg mit dem Komplizierten, zurück zum Alten. Wir müssen das nicht verstehen – werde ich auch nie – wir müssen es aber leider hinnehmen – und weitermachen. Wenn er sich jetzt noch nicht getrennt hat, wird er es niemals tun! Das ist wahnsinnig traurig, aber irgendwann musst Du aufhören zu hoffen. Ich wünsche Dir von Herzen, dass es Dir bald besser geht! Liebe Grüße, Viola

          • Ich weine immer noch viel, nach 2 Monaten. Und ich bin so dumm zu hoffen, das seine Frau sich vielleicht trennt. Ich bin selbst vor 20Jahren von meinem Mann betrogen worden und ich weiß, wie die Ehefrau sich fühlt. Kopfkino, Nachfragen, Bohren ohne Ende.
            Das stimmt, wir werden nie verstehen, warum Liebe und Glück nicht ausreichen und die Männer den Mut nicht ausbringen.
            Er hat mir zugestimmt, das es für alles eine Lösung gibt, finanziell gesehen, das gemeinsame Haus, der Kredit. Aber darunter würden die leiden, die nichts dafür können. Und das will er nicht.

          • Liebe Janet, mal angenommen seine Frau würde sich trennen: Würdest Du diesen Mann dann wirklich noch haben wollen? Stell‘ Dir das Ganze doch mal im Alltag vor, im echten Leben. Kann eine Liebe mit dieser Vorgeschichte denn überleben und glücklich machen? Ist nur mal so ein Denkanstoß.

            Weine so viel und so lange Du willst. Eines Morgens wirst Du aufwachen und bereit für etwas Neues sein.

            Liebe Grüße,
            Viola

          • Hallo Viola, ja tatsächlich würde ich ihn noch wollen. Obwohl viele Freundinnen auch sagen, den würde ich nicht mehr nehmen. Ich wäre Notnagel, 2. Wahl.
            Ich werde noch lange brauchen, um darüber hinwegzukommen.

  89. Hallo Viola, aufgrund meiner aktuellen Situazion bin ich auf dich aufmerksam geworden.
    Ich versuche meine Situation so kurz wie möglich zu schildern.
    Seit 2 1/2 Jahren habe ich einen Kollegen bzw. er ist auch mein direkter Vorgesetzter. Wir haben uns von Anfang an gut verstanden. Er hat mir in der Vergangenheit auch öfter scherzhaft vermittelt das er mich attraktiv findet. Ich war immer kurz davor mich etwas zu verlieben. Da er aber verheiratet ist habe ich es mur immer wieder verboten und die Kurve gekriegt.
    Jetzt sieht die Sache leider anders aus. Er hat mir in den letzten Wochen sehr direkt gezeigt wie er mich findet. Auf verschiedenen Ebenen. Er denkt an mich wenn wir uns länger nicht sehen, er mag meine Stimme total, es fühlt sich vertraut mit mir an und er findet mich sehr attraktiv und sagt wenn er nicht in der Position wäre würde er sich nichts mehr wünschen als das ich auch so denke. Tu ich jetzt leider auch. Aber er möchte unser Verhältnis nicht zerstören. Trennen wird er sich nicht. Was ich auch nicht erwarte. Bisher ist nichts zwischen uns passiert. Aber ich wünsche es mir sehr, obwohl ich weiß das es falsch ist. Und nun sehen wir uns jeden Tag bei der Arbeit und strahlen uns an….zuhause werde ich dann unglücklich da die Sehnsucht und halt auch Verlangen da ist. Ganz schwierige Situation.

    • Wie spannend und kribbelnd es sich auch anfühlen mag: Tu‘ das nicht! Und da rede ich nicht mal von Moral. Schütze Dich! Lies Dir alle Geschichten und Kommentare unter meinem Artikel durch. Du bist kurz davor, Dich in eine sehr schmerzhafte Lage zu begeben. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das total schwierig ist! Ich wünsche Dir sehr, dass alles gut für alle Beteiligten ausgeht. Liebe Grüße, Viola

    • Ich habe vor 2 Jahren hier meine Geschichte erzählt , als ich mich von meiner Affäre nach vielen inneren und äußeren Kämpfen damals getrennt hatte. Die Gefühle die ich mit diesem Mann erlebt habe, waren etwas ganz besonderes. Es war damals gut mich darauf einzulassen, aber es war auch richtig loszulassen. Heute habe ich einen neuen Freund der zu mir steht, wir machen gemeinsame Pläne, wir feiern Geburtstage, verbringen die Wochenenden gemeinsam, ich kann ihn jederzeit anrufen… und auch wenn der Reiz einer geheimen Liebe soviel mit sich bringt, die Gefühle aus der Hoffnung heraus so stark werden können, und auch wenn ich diese Zeit immer noch in meinem Herzen trage, war es gut loszulassen, denn es war nur Träumerei.
      Wer dich will, der steht zu dir, alles andere ist Feigheit, Bequemlichkeit oder eben nicht der/die Richtige. Ich denke irgendwann muss man die Situation einfach ganz nüchtern betrachten… Vergeudet eure Zeit nicht mit Warten! Viele liebe Grüße

      • Liebe Nadine, vielen Dank, dass Du Dein Happy End mit uns geteilt hast! Ich freue mich sehr für Dich! Ich denke, es ist für viele hier wichtig zu erfahren, dass am Ende alles gut wird, auch wenn es manchmal Zeit braucht. Wenn ich heute zurückdenke, wie hoffnungslos ich war und wie unglaublich glücklich ich heute mit meinem Mann bin. Wahre Liebe ist ganz einfach! Naja, hinterher ist man immer schlauer 😉 Liebe Grüße, Viola

      • Hallo Nadine,
        ich muss deinen Worten recht geben. Ich habe auch nach einer 5 Jährigen Beziehung zu einem verheirateten Mann diese Erkenntnis gewonnen. wenn das alles stimmt, was immer gesagt und geschrieben wurde, dann würde er zu mir stehen, hat er aber nicht. Trotzdem bin ich geblieben, habe seinen worten geglaubt und immer und immer wieder gehofft. Es hat mich kaputt gemacht. Ich musste dann einen weg finden, um aus diesem Gefühlschaos ausbrechen zu können. Ich musste einfach keinen anderen Weg mehr. Ich habe der Ehefrau geschrieben und ein paar Fotos gesendet. danach war für immer Ruhe. Ich wusste, dass er so darauf reagiert. Ist natürlich nicht die schöne Art, aber in dem Moment, nach 5 J. Hin und Her, hat es mir geholfen, diese Beziehung zu beenden zu können.

  90. Liebe Viola,

    Ich habe alle Beiträge hier gelesen. Und mich sehr oft wiedergefunden.
    Seit einem Jahr habe ich eine Affaire mit einem verheirateten Mann. Er hat zwei Kinder im Grundschulalter. Ich bin auch verheiratet und habe zwei Kinder im gleichen Alter. Wir haben uns auf einer Seitensprungbörse im Internet kennen gelernt.
    Zuerst waren wir nur an einer Affaire interessiert und wollten einfach das bekommen was uns in der Ehe fehlte.
    Doch dann entwickelte sich die ganze Geschichte in eine komplett andere Richtung. Wir haben uns, wie so viele, die hier geschrieben haben, verliebt.
    Meine Ehe war lange Zeit, bevor ich überhaupt eine Affaire anfing, problematisch. Weil mein Mann und ich sehr unterschiedlich sind. Doch dann lief es eigentlich wieder einigermaßen gut. Wobei ich heute denke ich habe mich selbst angelogen sonst hätte ich doch nicht auf einem Seitensprungportal nach Männern gesucht.
    Im letzten Jahr lief meine Ehe sehr schlecht, wie man sich vorstellen kann. Ich ging in der Affaire auf und habe alle Energie da rein gesteckt.
    Doch inzwischen zehrt es an meinen Kräften. Ich habe das Gefühl ich bin einfach erschöpft von all dem hin und her zwischen Familie, Ehe und Affaire.
    Leider kann ich aber auch nicht aufhören meine Affaire zu treffen. Wir sind Seelenverwandte. Er gibt mir so unendlich viel.
    Wir haben auch schon darüber gesprochen uns zu trennen und reinen Tisch zu machen. Aber der Gedanke daran den Kindern die Familien kaputt zu machen hat uns zurück gehalten.
    Welche Chance hat ein Liebe, die auf Lügen und Betrügen aufgebaut ist? Wir hätten vier Kinder im gleichen Alter die es zu managen gäbe, mit den entsprechenden Ehepartnern im Hintergrund.
    Außerdem hat meine Affaire schon seit einigen Jahren neben seiner Ehe immer wieder Affären. Das hat er mir alles erzählt. Allerdings hätte er sich nie so verliebt wie in mich. Aber ist es klug sich auf einen Mann einzulassen, der seit Jahren fremd geht? Für ihn alles aufgeben?
    Ich weiß dass man irgendwann reinen Tisch machen muss. Besser früher als später, aber im Moment habe ich das Gefühl nicht die Kraft dafür zu haben. Das mag feige sein.
    Meine Ehe ist eigentlich auch nicht so schlecht, dass man sie kampflos aufgeben sollte.
    Ich bin einfach so verwirrt und denke jeden Tag anders.
    Das kostet soviel Kraft!
    Diese Zerrissenheit ist das schlimmste. Aber wie findet man da raus?
    Ich würde gerne auf mein Herz hören. Aber was sagt es mir? Ich weiß es nicht! Wie findet man raus was der richtige Weg ist?
    Eigentlich bin ich immer für Ehrlichkeit. Aber mein Mann würde das so arg verletzen. Ist es das wert?
    Im Moment weiß ich gar nichts mehr. Bin so ratlos wie noch nie in meinem Leben!
    Ich weiß nur dass ich mich im Moment nur wirklich lebendig und gut fühle wenn ich mit meiner Affaire zusammen bin. Wenn wir zusammen sind habe ich das Gefühl wir könnten alles schaffen zusammen.
    Ich lebe in zwei Welten und habe nicht die geringste Ahnung wie ich da wieder rauskommen soll!

    • Jetzt sitze ich hier und frage mich genau wie Du:“Was soll sie nur tun?“ Und das Problem ist: Niemand kann Dir das beantworten, denn niemand weiß so gut wie Du, was in Dir vorgeht.

      Ich finde, Kinder sind kein Grund, eine Ehe krampfhaft aufrecht zu erhalten. Ich bin selber Scheidungskind und weiß genau, dass Kinder es merken, wenn Mama unglücklich ist. Ich war acht Jahre alt, als sich meine Eltern haben scheiden lassen und ich spürte, wie meine Mutter sich hinterher befreit fühlte – und so ging es mir dann auch. Die äußeren Umstände dürfen nicht so viel ausbremsen. Das ließe sich doch alles organisieren. Eine krasse Lebensveränderung kann einen erstmal aus der Bahn werfen, aber alles würde sich eingrooven. Dein Mann wäre verletzt, ja. Aber wäre er nicht viel mehr verletzt, wenn er irgendwann zufällig erführe, dass Du einen anderen liebst und es ihm nie gesagt hast!?

      Das sind alles nur Denkanstösse. Letzten Endes kannst nur Du in dich reinhorchen und versuchen herauszufinden, was Du WIRKLICH willst. Ich drücke alle Daumen, dass es am Ende für alle von Euch gut ausgeht! Liebe Grüße, VIOLA

    • Ich weiß nicht, ob mich das abgeschreckt hätte, das er schon mehrmals fremdgegangen ist. Vielleicht nicht, denn jede Frau denkt, bei mir ist es anders, mich liebt er wirklich. Meine Affäre, ein ehemaliger Schulfreund, hat gesagt, er ist in den 25 Jahren seiner Beziehung nie auf den Gedanken gekommen, fremdzugehen. Nur bei mir hatte er so ein Gefühl, er wollte es einfach. Wir hatten 1,5 Jahre schöne Zeit, und es wäre weiter gegangen, wenn es seine Frau nicht rausgefunden hätte. Nach den Worten Ich liebe dich, Ich will dich nicht verlieren, Ich kann es mir ohne dich nicht mehr vorstellen, hieß es auf einmal, Das hat meine Frau nicht verdient, sie schafft das alleine finanziell nicht, ich stehe dann als schlechter Vater da. Zwischendurch hat er sogar gefragt, ob seine Tochter mit bei uns wohnen darf, wenn wir zusammen ziehen. Tja, solche Worte haben mich hoffen lassen.
      Ich hätte meinen Mann sofort verlassen, obwohl auch meine Ehe nicht so schlecht ist. Aber die Liebe meinerseits ist komplett weg. Das tut mir für meinen Mann auch leid. Ich werde irgendwann neu anfangen müssen, sonst werde ich nicht glücklich.

  91. Hallo Viola,

    dein Bericht ist genial, wirklich und hilfreich für die 2. Frau. Ich war das auch, und zwar 21 Jahre mit Unterbrechungen, zuletzt durchgehende Affäre von 7 Jahren. Der Mann war ein Nachbar, und als mein Exmann mir mitteilte, dass er eine Freundin seit 3 Jahren hätte während eines Aufbaustudiums außerhalb unseres Wohnortes, und der Nachbar mir seine Interesse zeigte, dachte ich, warum nicht, tut meinem Mann ja gar nicht weh. Und ließ mich in diese Beziehung ein. Der Nachbar sagte gleich, dass er verheiratet wäre. Mir war es egal. Der Anfang war schön, ich hatte das Gefühl, dass ich ihn liebte, und stellte mir vor, meinen Exmann zu verlassen, mit meinen damals zwei kleinen Kindern mit dem Nachbarn zusammenzuleben. Der Nachbar war nicht berufstätig, keine Kinder. Seine Ehefrau finanzierte sein Leben. Mein Stolz meldete sich damals nicht. Ich wollte mit ihm zusammensein. Nach Monaten sagte mein Exmann, dass er doch mit mir ein Zusammenleben wünsche. Ich sagte zu und verließ den Geliebten. Der Geliebte stalkte mich. Nach einer Zeit hörte er auf. ein paar Jahre zerbrach doch unsere Ehe. Ich meldete mich beim ehemaligen Geliebten. Wir waren wieder zusammen, aber nur ganz kurz. Wieder ging ich. In den nächsten Jahren sahen wir uns sporadisch, nur zum Kaffee oder Essengehen. Dann, insgesamt 8 Jahre, nach dem letzten Verlassen, sah ich ihn in einem Cafe, und um mich war es wieder geschehen, er war auf einmal der wichtigste Mensch für mich, obwohl ich einen Freund hatte. Dann fingen wir unsere Affäre an, wieder sehr schön und intensiv. Wir sahen uns oft in der Woche, meine Kinder kannten ihn und ich fand das selbstverständlich. Es war herrlich. Dann wollte ich wieder mit ihm zusammensein, zusammenleben. Er war immer noch ohne Arbeit. Das spielte für mich keine Rolle. Ich wollte nur ihn, keine heimliche Liebe mehr. Ich wollte alle davon wissen lassen, wie sehr ich diesen Mann liebte, er sollte zu mir stehen. Er sagte nein, er würde seine Frau nicht verlassen wollen, sie wäre dann sehr arm dran, er könnte es ihr nicht antun. Sie würde alles für ihn tun. Seine Frau hat er nicht nur mit mir betrogen, vor mir gab es schon 2 und 3 Frauen. An eine Trennung dachte ich dann trotzdem nicht und sagte, dann besser die Affäre weiterlaufen lassen als gar nichts. Und verlor mit den Jahren mich selbst. Die letzten Jahren waren ein Kampf, Stress pur. Ich konnte ihn nicht mehr um mich haben, dann wiederum ohne ihn war das Leben nicht lebenswert. Geweint hatte ich selten. Ich hasste mich, fing an zu trinken, immer mehr. Konnte nicht schlafen. Nebenbei war ich auf Jobsuche und nahm natürlich, um auch die Kinder versorgen zu können, Zeitarbeitsdienste in Anspruch mit einem geringen Stundenlohn. Als der Gliebte über den Stundenlohn erfuhr, sagte er, für dieses Geld würde er nicht mal den kleinen Finger rühren. Ach ja, Geschenke hat er mir kaum gemacht, übrigens. Mein Stolz rührte sich immer noch nicht. Und überließ ihm meinen Schlüssel, so dass er kommen und gehen konnte, wann er wollte. Dann nahm ich ihm den Schlüssel weg. Er sagte, wenn ich den Schlüssel hätte, würde ich dich überraschen können mit einem Geschenk, oder schönes Essen dir vorbereitet. Tja, es war nix. Mir selber sagte, ich sei nicht kleinlich, Geschenke müssen nicht sein, er hat doch kein Geld, doch für seine Wünsche schon. Vor ein paar Wochen teilte ich ihm kurz vor dem Wochenende mit (wir sahen uns hauptsächlich Sonntag nachmittags), dass ich alleine sein möchte, mir ginge es nicht gut. Er antwortete, ist in Ordnung, doch am Sonntag klingelte er erst, ich öffnete nicht die Tür, dann klopfte er an der Wohnungstür, irgendjemand hatte ihn reingelassen. Es gibt eine Nachbarin, die schon wusste, zu wem er wollte, und ließ ihn rein. Eine Stunde klopfte er, ich traute mich nicht vom Fleck, keine Geräusche. Doch dann platzte mir der Kragen, riß die Tür auf und sagte, er soll mich in Ruhe lassen. Er meinte, ich wäre asozial, ich wüsste nicht, was er für mich fühlte, er liebte mich sehr und könnte nicht aufhören. Seine Frau liebe er nicht, na eben das übliche. Ohne mich könnte er nicht leben. Ich solle bitte mit ihm zusammensein. Seine Prinzessin, seine Blume, sein Mädchen wäre ich. Ich hörte mir das an und knallte die Tür zu. Ein paar Stunden später schrieb ich ihm eine Abschiedsnachricht. Ich war wütend und dann erleichert. Ca. 46 Nachrichten folgten. Ich reagierte nicht. Eine Woche später stand er wieder vor der Tür. Ich kam gerade von der Arbeit. Ließ ihn rein, er fragte was das alles soll? Ich sagte ihm, es wäre Schluss, ich hatte es ihm doch geschrieben. Es ginge nicht. Er meinte dann, na gut, bleiben wir Freunde. Ich war erleichert, dass er meinen Schlussstrich doch annahm, und willigte ein. Zwei Tage später, morgens, stand er vor der Tür. Ich sagte ihm, nein, ich will ihn jetzt nicht dahaben. Er wurde wütend und verschwand. Ich konnte dann langsam wieder atmen, wurde ruhiger. Bis vor ein paar Tagen, er stand vor der Haustür, zusammen mit der Nachbarin, die oft ihm die Tür aufmachte, und reparierte ihr Fahrrad, ich verstand gar nichts. Was sollte das? Tja, dann begann mein Leiden. Mit voller Wucht. Ich konnte wieder nicht atmen, nicht schlafen, nicht essen und war nur noch sterbenskrank. In der nächsten Tag heulte ich nur. Am nächsten Morgen heulte ich nur. Ich brauchte dringend Hilfe und rief eine sehr gute Freundin an. Sie war geduldig und hörte mir 2 Stunden zu. Es tat gut. Danach ging ich spazieren. Ich wurde ruhiger. Nach dem Spaziergang rief der Geliebter an. Ich sagte ihm, dass er mein Leben fast zerstört hätte. Aber na gut, dazu gehörten ja zwei. Er meinte, er trage da überhaupt keine Schuld, ich hätte alles kaputt gemacht. Ich wäre schuld. Ich wäre nicht kommunikativ, nicht sozialfähig und hätte nur einen Zerstörungsdrang. Er aber wollte nur das schöne, das beste, wäre nur optimistisch und fröhlich und humorvoll gewesen. Er hätte mir nur das schönste geben wollen. Und heulte während des Telefonats. Am Ende sagte er, er will mich wieder haben, immer wieder. Ich legte auf. Ich hatte dann jeglichen Kontakt abgebrochen. Seit dem scheitere ich an einem Tag, dann wiederum geht es wieder. Gehe kaum vor die Tür. Telefoniere aber lange mit Freunden. Natürlich weiß kaum jemand über unsere Affäre.
    Und deshalb Viola, vom Herzen danke für deinen Bericht. Er hat mir geholfen, ich bin nicht alleine mit dieser gefährlichen Liebe.

    • Eine sehr bewegende Geschichte hast Du mir geschrieben, danke dafür und auch für Deine Offenheit! Du bist ganz und gar nicht alleine! Es ist unfassbar, wieviele Geschichten unter diesem Artikel schon geschrieben wurden. Lies sie mal, wenn Du das nicht schon getan hast. 🙂 Es sind ganz unterschiedliche Menschen, auch die Geschichten unterscheiden sich, aber eines ist doch immer gleich: Wir alle merken, wie es uns zerstört und wir können nichts dagegen tun. Es ist wirklich eine Sucht! Es scheint Dir wirklich richtig an die Nieren zu gehen. Deine Seele scheint nicht ok zu sein. Ich empfehle Dir dringend, Dir professionelle Hilfe zu suchen! Du hast ein Recht darauf wieder glücklich zu sein! Kämpfe!!! ALLES LIEBE, VIOLA

      • Hallo Viola,
        vielen Dank für deine Antwort. Die Geschichten habe ich gestern gelesen, ja diese Art von Liebe zerstört.
        Mittlerweile werde ich ruhiger, akzeptiere meinen Zustand, gehe einen Schritt vor, zwei zurück. Glück habe ich bei einer Freundin, welche meinen Zustand versteht und mir hilft, aus der Misere rauszukommen. Sie kennt diesen Mann auch und hat überhaupt keine gute Meinung von ihm, nein, nicht weil ich ihre Freundin bin, sondern es ist ihre Meinung, sie sagt, was sie denkt, mich hat sie auch kritisiert.
        Vor ein paar Jahren hatte ich eine Therapie, drei Jahre lang, und sie hatte nichts geholfen. Sie sollte mir helfen, von ihm loszukommen. Ich bin mir sicher, dass ich es schaffen werde. Mit 56 Jahren werde ich wahrscheinlich endlich erwachsen.
        Meine Geschichte aufzuschreiben und durchzulesen, das hatte mir schon geholfen. Ich würde gern ein Tagebuch führen, aber ich finde den Anfang nicht. Früher reiste ich sehr viel, oft alleine, auch mit jemandem zusammen auf einem Motorrad (habe selber den Motorradführerschein, fahre jetzt eine große Vespa). Während der Reisen, manchmal auch wochenlang, schrieb ich Tagebuch. Das ist mir jetzt abhanden gekommen.
        Vielleicht fange ich damit wieder an, beruflich schreibe ich viel.
        Ich werde um mein Leben kämpfen. Liebe Viola, ich danke dir nochmal. Maria

        • Liebe Maria, hör‘ niemals auf zu kämpfen!
          Es wird sich lohnen, ich garantiere es Dir!
          Tu‘ von heute an nur noch das, was Dir gut tut.
          Denn auch Du verdienst es, glücklich zu sein!
          Liebe Grüße,
          Viola

  92. Danke für diesen sehr gut geschriebenen Artikel. 1:1 die Situation die ich erlebt habe. „Ich brauch noch Zeit“ waren wirklich seine Worte!!!! Er hatte sich bei unserem Kennenlernen als Single ausgegeben. Erst Monate später flog auf, dass er mich dauernd angelogen hatte. Eine Welt brach für mich zusammen. Bis ich verstanden habe, dass er mich als „Geliebte“ benutzt hat dauerte aber noch lange…. Er ist seit über 10 Jahren in einer glücklichen Beziehung. Seine Frau ist bis heute glücklich in ihn verliebt. Ihm fehlte nur das Abenteuer. Ich denke, dass einzige was er erreicht hat, ist es mein VERTRAUEN in ein Gegenüber zu zerstören. Ich kann mich jetzt 4 Jahre später auch noch nicht auf jmd einlassen ohne misstrauisch zu sein. Ich denke daran werde ich noch lange zu arbeiten haben. Und ich glaube auch nicht, dass ER in irgendeiner Weise gelitten hat. Auch wenn er das behauptet. Er saß im gemachten Nest und war nie alleine. Ich bin mittlerweile wieder oben auf, wenn auch mit besagten Verlustängsten. Warum ich? Das habe ich mich oft gefragt. Theoretisch kann fast jede Frau/ jeder Mann auf so eine egoistische Person reinfallen. Auf notorische Lügner und Betrüger. Und doch hatte ich schon vorher Verlustängste, da ich einen nahen Angehörigen, meinen Bruder, verloren hatte. Mein Selbstwert/ Selbstliebe war zuvor schon auf einem Tiefpunkt gewesen. Ich glaube fest daran, dass Menschen mit genug SELBSTLIEBE immun gegen solche Parasiten sind.

    • Liebe Kathrin, ich sehe es wie Du. Es kann wirklich jeden treffen. Ich denke sogar, es kann genauso einem Menschen mit einem gesunden Maß an Selbstliebe passieren. Der Unterschied: Jemand, der sich selbst genug liebt und schätzt, wird nicht lange in so einer destruktiven Situation verweilen. Wer sich liebt weiß, dass er/sie etwas Besseres verdient hat. So richtig echte Liebe, ohne jeden Zweifel. Du wirst wieder Vertrauen haben, denn wenn die richtige Person Dir über den Weg läuft, wird es keine Zweifel mehr geben. Liebe Grüße,Viola

  93. Hallo Viola,

    auch ich habe die quälende Rolle der Geliebten übernommen, obwohl doch für mich immer klar war, dass eine Affäre mit einem verheirateten Mann nie und nimmer in Frage kommt. Schließlich stand ich als betrogene Ehefrau auch schon auf der anderen Seite und hatte schlimm und lange mit den Folgen zu kämpfen.
    Nun bin ich die Affäre eines verheirateten Arbeitskollegen und befinde mich auch selbst in einer Beziehung. Dabei fing es, wie bei allen hier, ganz harmlos an. Er hat Anfang September 2020 bei uns angefangen und vom ersten Tag an, fand ich ihn äußerst attraktiv. Irgendwann entwickelten sich daraus Gespräche, Mails und gemeinsame Mittagspausen. Wir waren und sind einfach auf einer Wellenlänge. Ich habe mich noch nie bei einem Mann so wohl gefühlt. Er schenkte mir viel Aufmerksamkeit und erzählte,wie alle AM, dass es in seiner Ehe schon länger nicht gut läuft. Seine Frau beschimpft ihn, es gibt nie ein liebes Wort, geschweige denn Zärtlichkeiten o.ä. .
    Auch meine Beziehung lief schon länger vor den Baum.
    Nach ca. 4 Monaten haben wir uns zum ersten Mal geküsst und 3 Wochen später miteinander geschlafen. Seit dem treffen wir uns mind. 1 x pro Woche zum reden, spazieren oder zum 6, welcher einfach total atemberaubend und wunderbar ist. Wie sollte es anders sein, es entwickelten sich tiefe Gefühle von beiden Seiten und es kam auch das Gespräch auf, dass wir beide unsere Beziehungen beenden, um neu anzufangen. Er hat seiner Frau vor ca. 4 Wochen gesagt, dass die Ehe für ihn so nicht weitergeht und er sich neu verlieben möchte (von mir wollte er nichts sagen). Seine Frau wurde laut und warf Geschirr durch’s Haus. Diesen Zustand hat er nur 48 Stunden ausgehalten. Sie hat ihn unter Tränen um eine 2. Chance gebeten, welche er einräumte, weil er ein schlechtes Gewissen hat und sie ihm leid tut (sagt er). Seit dem gehen die beiden sich aus dem Weg. Sie fragt fast täglich, was denn nun ist und ob sie nun warten soll bis er eine andere hat. Darauf antwortet er nicht. Seine Frau hat sich für das gemeinsame Haus schon was überlegt. Er soll dann ausziehen und ihre Tochter zieht bei ihr wieder ein mit den Enkelkindern. Auf dem Haus lastet noch ein Kredit. Er trifft nun keine weitere Entscheidung, denn er möchte das Haus und das Umfeld (Nachbarn) nicht aufgeben, was er mir gestern auch gesagt hat. Seit der 2. Chance leide ich total, denn dadurch bin ich ja auf dem Abstellgleis gelandet. Er sagt mir nicht, dass es zwischen uns aus ist, aber seine Nachrichten und Mails werden seltener und unpersönlicher. Ich schaffe es trotzdem nicht, von mir aus einen Schlussstrich zu ziehen, denn ich liebe ihn und möchte eine Zukunft mit ihm. Das Warten macht mich kaputt, ständig laufen mir die Tränen über’s Gesicht und ich werde immer dünner. Ich weiß, ich müsste schnellstens den Absprung schaffen und doch denke ich, wenn ich noch ein kleines bisschen aushalte und warte, wird alles gut. Dabei weiß ich im Moment nicht woran ich bei ihm bin. Eigentlich lässt er sowohl seine Ehefrau und auch mich im Ungewissen.
    Es ist schon eigenartig, dass alle Affären nach dem gleichen Schema ablaufen.

    Grüße S.

    • Du hast Recht. Alle Geschichten ähneln sich, die gleichen Worte fallen und immer der gleiche Schmerz am Ende.
      Ich wurde auch, mit unschönen Worten, einfach abgestellt. Obwohl ich denke, das war viel Selbstschutz dabei. So schnell kann man Liebe nicht abschalten, nur den Kopf in den Sand und sich die Gefühle verbieten.
      Gemeinsame Kinder und Schulden lassen Männer vor einer Trennung zurückschrecken. Zu kompliziert. Und sie wollen, das es der Familie gut geht und sie nicht unter der Situation leiden müssen. Dann lieber auf Liebe verzichten.
      Traurig. Bei den meisten, die es überstehen, wird sich der Alltag irgendwann wieder einschleichen und die Chance auf einen Neuanfang, mit einer neuen Liebe, ist vertan.

      • Weißt du, es kommen nicht wirklich die klaren unschönen Worte…eher so gleichgültige Mails mit „Ich hoffe du hattest einen schönen Tag.“ etc.
        Nichts was noch von echten Gefühlen zeugt. Noch vor 2 Wochen kamen gleich nach dem Aufwachen Mails wie „Guten Morgen meine Liebste, du fehlst mir…freu mich auf dich.“ mit Herzen und Küsschen.
        Gerade das tut wahrscheinlich genauso weh. Er hat gerade Urlaub mit seiner Frau und schon bin ich vergessen und er merkt wie wichtig im doch alles andere rundherum ist? Das ist schon ganz schön abgebrüht sich nun so aus der Sache rausschleichen zu wollen.
        Ich denke auch, auf Dauer geht das weder mit seiner Frau noch mit mir und ihm gut, schlimm ist nur, ich kann nicht loslassen und warte trotzdem immer wieder auf ein Lebenszeichen von ihm. Tief in mir drin, weiß ich, dass er sich wie ein A…. verhält und dass einem so ein Mann nichts bedeuten sollte. Und doch ist das einfacher gesagt als getan.

        Ich brauche noch viel Zeit und muss mich ganz dringend selbst wiederfinden…aber wie?

        • Eine Freundin hat mal sinngemäß zu mir gesagt: „Ja ok, wenn Du noch ein paar Mal mehr auf die Fresse brauchst, dann hol‘ Dir noch ein paar Schläge. Dein Selbstwert und Du werdet weiter am Boden liegen.
          Aber: DER Tag wird kommen! An diesem Tag, während Du da so rumliegst, wirst Du feststellen, dass Du endlich wieder aufstehen kannst. Du wirst gehen und niemals zurückblicken.“

          Das wird der Punkt sein, an dem es endgültig REICHT!
          Dieser Punkt kommt, aber niemand kann ihn erzwingen.

      • Nach all den Bücher die ich über Männer, Liebe, Sex und Affären gelesen habe, bin ich, wie die meisten männlichen Autoren, zu dem Erkentnis: FRAUEN LIEBEN SOZIAL BEDEUTSAM = MÄNNER NICHT. Heißt um uns als Frauen wirchlich und echt geliebt zu fühlen muss der Mann sich zu uns öffntlich bekennen. Das ist in jede heimliche Affäre nicht vorgesehen! Faktor Zeit: max 6 bis 8 Monate. Danach wird für den Mann eine für ihn perfekte Situation entstehen da 2 Frauen besser sind als eine. FÜR MÄNNER BEDEUTET SEX NICHT LIEBE. Sie können es ohne emotionale Bindung tun. Frauen auch aber dann meistens nur für Geld oder Gegenleistung.
        Eine toxische Beziehung zu beenden ist verdammt schwer. Es ist wie alle schon hier sagen eine Droge. Deshalb wenn Schluß gemacht wird , egal von wem KEIN KONTAKT MEHR; KEIN SMS NICHTS.
        Ich wünsche allen viel Kraft! Ich kämpfe immer noch und hatte auch paar Rückschläge mit SMS und ein zwei Spaziergänge. Aber es wird langsam weniger und es tut nicht mehr so weh. Manchmal schaffe ich ein Tag ohne an ihm zu denken und die Abstände werden größer. :))

        • Liebe Carmen, schön, dass Du allen ein wenig Hoffnung machst. Es ist wirklich ein langer Weg. Bei mir waren es zwei Jahre. Und hätten wir weiter regelmäßig Kontakt gehabt, wäre es wahrscheinlich ewig so weitergegangen. Ich bin also auch ganz klar für einen kalten Entzug. Ich freue mich für Dich, dass es besser wird, dass Du langsam zu Dir zurück findest. Bald ist Dein Herz wieder frei – und offen für jemanden, der Dich zu schätzen weiß!

        • Ich schaffe keinen Tag, keine Stunde, ohne an ihn zu denken. Nach 5 Wochen Funkstille habe ich letzten Montag eine SMS geschrieben und ihm zum Geburtstag gratuliert. Wider Erwarten kam eine Antwort zurück und dann noch eine zweite. Daraufhin habe ich nicht nochmal geschrieben. Wahrscheinlich sagt ihr, es war ein Fehler, es wühlt nur alles wieder auf.

          • Das kenne ich. Ich habe es auch nicht geschafft, mich nicht zu melden. Er fing allerdings an, mich zu ignorieren. Er wollte sich – und vielleicht auch mich – schützen. Aber dadurch wurde ich zum totalen Psycho, weil ich es nicht ertragen konnte, ignoriert zu werden. Ich bin z.B. abends mit einer Freundin zu seinem Haus gefahren und wir haben heimlich durch die Fenster geguckt, völlig verrückt. Ich weiß also, was es aus einem macht. Du bist gerade in einer schwierigen Phase, das ist der Entzug. Da wird man rückfällig, das ist so. Ich finde es stark, dass Du dann nicht mehr geantwortet hast! Ich weiß, wie schwer das ist! Zieh‘ es durch, mach‘ weiter so und es wird besser – ich verspreche es Dir! Und eines Tages wachst Du auf und bist frei! Ich drücke Dich!

  94. Irgendwann kippt es, man entscheidet unbewusst, so geht es nicht weiter. Wenn man sich zum Kontaktabbruch dann durchgerungen hat, fühlt man sich nach einiger Zeit besser, so war es jedenfalls bei mir.
    Dann kommt Weihnachten, und man nimmt sich vor, natürlich Wünsche auszusprechen, aber verhalten und danach auch nur ganz wenig Kontakt, bloss nicht wieder in den Strudel zu geraten. Dann löst irgendetwas dieses Wehtun aus und Kontakt Ende.
    Man hatte sich ja eigentlich etwas vorgenommen.
    Bei mir klappt es einfach nicht, es bei oberflächlichen Dingen zu belassen.
    Ich empfinde es so, das der Grund dafür ist, dass es nicht zu einem offenen Gespräch gekommen ist. Egal, ob Streit oder Weinen, nein, für mich ist zuviel unausgesprochen. Ich kriege keinen Abschluss hin.
    Vielleicht bin ich auf der Suche, den Bösewicht in einem von uns zu finden, damit ich einen Verantwortlichen habe.

    Spreche ich an, dass sie für mich ein ungelöstes Lebensereignis ist, reagiert sie pikiert.
    Über Gefühle und Gedanken reden ist nicht so ihrs. Das war später dann die Antwort. Damit ist das thema offenbar für sie erledigt. Für mich nicht.

    Über Wochen kontaktlos ging es mit gar nicht schlecht. Konzentrierte mich auf andere Dinge. Dinge, die mir guttun. Sogar für neue Frauen habe ich mich interessiert. Ich weiss ja, das ein Zusammenkommen, wenn überhaupt, die nächsten Jahre nicht zur Debatte steht………..ich höre auf zu schreiben, wen interessiert es…..

    Bin an einem Punkt, wenn es das jetzt gewesen ist und man hat gar keinen Kontakt mehr, habe ich das Bedürfniss, mir ein Bild von ihr im Kopf zu formen. Also den Abschluss für mich allein zu machen.
    Ob das gut ist? Keine Ahnung.
    Kam die Frage in mein Hirn, bekommt man eigentlich sein verschenktes Herz zurück, wenn nichts draus wird?

    • Allerspätestens, wenn da jemand auftaucht, der ordentlich mit Deinem Herz umgeht, bekommst Du es zurück – und dann wirst Du es neu verschenken. Ich bin heute glücklich verheiratet und habe eine kleine, süße Tochter. Damals habe ich so sehr gelitten, dass ich mir selbst die Arme aufgekratzt habe, um mit dem äußeren Schmerz den Schmerz im Inneren zu mildern. Ich dachte, es würde nie vorbeigehen – doch es ging vorbei! ES GEHT VORBEI!

      • Viola, es ließ mich etwas schmunzeln, das du nachts durchs Fenster geguckt hast. Das werde ich natürlich nicht tun. Aber ich sehe ihn immer mal zwangsläufig im Vorbeifahren, schon das ist schwer.
        Was hast du gemacht, nachdem er dich ignoriert hat? Weniger geschrieben, irgendwann gar nicht mehr? Warum hat er mir zu seinem Geburtstag 2x geantwortet? Aus Höflichkeit? Dann hätte ein einfaches ‚Danke für die Glückwünsche‘ gereicht. Oder hat er sich nach 5 Wochen Funkstille wirklich gefreut und ist danach darüber erschrocken? Ich weiß, es ist mühsam nach dem Warum zu fragen.
        Das mit dem Selbstschutz hat er mir auch mal gesagt, als ich fragte, warum er zwischendurch manchmal so eiskalte Worte verwendete. Und auch das Schluß machen am Telefon war nicht gerade nett. Aber klar, wie soll man sich freundlich trennen, wenn Gefühle im Spiel sind. Er war auch in einer Ausnahmesituation, als seine Frau es rausgefunden hat.
        Und Herz neu verschenken? Tja, ich habe auch noch meinen Mann, von dem ich mich eigentlich trennen müsste. Er tut mir leid, es ist absolut unfair was ich mit ihm mache.
        Ich würde gern mal paar Männer im Nachhinein fragen, wie es ihnen ergangen ist, nachdem sie, aus Vernunft, zur Familie zurück sind. Haben sie es bereut und vermissen die ‚Affäre‘ doch? Oder sind sie wieder glücklich geworden? Oder ist nach gewisser Zeit das Nebeneinanderherleben wieder eingekehrt?
        Eine andere Userin hat hier geschrieben, ihre Affäre sagte, er verzichtet lieber auf Liebe und Sex, Hauptsache der Familie gehts gut. Laut Paartherapeuten trifft das wohl auf die meisten Männer zu.

        • Ja, wir saßen tatsächlich mit übergezogenen Kapuzen im Auto und haben das Haus beschattet. 😀 Heute könnte ich mich totlachen. Es ist unglaublich, was diese Sucht nach diesem Kerl aus mir gemacht hat. Das Ignorieren seinerseits hat mir gar nicht gut getan. Ich bin dadurch nur noch verrückter geworden und habe ihn mit Nachrichten bombadiert. Mal habe ich ihn beschimpft, mal waren es verzweifelte und traurige Mails, dann wieder Wut, dann Betteln, Entschuldigungen, alles in ständigem Wechsel. Das ging über viele Monate so. Ich denke aber, egal, was er gemacht hätte, es wäre wohl alles falsch gewesen. Mein einziges Helferlein war die Zeit. Das wird bei dir wahrscheinlich ähnlich sein. Und klar, nach dem „WARUM hat er so und so reagiert“ zu fragen ist mühselig, ich habe es aber auch getan. Mit ein wenig mehr Abstand zu ihm und ein wenig freierem Kopf, wirst Du bestimmt auch bereit sein, über Deine eigene Ehe nachzudenken und ggf. Dinge zu Deinem Besten zu verändern. Dabei drücke ich Dir die Daumen!

  95. Hallo Viola,
    durch Zufall bin ich auf diese Seite geraten, weil ich mir eigentlich Hilfe/Rat im Internet suchte.

    Ich sehe mich in deiner Geschichte wieder, viele Punkte finden Übereinstimmung.
    Hier jetzt kurz meine Geschichte:
    Es ist jetzt genau 5 Jahre her, da lernte ich einen Mann über eine Spielplattform (QD) kennen. es machte Spaß gegen ihn zu spielen. Kleine Chats folgten über diese Plattform. Dann wurden Handynummern ausgetauscht, es folgten sehr intensive, ausführliche, persönliche, vertraute und intime Chat, fasst täglich. Man verliebte und man traf sich. Es entstand eine Affäre. Er war/ist verheiratet, hat zwei große Töchter 15 und 19 J. alt, wohnt in einem kleinen Dorf mit Hauseigentum usw. Das klassische Familienbild. Seine Frau kennt er aus Kindergartenzeiten, es war auch seine erste und bis dato sexuelle Beziehung.
    Ich bin nicht verheiratet, habe auch zwei Kinder, diese sind aber schon selbständig und aus dem Haus.

    Die Affäre war ein ewiges Hin und Her. Das Sexuelle war wirklich traumhaft, da hat alles gepasst. hatte so eine Erfahrung bis dato noch nicht erlebt. Nach ca. 6 Monaten gestand ER mir, dass er überlegt, sich von seiner Frau zu trennen. Ich habe diesbezüglich nichts erwartet oder im Vorfeld „angefragt“. Dennoch habe ich mich selbst dabei ertappt, das es mich als Frau bestätigt und ich es auch dann wollte. Er meinte nur, er würde die Weihnachtszeit und 2 Monate noch abwarten wollen, um sich dann zu entscheiden.
    Das hat mich damals schon sehr stutzig gemacht, wozu noch zwei Monate warten und Weihnachten in Familie … da weiß man schon, wie das endet. Das war der Moment, und noch so viele folgten, wo ich mich ausgenutzt gefühlt hatte, so nach dem Motto „schön warm halten“. Nach den Weihnachtsfeiertagen gestand er mir, er habe sich für seine Frau entschieden, das Weihnachtsfest war so schön gewesen und es spürte, wie sehr er seine Familie liebt.
    Na ja, da stand ich nun, abserviert, wütend und gekränkt. Das neue Jahr begann und er schickte mir Bilder von sich, er hätte Sehnsucht usw. Heute weiß ich, an diesem Punkt hätte ich nie wieder diese Beziehung aufnehmen sollen. Aber wenn Gefühle im Spiel sind, denkt man nicht logisch und rational. Man hofft und hofft, aber es wird immer nur noch schlimmer.
    Und so zog es sich insgesamt 5 Jahre hin: Streit, Trennung, wieder Versöhnung, wieder Worte von ihm, er könne ohne mich nicht leben, ich muss immer an unseren Sex denken, große Sehnsucht usw.
    Seine Frau hat es dann mitbekommen (Chat) und dann war die Beziehung erstmal beendet.
    Nach zwei Monaten wieder Chat, Bekundungen von Sehnsucht usw, ich bin wieder darauf eingegangen.
    Heute weiß ich, dieses ständige Hoffnungssetzen hat mich kaputt gemacht. Ich habe ihn dann konfrontiert mit seinen eigenen Worten und mit seinen widersprüchlichen Taten. wenn das alles wirklich so ist, wie er sagt, dann solle er dazu stehen und mit seiner Frau offen darüber reden. Hat er natürlich nicht. Im Gegenteil, ihr ständig versprochen, der Kontakt zu mir sei beendet.
    Die Chats wurden auch unregelmäßiger, nur zu bestimmten Zeiten, weil seine Frau jetzt immer sein Handy kontrolliere. auf Vorschläge, wie ein 2. Handy, eine gemeinsame Wohnung in seiner Nähe, ist er nie eingegangen.
    Das Maß wurde eigentlich voll, als er mir an einem Abend gestand, wie sehr er mich liebt und am Tag darauf mir schrieb, dass er mit seiner Frau 1 h später geschlafen hat. Eine größere Erniedrigung kann man sich nicht vorstellen. Ich dachte nur, wie dumm und naiv kann ich sein. Ich war so wütend und ich fühlte mich so ausgenutzt. Wütend auch auf mich selbst.
    Und so ging es immer wieder weiter, ein Hoch und Tief der Gefühle … ich erkannte mich manchmal gar nicht selbst wieder, was diese „Beziehung“ aus mir gemacht hat.
    Ich selbst merkte mehr und mehr, dass ich an dieser „Beziehung“ kaputt gehe, denn ich wurde immer unzufriedener. Es folgten auch deswegen mehr Streits. aber ich konnte mich einfach nicht trennen.
    Ich musste einen Entschluss fassen und etwas tun, dass ich aus dieser Gefühlswelt wieder heraus brechen konnte, denn ich habe es immer wieder versucht und nicht geschafft. Ich fühlte mich so ausgenutzt und betrogen, obwohl ich ja eigentlich keine „Rechte“ an ihm habe.
    Ich habe sein letztes Geschenk für mich in ein Päckchen gepackt, seine letzten z. T. erotischen Fotos mit dazu gelegt und der Ehefrau geschrieben, dass sie sich keine Sorgen machen soll, ich möchte ihren Mann nicht, denn was er mit ihr macht, würde er mit mir auch machen, denn 5 Jahre hat er mich und auch sie verarscht … und abgeschickt.
    Ich wusste, das war der „Totesstoß“ für diese Beziehung. Seit dem kein Wort mehr von ihm.
    Ich mach mir natürlich unheimlich Vorwürfe, weil so etwas einfach nicht mein Ding ist und die Frau mir schon etwas leid tut. Hab ich jetzt eine Familie zerstört?
    Zu Hause bei ihm ist sicherlich die Hölle los. Aber vielleicht hat er auch das Päckchen „abgefangen“. Ich weiß es nicht. Ein schlechtes Gewissen hab ich trotzdem. Ich wusste aber, wenn ich das tue, dann ist er weg, weil ich sein Vertrauen missbraucht habe.
    Mir geht es seit dem nicht gut, auch wenn es jetzt so ist, wie ich es wollte.
    Ich habe ihm dann noch einmal eine Nachricht gesendet, dass es mir leid tut, ich aber keinen anderen Ausweg mehr wusste, um aus diesem Gefühlschaos ausbrechen zu können. es wäre ewig so weiter gegangen. Er hätte mir ewig Hoffnung gemacht, ich auch sicherlich in allem Hoffnung gesehen. Er hätte aber seine Frau nie verlassen, Ich wusste ja, dass er sich für seine Frau entschieden hatte, aber wenn man Worte von Sehnsucht usw. liest, und selbst auch welche hat, Gefühle für diesen Mann immer wieder verspürt … dann gibt man nicht auf und hofft immer und immer wieder weiter. Völlig irrational und nicht logisch betrachtet.

    Das alles ist jetzt zwei Wochen her. Ich fühle mich so schuldig, für das was ich getan habe.
    Weiß aber, dass war der einzige Weg für eine endgültige Trennung.
    Ich hoffe, die Zeit bringt es mit sich, dass dieses Schuldgefühl etwas nachlässt und ich meinen „Frieden“ finden kann.
    Im Moment bereue ich es, dass ich dies getan habe. Bin hin und her gerissen und es kostet mich schlaflose Nächte.

    Eine Date für eine Nacht mag ganz nett sein, aber eine Beziehung, wenn einer gebunden ist, bringt auf Dauer nichts, außer verletze Gefühle und Enttäuschung, bis hin zum Hass. Und das ist kein guter Ratgeber für Entscheidungen.
    Denn ich habe aus meiner Verzweiflung heraus etwas getan, was man hätte nicht tun sollen. Zumindest betrachte ich es jetzt so.

    • Du hast das jetzt einfach mal für Dich gemacht – und ich finde das wunderbar! Du hast fünf Jahre lang gewartet, gehofft, hast Dich hinten anstellen lassen. Das macht wütend und irgendwann bist Du eben geplatzt. Dein Egoismus (für mich eher Selbstrettung) mag seiner Frau und ihm nicht gefallen haben, aber ganz ehrlich, Du kannst nichts kaputt machen, was schon längst kaputt war. Wer hält sich denn 5 Jahre eine „Zweitfrau“, wenn im eigenen Hause alles ok ist!? Auf lange Sicht hast Du Ihnen vielleicht sogar einen Gefallen getan. Sie werden sich nun zwangsläufig mit ihren Eheproblemen befassen müssen. Also leg‘ Dein schlechtes Gewissen ad acta und finde erstmal wieder zu Dir selbst. Fühl Dich umarmt! Liebe Grüße Viola

        • Es ist der Wahnsinn, wie sich die Geschichten gleichen. Die gesprochenen Worte der Männer und die gegensätzlichen Taten.
          Ich kenne 2 Fälle, wo sich tatsächlich für den neuen Partner entschieden wurde.

          • Ja das stimmt… jeder hat hier seine eigene Geschichte und doch laufen sie alle nach dem gleichen „Grundmuster'“ ab. Und auch die Worte und Ausflüchte der Affärenpartner klingen so, als hätten sie sich abgesprochen oder haben einen entsprechenden Kurs an der Abendschule besucht.

            Janet, nur 2 Fälle… das ist von der Wahrscheinlichkeit her wirklich gering. Geht mir aber auch so, in meinem Bekanntenkreis kenne ich auch nur 1 Fall, wo der Affärenpartner sich für die Liebelei entschieden hat und beide nun glücklich miteinander sind.

  96. Ich lasse es nicht zu, dass dies dumpfe Gefühl in mir drin entsteht, quasi von selbst ausbricht, dieser Schmerz, immer verbunden mit einem ganz tiefen Seufzer, einem abwesenden Blick und manchmal auch feuchten Augen.
    Nur zu gut kenne ich diese Situation, so oft erlebt.

    Unser Kontakt ist bis auf ganz wenige Ausnahmen verstummt. Wir waren uns irgendwann darüber einig, dass das wohl der bessere, einzige Weg ist.
    Sie war so kalt zu mir und ich war ungerecht, unfair zu ihr. Wenn denn überhaupt etwas an unserer Zuneigung dran war, kann man doch nicht unfair sein.

    Ok, ich brauchte einige Stunden, nach Bekanntwerden ihres Urlaubs durch ein geändertes Profilbild, ihr Grüsse und Wünsche hinterher zu schicken. Das mit dem Urlaub zusammen mit ihrem Mann war immer sehr schwierig für mich.
    Aber was solls! Es ist nun mal so.
    In der Vergangenheit hatte sie zur Antwort für Bilder aus dem Urlaub, sie wolle mir zeigen, dass es ihr gut geht.
    Hier schreiben doch fast nur Frauen, meint eine Frau es ehrlich, wenn sie so etwas sagt?

    Dies feine Auseinanderhalten der Details musste ich erst mühsam lernen. Auch an anderen Stellen.
    Es geht ihr auf dem Bild gut. Das muss noch lange nicht an ihrer Begleitung liegen.
    Natürlich, das Schlimmste, ihr ehelicher Sex, taucht ab und an nebulös in meinem Kopf auf. Nie war das Thema zwischen uns, richtig so.
    Habe ich nicht auch ein Sexleben, egal in welcher Form?
    Darüber hier zu schreiben empfinde ich als grossen Schritt für mich nach vorn, diese Liebe neutraler zu betrachten. Jetzt lebt sie IHR Leben in ihrer Welt, wegen des Kindes und vielleicht auch wegen noch anderer Dinge.
    Die Entscheidung wegen des Kindes habe ich immer mitgetragen. Es ist richtig so.
    War es nicht so gedacht, dass man dem Gegenüber wünscht, dass es ihm gutgeht?

    Nie hat sie ihr Wort mir gegenüber gebrochen, nach meinem Wissen mir nie die Unwahrheit gesagt. Sie wird ihr Wort halten und mir irgendwann sagen, was in dieser Zeit in ihr vor sich gegangen ist.
    Sie meinte mal, wir haben doch Zeit. Sie hat wohl recht, wie eigentlich immer.
    Auch wenn ich nur 7 Jahre älter bin, ist mein Leben in den Abschnitten des Lebens viel weiter.
    Ihr Sohn ist 15, meine Tochter hat mir vor einem halben Jahr mit 25 ein Enkelkind geschenkt.
    Warum sollte sie nicht mit meinem Wohlwollen nach ihrem Wunsch erstmal den einen Abschnitt zu Ende bringen? Und zwar so, wie Sie es möchte.

    Wenn es da tatsächlich etwas gibt, was uns sehr verbindet, dann bleibt es.
    Ich hatte vor einiger Zeit hier nach der Rückkehr des verschenkten Herzens gefragt.
    Bin mal gespannt, was mein Herz so treibt.

    Gut ist es, wenn drumherum das Leben andere Dinge bereithält. Macht den Kopf freier.
    Eine schöne Arbeit, ein liebes Enkelkind, ein neuer Hund und so vieles mehr.

    Danke für deine Seite hier Viola.

    • Während Du darauf wartest, dass dieser, ihr Abschnitt beendet ist, wünsche ich Dir, dass Du nicht ewig in Wartestellung bleibst, dass Du aufhören kannst zu warten, auf etwas, von dem Du nicht mal weißt, ob es jemals eintritt. Sei offen für das Leben, für die Liebe und scheuch‘ sie nicht weg, wenn sie Dir neu begegnen sollte. Liebe Grüße, Viola

    • Auf deine Frage, ob Frauen es ehrlich meinen: Ich würde nie etwas vorspielen, was nicht so ist. Aber ich bin natürlich in deiner Situation, die Verlassene. Der Mann weiß, das ich ihn sehr vermisse. Ob das jetzt taktisch richtig ist…egal.
      Die Wochen vergehen und es wird nicht besser. Es dauert.
      Er hat mal gefragt, wie es bei mir zu Hause läuft. Ich hab die Wahrheit gesagt. Von ihm weiß ich nichts, denn ich habe nicht gefragt, weil ich Angst vor der Antwort hatte.
      Keine Ahnung, wieviel Zeit vergehen muss, bis ich die Hoffnung aufgebe.
      Ich werde nie verstehen, wie man Ich liebe dich, Ich will dich nicht verlieren, Ich kann es mir ohne dich nicht mehr vorstellen, sagen kann und plötzlich den Kontakt abbricht. Aber gut, der Knackpunkt bei mir war natürlich, das seine Frau es rausbekommen hat.

      • Liebe Janet, ich habe hier schon zwei Beiträge verfasst als ich meine Affäre noch nicht beendet hatte.
        Ich möchte etwas Mut aussprechen – ich habe damals wochenlang auf eine Besserung gewartet, die nicht eintraf. Woche für Woche habe ich Tränen vergossen und sogar im Internet gegoogelt, wie lange Liebeskummer dauert, obwohl mir klar war, dass es darauf keine pauschale Antwort gibt und geben kann.

        Inzwischen ist es sieben Monate her, dass ich die Affäre beendet habe. Erst jetzt geht es langsam bergauf und ich fühle mich besser. Ich singe wieder Lieder laut mit, nehme andere Männer wahr und merke, dass sich das Durchhalten gelohnt hat. Noch immer gibt es Rückschläge und abundzu ein paar Tränen – aber mein Stolz hat inzwischen Überhand genommen und ich habe die Einstellung, dass ich nicht mehr wegen ihm leider möchte, wenn er sich für eine andere Frau entschieden hat – mögen die Gründe für seine Entscheidung auch noch so vernünftig sein.

        Ich möchte Dir damit sagen – gib nicht auf, auch wenn Du wochenlang das Gefühl hast, dass keine Besserung eintritt. Sie wird eintreten, da gebe ich Dir mein Wort.

        Natürlich richten sich diese Worte auch an alle anderen Leidenden.

        • Hallo Caro, danke fürs Mut machen.
          7 Monate, das sind ja gute Aussichten. Mir fehlt immer noch die Phase des Akzeptierens. Ich kann nicht aufhören zu hoffen.
          Seine Frau hat es ja rausbekommen und er sagte, es musste eine Entscheidung getroffen werden. Und er hat sich eben für die Familie entschieden, damit sie nicht darunter leiden, was er gemacht hat. Auch wollte er mit fast 50 nicht bei 0 anfangen, er hatte Angst alles zu verlieren, vor allem die Kinder. (23+15)
          Meine Freundin sagt, dann liebt er dich nicht genug. Das glaube ich nicht, die Verantwortung für die Familie wiegt einfach höher.
          Wenn man die Erfahrung der Paartherapeuten liest, entscheiden 90% der Männer so. Das Risiko ist ihnen einfach zu hoch. Wir Frauen sind da mutiger.
          Da wir gleich um die Ecke wohnen, hab ich immer Angst ihn zu sehen, mit ihr. Mit dem Auto sind wir uns jede Woche begegnet, wir schauen uns an und fahren wie 2 Fremde aneinander vorbei. Das tut so weh.
          VG Janet

          • Liebe Janet,

            auch mein Affärenmann ist knapp über 50 und auch ich gehe davon aus, dass ihm der Mut fehlt, etwas Neues zu beginnen. Dies sogar, obwohl er in meinem Fall keine gemeinsamen Kinder mit seiner Frau hat.

            Ich bin noch immer unendlich traurig darüber, dass er sich nicht für mich entschieden hat, dennoch ist die Sehnsucht und das Vermissen nicht so schlimm wie dieses ständige Warten und die Eifersucht, die ich vorher täglich erlebt habe. Gerade an Feiertagen und wenn er Urlaub hatte, habe ich so gelitten, dass ich richtige Schmerzen gespürt habe. Irgendwann aber war ich an einem Punkt, an dem mein Stolz mir gesagt hat „wenn Du lieber bei einer anderen sein möchtest, dann sei es“. Nun ist es inzwischen eine gleichbleibende Traurigkeit, mit der ich leben kann.

            Ich habe mir versucht, mit folgenden Gedanken zu helfen:

            Entweder liebt er mich, ist aber zu feige und zu bequem, sich zu trennen.

            Oder er liebt seine Frau. Dann aber möchte ich ihn auch nicht, da er offenbar die Frau, die er liebt, jahrelang betrogen und belogen hat.

            In beiden Fällen steht aber für mich fest, dass seine Liebe zu mir nicht so groß sein kann wie meine Liebe zu ihm. Denn ich hätte für ihn alles getan. Wäre es die große Liebe, dann wäre er bei mir.

            Janet, ich habe so viel nachgedacht. Ich bin der Meinung, dass es verschiedene Arten von Liebe gibt. Eine leidenschaftliche Liebe und eine kameradschaftliche Liebe, die möglicherweise dauerhaft diejenige ist, die Bestand hat. Wir Frauen haben oft die rosarote Brille auf und verwechseln die Leidenschaft mit Liebe, Männer häufig nicht, sie denken meistens rational. Und aus diesem Grunde bleiben sie bei der Frau, die ihnen seit Jahren vertraut ist und ihnen Sicherheit bietet.

            Auch Du wirst es schaffen, ich bin mir sicher. Fühle Dich umarmt.

          • Ich sehe es genauso und ich habe sogar den Beweis: Der Beweis ist meine Tochter, 2 1/2 Jahre alt und aus einer kameradschaftlichen Liebe entstanden. Mein Mann ist mein bester Freund! Und es gibt nichts Wichtigers als das. In „schwierigen“ Liebesbeziehungen glaubt man oft, hier sei die Liebe ganz besonders stark. Das liegt aber daran, dass die Peaks höher sind als in „einfachen“ Beziehungen. Es gibt extreme Hochs und extreme Tiefs, die Emotionen gehen immer ins Extreme. Dieses extreme Fühlen verwechseln wir mit großer Liebe. Heute weiß ich es besser, denn Liebe bedeutet nicht Leid, wahre „gesunde“ Liebe bedeutet Seelenfrieden. Diese Form der Liebe wünsche ich uns allen!!!!

  97. Danke Viola und danke Janet, dass ihr geantwortet habt.
    Ich brauche immer Pausen von diesem Thema, für mich der Weg, Abstand zu gewinnen und zu behalten.
    Es ist schwer zu begreifen, sich damit abzufinden, dass das bisherige intensive Kontaktverhältnis vorbei ist, weil wir es beide nicht hinbekommen.
    Trotzdem, es ist eine andere Situation derzeit. Es gibt die Erinnerungen und die eigene Einschätzung , was für ein Mensch sie ist.
    Ich vermeide, mir selbst aufzuzählen, was alles tolles an ihr ist. Ich belasse es dabei, sie für den wundervollsten Menschen anzusehen, der mir in meinem Leben begegnet ist.

    Mein täglicher Weg überschneidet sich mit ihren möglichen Wegen. Vor einiger Zeit noch bin ich bewusst einen Umweg gefahren. Das ist vorbei. Habe mir vorgenommen und auch schon einmal gemacht, bei einer Begegnung der Autos zu lächeln und freundlich zu winken. Und es war auch okay für mich das eine Mal. Freude, sie ganz kurz gesehen zu haben. Neutral, ohne Anhalten, ohne emotional geladen gegenüber zu stehen. Ohne Tränen oder sonst etwas. Ich muss mich mit der Situation abfinden, Schluss aus.
    An anderer Stelle kommt manchmal Wehmut, der Druck im Herzen. Aber es geht dann einigermassen vorbei.

    Jetzt hätte ich einen konkreten Grund, wegen Tochter und Enkel, sie um Rat zu fragen. Natürlich würde sie mir sachlich und freundlich antworten.
    Bin aber noch nicht sicher, ob ich es tue. Kann ein kleiner Rückschritt sein anschliessend.

    Vielleicht sollte ich aber den Mut zu mir selbst aufbringen und es versuchen. Dass ich es schaffe, sie wie einen Freund zu fragen und anschliessend wieder am gleichen Punkt zu sein, wie jetzt.
    Es wäre ein weiterer, ein grosser Schritt für mich. Wenn es gelingt, vielleicht auch gestärkt mit ihrem Geburtstag demnächst umzugehen.
    Dafür hatte ich schon mal angefangen aufzuschreiben. Aber wieder verworfen. Meine Worte zu stark belastet.

    Ich will das hinkriegen, ein Anspruch an mich selbst. Sie soll als ein Abschnitt meines Lebens positiv da bleiben. Nicht Schluss und man hört sein ganzes Leben nichts mehr. Nur weil man sich nicht genug bemüht hat.

    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

    Alles Gute für euch, Stefan

    • Hallo Stefan,
      am 25. Oktober 2020 hast du auf meinen hier recht allgemein gehaltenen Kommentar reagiert. Ich habe ihn heute erst gelesen……..ich war lange nicht mehr auf dieser Seite und jetzt bin ich hier wieder angekommen. Ich habe meine Geschichte hier noch nicht aufgeschrieben und vielleicht werde ich es auch nie tun, aber ich finde sie in Teilen in allen anderen wieder…….so auch in deiner, nur andersherum.
      Vieles von dem, was du hier über deinen Umgang mit deiner Situation geschrieben hast, hat mich sehr berührt und vor allem hat es bei mir Denkprozesse in Gang gesetzt……..und ich habe dadurch gelernt zu verstehen, IHN besser zu verstehen. Dafür möchte ich dir danken, denn durch Verstehen entsteht innere Ruhe. Diese wird mir helfen, besser mit meiner Situation umgehen zu können und das bedeutet mir erst einmal sehr viel, auch wenn das nicht die Lösung aller Probleme ist.
      Du, diese Frau, dieser Mann und ich, wir haben viel gemeinsam und vor allem trennt uns vieles an gemeinsamen Ansichten, Grundsätzen und unterschiedlichen Herangehensweisen ans Leben………jedoch komplett spiegelverkehrt. Vielleicht bekommen wir alle es aufgrunddessen nicht hin oder aber wir bekommen es genau deshalb irgendwann hin……..die Zeit wird es zeigen und ich wünsche dir alles nur erdenklich Gute, wie auch immer es ausgehen wird.
      Liebe Grüße
      Lebenswert (oder Sabine, wie Viola es verraten hat ;-))